"Anklage" wegen Isolationshaft infolge Impulsstörung und Zwangserkrankungen

Hier besteht die Möglichkeit zum fachlichen Austausch über Psychiatrierecht, Fragen der psychiatrischen Begutachtung etc
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Laura
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Re: "Anklage" wegen Isolationshaft infolge Impulsstörung und Zwangserkrankungen

Beitragvon Laura » Mi 10. Apr 2019, 14:05

Liebe Laura, danke für all`Dein Engagement insbesondere bei diesem Thema! Aber du bist ja gesund und dem Leben in Liebe und Vertrautheit zugewandt. Was meinem Freund anbetrifft so ist es ihm weitgehend selbst überlassen, wie er das krankheitsmäßig und seelisch übersteht.

Oder kannst du ein paar Tipps sagen zur Verbesserung der persönlichen Situation. Ich kann dies auch von der Politik nicht verstehen, fürwahr das lange Festhalten, ohne spezifische Hilfe, sehr viel Kosten verursacht. Aber die Gesellschaft verlangt ja einfach Wegsperren auf "Dauer".
Ich wünsche dir noch ein schönes Wochenende.
Tschüss winni :cool:
Engagement? Ich antworte mehr aus dem Kopf heraus und versuche, das Thema als solches zu nehmen und zu kommentieren, unabhängig davon, mit wem ich mich hier gerade unterhalte. Aber eigentlich möchte ich gar nicht so sehr in diese Sache reingezogen werden. Sündenbock für andere durfte ich nämlich schon oft genug spielen!

Und wie kommst Du darauf, dass ich gesund sei und dem Leben in Liebe und Vertrautheit zugewandt? So nach dem Motto, ich hätte gut reden? Ich hab doch schon erzählt, dass ich mich in psychiatrischer Behandlung befinde und mit professionellen Behandlern auch nicht nur durchwegs gute Erfahrungen gemacht habe. Es passiert mir zwar öfter, dass mir die Leute einfach nicht glauben wollen, dass es mir schlechter geht, als es den Anschein hat und eigentlich bin ich zu müde, mir in dieser Hinsicht doch immer wieder nur den Mund fusselig zu reden und dann doch wieder keine Hilfe zu bekommen. Aber wie soll ich denn - so oder so - mit Dir über Forensik reden und somit auch über Gut und Böse, die "richtigen" Maßnahmen etc., ohne meine eigenen Ängste vor gewalttätigen Menschen zu verbergen? Und wenn wir mal Gewalttaten beiseite lassen wollen, dann habe ich mir von Vorbestraften, die von den ambulanten sozialpsychiatrischen Stellen mitaufgefangen werden, also ab ihrer Zeit der Bewährungshilfe, immer noch einige Unverschämtheiten im Ohr, die ich noch nicht ganz verdaut habe. Da will ich doch gar nicht über deren "Minderwertigkeitskomplexe" oder deren als "As the snow flies...on a cold and grey Chicago morning" präsentierten Kindheiten nachdenken. Denen gehe ich irgendwann so gut ich kann aus dem Weg, um mir nicht immer wieder Beleidigungen anhören zu müssen. Bin ich hilfsbereit und gutgläubig, kriege ich Beleidigungen, bin ich es nicht, wird wieder auf die Tränendrüse gedrückt.

Ähm, lieber winni, ich merke schon, wie ich in Deinem thread immer mehr von Deinem Thema abkomme und mehr von mir einbringe, was mit Bedingungen in der Forensik nichts zu tun hat oder höchstens von meiner Vorsicht zeugen, dass man in einem Gefängnis oder in einer Forensik den Gefangenen nun auch nicht gerade den Himmel auf Erden bereiten darf.

So, nun muss ich aber abrupt abbrechen, weil in meiner Tagesstätte für heute Feierabend ist.

LG

Laura
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Laura
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Re: "Anklage" wegen Isolationshaft infolge Impulsstörung und Zwangserkrankungen

Beitragvon Laura » Mi 10. Apr 2019, 19:35

Bei alltäglichen Schmerzen, bei selbst angelegten Überlegungen anbringen erfolgen sofort Streichung der Lockerungen,

mit der Folge, dass die Leute garnichts mehr berichten. Hinsichtlich Verhaltenstherapie ist eigentlich davon garnicht zu sprechen - Eingewöhnung die Gemeinschaft, Aktzeptanz der Anordnungen, wie Essendienste, Putzdienste, Arbeitsdienste wird auch als Therapie eingetragen, alles entgegen der üblichen Behandlung in den psych. Kliniken. Oder kannst du ein paar Tipps sagen zur Verbesserung der persönlichen Situation. Ich kann dies auch von der Politik nicht verstehen, fürwahr das lange Festhalten, ohne spezifische Hilfe, sehr viel Kosten verursacht. Aber die Gesellschaft verlangt ja einfach Wegsperren auf "Dauer".
Ich wünsche dir noch ein schönes Wochenende.
Tschüss winni :cool:
Moin winni,

nun geht's von einem Internet-Café aus weiter.

Was den fettgedruckten Teil angeht aus dem, was ich aus Deinem letzten Beitrag in Teilen rauszitiere: Nein, für herkömmliche psychiatrische Kliniken gesprochen, ist es auch normal, dass die Patienten Dienste übernehmen müssen, normalerweise die Mahlzeiten betreffend (Tisch decken, Geschirrspülmaschine ein- und ausräumen u. ä.) und dass die Raucher den Raucherraum sauberhalten müssen. Schon ein Gerechtigkeitsthema für sich! Wie in einer WG!!! Wie das in psychosomatischen Kliniken und in Privatkliniken gehandhabt wird, weiß ich nicht.

Was den ersten Teil aus dem Zitat angeht, so müsstest Du das konkretisieren. Auf welche alltäglichen Schmerzen und auf welche selbst angelegten Überlegungen, die die Forensikpatienten ansprechen, wird mit Repressalien reagiert?

So, und nun muss ich doch mal kundtun, dass ich hier mal mit Dir ein bisschen über Forensik rede, mir aber nicht ganz sicher bin, von welcher Warte Du sprichst. Geht es Dir wirklich um einen Einzelnen, den Du persönlich kennst oder bist Du einfach ein sehr diskussionsfreudiger Mensch, der am liebsten über angelesenes "Wissen" diskutiert oder testest Du hier aus irgendwelchen anderen Gründen, z. B. aus beruflichen, etwas aus?

Dieses Hin und Her mit Deinen Informationen, die ganz tröpfchenweise daherkommen und wo immer noch was von Dir "nachgereicht" wird, was Du vorher ganz anders erzählt hast, stimmt mich doch...äh...sehr nachdenklich.

Ah ja, und ganz ohne therapeutische Gespräche wird der Freund nun also doch nicht seinem Schicksal überlassen. Erst sagtest Du, er hätte nie welche bekommen und nun sagst Du er bekommt schon welche, aber zu wenige und zudem bei einer Therapeutin, die zu wenig Interesse und Anteilnahme zeigt.

Wie laufen diese Gespräche denn ab? Ich meine, was wird denn zum Schutz der Therapeutin, also einer Frau, unternommen, wenn sie therapeutische Gespräche mit "impulsgestörten" männlichen Gefangenen führen soll? Und bevor ich wieder meine eigene Rede führe (das habe ich schon ganz oft in anderen threads dieses Forums getan), was es doch nicht für grottenschlechte Therapeuten und Therapeutinnen auf der Welt gibt, muss ich doch auch wieder vorausschicken, dass Frauen zwar mehr Empathievermögen zugesagt wird als Männern, dass diese weibliche Empathie aber schon viel schneller ihr Ende bei einer oder mehreren verbalen Beleidigungen findet als angesichts einer verbalen Drohung. Ich weiß hier so nur am Computer sitzend nicht, ob das eine Therapeutin ist, die tatsächlich einfach nur ungeeignet ist oder ob dieser Freund sich da schon wieder was vermasselt hat, indem er z. B. ganz "zwanghaft" und "impulsgestört" sexistische Schimpfwörter gegen sie verwendet hat.

Und dann fragst Du mich nach Vorschlägen, wie man es den Forensikpatienten leichter machen kann. Och, da hätte ich schon für herkömmliche Psychiatrien einige Wunschvorstellungen anzubieten. Ich kann eigentlich nur sagen, dass es doch immer wieder eine personenabhängige Sache ist. Wenn Du z. B. der Meinung bist, die Mitarbeiter auf dieser Station seien insgesamt zu kalt und zu herrschsüchtig, dann wäre doch der tollste Vorschlag überhaupt, man würde sie durch nettere Fachleute ersetzen, die dann auch unbedingt diesen Job machen wollen! :cool: "Methoden" sind halt doch nicht alles, immer wieder geht es um menschliche Wärme, Zuwendung, um nicht zu sagen Liebe, Nächstenliebe und in diesem Bereich findet halt auch ein ziemliches Gerangel statt. Z. B. können zwei Patienten auf ein und derselben Station völlig unterschiedlicher Meinung über einen Therapeuten sein, einfach, weil der Therapeut zu dem einen nett ist und zu dem anderen ungehalten. Warum das so ist, da könnte man ein riesengroßes Fass der psychologischen Denkweisen aufmachen....
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Re: "Anklage" wegen Isolationshaft infolge Impulsstörung und Zwangserkrankungen

Beitragvon camino2019 » Do 11. Apr 2019, 10:28

Hallo liebe Laura, danke für deine "Mitarbeit" usw. !
Bezüglich Deiner psych. Erkrankung war mir dies nicht bekannt, im Gegenteil weil du so einen guten menschlichen Eindruck mit Selbstbewusstsein und Willensstärke, glaube ich einfach einfach ausgedrückt. Weiterhin viel Kraft und gute Hilfe in der Tagesstätte und darüber hinaus.
Forensik-Sache: Den Himmel auf Erden bereiten wird keinesfalls, jedoch die Würde und menschlicher Umgang, erwartet. Dies ist leider nicht dort nicht der Fall. Selbstverständlich werden Dienste getan. Freund befindet sich leider noch in der Strafzeit, völlig überzogen ca. 2 Monate, d.h. zum Essen kommen, dann jeweils nach jedem Essen muss er sofort ins Zimmer,
2 Stunden Fernsehen schauen von 18.00-20.00 Uhr, Telefonempfang 10 Minuten zur bestimmten Zeit, keinerlei nach wie vor entsprechende Therapie, Gespräch mit Psychologin, auch nicht vertraulich, befremdet und misstrauisch, Empfindungen werden nicht ernst genommen und auch als unnötig abgewiesen, sowieso mit der Gefahr, dass sog. Lockerungen (Repressalien) grundlos gestrichen werden. Deshalb im Prinzip nur Anhörung, keine Hilfe, dies hat mir der Person, ob Frau oder Mann zu tun, versuchtes sachliches Gespräch ohne jegliche Gefahr oder Anzeichen hinsichtlich Krankheit, geschweige denn da ist immer eine Aufpasserin dabei- völlig absurd, Freund ist ansonsten ganz normal, aufkommende Wut erfolgt nur nach Provokation, Lügenverbreitung, schwere Beleidigungen und staut sich langsam an. Lösung ist sehr einfach Ansprechen und beruhigendes Gespräch, Klärung und dann ist dies zuerst mal behoben. Und da müsste Therapie erfolgen. Seit dem Wutvorfall und auch die lange Zeit zuvor sind keinerlei Zeichen der „Impulsstörung“ und „Zwänge“ vorgekommen, sein Verhalten dürfte überhaupt nicht zu beanstanden sein – dies ist auch sein Wille und Zeigen und Ziel. Es geht mir schon um die einzelne Person, sowie um die Situation in der Station. Mit den Betreuern der Station besteht auch mit den meisten Mitarbeitern gute Kontakte , seit Anfang an. Aber die sind völlig abhängig von den Vorgaben von Oben und dies ihre „Härte“. Die von dir monierte Tröpfen-Info ist mir nicht verständlich, vielleicht aber etwas unverständlich ausgedrückt, was ich bitte zu entschuldigen.
Schlussendlich könnte dies alles viel einfacher sein, wenn dies schon allein nach dem Grundgesetz von statten ging, aber man könnte meinen, dass dies mehr ein Treiben nach Selbstmord ist, um diese „Mörder“ los zu haben. In der allg. Psychiatrie wird wenigstens die Presse und Staatsanwalt gerufen, um die furchtbaren Zustände zu ändern. Wegsperren heißt auch die Menschen Verständnis für die betroffenen Leidenden aufzubringen und für ihr neues Leben wirklich vorzubereiten, dass sie quasi geheilt bzw. mit sich und ihrer Umwelt umgehen können.
Ich wünsche Dir gute Besserung, viel Kraft, Hoffnung und eine gesegnete Zeit.
Ganz liebe Grüße von mir

mamschgerl
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Re: "Anklage" wegen Isolationshaft infolge Impulsstörung und Zwangserkrankungen

Beitragvon mamschgerl » Do 11. Apr 2019, 23:39

Hallo camino,
...sorry, wenn ich da jetzt so ungefragt dazwischenfunke...aber wen, glaubst du, hier im Forum anzutreffen?
Natürlich schreiben hier hauptsächlich Betroffene, was aber nicht gleichbedeutend ist mit gefühllos, emphatielos, emotionslos, meinungslos, ahnungslos etc etc
Natürlich sind Betroffene genau so menschlich, willensstark, selbstbewusst wie sogenannte "Normalos".
Psychisch Kranke können hier auf deine Beiträge ebenso mit Sinn und Verstand antworten, wahrscheinlich unter Umständen noch kompetenter als jemand, der von der Materie null Ahnung hat.
Ich musste mich jetzt einfach dazwischenschalten, denn ( auch, wenn ich jetzt überempfindlich rüberkomme ) irgendwie fühle ich mich als psychisch Kranke mit Vorurteilen konfrontiert, die ich nicht unkommentiert lassen kann.
Auch wenn man mit den Symptomen zu kämpfen hat, jeder mit seinen ganz eigenen, speziellen und der jeweiligen Krankheit geschuldeten, so bleibt doch die eigene Persönlichkeit, die nicht minder intelligent oder mit weniger menschlichen Regungen versehen ist.
Und eigentlich solltest du das wissen, sonst würdest du ja nicht so bei deinem Freund mitleiden, dem du doch wohl auch menschliche Gefühle zugestehst...
Mag auch sein, daß ich das in den falschen Hals bekommen habe, aber etwas unglücklich hast du dich in jedem Fall ausgedrückt...
Grüße
mamschgerl

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Re: "Anklage" wegen Isolationshaft infolge Impulsstörung und Zwangserkrankungen

Beitragvon Laura » Fr 12. Apr 2019, 12:27

@winni

Lass mal Deine rhetorischen Bemühungen, bzw. Tricks. Immer wieder verharmlost Du Dinge, die dieser Inhaftierte getan und gesagt hat, und Du argumentierst in erster Linie damit, dass zuerst diesem Inhaftierten etwas Gutes getan werden müsse, bevor er gut werden könne. Es vor Kurzem hat er anderen wieder Angst eingejagt, Du nennst es "Wutwortausbruch", es ist dem Wortlaut nach aber eine Morddrohung. Dieser Inhaftierte hat vor seiner Unterbringung in der Forensik schon etliche Chancen erhalten und wurde immer wieder rückfällig. Therapie hat mal stattgefunden, aber er war derjenige, der sie abbrach. Noch im Gefängnis beging er Körperverletzung an den Wärtern, zumindest versuchsweise. In dieser Forensik soll man seine kürzlich ausgesprochene Morddrohung als leere Drohung, sozusagen als Verzweiflungsschrei bewerten und Du, winni findest, dass viel zu hart mit ihm verfahren wird, wenn er dann in einem Isolierzimmer landet. Wer soll diesem Kerl denn die Ängste nehmen, damit er gesunden kann und nicht mehr gemeingefählich ist, wenn er doch derjenige ist, der anderen immer wieder Angst macht? Immer der der so dumm fragt??? Also ich??? Nö!

winni, Du appellierst an die Gutmütigkeit anderer, und speziell in diesem Forum erhoffst Du Dir Solidarität von nichtgewalttätigen psychisch Kranken. Dabei stellst Du vor allem das seelische Leid dieses Inhaftierten in den Vordergrund. Das soll Deiner Meinung nach als erstes berücksichtigt werden! Und da sollten andere psychisch Kranke, auch wenn sie nie gemeingefährlich waren, die ersten sein, die Verständnis hätten, weil sie ja selber wissen, wie das so ist mit seelischem Leid und dem Schlucken von Beleidigungen...Denkste!


Immer und immer wieder argumentierst Du so, dass sich andere gefälligst noch mehr Mühe für diesen Inhaftierten zu geben hätten. Und nun stellst Du, winni, in diesem Forum auch eine Art Drohung in den Raum mit all Deiner rhetorischer Trickserei. Du behauptest, wenn das so weiterginge mit diesem Inhaftierten, dann würde er damit systematisch in den Selbstmord getrieben werden. Damit willst Du einer Allgemeinheit ein schlechtes Gewissen machen, noch bevor überhaupt etwas passiert ist. Eigengefährdung ist übrigens auch ein Grund für eine Einsperrung! In der Forensik, speziell in einem Isolierzimmer, dürften doch schwerlich Gegenstände herumliegen, mit denen er sich selbst etwas antun könnte. Denn wenn es die dort gäbe, dann wäre seine erst kürzlich ausgesprochene Morddrohung umso ernster zu nehmen!

So, winni, und noch etwas: Es ist mir erst später aufgefallen, dass der nickname, unter dem Du hier registriert bist, in genau diesem thread unter zwei verschiedenen Versionen auftaucht, die einander sehr ähneln. "camino2017" und "camino2019". Mit wem spreche ich denn hier?
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Re: "Anklage" wegen Isolationshaft infolge Impulsstörung und Zwangserkrankungen

Beitragvon camino2019 » Mi 17. Apr 2019, 19:00

Hallo, liebe Laura, danke für deine Statement! Da ist jedoch einiges klarstellen:

1.) Was meine rhetorischen Bemühungen/Tricks sein sollen? Bei den fernmündlichen Berichten kann es schon sein, dass es zu nicht immer stimmigen Sätzen kommt oder teilweise missverstanden wird. Entschuldigung!
2.) Generell ist der Inhaftierte bereit alles zu tun um seine Probleme aufzuarbeiten, abzubauen, zur Gesundung beizutragen, aber allein ist das unmöglich, sondern nur mithilfe von Therapien etc., was ihm strikt von der leitenden Psychologin nicht und unbegründet erteilt wird. Für seine sog. Taten schämt er sich. Hier wird das GG Artikel 1 – Würde – mit Füßen getreten, in deren Haltung, einseitigen Gesprächsführung zusammen mit ihren verhassten 1-2 Mitarbeiterinnen, jegliches Vertrauen und darüber hinaus fehlt – persönlich bedingt. Ja, im Grunde könnte man mit diesem 3.-Reich-Vorgang schon der Meinung sein, dass dies zum Selbstmord, bei diesem unmenschlichen Umgang, getrieben werden, wenngleich es dort durch Gitter und fehlendem Zugang zu Dingen, nicht möglich, dann erst wenn die Gefangenen draußen sind. Anzeichen sind Gott sei Dank überhaupt nicht zu erkennen und dies ist auch keine Morddrohung vom Inhaftierten.
3.) Der Wutausbruch war, wie es nochmals verdeutlicht worden ist, eine reiner Verzweiflungsschrei. Dies hätte bei der Vorwarnung längst von der Mitarbeiterschaft abgefangen hätten können, anstatt einfach laufen lassen mit wochenlanger, noch andauernder, Iso-Haftstrafe. Es war vor dem Fall nie und auch danach kein Anfall. Ebenfalls seinerzeit im Gefängnis, wo es eine Schlägerei unter den Gefangenen wegen Streiterei und ein Wärter dazu gekommen ist und er auch „gepackt“ worden ist und jedoch dabei Sachschaden entstanden ist. Und dies war in den 4 Jahren vorher nicht und auch hinterher nicht.
4.) Das Gericht hätte den Freund, wenn schon, gleich in die Forensik zuteilen müssen und nicht erst nach 5 Jahren und folglich mindestens weitere 5 Jahre, somit doppelt bestraft, aber da hat das Gericht total versagt. Die Verhältnisse in Süddt. sind eben anders.
5.) Bekanntlich ist in psychiatrischen Kliniken durch Presse und Einschaltung der Staatsanwaltschaft bekannt geworden, welche gravierende Zustände dort, aus dort erfolgten, eigenen Erfahrungen, vorhanden sind. Leider wird dies in Forensik nicht durchgeführt, wo es sicherlich noch schlimmer ist.
6.) Was die nicknamen anbetrifft ist einfach begründet durch nicht mehr Zugang zu camino 2017 erfolgen konnte, vermutlich wegen einer nicht mehr bekannten PIN. Dadurch wurde als Benutzer neu mit camino 2019 eingerichtet. 2017 wurde still gelegt bzw. gelöscht. Du hast mich dankenswerter Weise erst darauf gebracht.

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Re: "Anklage" wegen Isolationshaft infolge Impulsstörung und Zwangserkrankungen

Beitragvon camino2019 » Fr 19. Apr 2019, 19:10

@winni
Liebe Laura!


Frohe, gesegnete Ostern!
Fröhliche, friedliche und wunderschöne Osterfeiertage!

LG winni

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Re: "Anklage" wegen Isolationshaft infolge Impulsstörung und Zwangserkrankungen

Beitragvon Laura » Di 30. Apr 2019, 15:48

Hallo winni!

Was Du da in die Zitierfunktion gesetzt hast unter "Laura hat geschrieben", sind nicht meine Worte. Zum einen ergibt sich das schon aus dem Inhalt (ich rede mich ja beispielsweise nicht selbst mit "liebe Laura" an), zum anderen kann man das schon in diesem thread so nachlesen, dass es nicht meine Worte sind. Nicht sehr nett, ein Zitat zu faken, auch wenn es sich in diesem Fall noch um eine harmlose gefakete Aussage handelt. An ein Versehen Deinerseits glaube ich übrigens nicht!

Deine Accounts sind beide noch aktiv. Sofern Du tatsächlich als "camino2017" Dein mal Dein Passwort vergessen hattest, Dich deswegen nicht einloggen konntest und Dir deshalb gleich mal einen neuen Account zugelegt hast, so ist Dir das erste Passwort, also als "camino2017" aber doch noch recht schnell wieder eingefallen, nachdem Du bereits mit Deinem neuen Account als "camino2019" aufgetaucht bist. Über verschiedene Funktionen innerhalb des Forus lässt sich jedenfalls feststellen, dass Du als "camino2017" ganz und gar nicht gelöscht worden bist.

Meine Meinung zu Deinem eigentlichenThema habe ich nun zur Genüge kundgetan. Das Thema hat mir nun lange genug im Magen gelegen, auch was all das Verwirrende sowohl an Deiner Argumentation als auch an Deinem Auftritt (Doppel-Account z. B.) angeht. Da ich weder Juristin noch Journalistin bin, kann ich nunmal nicht mehr tun, als einfach nur meine Meinung zu dem Thema zu sagen. Und da ich eine sehr "saftige" psychiatrische Diagnose habe, muss ich auf mein Nervenkostümchen achten. Ich muss mit falschen Vorurteilen leben, die meiner Diagnose entgegengebracht werden (für nicht wenige ist Schizophrenie die Brutalo-Krankheit schlechthin, obwohl sich auch bei dieser Diagnose die Brutalen, die in einem Wahnschub gewalttätig werden, in einer sehr kleinen Minderheit befinden), ergo ergibt sich für mich schon mal ein Eigeninteresse, nicht immer wieder mit tatsächlich straffällig gewordenen psychisch Kranken in einen Topf geworfen zu werden. Und da ich überdurchschnittlich ängstlich bin, meide ich schon nur die Lektüre oder das Anschauen von fiktiven Kriminalgeschichten. Da bin ich natürlich erst recht nicht erpicht darauf, mit tatsächlichen Fällen näher in Berührung zu kommen. (Man könnte hier endlos darüber sinnieren, ob das nur ein Symptom meiner Paranoia-Erkrankung ist oder ob meine Ängste hier doch eine reale Grundlage haben könnten)

Ich finde es in Ordnung, dass diesem Inhaftierten Grenzen gesetzt werden. Wenn er immer wieder Chancen, die ihm geboten wurden, vertan hat, ist es mit "aufbauenden Gesprächen" in seinem Fall allein wohl nicht getan. Wenn er verbale Beleidigungen und verbale Provokationen selber so schlimm findet, dann sind Drohungen von seiner Seite nichts anderes als eine Steigerung der bösen Worte, über dessen Tragweite er erstmal selber nachdenken muss. Und ob die psychologische Betreuung auf seiner Station tatsächlich so stümperhaft ist, wie Du sie beschreibst, kann ich nun wirklich nicht beurteilen.

Schönen Frühling noch!

LG

Laura
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Re: "Anklage" wegen Isolationshaft infolge Impulsstörung und Zwangserkrankungen

Beitragvon camino2019 » Mo 13. Mai 2019, 18:58

Liebe Laura, danke für deine Info. Ich weiß nicht, was du da an Fakes berichtest. Zuletzt habe ich lediglich dir Ostergrüße zugesandt. Alles andere sind nur Berichtsaustausch, rein sachlicher Art. Und die ursprüngliche e-Mail wibro 17 ist tatsächlich eine neue Registrierung, weil dies mit der PIN nicht mehr funktionierte.

Es geht heir ausschließlich um Austausch, wobei dies auf Respekt, Verständnis, Hilfe, Vertrauen etc. besteht. Entschuldige, wenn ich da manchmal "unverständlich" ausgedrück habe.
Alles Gute und eine gesegnete Zeit!
winni

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Re: "Anklage" wegen Isolationshaft infolge Impulsstörung und Zwangserkrankungen

Beitragvon Jennifer » Fr 17. Mai 2019, 08:22

Aber hallo,
kein Mensch ist Abschaum und normal ist Gewaltanwendungen dürfte es nicht geben. Isolationshaft ist illegal und Gewalt.
Laura sollte ihr Denken regulieren. Gegen Horrorszenarien die man im Kopf entwickelt ruft man doch die Gefahren hervor. Mit Mut an die eigene Richtigkeit glauben. Aggressionen sind mögliche Gefühle des Menschen. Doch gegenüber Menschen, die einen Beruf machen, wo sie die Würde anderer angreifen ist bei sich selbst zu bleiben den eigenen guten Charakter bewahren.
Guten Tag

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Re: "Anklage" wegen Isolationshaft infolge Impulsstörung und Zwangserkrankungen

Beitragvon mamschgerl » Fr 17. Mai 2019, 12:47

Hallo Jennifer,
es ist selten, daß man einen Beitrag zu lesen bekommt, in dem selbst nach mehrmaligem Durchlesen der Sinn darin verborgen bleibt.
Kann sein, daß aufgrund fehlender oder falsch gesetzter Satzzeichen oder aufgrund des etwas verworrenen Satzaufbaus sich besagter Sinn einfach nicht erschließen will, aber selbst schlechte Grammatik kann in der Regel nicht verhindern, daß man aus dem Schreiben am Ende doch noch schlau wird.
Könntest du vielleicht so freundlich sein ( nachdem du die vorherigen Beiträge erneut aufmerksam durchgelesen hast ), das, was du eigentlich sagen möchtest, so zu formulieren, daß man es auch verstehen kann?
L.G. mamschgerl

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Re: "Anklage" wegen Isolationshaft infolge Impulsstörung und Zwangserkrankungen

Beitragvon Laura » Mi 22. Mai 2019, 12:25

Hallo Jennifer!

Vielen Dank für Deinen wunderbaren Tipp, ich solle mein Denken regulieren. Das heißt im Klartext, ich soll mich Deiner Meinung anschließen, die auf reguliertem Denken bestünde, von dem ich noch was lernen könnte. Ich weiß aber auch nicht so recht, welche Meinung Du hier zum Ausdruck bringen möchtest. Keinesfalls mit Isolierzimmern reagieren, wenn sich ein Inhaftierter in einer Forensik nicht benehmen kann? Soll er den Lerneffekt geschenkt bekommen, dass er nur eine Morddrohung auszusprechen hätte, damit er seine Ruhe haben kann? Und was ist mit der Menschenwürde seiner Stationsgenossen, die sich sowas anhören müssen? Sollen die dann keine Angst oder "Horrorszenarien" im Kopf entwickeln, wenn sie solche Worte vor den Latz geknallt bekommen?

Vielleicht hätten schon wenige Tage im Isolierzimmer genügt, wie ich auch schon in einem anderen Beitrag in diesem thread geschrieben hatte, um den Inhaftierten zur Vernunft zu bringen. Aber woher sollen dann andere immer noch wissen, wann es sich bei seinen Worten um eine leere Drohung handelt und wann nicht?

Übrigens kommen solche Drohungen auch manchmal in anderen psychiatrischen Institutionen vor, ausgehend von Betroffenen, die nicht unbedingt vorbestraft sind. Und da wird entweder mit temporärem Hausverbot reagiert oder erstmal gar nicht und erst bei Wiederholung der Drohwörter wird da mal ein Mitarbeiter streng. ABER, da ergibt sich die Isolierung desjenigen ohnehin wie von selbst. Er wird von den anderen gemieden, einfach weil sie Angst vor ihm entwickeln. Daran scheitern manchmal sogar freundschaftliche Verhältnisse. Sollen wir denn alle Karate lernen, um überhaupt noch miteinander reden zu können?

Und was den Aspekt der Menschenwürde angeht: Ich finde, mit diesem Begriff darf man keinen Schindluder treiben. Denn immerhin gilt es auch die Opfer zu schützen, und auch die Menschenwürde der Opfer.

Jennifer, hattest Du schon mal mit jemandem zu tun, der sich auch nur in bedrohlicher Pose vor Dir aufgebaut hat und bei dem Du nicht sicher sein konntest, ob das nur "Show" war oder ob er Dich irgendwann nicht doch mal schlagen würde? Also ich möchte nicht, dass an mir Körperverletzung begangen wird, nur weil der Aggressor seine Menschenwürde braucht oder vielleicht auch der Meinung ist, er besäße mehr Menschenwürde als ich!

Laura

P.S.: Ach ja, und noch etwas, Jennifer: So wie Du Deine ersten Sätze formuliert hast, könnte der Eindruck entstehen, ich hätte den Inhaftierten als "Abschaum" bezeichnet und müsse schon allein in dieser Hinsicht mein Denken regulieren. Das kann man aber alles hier nachlesen, dass ich den Inhaftierten nicht als Abschaum bezeichnet habe. Und bezüglich der Legalität: Hat hier jemand die offiziellen Gesetzestexte zur Hand, aus denen eindeutig hervorgeht, ob eine vorübergehende Isolierhaft gesetzlich ist oder nicht?
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Re: "Anklage" wegen Isolationshaft infolge Impulsstörung und Zwangserkrankungen

Beitragvon mamschgerl » Mi 22. Mai 2019, 18:07

...ich habe in meinem Leben schon einiges gesehen und Situationen, die sehr, sehr brenzlig waren, zum Glück einigermaßen unbeschadet überstanden. Alleine während meiner Zeit als Personalleiterin Gewaltandrohung eines Borderliners, der offensichtlich unter eminentem Druck stand und seine Medikamente nicht genommen hatte, Würgeattacken eines Moslems, weil er mich für eine Teufelin hielt ( abgesehen davon, daß er Frauen nicht als Vorgesetzte akzeptieren wollte ) und in meiner Zeit in der Gastronomie lange davor etliche Bedrohungen durch Betrunkene und einfach nur durchgeknallte Idioten...das alles waren bis auf den Borderliner sogenannte "normale" Menschen, die irgendwie einschätzbar waren und man sich dadurch irgendwie aus der Schußlinie bringen konnte.
Wie muß es sein, wenn man in der forensischen Klinik jemandem gegenübersteht, der eben nicht einschätzbar in seinen Emotionen und Ausbrüchen ist?
Es geht hier nicht darum, daß man dessen Menschenwürde untergräbt, wenn man versucht, sich und andere Patienten vor demjenigen zu schützen, sei es mit Beruhigungsmitteln oder, bis diese wirken, mit Isolation in geschütztem Raum.
Isolationshaft, Fixierungen und dergleichen halte ich persönlich für höchst zweifelhaft in der Wirkung, da hierdurch die Hilflosigkeit und Verzweiflung im Gegenteil noch verstärkt werden und erst recht zu Gewaltausbrüchen führen ( ich stelle mir selbst vor, wie ich reagiere, wenn mich nur jemand am Arm festhält...), aber irgendwie muß derjenige, der Drohungen ausspricht und androht, dazu gebracht werden, sich an die Regeln zu halten, die das Miteinander gerade menschenwürdig macht. Wenn mir einer Schläge androht, achtet er gewiß nicht meiner Würde, diese ist demjenigen in dem Moment doch wohl offensichtlich völlig schnurz, er will seinen Willen mit Gewalt durchsetzen und tritt alle anderen psychisch wie physisch mit Füßen.
Soll man dann sagen: " Okay, dir geht es nicht gut und du musst jetzt deinen negativen Gefühlen Ausdruck verleihen, daher verstehe und akzeptiere ich, daß du mir jetzt deine Faust in mein Gesicht schlägst. Ich achte deine Würde als Mensch und stelle meine Empfindlichkeiten zurück."
Manche sollten wirklich alle Seiten auch von allen Seiten betrachten, bevor sie solch wirres Zeug als Beitrag bringen...
Grüße
mamschgerl

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Re: "Anklage" wegen Isolationshaft infolge Impulsstörung und Zwangserkrankungen

Beitragvon Laura » Do 23. Mai 2019, 12:11

Vielleicht würde sich eine Diskussion über die Sinnhaftigkeit oder auch die Schadhaftigkeit von Isolierzimmern erübrigen, wenn eine forensische Station sowohl mehr Mitarbeiter als auch insgesamt fähigere Mitarbeiter hätte. Stichwort Personalmangel. Und das wäre dann auch nicht nur eine Frage dessen, dass man genug Gehalt bieten müsste, um mehr Bewerber an solch einen Arbeitsplatz zu bringen, sondern auch eine Frage dessen, wo und wie man denn die Leute finden soll, die solch eine Aufgabe gut und gerne bewältigen könnten. Sehr sensible Fachkräfte zieht es nicht mit aller Macht in die Bereiche, in denen es um Gut und Böse geht.
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