Alkoholiker in "Geschlossener Unterbringung" in Ravensburg

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matze110682
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Alkoholiker in "Geschlossener Unterbringung" in Ravensburg

Beitragvon matze110682 » Fr 12. Feb 2016, 20:27

Alpenland Ravensburg Eingliederungshilfe "Villa"

Ich bin Alkoholiker mit seelischen Beeinträchtigungen und
wohne mit Unterbringungsbeschluss nach §1906 BGB in der "Villa" der Alpenland Haus der Betreuung und Pflege Am Mehlsack​ in Ravensburg.
http://www.betreuung-und-pflege.de/einr ... ungshilfe/

Die Zustände hier sind mittelmäßig.

Die Doppelzimmerproblematik ist unzumutbar.

Entgegen des Landesheimbauverordnung ist man bis mindestens Mitte 2019 nicht daran interessiert würdige Lebensumstände für die sehr problematische Zielgruppe zu schaffen. Meines erachtens gilt die Verordnung ab dem Zeitpunkt der Nutzungsänderung von einem Pflegeheim in ein Wohnheim der Eingliederungshilfe nach SGB XII.
Der Bundesgerichtshof entschied 2011, dass der Unterbringungsgrund mit dem geringstmöglichen Eingriff in die persönliche Freihheit erreicht werden muss. Auch aufgrund der UN-Behindertenrechtskonvention Art. 22 und 23 verbietet es sich schlicht und einfach "unfreiwillige" mit Beschluss nach §1906 BGB gegen ihren Willen in Doppelzimmern unterzubringen.

Es kommt häufig aufgrund der Doppelzimmer-Problematik zu Streit, Aggressionen und es gab auch schon Gewaltakte gegen äußerst problematischen Zimmernachbarn, wobei ich überzeugt bin, dass beim Ausführenden die seelische Belastbarkeit überschritten war.

Insbesondere da hier Klienten mit den unterschiedlichsten psychischen und seelischen Beeinträchtigungen aufeinander treffen, was dysfunktionales selbst-
und fremdschädigende Verhaltensweisen verstärkt, wenn Sie gezwungen werden auf engstem Raum zusammen zu leben.

"Bei langfristiger Unterbringung in Doppelzimmern kann so
bei allen Klienten eine destruktive Dynamik erzeugt werden, die der Stabilisierung der einzelnen Klienten kaum dienlich ist und Hospitalisierungs-tendenzen zusätzlich verstärkt.”
http://www.sozialpsychiatrie-mv.de/PDF/ ... _AMEOS.pdf

Die Heimaufsicht Ravensburg http://www.landkreis-ravensburg.de/,Lde ... sicht.html mit Petra Bühler sieht das anscheinend recht locker, zum massiven persönlichen Nachteil der Bewohner.

Wichtig hingegen wären
Einzelzimmer, autonome Verpflegung im Heim, psychologisches Fachpersonal.
Alles um den eigentlichen Unterbringungsgrund entgegenzuwirken.

Ähnliches ist hier aber nicht erkennbar und der Landkreis Ravensburg
mit Dezernentin für Arbeit und Soziales Diana Raedler
http://www.landkreis-ravensburg.de/,Lde ... iales.html
ist meiner Meinung nach den betriebswirtschaftlichen Interessen der Alpenland GmbH & Co. KG hörig.


Eine Schande für unseren Landkreis mit Zuständen des letzten Jahrtausends.

Man erzeugt definitiv zusätzlich Leid in der Alpenland Wohngruppe "Villa", in dem man weiterhin auf Doppelzimmer setzt.
Die Bewohner werden Ihrer persönlichen Freihheit beraubt und das in einem der wohlhabendsten Landkreise Deutschlands.

Meine Beschwerde bezüglich der Doppelzimmer an Einrichtungsleiterin, der Alpenland Haus der Betreuung und Pflege Am Mehlsack, Ravensburg, Claudia Weber erzeugte wenig Interesse.
http://workupload.com/file/OLFLNWA3

Mit solidarischen Grüßen

Matthias Geier
Zuletzt geändert von matze110682 am Do 27. Feb 2020, 10:49, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Alkoholiker in "Geschlossener Unterbringung" in Ravensburg

Beitragvon fluuu » Fr 19. Feb 2016, 14:16

Hallo,
hast Du schon mal versucht mit der Heimleitung zu reden ob nicht vielleicht doch ein Einzelzimmer frei ist bevor Du diese
Kanonade an juristischen Fakten auftischst die völlig sinnlos sind weil sie vor Ort nichts bewirken?
Es gibt Betroffene die möchten nicht alleine sein und in einem Einzelzimmer leben, sie fühlen sich dort allein gelassen.
Vor hundert Jahren gab es in den Einrichtungen noch große Schlafsäle und Du gehst vehement gegen Zweibettzimmer vor.
Na ja, vielleicht kommst Du mit Deiner Methode durch, ich würde höflich fragen und bitten ob ich ein Einzelzimmer bekommen
könnte wenn mir das Zweibettzimmer begründeter Maßen zusetzt. Meine Erfahrung ist, dass man mit Menschen reden kann,
wenn man ihnen droht ist es immer schlecht denn das erzeugt zusätzliche negative Gefühle.
gruß fluuu

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Re: Alkoholiker in "Geschlossener Unterbringung" in Ravensburg

Beitragvon Lavina » Di 26. Dez 2017, 08:40

Hallo fluu,

jetzt ''muss'' ich einfach nochmal schreiben.
Hoffentlich keine Zwangsstörung bei mir.
Hört sich doch gut an, die verständnisvolle Schiene, keine zusätzlichen Druck machen, freundlich
und höflich mit den Verursachern (hier: Heimleitung) reden (als dein! Vorschlag) und keine zusätzlichen Agressionen
aufbauen.
Hört sich doch vernünftig an - oder bist wegen dem Suchtproblem milde gestimmt oder weil
es an und für sich doch logisch erscheinen mag, dass Druck - Gegendruck erzeugen kann.
Und manche Mittel eben doch im Erstversuch zu 'hart' erscheinen und die Leitung daraufhin auch
rechtliche Mittel anwenden mag und so das Zusammenleben der Einzelnen sich nicht verbessert ?

Grüsse am 2. Weihnachtsfeiertag an alle, die in einer Geschlossenen leben

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fluuu
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Re: Alkoholiker in "Geschlossener Unterbringung" in Ravensburg

Beitragvon fluuu » Di 26. Dez 2017, 11:46

Nein, so plump ist es im zwischenmenschlichen Umgang nicht, Druck erzeugt Gegendruck, das ist zu simpel.
Unsere Menschengemeinschaft basiert von Natur aus auf Hierarchie und wenn man die
übergehen möchte bekommt man Probleme mit den Naturgesetzen und unterliegt denn
kein Mensch als kleines Bestandteil der Natur kann diese Gesetze übergehen ohne schwere
Konsequenzen zu erfahren. Eine Heimleitung ist gegenüber einem Heimbewohner hrarchisch
übergeordnet, muss es auch denn sie hat die volle Verantwortung für alle Vorgänge im Haus.
Wenn ein Kind versucht die Eltern juristisch auszuhebeln wird es scheitern denn das Naturgesetz
besagt, ein Kind ist von den Eltern existenziell abhängig, wenn die Eltern weg sind stirbt das Kind.
Die Eltern verklagen aus Sicht des Kindes wäre also Selbstmord für das Kind und dafür gibt es
kein Gesetz in der Natur, sie dient dazu das Leben zu erhalten. Wenn Du also in ein Heim
gekommen bist aus ganz bestimmten Gründen der Entwicklung, dann solltest Du die Hierarchie
akzeptieren und versuchen die Naturgesetze zu begreifen die für jeden verbindlich sind.
Deshalb sehe ich das Lösen des Problems Zimmernachbar in diesem Rahmen nicht als ein
juristisches Problem an, sondern der Kommunikation und Verständigung.
gruß fluuu

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Re: Alkoholiker in "Geschlossener Unterbringung" in Ravensburg

Beitragvon Lavina » Di 26. Dez 2017, 20:38

Abend,
dann hat es Matze doch auf die höhere Instanzebene (Hierarchie) abgegeben und damit die Verantwortung in diese
Hände mitgereicht.
'Druck', der Öffentlichkeit kann ja auch hilfreich sein, wenn er sonst nicht weitergekommen ist und er eben ein
Einzelzimmer braucht.
Bei Suchterkrankungen grad in der Aktuphase oder Entgiftung konzentriert 'man' sich vielleicht eher auf sich und
nicht jedermann ist da ein willkommener Zimmergenosse.
Ich habe schon Entzugsphasen,- Entgiftungen miterlebt bei Bekannten und ich finde, dass Suchtproblem gehört absolut
in fachkundige Hände.
Find auch die Umgebung soll wichtig sein, der 'Kranke' soll ja genesen und sich in dieser Zeit auch wohlfühlen.
Wenn da die Zimmereinteilung und andres im Argen sind, mag man doch gar nicht auf diese Abteilung (freiwillig schon
gar nicht gehen!)
Komme ich doch grad von jemanden mit einer Alkproblematik (ehrlich!) und derjenige hat es geschafft wieder abstinent
zu leben.
(Ich habe mich derweil mit der Co-abhängigkeit befasst.)
Hätte ich die Mittel und Möglichkeiten gehabt ihn 'clean' zu machen, ich hätte es getan.
So konnte ich 'nur' seine Umgebung erträglich gestalten, aufhören musste derjenige. (andres Thema wohl).
Vollwertige Nahrung für etwaige ausgezehrte Körper, den 'Tiefpunkt', von dem ich immer las, überwinden und den Körper wieder
in Gang bringen.
Die nimmt doch jeder lieber in einer schönen Umgebung ein.
Nicht sich noch um die äusseren Gegebenheiten kümmern müssen, dies sollte wirklich an andre Stelle abgegeben werden,
finde ich.
Leute die dafür zuständig sind und da was Gutes bewirken können.

Alkohol ist in unserer Gesellschaft so akzeptiert und überall so leicht zu haben und das Trinken in geselliger Runde normal -
dann darf dieses wichtige Thema - Sucht - Alkohol (Drogen etc.) auch in die Öffentlichkeit gelangen.
Warum nicht auf direktem Wege (trotz Bürokratie).
Wohl dem, der von keinem Stoff abhängig ist.
Bis aber der Befehlsweg/Kompetenzweg (sag ich mal) oben ankommt und ein 'ok' kommt, wird eh dauern.
Bis dahin würde ich mir auch ein Einzelzimmer wünschen für denjenigen, der's braucht und freundliches Personal.

Grüsse

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Re: Alkoholiker in "Geschlossener Unterbringung" in Ravensburg

Beitragvon mamschgerl » Do 28. Dez 2017, 14:09

...ist das nicht witzig? Von Menschen erschaffene Hierarchien als Naturgesetze zu bezeichnen, hat schon was...
Zum Glück dürfen Kinder heutzutage gegen Eltern klagen, ohne daß sie deswegen verhungern müssen, schließlich leben wir nicht mehr in der Steinzeit, in der Auflehnung gegen die Hand, die einen füttert, gleich Todessehnsucht bedeutet. Zum Glück kann man heutzutage auf einigem bestehen, ohne gleich eine Hinrichtung befürchten zu müssen und von Menschen erdachte Hierarchien in Insitutionen sind eben keine Naturgesetze, die man ergeben und, da am unteren der Rangordnung, gottesfürchtig hinnehmen müsste.
Hätte sich damals bezüglich den Zuständen in Schlafsälen niemand aufgeregt, gäbe es sie heute noch. Da gab es keine Erdbeben, weil ein Naturgesetz zu Fall gebracht wurde, oder?
Wo wären wir heute, wenn sich nicht immer wieder jemand finden würde, der sich gegen unhaltbare Zustände zur Wehr setzte? Zusammengepfercht in Gummizellen, bis wir endlich begreifen, was Naturgesetze sind... :silly:

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Re: Alkoholiker in "Geschlossener Unterbringung" in Ravensburg

Beitragvon fluuu » So 7. Jan 2018, 14:56

Die Hinrichtung heute wenn die Vergehen zu groß sind findet nicht mehr durch Kopf abhacken statt,
das wäre auch zu einfach, die Hinrichtung heute ist viel subtiler, sie findet in der Seele und im Geist statt.
Wer Gesetze überschreitet und die Naturgesetze gehören dazu, auch die Hierarchie, sie ist in allen
Bereichen wo Leben herrscht auf der Erde zu finden, bekommt die Konsequenz, manch mal gespeichert
und erst viele Jahre später zeigt sich die Wirkung jedoch das Ursache-Wirkung-Prinzip gilt stets.
Ich würde mich nicht auf die verlassen die Sicherheit versprechen und verkaufen, oft ist es ein Reinfall,
besser ist selbst die Fähigkeiten zu erlernen um Konflikte zu klären und juristische Hilfe nicht zu brauchen.
Gerade bei Süchten spielt der Zwang eine große Rolle und es braucht innere Kräfte um nicht wieder
Gewalt sagen zu müssen, die stärker sind als diese krankhaften Zwänge sonst hilft juristische Gewalt
auch nicht viel.
gruß fluuu

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Re: Alkoholiker in "Geschlossener Unterbringung" in Ravensburg

Beitragvon mamschgerl » So 7. Jan 2018, 18:59

Was du nur immer mit der Gewalt hast, das ist ja schon ein richtiger Tick...
Wenn man mit Reden nicht mehr weiterkommt, dann hilft in der heutigen Zeit der Gang zum Anwalt, das ist das Gegenteil von Gewalt. Heutzutage muß man nicht mehr zur Arkebuse greifen, um sein Recht oder seinen Anspruch durchzusetzen, also wo bitte siehst du hier schon wieder die Gewalt dahinter?
Und nochmal: Hierarchien kommen und gehen, sie wandeln sich je nach Epoche hinsichtlich der Führung des Volkes wie auch der Führung des Personals oder eben dem Umgang zwischen Arzt und Patient.
Du vergisst immer wieder, daß wir alle Menschen sind und den Tieren etwas voraus haben, wir können denken.
Da du jegliche Hirntätigkeit abzulehnen scheinst, da du dich immer wieder auf Naturgesetze beziehst, die nicht zu ändern sind, wollte ich dich nur mal daran erinnern, könnte ja sein, daß du es einfach vergessen hast.
Aber du tendierst ja ohnehin dazu, dich lieber als Schwarmtierchen zu sehen, das mit allen anderen mitschwimmt und niemals aufbegehrt, du würdest also an der Stelle des Schreibers mit Freuden in einem Schlafsaal hausen und alles immer so lassen, wie es ist, in Demut natürlich vor Leben und Tod... :wink:

Lavina
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Re: Alkoholiker in "Geschlossener Unterbringung" in Ravensburg

Beitragvon Lavina » Fr 2. Feb 2018, 10:28

Guten Tag Matze110682,

hat es jetzt eigentlich geklappt mit dem Einzelzimmer - was ist mit deiner Beschwerde ?

(Geht ja irgendwie auch in dem Wortgefecht zwischen fluu und mamschgerl unter (3 u's - bin nicht sicher grad)) - deine Belange.

Grüsse

mamschgerl
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Re: Alkoholiker in "Geschlossener Unterbringung" in Ravensburg

Beitragvon mamschgerl » Sa 3. Feb 2018, 06:46

Hallo Lavina,
ich entschuldige mich dafür, daß dieses Hin und Her mit fluu in diesen Thread eingeflossen ist, ich konnte mich leider nicht beherrschen, auf seine menschenverachtende Bemerkungen zu reagieren. Auf den Tipp eines anderen Users hin habe ich fluu auf die ignorierten Teilnehmer gesetzt, so erscheinen seine Beiträge auf meinen Seiten nicht mehr, ich lese sie daher auch nicht mehr und so wird es kein weiters Mal geben, daß ich auf ihn reagiere.

Ich hoffe, der threadschreiber meldet sich nochmal, denn ich wäre auch interessiert zu erfahren, wie die Geschichte weiterverlaufen ist.
Grüße
mamschgerl

Lavina
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Re: Alkoholiker in "Geschlossener Unterbringung" in Ravensburg

Beitragvon Lavina » Di 6. Feb 2018, 09:45

Hallo mamschgerl,

kein Grund sich zu entschuldigen - kommt aber freundlich rüber.
Danke.

Vielleicht kommt ja noch eine Rückmeldung von matze.

Grüsse


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