Was tun wenn jemand die Tabletten absetzt

Hier hinein gehören alle Fragen und Beiträge zum Thema Psychopharmaka, medikamentöse Therapie, Dosierung, Kombinationstherapie, Unverträglichkeiten, Wechselwirkungen etc.
Rika Sommer
Beiträge: 5
Registriert: Fr 20. Feb 2004, 11:47
Wohnort: Niederösterreich

Was tun wenn jemand die Tabletten absetzt

Beitragvon Rika Sommer » Fr 20. Feb 2004, 12:31

Hallo ich bin hier ganz neu , aber möchte gerne Hilfe an nehmen .
Mein Sohn setzte mal wieder seine Tabletten ab und er wirkt wieder hilflos.
Er war schon 2 mal in Behandlung d.h. Klinikaufenthalt Diagnose: paranoid schizophren,.
Ich habe sehr viel darüber gelesen und immerhin schon zweimal mit erlebt wie der Krankheitsablauf ist ich als Mutter war sehr schockiert und habe ihn in allen nur denkbaren Umsetzbaren Dingen bei gestanden, was nicht einfach ist
Nun sind wir wieder soweit er ist aber diesmal Drogen frei das ist schon mal positiv und er ist weniger durcheinander aber die Warnzeichen werden immer stärker und er möchte umbedingt ohne Medikamente klar kommen.
Was meiner Meinung nicht geht oder?
Er hat zu niemanden vertrauen und möchte nicht wieder in eine Anstalt.
Seroquel und Solian glaube ich waren die letztn Medikamente die er nahm,er denkt wieder in seiner Welt alles läuft schief, er schiebt alles zur Seite was nur annähernd normal sein könnte .
Er läßt sich treiben erledigt keine Zahlungen, die Wohnung gleicht einer Müllhalde er öffnet keine Fenster mehr, er schläft die letzten Tage nur mehr und wirkt als hätte er einen Entzug, er vegetiert dahin , er nimmt keine Termine wahr obwohl ihm bewußt ist es wäre wichtig für seine Existenz, er will aber kann nicht so siehts zumindestens aus ,usw...Ich könnte einen Roman schreiben was mir Sorge macht wie und wo kann ich finanzielle Unterstützung bekommen damit er nicht vor die hunde geht , ich habe alle meine Reserven schon aus geschöpft und bin selbst finaziell nicht mehr in der Lage ihm zu helfen ?
Schmetterling

gnk
Beiträge: 5
Registriert: Sa 17. Jan 2004, 17:26

Beitragvon gnk » Fr 20. Feb 2004, 21:17

Hallo,

ich kenne mich mit Schizophrenie nicht recht aus, leide selber aber an einer schweren psychischen Erkrankung, habe daher ein wenig Erfahrung.

Bei den von Ihnen geschilderten Symptomen denke ich dass sie so schnell wie möglich intensivierte professionelle Betreuung (ihr Sohn UND Sie) in Anspruch nehmen sollten. Medikamenente ohne Rücksprache ist immer sehr problematisch. Soweit möglich darauf drängen, dass jeder solche Schritt mit Ärzten abgesprochen wird.

Hinsichtlich der finanziellen Sorgen: Am besten mit einem Sozialarbeiter sprechen. Wenn Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe besteht: AMS hat viel Verständnis für gesundh. Probleme und unterstützt. Grundsätzlich besteht auch Anspruch auf Berufsunfähigkeitspension, zumindest vorübergehend. Bitte erkundigen.

Bei genauerer Mitteilung des Wohnortes (wohne selbst in Wien) kann ich gerne bei der Vermittlung einer Kontaktadresse behilflich sein.


Zurück zu „Psychopharmaka und Psychopharmakotherapie“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste