Frage der Schuldfähigkeit!

Hier besteht die Möglichkeit zum fachlichen Austausch über Psychiatrierecht, Fragen der psychiatrischen Begutachtung etc

Ist die Person nun Schuldfähig und mit voller Härte zu verurteilen?

voll schuldfähig
1
25%
vermindert schuldfähig
2
50%
schuldunfähig
1
25%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4

hoermilein
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Frage der Schuldfähigkeit!

Beitragvon hoermilein » Do 21. Okt 2010, 23:23

Wenn jemand der unter einer bi-polaren affektiven Störung mit Borderline und Polythoxikomanie als Nebenerkrankungen in seinen manischen Phasen massenweise einkauft und im Internet bestellt und dies dann aber nicht bezahlen kann, wie läuft dann der Gerichtsweg im Falle eines Betrugsverfahrens bzw. in wie fern kann diese Person die unter Risperdal Consta und Tavor Medikation steht als Schuldfähig beurteilt werden??


Vielen Dank für die Antworten im Voraus.

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Re: Frage der Schuldfähigkeit!

Beitragvon hoermilein » Fr 22. Okt 2010, 21:36

lol das ganze war eigentlich eine ernst gemeinte frage! ich kann mich auch nicht erinnern irgendwo ein vielleichtfeld eingebaut zu haben!

mich interessiert hier nur der sachverahlt und eine polythoxikomanie ist auch nichts das zu belächeln ist denn es geht hier nicht um sex, drugs and rock´n roll sondern um eine mehrfachabhängikkeit von stoffgebundenen und nicht stoffgebundenen dingen. das kann eine sehr schwerwiegende sache sein!

hoermilein
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Re: Frage der Schuldfähigkeit!

Beitragvon hoermilein » Sa 23. Okt 2010, 23:11

Nun ja der multiple Substanzgebrauch ist derzeit allem Anschein nach nicht vorhanden jedoch stellt sich mir das Ganze als ein gewisses Maß an Größenwahn kombiniert mit stark gesteigertem Wohlbefinden und einer unkontrollierbaren Kaufsucht dar. Der Delinquent kauft unter anderem Sachen die er selbst gar nicht benötigt und einfach verschenkt etc. etc.. Er will damit wohl auch krampfhaft Leute mit Geschenken für sich gewinnen und an sich binden. Ich sehe das Ganze eben als schwer schuldeingeschränkt an und weiß eben nicht genau ob es zu einem Verfahren kommt und wie dessen Verlauf wohl ist. Der Delinquent war auch schon wegen übertriebenen Scheckkarteneinkäufen in Haft und wurde dann nach einem Forensischen Gutachten vorzeitig entlassen.

Ich sehe das dann doch schon sehr grenzwertig aber ich bin weder Gutachter noch Richter.

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Re: Frage der Schuldfähigkeit!

Beitragvon hoermilein » So 24. Okt 2010, 00:34

Das Thema Betreuung habe ich auch schon angesprochen, es fand wohl auch ein Kontakt zu einem Vormundschaftsgericht statt, weiter kam es aber wohl auch nicht.

Ich weiß nicht ob es zielgerichtet ist Dinge zu kaufen und zu bestellen die man teilweise auch wildfremden schenkt, was schon für reichlich Diskussionen sorgte. Klar steckt schon eine Gewisse Kalkulation dahinter was nicht abzustreiten ist. Der Delinquent beschreibt die Phasen in denen er kauft jedoch als stark antriebsgesteigerte Phasen in denen er nicht nur bestellt sondern auch Dinge im alltäglichen Leben (Lebensmittel, etc.) in hohem Übermaß kauft weil sie als besonders günstig odeähnliches erscheinen und diese bezahlt er ja schließlich Bar, mit dem Problem das dann das Geld kaum da auch schon wieder weg ist. Wenn man mit ihm unterwegs ist fällt einem auf, dass das passieren von Supermärkten und anderen Geschäften zum regelrechten Hürdenlauf wird.

Diese Verhaltensweisen sind aber auch erst wieder zu beobachten seit der "Angeklagte" keine Medikation mher hat da er derzeit auf der Suche nach einem neuen Psychiater ist. Es muss allem Anschein nach recht schwer sein einen Termin zu bekommen, wie könnte man denn hier vorgehen um einen möglichst schnellen Behandlungstermin zu erhalten??

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Re: Frage der Schuldfähigkeit!

Beitragvon hoermilein » So 24. Okt 2010, 00:37

...Der Delinquent kauft unter anderem Sachen die er selbst gar nicht benötigt und einfach verschenkt etc. etc.. Er will damit wohl auch krampfhaft Leute mit Geschenken für sich gewinnen und an sich binden. ...

Mit einer hoffnungslos zugedröhnten Birne kann man das nicht.

Es sprach ja keiner von zugedröhnt, die Erörterung der Medikation sollte nur dazu dienen zu zeigen, dass die Krankheit wohl nur Medikamentös behandelt werden kann.

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Re: Frage der Schuldfähigkeit!

Beitragvon hoermilein » So 24. Okt 2010, 15:04

Das Geld ist weg und oft machen Leute den Fehler aus Mitleid wieder Geld zu geben, was ich anfangs auch tat. Naja interessant wird es nicht aber sehr nervig und stressig denn nach einigen Schaufenstern oder Regalen wird der Gute extremst aufgedreht, nervös und irgendwie sehr kindlich. Ich weiß nicht ob ich dieses Verhalten als Manie deuten soll oder was das dann ist. Auf jeden kommt es einem so vor als hat meinen seinen 13 jährigen kleinen Bruder dabei.

Ob eine Haftstrafe das ganze besser macht?? Ich weiß nicht ich bin der Überzeugung, dass die Haft wegen der Bankkarteneinkäufe das Ganze massivst verschlimmert hat. NAch der Entlassung war anfangs alles echt klasse gelaufen. Er wirkte nur gefühlsmäßig kalt was aber ich weiß nicht wie oft auch ins genaue Gegenteil umschlug. Auf einmal, von uns kann sich keiner den Grund genau erklären, fing es wieder "harmlos" damit an das der "Angeklagte" übermäßig viel Lebensmittel kaufte. Auf unser Nachfragen kamen die Gründe bei dem Angebot muss man zuschlagen und dann brauche ich keine Angst haben das nix mehr daheim ist, was ich nicht brauche kann ich ja später immer noch verschenken.

Mittlerweile haben wir den verdacht, dass er scheinbar extremst viel bestellen muss denn es tauchen immer wieder neue Sachen auf wenn man ihn sieht oder Ihn besucht oder er macht eben sowohl Bekannten als auch Fremden irgendwelchen Geschenke die zum Teil nicht unbedingt teuer und dennoch schön sind weil man weiß sie kommen von Herzen die anderenteils aber auch extrem überzogen sind.

Wenn man ihn darauf anspricht kommt dann die Antwort: "Hey ich hab alles im Griff um mich müsst ihr euch keine Sorgen machen wird schon alles bezahlt!" Ich nehme mittlerweile keine Geschenke mehr an weil ich mir sicher bin er macht sich Probleme und ich will nicht mit schuld daran sein. Ich mache mir nur Gedanken was ist wenn er nicht bezahlt bzw. nicht zahlen kann und dann ärger auf ihn zu kommt!? Er verhält sich teilweise wie Größus und lebt wohl auch in dieser Welt aber wenn wir aus dem Freundeskreis ihm das sagen dann spinnen wir doch alle eh nur und müssen selbst in Behandlung.

Ich weiß einfach auch nicht was ich machen soll, zu wem kann ich gehen der ihm schnellstmöglich hilft und der Ihn nach Möglichkeit nicht gleich ins Gefängnis bringt!? Zu der Zeit als ich wusste das er Medikamente bekommt war ales weitestgehenst normal bis auf gelegentliche Phasen in denen er eben mal komisch war entweder überdreht oder total zurückgezogen usw.. In der letzten Zeit könnte man meinen er nimmt irgendwelche stimmungsaufheiternden Drogen die ihn total überdrehen lassen aber das kann fast nicht sein da wir bzw. zumindest ich ihn oft über längere Zeit sehen und ich glaube nicht das eine Droge ihre Wirkung über teilweise 8 - 12 Stunden erhält ohne nachzuschaufeln.

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Re: Frage der Schuldfähigkeit!

Beitragvon hoermilein » Mo 25. Okt 2010, 15:57

SCHUFA= 3 Eidesstattliche! Begutachtung fand heute statt und wurde mit schuldunfähig abgeschlossen!


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