seroquel

Hier hinein gehören alle Fragen und Beiträge zum Thema Psychopharmaka, medikamentöse Therapie, Dosierung, Kombinationstherapie, Unverträglichkeiten, Wechselwirkungen etc.
Diger_Diga
Beiträge: 57
Registriert: Fr 19. Mai 2006, 14:28

seroquel

Beitragvon Diger_Diga » Di 18. Jul 2006, 19:43

habe ein großes problem das mich fertig macht...
ich habe für 15 monate seroquel genommen und habe mich währenddessen bzgl meines problems gut gefühlt. was mir aber schon währenddessen (also praktisch während der behandlung) aufgefallen ist aber was die ärzte aber als temporäres problem einstuften war die tatsache dass ich vergesslich wurde, mir denken schwer viel und ich fast nix mehr richtig mental durchführen konnte. damals hat mich das zwar schon gestört weil ich früher ziemlich begabt in mathematischen fächern war d.h. im logischen denken, aber die ärzte meinen das geht weg wenn ich das absetze.... nach 15 monaten war es dann so weit ich hab es abgesetzt - (ausgeschlichen) - nach 2-3 wochen ziemlicher unruhe aber dann abklingen der symptome hofte ich dass alles wieder gut wird und sich mein (meiner meinung nach damals schon gestörtes gehirn) regeneriert.
ich war ohne zu übertreiben extrem gut in merkfähigen dingen und logischem denken. ich lerne ohne probleme ein komplettes lexikon mit vokabeln auswendig und löste die komplizierteste aufgaben in klausuren. jetzt bin ich soweit dass ich nix mehr kann. mir geht es wieder scheiße und die fähigkeiten hab ich auch verloren ich bin vergesslich total durch den wind habe jeden tag kopfschmerzen in verbindung mit konzentrationsproblemen und von psychischen probleme ganz zu schweigen. ich könnte durchdrehen bin kurz davor mir die kugel zu geben - was haben die mit mir gemacht...
bitte keine kommentare bzgl beruhigung überleg dir das nochmal mit dem umbringen (da kann ich nix mit anfannge) is jawohl meine entscheidung aber was kann man dagegen machen!ich komm nicht damit klar so zu sein wie ich jetzt bin...

PS: da ich hier einen beitrag über supersensitivität gelesen habe aber nicht mehr weiß wo er ist hier noch ein beitrag einer dissertation über jenes thema:

http://www-brs.ub.ruhr-uni-bochum.de/ne ... n/diss.pdf

hannah
Beiträge: 538
Registriert: Sa 31. Jul 2004, 12:33

Beitragvon hannah » Di 18. Jul 2006, 19:56

Ich kann mich noch erinnern wie Du hier gepostet hast, wegen dem Problem, dass Du Dich schlechter konzentrieren kannst unter Seroquel.

Und ich bin auch der Meinung, dass diese Konzentrationsprobleme in Zusammenhang mit der Psychose standen. Das Gehirn braucht seine Zeit, bis es nach dem ganzen Dopamincocktail oder was auch immer Schuld daran ist wieder "neu hochfährt".

Und es ist auch nicht gut, wenn man ein NL abrupt absetzt. :sad: Das kann nämlich zu einer Absetzpsychose führen unter anderem.

Ich denke, Du verlangst zu viel. So eine Psychose braucht Zeit, bis das Gehirn diese verkraftet hat. Ich würde Dir raten noch einmal einen Arzt aufzusuchen.

Diger_Diga
Beiträge: 57
Registriert: Fr 19. Mai 2006, 14:28

Beitragvon Diger_Diga » Di 18. Jul 2006, 20:19

Ich kann mich noch erinnern wie Du hier gepostet hast, wegen dem Problem, dass Du Dich schlechter konzentrieren kannst unter Seroquel.
ja.....

Und ich bin auch der Meinung, dass diese Konzentrationsprobleme in Zusammenhang mit der Psychose standen. Das Gehirn braucht seine Zeit, bis es nach dem ganzen Dopamincocktail oder was auch immer Schuld daran ist wieder "neu hochfährt".
...und wieso steht das immer in verbindung mit der psychose. ich denke das das von den psychopharmaka firmen so verkauft wird damit man einen sündenbock hat -l vorher während meiner probleme konnte ich mich trotzdem konzentrieren und es war ein offlabel use. die seltensten psychosen führen zu organischen bzw chemischen veränderungen.

dopamaincocktail? meines wissensstandes ist ein antipsychotika ein post synaptischer dopamin (d1,d2,d3,d4,d5) meistens aber d1 und/oder d2 rezeptoren blocker. d.h. die post synaptischenrezeptoren werden blockiert und nicht mehr soviel dopaminerge neuronen aufgenommen. das führt zu einer dämpfung der signalübertragung und somit zu einer sedierenden und beruhigenden wirkung.

Und es ist auch nicht gut, wenn man ein NL abrupt absetzt. :sad: Das kann nämlich zu einer Absetzpsychose führen unter anderem.
wer sagt denn dass ich das schlagartig abgesetzt habe?
Ich denke, Du verlangst zu viel. So eine Psychose braucht Zeit, bis das Gehirn diese verkraftet hat. Ich würde Dir raten noch einmal einen Arzt aufzusuchen.
habe ich und helfen können diese pfuscher auch nicht. mache aber nochmal ein eeg und mrt und mal gucken was es noch so gibt aber aufschluss wird das auch nicht geben schließlich ist es sehr selten dass diese aufschlüsse bei solchen psychiatrischen bzw neurologischen krankheiten geben

hannah
Beiträge: 538
Registriert: Sa 31. Jul 2004, 12:33

Beitragvon hannah » Di 18. Jul 2006, 21:05

Bei einer Psychose wird zu viel Dopamin produziert. Das habe ich mit Dopamincocktail gemeint.

Du hast es ausgeschlichen, sorry - das hatte ich übersehen, dass Du das geschrieben hast. Aber so wie Du das beschrieben hast, "nach Abklingen der Symptome", habe ich daraus geschlossen, dass Du es nicht gut abgesetzt hast. Seroquel darf man nur ganz langsam steigern in der Dosierung und nur ganz langsam ausschleichen (in 25mg Schritten und zwar jeweils über mehrere Wochen).

Psychopharmaka sind dafür da, dass Psychosen zurückgehen. Was meinst Du mit Off-Label-Use? Hast Du es gar nicht gegen eine akute Psychose bekommen?

Es ist gehirnorganisch bewiesen, dass Gehirne von Schizophrenen anders aussehen. Der Thalamus ist z.B. verkürzt und eine Gehirnregion ist stärker angesprochen als bei Gesunden.

Diger_Diga
Beiträge: 57
Registriert: Fr 19. Mai 2006, 14:28

Beitragvon Diger_Diga » Di 18. Jul 2006, 22:55

offiziell hatte ich keine psychose aber die symptome waren ähnlich.

jaja der theoretische kram aber ich bin davon nicht mehr so überzeugt.
hat das mal jemand gemessen dass dopamin mehr da ist oder nicht?
meiner meinung nach kann man nicht gewisse gehirnbereiche als geschlossenes system überprüfen und messen ob weniger dopamin serotonin oder sein ein scheiß botenstoff weniger da ist.
praktisch ist das alles hyppthese

außerdem gibt es so viele die dagegen reden

http://www.alterpsy.org/de/piet.php

lg

Diger_Diga
Beiträge: 57
Registriert: Fr 19. Mai 2006, 14:28

Beitragvon Diger_Diga » Di 18. Jul 2006, 22:57

vielleicht bewirkt der vermehrte dopamin ausschuss ja auch intelligenz wie es bei mir war oder ähnlich

Diger_Diga
Beiträge: 57
Registriert: Fr 19. Mai 2006, 14:28

Beitragvon Diger_Diga » Mi 19. Jul 2006, 00:47

http://www.antipsychiatry.org/ge-drugs.htm

das kennen die meisten bestimmt schon aber wenn man sich das mal genau durchliest dann ist es hin oder her ob antipsychiatry oder nicht

es ist und bleibt so dass es neurotoxine sind.

ich meine wäre auch zu schön wenn die menschheit in der kurzen zeit der entwicklung glaubt dass sie 3.5milliarden jahre der entwicklung mal so locker überbieten könnte...

ich bin sauer und frustriert...

Diger_Diga
Beiträge: 57
Registriert: Fr 19. Mai 2006, 14:28

Beitragvon Diger_Diga » Mi 19. Jul 2006, 11:21

Hallo Diger_Diga,

sei froh, dass du den Absprung rechtzeitig geschafft hast. Merke: Nebenwirkungen von Neuroleptika sind grundsätzlich Symptome der Krankheit.

Die wahre Psychose ist doch zu glauben, dass man gezielt in ein biochemisches System eingreifen kann, dass man gerade mal ansatzweise versteht. Was wir vom Gehirn wissen ist ungefähr genausoviel wie man von der Arbeitsweise eines Computers versteht, wenn man dessen Stromverbrauch misst.

S.
is ja wohl ein witz mit einer aussage daher zu kommen die besagt: " nebenwirkungen von neuroleptika sind immer die symptome der krankheit "
das is ein schlechter scherz. seid ihr so verblendet & haben euch die ärzte so lange zu gequatscht, dass ihr gar nicht mehr merkt dass neuroleptika die ursache der gehirnfunktionsstörungen sind - ich bin wirklich geschockt, scheinbar habt ihr euren letzten freien willen auch noch durch die neuroleptika verloren... man wacht doch mal auf... es ist einfach von der pharmaindustrie alles auf den sündenbock krankheit zu schieben - macht sich ja auch viel besser und lässt di absatzzahlen steigen.
solang die medikamente helfen ist ja gut (helfen im sinne von ihr fühlt euch besser habt einen nicht gerade anspruchsvollen job (indem ihr jene gehirnfunktionen selten braucht und es euch deshalb nicht auffält) und seid glücklich im leben)... aber mal ganz ehrlich WER von euch führt einen hoch intelligenten anspruchsvollen job aus wie theoretischer astrophysiker mathematiker etc..
wenn man einen normalen job ausführt dann fällt das kaum auf aber wenn man solche jobs ausführt dann schlägt das schon ins gewicht. ich denke dass die meisten das gar nicht merken weil sie diese grenzen der höheren intelligenz nie erreichen weil sie sie nicht benutzen wenn aber jemand sagt dass seine bis dahin höheren gehirnfunktionen, jene die man für theoretische dinge gebraucht, durch neuroleptika zerstört wurden, wird man im regen stehen gelassen und es wird behauptet dass ist symptom der krankheit...
tut mir leid, dass ist so wie zwangseinweisung von patienten nach dem motto "es war für dein bestes" - es ist die grausamme realität vor der alle die augen zudrücken?
WARUM NUR?

Diger_Diga
Beiträge: 57
Registriert: Fr 19. Mai 2006, 14:28

Beitragvon Diger_Diga » Mi 19. Jul 2006, 12:31

das konzept bzgl insulin und zyprexa ist mir bekannt... ich bin nur geschockt wieso macht da keiner was?
muss die halbe menschheit umkommen dass die augen offen machen und endlich pleite gehen.
cymbalta hab ich selber 15 monate genommen :(

hannah
Beiträge: 538
Registriert: Sa 31. Jul 2004, 12:33

Beitragvon hannah » Mi 19. Jul 2006, 14:13

solang die medikamente helfen ist ja gut (helfen im sinne von ihr fühlt euch besser habt einen nicht gerade anspruchsvollen job (indem ihr jene gehirnfunktionen selten braucht und es euch deshalb nicht auffält) und seid glücklich im leben)... aber mal ganz ehrlich WER von euch führt einen hoch intelligenten anspruchsvollen job aus wie theoretischer astrophysiker mathematiker etc..
wenn man einen normalen job ausführt dann fällt das kaum auf aber wenn man solche jobs ausführt dann schlägt das schon ins gewicht. ich denke dass die meisten das gar nicht merken weil sie diese grenzen der höheren intelligenz nie erreichen weil sie sie nicht benutzen wenn aber jemand sagt dass seine bis dahin höheren gehirnfunktionen, jene die man für theoretische dinge gebraucht, durch neuroleptika zerstört wurden, wird man im regen stehen gelassen und es wird behauptet dass ist symptom der krankheit...
@Diger_Diga

Ich finde es überhaupt nicht ok welche Vorurteile Du hier gegen Schizophrene auffährst. Warum soll man mit der Krankheit nicht intelligent sein? Es gibt sehr viele hier im Forum die sehr intelligent sind und ich kenne auch viele, die einem anspruchsvollen Job nachgehen.
Ich selber habe zwei Studien abgeschlossen, die mich lerntechnisch sehr gefordert haben. Bei mir führt eher die geistige Nichtbeanspruchung zu einer Psychose, ich lerne gerne und arbeite im wissenschaftlichen Bereich.
Also zu sagen Schizophrene schlucken nur ihre Medikamente, sind geistig froh nicht gefordert zu werden und zufrieden mit nicht anspruchsvollen Jobs ist definitiv vorurteilsbehaftet und auch ziemlich undifferenziert.

Was die Nebenwirkungen betrifft: Ja, NL haben einige Nebenwirkungen, auch einige, die sehr schlimm sind bzw. Folgekrankheiten auslösen. Trotzdem muss jeder selber entscheiden können, ob er mit NL die Lebensqualität erhält, die er braucht. Ich habe nichts davon psychotisch herumzulaufen, weil bei mir dann auch die Suizidätsmöglichkeit sehr hoch ist.

Es wäre für Dich wichtig herauszufinden, wieso Du "Psychose-ähnliche" Symptome bekommst. Wie äußern sich diese eigentlich?

Diger_Diga
Beiträge: 57
Registriert: Fr 19. Mai 2006, 14:28

Beitragvon Diger_Diga » Mi 19. Jul 2006, 14:40

ich glaube du verstehst mich falsch... ich habe nie wirklich behauptet das schizophrene dumm sind. jedenfalls les ICH das nich aus meinen zeilen. vielmehr bin ich der ansicht (wie du auch), dass schizophrene sehr intelligent sind, aber durch nicht beanspruchung eine psychose bzw schizophrenie entwickeln. wie du schon richtig geschlussfolgert hast liegt es zum einen an der nicht beanspruchung aber auch an der veranlagung wie "alles".
deshalb bin ich der ansicht dass wenn man sich dementsprechend (welches gebiet einem auch liegt) beansprucht, weniger anfällig ist für eine psychose.
natürlich kann es mal aufkommen aber dann muss man es meiner meinung nach auch ohne medikamente rausschaffen. ihr werdet jetzt sagen. der hat gut reden schließlich habe ich auch medis genommen, und da geb ich euch nicht ganz unrecht, aber was die medikamente praktisch machen, ist nichts anderes als im untätigen zustand klarzukommen. und das geht langfristig nicht ohne einbußen der leistungsfähigkeit. bei schizophrenen wird die gehirnleistung (meiner meinung nach durch die ich nenn es mal "erkrankung" aufrecht erhalten)(übrigens, ich habe es bereut und nehme keine medis mehr - stattdessen beschäftige ich mich den ganzen tag mit aufgaben und versuche in der mathematik und physik wieder dahin zu kommen wo ich mal war - ich hoffe mit erfolg - um das so zu sehen braucht man aber eventuell ein wenig zeit)
vielleicht ist die psychose nur eine art kompensation des gehirns mit der großen gehirnleistung klarzukommen. deswegen find ich es so erschreckend das das als krankheit aufgefasst wird was eigentlich ein natürlicher prozess sein kann...
das beste beispiel ist nash aus dem film a beautiful mind. der hat es auch ohne medis geschafft...und wenn man sich mal die psychosen in der 3. welt anguckt. die die vorhanden sind sind wesentlich schneller auskuriert als in unserer welt ohne tabletten.

hannah
Beiträge: 538
Registriert: Sa 31. Jul 2004, 12:33

Beitragvon hannah » Mi 19. Jul 2006, 15:09

deshalb bin ich der ansicht dass wenn man sich dementsprechend (welches gebiet einem auch liegt) beansprucht, weniger anfällig ist für eine psychose.
natürlich kann es mal aufkommen aber dann muss man es meiner meinung nach auch ohne medikamente rausschaffen.
Das ist leider wieder eine Unterstellung, dass man es ohne Medikamente aus der Psychose schaffen muss. Ich bin schon seit 12 erkrankt und wurde bei den ersten beiden Psychosen noch nicht behandelt und diese dauerten sehr lange und ich hatte nachher über Monate schwere Depressionen. Als ich mit 14 behandelt wurde mit Haldol war das für mich ein Segen nach meinem ersten Selbstmordversuch zu sehen, dass mir Medikamente helfen. Bei mir wirken bestimmte Medikamente bei einer akuten Psychose aber auch sofort.

Und es ist für das Gehirn mindestens genauso schädlich, wenn die Psychosen unbehandelt bleiben und voll ausgelebt werden. Das führt nämlich am Ende in den meisten Fällen zur geistigen Retardierung, bzw. leben solche Menschen nur mehr in ihrem Wahn oder bringen sich um.

Sorry, Du tust so besonders intelligent, aber scheinst sehr undifferenziert hier zu behaupten, man muss es ohne Medikamente schaffen. Wieso glaubst Du eigentlich, dass Du das Recht hast so etwas zu behaupten? Wie gesagt, jeder kann für sich selber entscheiden, wie er die Krankheit behandelt, aber hier Leuten etwas vorzuschreiben, die jahrelang damit fertig werden, ist wirklich ein starkes Stück.

Was John Nash betrifft, ist leider der Film ihm nicht ganz gerecht worden. Denn er war sehr lange in Psychiatrien, wurde dort sicher nicht nur mit Medikamenten sondern wahrscheinlich auch mit Elektroschocks behandelt...

1964 wurde seine Schizophrenie so stark, dass er für längere Zeit in eine psychiatrische Klinik eingeliefert werden musste. Während der nächsten 20 Jahre geschah dies immer wieder. In der Folge seiner Erkrankung erschienen zwischen 1966 und 1996 keinerlei Publikationen von ihm.

Quelle: wikipedia.de

Diger_Diga
Beiträge: 57
Registriert: Fr 19. Mai 2006, 14:28

Beitragvon Diger_Diga » Mi 19. Jul 2006, 16:22

ich glaube das hast du falsch aufgefasst. john nash hat sich dazu später geäußert und hat korrigiert dass er nie neuroleptika angefasst hätte...(und wenn nur von SEHR kurzer dauer) also nachlesen...der film stimmt nämlich nicht ganz... die pharmafirmen haben dafür gesorgt (zu ihrem eigenen nutzen) dass es so aussieht, also ob john nash die medis geholfen hätten. selbiges gilt für die kliniken...er hat stehts dagegen revoltiert... du hast aber glaube ich nur meinen halben text gelesen, ansonsten würdest du mich nicht so attackieren. folglich nochmal, in anderen ländern in denen medikamente nicht verschrieben werden, sind die, bemerke, dauerhaften heilungschancen größer als die in ländern wie unseren. um mal einen vergleich anzuziehen, den ich aber nur grob zitiere:"eine person mit psychischen problemen durch neuroleptika gabe zu behandeln wäre so wie ein software problem eines computers durch "rumfummeln" an der hardware zu korrigieren". ich benutze hier extra das verb rumfummeln, weil es in der tat nichts anderes ist. es kann funktionieren aber auch nicht...der einzige unterschied: der körper hat die möglichkeit der selbstregeneration, was uns sehr zugunsten kommt. das heißt es können sich eventuell neue wege erschließen. auf das großhirn bezogen; es wurde bewiesen, dass sich auch das neuronale netz des cortex bei schädigung wieder regeneriert. neuronen, interneuronen und allgemein hirnzellen können sich laut stand der forschung neue bahnen suchen um denkprozesse wieder zu verbinden. schließlich bleibt die information ja erhalten, nur die verbindung dorthin wurde unterbrochen... bis sich diese neuen wege finden, kann es aber unter umständen eine zeit lang dauern.
ein auf die welt gekommenes baby bzw kind entwickelt sich auch nicht von heute auf morgen zu einem intelligenten menschen...aber nur als beispiel...
wie die regeneration abläuft, hängt denk ich mal von der person ab.
aber um sich zu einigen medikamente - ok - aber bitte so kurz wie möglich... und nicht über jahre - wie in vielen fällen...
also: wenn du meinst man sollte die medis nehmen, bin ich aber auch davon überzeugt, dass wenn es an der zeit ist die medis abzusetzen, dies auch umgesetzt werden sollte...
das ist nicht gerade einfach. das weiß ich aber man sollte sich langsam dahin arbeiten davon überzeugt zu sein weil anders entwöhnt man sich von diesen "drogen" nie.

hannah
Beiträge: 538
Registriert: Sa 31. Jul 2004, 12:33

Beitragvon hannah » Mi 19. Jul 2006, 16:58

Ich sage nicht, dass jeder die Medikamente nehmen soll! Sondern dass jeder das Recht hat selber zu entscheiden, ob er Medikamente nehmen möchte oder nicht.
Und ich bin auf keinen Fall von den Medikamenten überzeugt, ich hatte selber schon sehr schlimme Nebenwirkungen. Die neumodische Wunderdroge vermarketet unter Abilify, die gepriesen wurde mit "der Besserung für Schizophrene" hat bei mir zu Herzstörungen und schweren Magenproblemen geführt, die zwar nach Absetzen wieder besser wurden, aber trotzdem.

Aber um so zu leben, wie ich das möchte sind die Medikamente das kleinere Übel im Gegensatz zu Psychosen und Depressionen.

Da Du ja nur "psychotische Symptome" hattest, bei denen es mich nach wie vor interessiert, wie sich diese geäußert haben, bist Du kein Kandidat für eine lebenslange unheilbare Schizophrenie und kannst nicht ermessen, wie es sich mit der Krankheit lebt.

Diger_Diga
Beiträge: 57
Registriert: Fr 19. Mai 2006, 14:28

Beitragvon Diger_Diga » Mi 19. Jul 2006, 17:20

doch die symptome kann ich wohl sehr gut verstehen...
ich selber habe unter einem problem (welches ich hier nicht ausführen möchte) dermaßen gelitten dass ich regelrecht durchgedreht bin...
ich bin hin und hergelaufen und hämmerte ständig mit kopf gegen die wand hab alles kurz und klein geschlagen weil mich das so wahnsinnig gemacht hat.
naja...
find ich aber typisch sowas zu behaupten, obwohl ich die aussage verstehen kann jemand der es nicht hatte kann es nicht nachvollziehen das stimmt...

bzgl. des anderem sind wir uns dann ja einig :=)

abilify hab ich auch net vertragen


Zurück zu „Psychopharmaka und Psychopharmakotherapie“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast