Opfer der Forensik

Hier besteht die Möglichkeit zum fachlichen Austausch über Psychiatrierecht, Fragen der psychiatrischen Begutachtung etc
scrappy
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Opfer der Forensik

Beitragvon scrappy » Mi 13. Mai 2009, 16:19

Hallo Ihr,

ich brauche Hilfe. Mein Bruder wurde vor drei Jahren aufgrund von mangelhaften Angaben seiner Betreuerin in eine forensische Anstalt eingewiesen. Wir versuchen ihn mit Hilfe von Rechtsanwälten raus zu bekommen, aber bis jetzt hat nichts funktioniert. Nun wurden ihm drei Zähne vor einem halben Jahr in der Anstalt aufgebohrt und der Zahnarzt weigert sich diese zu behandeln. Er würde sie nur behalden, wenn er Kronen machen dürfte. Inzwischen leidet mein Bruder unter starken Schmerzen und keiner in der Klinik kümmert sich darum!!!!! Ansonsten wird er und all die anderen ruhig gestellt mit Medikamenten. Wer kann mir was dazu sagen, wie man ihn zu einem anderen Zahnarzt bringen könnte und wer kennt einen Weg ihn aus dieser Anstalt zu holen?

Danke!!!!

scrappy
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Beitragvon scrappy » Do 14. Mai 2009, 10:31

weil es eben fachlich gesehen blödsinn wäre kronen zu machen. wurde auch von einem externen Gutachter festgestellt. Aber Kronen bringen nun mal mehr Geld! Anderen reisst der Typ gesunde Zähne einfach raus!

scrappy
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Beitragvon scrappy » Fr 15. Mai 2009, 12:51

na ja ich kann mir nicht vorstellen, dass er da bleiben will. er hat noch dazu probleme mit seinem herz, wegen der tollen pillen. und was wird dagegen gemacht? ja er kriegt noch mehr tabletten, jetzt nur noch gegen die herzprobleme. anstatt sich mal die ursachen anzugucken, werden wie immer symptome bekämpft. ja so ist das richtig!!! psychisch gesunde menschen hinter gitter zu bringen und sie krank zu machen.....

Igelin
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Re: Opfer der Forensik

Beitragvon Igelin » Sa 6. Feb 2010, 17:53

Mit der Zwangseinweisng ist sein Todesurteil gesprochen. Von 45 Insassen werden 42 entlassen und das auch nur mittels Gutachter von außerhalb so man Glück hat und dieser Gutachter tatsächlich den Patienten begutachtet nd nicht das alte abschreibt.
Ferndiagnosen sind nicht selten.
Frau Dr. Urschl, Mitarbeiterin im Sozialministerims _Thüringen hat mir im Gespräch am 8.6.09 bestätigt, dass die Kliniken an den Patienten nd Inkarnierten Versuche und st durchführen im Sold der Pharmaindustrie nd damit die Einnahmen der Klinik aufbessern.
Versuche mit zugelassenen und nichtzgelassenen Phsychopharmaka.
Die Patienten dort erhalten eine vielfach überhöhte Dosis . 800 mg statt 50.
Am 23. Januar hat sich ein junger Mann, 21 Jahre Mitpatient meines Sohnes vollgepumpt mit Drogen und nach 5 hjähriger erfolgreicher Therapie in seiner Klinik-zelle erhängt - soweit das glaubwürdig ist , denn den einzigen Zeugen ist auch beihilfe zuzutrauen. Wenden Sie sich an KVPM oder an Komitee zr Verhütung von Folter und Misshandlung Strasbourg. Gott segne und behüte Sie und ihren Bruder

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fluuu
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Re: Opfer der Forensik

Beitragvon fluuu » Mo 8. Feb 2010, 00:56

Oft wollen Familienangehörige ihr Familienmitglied aus der Forensik raus holen
und fast immer ist das Familienmitglied aus Sicht der Familie unschuldig und
zu unrecht dort. Es ist ja auch laut Klischee der Volksmeinung ein grausamer Ort.
Allein dieses Vorurteil, der Ort ist nicht grausamer als die Menschen die dort leben,
führt dazu, dass die schrecklichsten Gerüchte entstehen und alle Gerichte bemüht
werden um das arme Familienmitglied da raus zu holen. Es ist bei der 'normalen'
Psychiatrie genauso.

Ob der Kampf gegen die Institute und Behörden der Forensik eine Chance haben
kann ich nicht beurteilen aber der Betroffene hat auf jeden Fall eine Chance
gegen seine psychischen Probleme zu kämpfen und das fängt mit dem sich bewusst
sein der Symptome an.

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scrappy05
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Re: Opfer der Forensik

Beitragvon scrappy05 » Sa 27. Feb 2010, 19:25

Hallo ihr,
das ist ja schön, dass ich doch noch Antworten bekommen habe. Mein Bruder ist 23 Jahre alt und man wirft ihm vor ein Familienmitglied mit einem Messer bedroht zu haben. Die Geschichte ist etwas verwirrend. Ich versuche sie trotzdem kurz darzustellen.
Mein Bruder hatte Drogenprobleme und eine vom Staat vorgegeben gestezliche Betreuerin. Meine Mutter machte sich große Sorgen um ihn und fragte die Betreuerin, was sie mach kann, um meinen Bruder von den Drogen fern halten zu können. Die Betreuerin meinte, dass sie einfach einen Brief an das Gericht schreiben solle, im dem sie mit Tatsachen über meinen Bruder übertreiben soll. (Bsp. Er soll jmd. oder sie mit einem Messer bedroht haben). Also schrieb meine Mutter diesen Brief, in dem es hieß, dass er sie und eine Nachbarin mit einem Messer bedroht habe. (wichtig ist: das stimmte nicht). Die Betreuerin brachte diesen Fall vor Gericht und behauptete vor Gericht, dass das alles stimmt. Vor Gericht sagte keiner für meinen Bruder aus, da die Betruerin uns verboten hatte dort zu erscheinen. Weiterhin behauptete sie vor Gericht, dass mein Bruder alleine sei und seine Familie ihn "verlassen" habe und, dass es für alle Beteiligten das beste sei, ihn in einer entsprechenden Anstalt unter zu bringen. Daraufhin wurde er verurteilt(§63 etc.).
Inzwischen haben wir unzählige Gerichtsverhalndungen hinter uns, in denen wir zu beweisen versuchen, dass dieser Brief nicht der Wahrheit enspricht. Bis jetzt leider ohne grossen Erflog. Glücklicherweise haben wir erreicht, dass er einen neuen Betreuer bekommen hat. Dieser scheint sich wirklich um meinen Bruder zu kümmern, im Gegensatz zu seiner vorherigen Betreuerin.
Mein Bruder war vorher nicht in der Therapie. Er war 2 mal in einer Nervenanstalt. Dorthin wurde er durch die Polizei gebracht. Er hatte nämlich unter Drogen ein Mal versucht sich das Leben zu nehmen (wollte vom Balkon springen). Das zweite Mal wurde er dahin gebracht, weil er aus dem Fenster springen wollte und ich ihn dabei erwischte.
Die Enddiagnose ist eine Hebephrene Schizophrenie und eine Polytoxikomanie.

Übrigens zu dem externen Gutachter. Hahaha, dass ich nicht lache. Dieser war vorher ein Mitarbeiter in der Klinik und nun ist er ein Gutachter. Da ist ja klar, wie dieser Gutacher entscheidet!!!!! Das haben wir jetzt schon ein Mal hinter uns....

Tja Igelin ich bin auch der Meinung, dass die Ärzte dort so ihre kleinen Experimente treiben, sonst würden die Patienten nicht, wie ferngesteurte Roboter aussehen. Die haben alle den gleichen glasigen Blick und sind total ruhig gestellt.
Man könnte diese Kliniken auch die modernen Konzentrationslager nennen.... für die forschenden Pharmakonzerne!!!!

So läuft das halt in der Wirtschaft......

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Re: Opfer der Forensik

Beitragvon Proxifilm » Sa 27. Feb 2010, 20:25

Da kann man nur noch zum Verzweifeln. Du machst seine Mutter für seinen Drogenkonsum verantwortlich? Das ist unglaublich. Woher kennst Du seine Mutter? Du hast ein schräges Weltbild.

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Re: Opfer der Forensik

Beitragvon fluuu » So 28. Feb 2010, 17:03

Da fällt mir nur der alte Satz den uns die Lehrer schon in der Schule ansagten ein:
Wenn ich sage, spring aus dem Fenster, machst Du das dann auch?
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Re: Opfer der Forensik

Beitragvon cake » Mo 26. Apr 2010, 08:35

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Nike Air Max Skyline
Nike Air Structure Triax
Nike Shox NZ
:-k :-k Das versteh ich nun nicht.

scrappy05 ist Dein Bruder noch selbstmordgefährdet?
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

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Re: Opfer der Forensik

Beitragvon sky » Di 27. Apr 2010, 00:11

Das versteh ich nun nicht.
das ist entweder ein mensch oder ein kleines programm, das sich in foren nur mit dem zweck registriert um werbung zu machen, links zu spammen, bei deren anklicken man mitunter auch riskiert, sich irgendeine malware (zb virus) auf den pc zu laden. je nachdem ist es werbung für medikamente, sex, etc.
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Re: Opfer der Forensik

Beitragvon kotzfisch » Mo 19. Sep 2011, 12:05

Soviel Unwissenheit,Voreingenommenheit und Desinformation über Fornesik ist schockierend.
Ich bin seit über einem Vierteljahrhundert in der Forensik tätig und kann nichts bestätigen, was als
laienhafte Vorurteile hier kritiklos über die Forensik ausgegossen wird.

Nicht einmal von 25 Jahren war das Vorgehen in der Forensik derartig unprofessionell, wie hier beschrieben.

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Re: Opfer der Forensik

Beitragvon Remedias » Mo 19. Sep 2011, 16:08

huhu, Kotzfisch, du arbeitest in der Forensik, das ist ja interessant. Ich hatte bisher noch nix damit zu tun, außer dass ein Bekannter von mir da gelandet ist und auch nur, weil der Richter ziemlich streng war. Aber mich würde interessieren, wie deine Arbeit soist.

liebe Grüße Remedias

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Re: Opfer der Forensik

Beitragvon fluuu » Fr 23. Sep 2011, 22:09

Das Beklagen der Dummheit von Ahnungslosen ist schon mal gut
aber nun fehlt noch die Richtigstellung.
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Re: Opfer der Forensik

Beitragvon kotzfisch » Do 1. Dez 2011, 09:27

Viel Traffic ist hier nicht, wie ich sehe.
Mit Scrappy diskutiere ich nicht, wer moderne forensische Kliniken, wie wir sie heute hier haben als
Konzentrationslager bezeichnet, hat jede eigene Würde, die Würde der Opfer und die Würde der
dort Untergebrachten und derer, die jenen helfen wollen,weggeworfen.Ungeheuerlich, dieser absurde
Vergleich.


JEDER, der dort nach §63/§64 eingewiesen wurde und demnach entweder nach §20 (Schuldunfähig)
oder §21 (Erheblich eingeschr.Steuerungsfähigkeit) strafmildernd behandelt wurde, ist rechtskräftig verurteilt.

Manche Poster tun so, als hätten Kliniken etwas davon, künstlich Aufenthalte zu verlängern.
(Wäre den Anwohnern meist sehr recht, besonders bei Pädophilen) oder schwafeln von "Experimenten"
mit Psychopharmaka, was in mehrfacher Hinsicht völlig absurd ist, wenn man an die gesetzlichen Vorgaben und
Standards denkt, die es zu beachten gilt.

So viele Vorurteile und so wenig Kenntnisse.

Ich schlage vor, wenns wirklich interessiert: FRAGEN!

Der erste, der mit SS/Konzentrationslager oder Ähnlichen Scheiß kommt, kann sich gratulieren.

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Re: Opfer der Forensik

Beitragvon fluuu » Mo 5. Dez 2011, 13:50

Heizen nicht gerade die Medien mit Schauergeschichten über die Forensik oder Psychiatrie allgemein
so sehr ein, dass Menschen die kein Gegenargument wissen es einfach glauben und nachplappern?
Es ist in allen Bereichen so, Magazine im Fernsehen oder Schlagzeilen in der Zeitung haben eine
stark suggestiv unbewusst prägende Wirkung, es ist Realität.
Die Forensik ist in der Gesellschaft ein besonderer Ort weil dort psychisch kranke Straftäter behandelt
werden, Menschen die unkontrolliert gehandelt haben und die kaum zu berechnen sind in einer
akuten Situation. Natürlich ist der Alltag in einer Forensik ein ganz normaler Alltag wie auf jeder
anderen Station einer staatlichen Einrichtung auch. Es sind Menschen die versuchen ein persönliches
Problem in den Griff zu kriegen und dabei Hilfe bekommen.
Leider haben oft sogar die nächsten Angehörigen ein Misstrauen aber es spielt Eifersucht und Macht
eine Rolle wenn ein Familienmitglied abgeschottet eine Therapie und somit neue Dinge erlebt.
Familien gegen oft ungern das Monopol des Einflusses ab, selbst wenn es schadet.
Durch Verständnis, Geduld und Einfühlungsvermögen ist ein Umgang mit all diesen Konflikten möglich.
gruß fluuu

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