ein hausmeister und die folgen...

Hier besteht die Möglichkeit zum fachlichen Austausch über Psychiatrierecht, Fragen der psychiatrischen Begutachtung etc
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monk
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ein hausmeister und die folgen...

Beitragvon monk » Mo 14. Jul 2008, 22:24

brauche hilfe, wie es weiter gehen soll...

hallo im forum

2002 musste ich wegen sozialhilfe in einem altersheim in garmisch arbeiten. zuerst war der hausmeister, der mein direkter vorgesetzter war, im urlaub und die zusammenarbeit war OK.
er kam aus dem urlaub zurüch und ich merkte, das ich unter ihm zu stehen hatte. nach einer woche ungefähr... sollten wir zusammen einen platz für altglaß im müllhäuschen schaffen -und ich sollte dafür kies auf eine schubkarre schaufeln. die erste fuhre schaufelte ich -und fuhr sie über eine rampe aus der tiefgarage nach oben.
bei der zweiten fuhre, die ich gerade schaufelte, stand der hausmeister mir gegenüber und kritisierte mich...
ich überlegte kurz im stillen -und entschied mich für "die schaufel auf die schubkarre schmeißen und verschwinden" dieses tat ich mit den worten "mir reichts ich hau ab" und ging in richtung rampe...
da ich keine reaktion vom hausmeister hörte drehte ich mich nach drei schritten nochmal um -und er stand mit erhobenem arm vor mir. in der hand hatte er eine holzleiste und ich konnte gerade noch mit meinem erhobenem arm die schläge auf meinen kopf abwehren.
nachdem er zweimal zu geschlagen hatte, lief ich wahnhaft weg, auf der hauptstrasse richtung münchen.
ich schrie im schock und rannte einfach nur...
einen kilometer später, brach ich zusammen und der notarzt brachte mich in die psychiatrie...
zwei monate wurde ich freundlich behandelt (unter anderem wurde mein doppelter bruch mit einer platte verschraubt) und ohne eine diagnose entlassen.
es war ende november 2002 und ich versuchte mein leben weiter zu führen...
dann drangen die nachrichten vom nahen irak krieg zu mir und ich endschied mich, meine meinung dazu zu sagen...
da ich kein geld hatte, um videoaufnahmen zu machen und deren weiterbearbeitung...
stand ich zwei wochen später in einer bank -und aus dem vorsatz eines banküberfalls... wurde eine höfliche frage nach 3500,-€
die kassiererin sagte mir, dass ich hier kein konto habe und ich ging wieder aus der bank...
am bahnhof überlegte ich -ob ich nun vor den zug springen solle, oder was...
es kam die polizei -und schaute in meinen rucksack... es läge eine anzeige vor -und da sie, die nur unter der jacke getragene und nicht öffentlich gezeigt, die spielpistole fanden...
wurde ich verhaftet und erkennungsdienstich behandelt, einen tag später vor den ermittlungsrichter geschleppt und nach haar auf die station 21O in hanschellen gefahren...
dort wurde ich in eine isozelle gesperrt und eineinhalb tage alleine gelassen.

als ärzte zu mir kamen, habe ich geweint und wusste nicht -wie mir geschied...

9 monate später, mittlerweile mit neuroleptika behandelt, stand ich vor gericht mit einem pflichtverteidiger.
der vorwurf der schweren räuberischen erpressung wurde fallengelassen und nicht zur verhandlung gebracht -aber da war auch noch der hausmeister, der plötzlich ein attest mit "rötung am bauch" hatte...
und ich hatte nichts...

2008

ich bin im probewohnen, alle versuche, die sache richtig zu stellen sind missglückt.
ich habe meine meinung und die ärzte haben ihre.
die tabletten schmeisse ich in den mülleimer und nehme sie nur vor einer blutuntersuchung, die mir immer angekündigt wird.
ich warte auf meine entlassungsanhörung und möchte wieder nach garmisch ziehen, was ich aber nicht darf.
>deshalb möchte ich gegen die seilschaft aus ärzten und richtern gegenan kämpfen um nicht noch 5 jahre mit bewährungsauflagen zu verbringen...

ich mag...

ein erstes unabhängiges gutachten haben...
eine überprüfung meiner diagnose...
möglicherweise den hausmeister belangen...

wer möchte mehr erfahren und wer kann mir helfen?

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monk
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noch ein paar mehr infos...

Beitragvon monk » Mo 14. Jul 2008, 22:50

hallo noch mal...

falls ihr mein thema gelesen habt -ein paar mehr infos für die, die an der version der ärzte zweifeln!


das gutachten auf welches sich alle anderen gutachten beziehen wurde im märz 03 beauftragt und ohne mein beisein erstellt.
es wurde über den psychiatrieaufenthalt gemacht, nachdem ich mit einer doppelten unterarm fraktur, in die psychiatrie gabracht wurde.
es wurde zu dem vorwurf der schweren räuberischen erpressung in auftrag gegeben.

der notarzt, der mich in die psychiatrie in garmisch verwiesen und eingewiesen hat, diagnostizierte eine angst psychose, welches ja auch glaubhaft ist -aufgrund der massiven schlageinwirkung durch den hausmeister.

warum werde ich im november ohne erkennbare erkrankung entlassen -und die gutachterin erkennt im nachhinein (märz03) eine schizzoaffektive psychose?

ich wurde nicht einmal durch einen computertomografen geschoben!

kann ich aufgrund der angst psychose (welches eine logische diagnose ist) die angst vor einem nahenden krieg so verinnerlicht haben -dass ich entschieden habe "etwas dagegen zu tun"?

wie wiederlege ich dieses erste gutachten, wer hilft mir dabei?

immer wenn ich die massiven neuroleptika einnahmen spontan und abruppt verweigert habe und es abgesetzt habe (mit konsequenzen) habe ich verhaltensauffälligkeiten gezeigt, die vordergründig für eine schizzoaffektive psychose sprechen.
kann es sein, dass man vorsichtig mit dem absetzen von neuroleptika sein muss?
ich gehe nicht davon aus, an einer schizzoaffektiven psychose erkrankt zu sein.

vielen dank im vorraus...

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Laura
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Beitragvon Laura » Di 15. Jul 2008, 00:32

Hallo Monk!

Zu Deiner Frage, ob man Neuroleptika vorsichtig absetzen muss: Ja, schrittweise runterdosieren über einen längeren Zeitraum (ein paar Wochen bis Monate).

Ansonsten weiß ich wirklich nicht, was ich zu Deinen Erlebnissen und wie Du sie darstellst sagen soll. Vielleicht ziehst Du das Pech förmlich an, kosmische Kräfte oder was weiß ich, oder Du gehst als Einzelkämpfer durch die Welt und machst Dir kaum Gedanken über Konsequenzen oder beides.

Also, ich steig da wirklich nicht ganz durch. Aber falls Du Dich mit Beratungsschein an einen Rechtsanwalt wenden willst, rate ich Dir wirklich, ihm gegenüber seriös aufzutreten, damit er gewillt ist, Dir zu helfen. Wenn es wirklich hart auf hart kommt und man für seine Rechte einstehen will, geht es nicht ohne seriöses Auftreten.

Die gegensätzliche Mischung aus Schutzbedürftigkeit und Revoluzzertum, die ich aus Deinen Postings herauslese, macht es, ehrlich gesagt, schwierig für mich, Dich irgendwie einzuschätzen und ob alles der Wahrheit entspricht, was Du erzählst. Ja, Zeugen hast Du leider keine und das macht Deine Lage umso schwieriger. Aber sieh Dich vor, mit wem Du es aufnehmen willst und welche Retorik dabei vonnöten ist!

Viele Grüße

Laura
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monk
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seriös und revoluzzer...

Beitragvon monk » Di 15. Jul 2008, 01:27

danke für deinen post...

meine endwicklungsgeschichte(kindheit, jugend und weltanschauung) führen dazu, dass ich immer wieder an ecken stoße...

mittlerweile gehe ich anders damit um, sozusagen mit den regeln des "systems", ich versuche sie zu studieren, anzuwenden und sie für meine rechte zu gebrauchen.

alleine schon wegen meiner beruflichen absichten, muss ich seriös sein, habe aber auch gemerkt, dass ich immer verstanden werde(abgesehen von den ärzten) wenn ich meine wünsche kommunizieren kann.

wegen beratungsschein, ich glaube darauf habe ich kein anrecht, kenne mich aber auch nicht aus...

danke

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Beitragvon Laura » Di 15. Jul 2008, 04:19

Hallo Monk!

Du kannst mit Deinem Sozialhilfebescheid zum Amtsgericht gehen und Dir den Beratungsschein ausstellen lassen. Das ist eine Sache von etwa zehn Minuten. Sicher besser, vorher anzurufen. Beim Rechtsanwalt musst Du für ein einmaliges Beratungsgespräch und dafür, dass er eventuell ein paar Briefe für Dich aufsetzt, 10 Euro bezahlen. Sollte es auf einen Prozess hinauslaufen, tritt das Armenrecht in Kraft, bei dem finanziell Schwache nur einen relativ geringen Anteil an den Prozesskosten zu tragen haben, wenn sie ihn verlieren.

Ich weiß nicht, ob Du eher mutig oder eher leichtsinnig bist, ich hoff mal, Deine Revoluzzer-Einstellung bringt Dich nicht wieder in die Forensik. Was man in der Psychose treibt, weiß man in dem Moment ja nicht so genau, aber vielleicht kann man dem vorbeugen, dass man in der Psychose gewalttätig wird und in die Forensik gesteckt wird, indem man nicht immer nur das Böse um sich und in sich selbst sieht, sondern auch mal das Gute?

Viele Grüße

Laura
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ja so späht noch!

Beitragvon monk » Di 15. Jul 2008, 04:39

hallo laura...

mutig und leichtsinnig bin ich wirklich...
-das bringt mein sport mit sich, den ich versuche als profi zu leben. leider kam mir die geschichte mit der psychiatrie dazwischen, oder soll ich sagen> zum glück.

früher war ich ein kiffender snowboard punk, der immer viele gründe hatte, nichts zu tun...
nun habe ich tausend gute gründe für mein recht und die rechte anderer zu streiten(ich sage nicht kämpfen), denn eines habe ich gelernt, für seine ziele einzustehen.

das mit dem beratungsschein versuche ich mal, vielen dank

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so ist es...

Beitragvon monk » Di 15. Jul 2008, 19:23

drogen induzierte psychose ist es nicht, zwischen meiner drogenzeit und der angspsychose, oder verletzungstrauma, liegen vier jahre...

sie glauben zu lassen, ja das ist im augenblick auch das, was ich versuche.
aber oft ist mein mund schneller als das hirn.
und für ein neues gutachten fehlt mir das geld...

vielen dank
nach se6 jahren wieder auf dem weg in die freiheit... und nun bekommen sie ihr fett.

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Beitragvon Remedias » Di 15. Jul 2008, 19:42

Hallo, Monk, was ist eine Angstpsychose?
lieber Gruß Remedias

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Beitragvon Laura » Di 15. Jul 2008, 21:04

Hallo Monk!

Hatte ich vorhin vergessen: Zum Amtsgericht den Personalausweis mitnehmen.

lg

Laura
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habe schon einen anwalt angerufen...

Beitragvon monk » Mi 16. Jul 2008, 20:08

hallo laura,

habe heute schon mehrere anwälte angerufen, keinen erreicht, morgen dann.
das verfahren ist ja noch nicht beendet und daher müsste ich noch ein recht auf einen pflichtanwalt haben.

ich kann dich ja auf dem laufenden halten...

danke und alles gute
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