Windeln um bei Fixierungen

Hier besteht die Möglichkeit zum fachlichen Austausch über Psychiatrierecht, Fragen der psychiatrischen Begutachtung etc
heimkind
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Windeln um bei Fixierungen

Beitragvon heimkind » Mi 31. Mai 2017, 22:23

ich habe auf der Normalen geschlossenen Station mitbekommen , das Patjenten noch vor der Fixierung Entkleidet werden, das auf ruffe gar nicht Reagiert wird , und die Patienten Windeln umbekommen.

Und diese auch nicht so gechselt werden wie es sein sollte , mann sich dann in der Tagelangen Fxierung Wund liegt

weche erfahrungen hapt Ihr damit

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fluuu
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Re: Windeln um bei Fixierungen

Beitragvon fluuu » Sa 3. Jun 2017, 22:33

Ich liebe es in Windeln fixiert zu werden, es ist mein Fetisch, bekomme dabei die höchsten erotischen
Glücksgefühle, da geht einfach nichts drüber. Da es unter Forensik steht liegt die Annahme nahe,
dass das Ganze in der Psychiatrie für Straftäter stattfindet. Der Ort um den sich die meisten Mythen ranken.
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mamschgerl
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Re: Windeln um bei Fixierungen

Beitragvon mamschgerl » So 4. Jun 2017, 08:47

fluu...
...und weil der Beitrag eventuell von einem Straftäter stammen könnte, muss man entsprechend dumm-blöd antworten, denn da lohnt sich ja die Mühe nicht, pseudointelligentes vom Stapel zu lassen.
Man könnte annehmen, du befürwortest derlei Praktiken ( abgesehen von deinem Eingeständnis... ).
Ich erinnere mich an einen anderen Beitrag von dir, in dem du für Fixierung eintrittst und Alternativen, die für den Patienten angewandt werden könnten, keinen wirklichen Raum gewährst und dadurch diese Annahme bestätigst.
Hier setzt du noch einen drauf, indem du zu verstehen gibst, daß Patienten in der Forensik bei dir noch tiefer stehen als die üblichen Kranken ( die auch nur bestenfalls zu deinen Füßen kriechen dürfen ) und eigentlich nicht das Recht haben, sich darüber zu empören.
Du wärst wirklich in einer ganz bestimmten, vergangenen Zeit richtig glücklich gewesen, nicht wahr?
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Re: Windeln um bei Fixierungen

Beitragvon mamschgerl » So 4. Jun 2017, 15:08

Hallo heimkind,
ich habe zum Glück noch nie entsprechende Erfahrungen machen müssen und kann dir also dazu gar nichts sagen, außer, daß immer wieder derlei Meldungen an die Öffentlichkeit gelangen, ob jetzt aus der Forensik oder anderen Kliniken und immer wieder versucht wird, das durch alle möglichen Ausreden zu rechtfertigen.
Fixierung verstößt gegen die Menschenrechtskonventionen, doch das findet in den Kliniken kaum Anklang und die dafür nötigen Personalaufstockungen und Fachausbildungen, die man für andere Alternativen zur Ruhigstellung benötigen würde, werden nicht getätigt.
So wird also wohl weiterhin fixiert und schlecht versorgt.
Gruß
mamschgerl

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Re: Windeln um bei Fixierungen

Beitragvon heimkind » So 4. Jun 2017, 17:49

ich war bis jetzt erst in der Normalpschatie und als kind in der Kinderpcharie wegen borderlin

ich finde Netzbetten humaner als fixierungen, da mann darin mehr bewegungsfreiheit hat, leider sind sie nicht mehr oft in einsatz , und die alternative leider die 5 punkt fxierung.

Soterria einzelbetreuung , Smusellin Räume sind den Krankenkassen leider zu teuer, aber bei anderen nicht Pschisch kranken , haben sie das Geld für jeden blödsinn, gerade auch für die Eingschleppten Krankheiten der kulturbereicherer.

Dieses Geld sollte lieber für humarne Pschatrie ausgeben werden

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fluuu
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Re: Windeln um bei Fixierungen

Beitragvon fluuu » Di 11. Jul 2017, 12:28

Natürlich, alles Geld zu mir denn ich bin der Mittelpunkt des Universums, so auch mein Glaube aber fast niemanden
hat das bisher interessiert oder anders gesagt, Gott meint Du hast Dir bei mir einen Lottogewinn gewünscht aber
mach es mir doch nicht so schwer und fülle wenigstens mal einen Schein aus.
Wenn die Heilung der kranken Psyche am Geld liegen sollte, dann verkaufe ich meine Seele an den meistbietenden und
bin skrupellos wie die meisten Anderen auch. Nur komme ich dann aus dem Gewahrsam nie raus.
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Re: Windeln um bei Fixierungen

Beitragvon Binemaya » Mi 30. Aug 2017, 01:18

Eine Fixierung ist eine freiheitsentziehende Maßnahme, die in Psychiatrien nur dann eingesetzt werden darf wenn es eine akute Eigen oder Fremdgefährdung durch den Patienten gibt und der Patient weder kooperativ noch zugänglich für Alternativen ist.
Fixierungen länger als 24 Std gibt es nur mit Beschluss des Richters. Während einer Fixierung sitzt permanent ein Mitarbeiter neben dem Patienten der alle 15 Minuten die Gurte auf Druckstellen überprüfen muss.
Windeln werden dem Patienten angezogen wenn er einnässt oder einkotet und die Möglichkeit der Bettpfanne verweigert.
Die 5 Punkt Fixierung dient der Sicherheit und bietet Schutz vor dem Strangulieren bzw weiteren suizidalen Absichten und schützt vor weiteren körperlichen Angriffen des Patienten.
Verbale Aggressionen sowie Spucken, Einkoten,Ornanieren müssen vom Fachpersonal
ausgehalten werden.
Bedarfsmedikation wird im Vorfeld immer angeboten um eine Fixierung zu vermeiden.

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Re: Windeln um bei Fixierungen

Beitragvon fluuu » Mi 30. Aug 2017, 14:28

Na siehste, so ist das Leben ganz realistisch gesehen, auch das Leben eines schweren Psychotikers oder Gewalttäters
denn er ist ein Mensch wie jeder Andere auch und bekommt den Umgang der notwendig ist wie jeder Andere auch.
Jedoch die Skepsis ist verständlich denn die wenigsten Menschen brauchen Fixierung um überleben zu können.
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Re: Windeln um bei Fixierungen

Beitragvon RBB » Do 31. Aug 2017, 02:38

Ich komme nicht aus Deutschland, so kann ich nur sagen wie das bei uns gehandhabt wird:

Angebot der Bedarfsmedikation:wenn diese Abglehnt wird und es wird öfter nachgefragt
Parallel wird ein Richterlicher Beschluss notfalls vom Journalrichter besorgt falls eigen oder fremdgefährdung vorliegt
im selben verfahren wird vom Richter über eine Zwangsbehandlung / Medikation entschieden.
Zeitgleich wird ein Patientenanwalt verständigt der die rechte des Betroffenen im Auge behält.
Das ganze verfahren dauert in der Regel zwischen15 und 20 Minuten.

In dieser Zeit werden dem Patienten unter Massivem Personaleinsatz ganz ruhig versucht klarzumachen welche Wege er hat.
Dh Bedarfsmedikation und Ruheraum ( vormals Gummizelle ) oder
Fixierung, zwangsmedikation........
Bei uns giebt es auch eine eins zu eins Betreuung bei Fixierunge
Der Richter Stationsarzt und Patientenanwalt höhren den Patienten jeden Tag um dann neu zu entscheiden.
Selten geht eine Fixierung länger als 24 Std. danach wird die Bedarfsmed. und der Ruheraum gewählt da der Patient durch die Zwangsbehandlung zugänglicher und ruhiger wird.

Übrigens bei uns sind Netzbetten schon seit 10 Jahren verboten erinnern mich eher an Tiere im Zoo menschenunwürdig.
Das essen wird daneben abgestellt bis jemand zeit hat zum eingeben da ja keine eins zu eins Betreuung notwendig ist. Toll wenn man bedenkt das manche Psychopharmaka den Appetit erheblich steigern und ich finde es Folter dann das Kalte essen runter zu würgen, oder in der Früh den Kaffee zu riechen und sehen aber nicht drann zu kommen....

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Re: Windeln um bei Fixierungen

Beitragvon Fuma » Sa 3. Mär 2018, 17:22

Ich war 2 Mal auf der geschützten Station, habe aber nie gesehen, dass eine einzelne Fixierung so lang dauerte, dass die Ausscheidungen ein Problem wurden. Dafür war die Fixierung Heilmittel für alles. Insbesondere wenn der arogante Oberarzt vom Armfuchteln eines Patienten getroffen wurde, gab es sofort Fixierung. Besonders eine kleine schmächtige Frau hatte er auf dem Kieker, die ständig wegen Nichtigkeiten unbeaufsichtigt gefesselt war, während er seinen Kaffee schlürfte.
Ich habe den Einsatz der Fixierung als unverhältnismäßig wahrgenommen und mißbraucht als Machtinstrument. Eine Alternative, wie ihr sie hier teilweise beschreibt, wurde den Patienten gar nicht aufgezeigt. Ich kenne die rechtliche Situation nicht so gut, aber ich denke, dass viele der Fixierungen nicht rechtens waren.

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Re: Windeln um bei Fixierungen

Beitragvon Marco_1987 » Sa 7. Jul 2018, 00:15

Moin
Ich habe zwei Staatsbürgerschaften.
Vor 9 Jahren habe ich wegen Drogenmissbrauchs/Pappen in der Öffentlichkeit/für 2wochen in einer geschlossenen krankenstation in Kattowitz in Polen verbracht.
Mein polnisch ist sehr sehr schlecht was nicht gerade förderlich für die Ärzte und die Aufklärung meiner Anwesenheit dort in solch einer Station für mich waren.

Es ist kein Vergleich zum reichen Deutschland was dort abgeht und wie unwürdig Patienten/Menschen in so einer Station dort behandelt werden,war öfters in geschützten suchtstationen und einmal wegen zwangseinweisung mehrere Monate in der Psychiatrie hier im Land,kann da denk ich ein wenig aus Erfahrung sprechen.

Medikamente wurden dort denke aus Kostengründen nur sehr spärlich verteilt,mit einem Arzt hab ich nur einmal gesprochen während meines Aufenthaltes das war wo ich noch total drauf war bei der einweisung und mich auch kaum noch dran erinnern kann,Fixierungen am Bett so wie man sie hier in Deutschland kennt gab es dort nicht,wenn jemand durchgedreht ist wurde er provisorisch mit Bettlaken oder der gleichen an einen Stuhl gebunden bis er sich beruhigt hat.
Pflegekräfte waren tagsüber aber auf einen Patienten gesehen deutlich mehr als hier in Deutschland.
Privatsphäre hatte ich nicht einmal während meines Aufenthaltes.
Patientenzimmer an sich gab es dort auch keine,es war nur ein Schlafsaal für beide Geschlechter da dieser war war nur zur Nachtruhe bestimmt und ausschließlich mit Netzbetten bestückt.
Die Toiletten waren Hygienisch eine Katastrophe wobei es teils selbst an sauberem Toilettenpapier mangelte und manche es heimlich versteckten als wäre es Gold.
Windeln bekamen auch einige wenige Patienten angezogen bevor es in den Schlafsaal ging,wieso genau weiß ich nicht aber den Gestank der dort am frühen Morgen zu richen war bestial.
Ich hoffe nie wieder in so Einrichtung landen zu müssen

Lg

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Re: Windeln um bei Fixierungen

Beitragvon mamschgerl » Sa 7. Jul 2018, 08:30

...ich denke, es liegt in der Natur des Menschen, mit Macht über und Verantwortung für andere nicht umgehen zu können, sie sind schlichtweg überfordert. Selbst wenn einige noch voll idealistischer Vorstellungen diesen Beruf wählen, sei es als Pfleger/in, Therapeut/in oder generell etwas im psychologischen Bereich, so spielt ihnen ihre eigene Psyche einen Streich, wenn sie erkennen, daß es einfacher ist, den widerspenstigen Patienten anzubinden, als sich um alternativ anwendbare Methoden zu bemühen.
Der Mensch scheint zudem fasziniert davon zu sein, psychisch Gestörte oder andere Gruppen am Rande der Gesellschaft auch genau dort zu belassen und alles an angestautem Frust an ihnen abzureagieren.
Ich denke, der Mensch ist noch lange nicht so weit, sich um Schwächere zu kümmern, da er auch noch nicht so weit ist, uneigennützig zu handeln.
Ausnahmen bestätigen - wie immer - die Regel, doch solange der Mensch glaubt, mit diesen Randgruppen ungeahndet umspringen zu können, wie er will, solange wird es Machtmissbrauch in allen Variationen geben.
Letztlich sind wir alle Menschen mit eigener Geschichte und im Grunde gibt es ( je nach Land und Kultur ) nur eine allgemein gültige Gesellschaftsform, an die man sich oberflächlich anzupassen hat, um der Anarchie einen Riegel vorzuschieben oder um sich wenigstens eine Firnis des Miteinanderauskommens zu verpassen.
Doch in Kliniken oder anderen Einrichtungen, von der Außenwelt abgeschottet und hinter Mauern verborgen, blättert diese Firnis schnell ab und nicht nur unter den Patienten zeigt sich dann die andere Seite der Psyche.

So, und jetzt höre ich auf, denn das trieft ja förmlich von Optimismus, Lebensfreude und Menschenliebe...

Ich hoffe, daß die meisten hier - wie ich -, bei genauerem Nachdenken auch gute Menschen, schöne Augenblicke und ein kleines Licht am Ende des Tunnels im Leben kennengelernt haben und das reicht aus, um nicht zu verzweifeln, oder?

L.G. mamschgerl


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