GdB Gutachten

Wenn Sie andere Teilnehmer dieses Forums an Ihren persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen teilhaben lassen wollen, können Sie dies hier tun!
mamschgerl
Beiträge: 1139
Registriert: Mi 27. Apr 2016, 06:53

GdB Gutachten

Beitragvon mamschgerl » Mo 8. Okt 2018, 11:37

Heute hatte ich einen Termin bei einem vom Sozialgericht bestellten Gutachter; es geht um die Feststellung des GdB ( Grad der Behinderung ).
Die Sitzung war lange, ca 2 Stunden, inkl. EEG und Reflexuntersuchungen, zumindest soweit möglich, da ich mich nicht bis auf die Unterwäsche ausziehen und auch den Spatel nicht in meinem Mund haben wollte, ich bekam mittlere Panikattacken bei dem Gedanken, es geht eben nun mal nicht.
Es folgte ein wirklich langes Gespräch, in dem ich einiges nicht erzählen konnte, weil es mir zu sehr an die Substanz ging und meine ( mir möglichen ) Schilderungen über die Beeinträchtigungen im Alltag und dem ganzen Pipapo klangen in meinen Ohren so banal, so unwichtig, so lächerlich...dabei liegt das nur daran, daß ich mich an all diese Stolpersteine schon so sehr gewöhnt habe...Stände ich wieder am Anfang, also kurz vor meinem Zusammenbruch, würde ich nicht verstehen können, wieso man bei solchen Kleinigkeiten so aus der Fassung geraten kann, aber ich fühle mich eben in diesem Dauerzustand wie ein Kind, das die ersten Gehversuche alleine in der großen, weiten und bösen Welt machen muss und alles nimmt bedrohliche Ausmaße an.
Aber, was mich wirklich ärgerte, war wieder einmal dieser bescheuerte Satz: " Antidepressiva sind keine Suchtmittel und man wird nicht abhängig, es gibt keine Absetzsymptome." Das bekam ich zu hören, mit dem Unterton tiefsten Unverständnisses, weil ich alle Medis abgesetzt habe. Mein Argument, daß die bisherigen Mittel sich alle negativ auf meine Psyche ausgewirkt haben und die Nebenwirkungen nicht tragbar gewesen seien, hat ihn überhaupt nicht interessiert. Schließlich sei es doch wohl besser, "...in Watte gepackt und angstfreier.." im Alltag bestehen zu können, als sich ohne ADs voll den Symptomen ausgesetzt zu fühlen.
Daß sich mein Zustand bezüglich Angstzuständen, Panikattacken, Emotionslosigkeit, Depersonalisation, Dissoziationen etc etc etc unter Medikamenteneinfluß eher verstärkt haben, wollte er nicht gelten lassen...aber was soll's? Er ist ein von der "Gegenseite" bestellter Gutachter, da muß er alles gegen mich verwenden ( so kam es mir zumindest vor ).
Ich denke, das Ergebnis wird nicht in meinem Sinne ausfallen, obwohl der GdB bei komplexer PTBS eigentlich schon zwischen 60 bis 100 liegt, wird immer wieder dagegen entschieden, es gibt nicht umsonst soviele Klagen.
Aber egal, wie das ausgeht, das war mein letzter Kraftakt, ich pack' diese Ärzte einfach nicht mehr...

Benutzeravatar
Ihor
Beiträge: 31
Registriert: Mi 9. Mär 2011, 18:15
Wohnort: Hessen

Re: GdB Gutachten

Beitragvon Ihor » Sa 8. Dez 2018, 17:13

Hi, mamschgirl, warum, verdammt tausendmal, du könntest nicht mit diesen Bürokraten ohne Herz und Seele mit-spielen? Jetzt, na ja, ich wollte wissen, was dich im schlimmsten Fall erwartet? Sanktionen?

Lass dich virtuell drücken, wenn ich darf. Das ganze System ist total verrückt und bescheuert. Mache mir Sorgen. Du hattest mich hier immer unterstützt.

LG.


Igor.

mamschgerl
Beiträge: 1139
Registriert: Mi 27. Apr 2016, 06:53

Re: GdB Gutachten

Beitragvon mamschgerl » So 9. Dez 2018, 20:13

Hallo Igor,
wider Erwarten wurde mir ein GdB von 50 attestiert, zwar nicht aufgrund der von allen bisher behandelnden Ärzten, Psychiatern und Therapeuten einhellig gestellten Diagnosen ( die er gnädigerweise größtenteils bestätigte ) sondern wegen einer schwerwiegenden narzisstischen Persönlichkeitsstörung...ich habe lange darüber nachgedacht, worauf er diesen Befund stützt und kann mir nur denken, daß er meine Äußerungen zu fehlenden Emotionen ( Eifersucht, Liebe, Neid etc etc etc ) völlig mißverstanden hat. Andererseits denke ich, wieso sollte ich dagegen vorgehen? Es ist mir mittlerweile völlig wurscht, welche Diagnosen mir gestellt werden, ich weiß, daß ich einen an der Klatsche hab und zwar gewaltig, daß mir vieles nicht mehr möglich ist und so weiter und so weiter, aber so ist es eben. Für mich ist nur wichtig, daß meine Selbstreflektion funktioniert und ich soweit in der Lage bin, zu registrieren, wenn ich wieder abbaue und in ein großes, schwarzes Loch zu fallen drohe, um dagegen anzukämpfen.
Und ich kann nicht mehr mitspielen, das habe ich mein ganzes Leben lang getan und am Ende hat mich diese Anpassung erst recht aus der Bahn geworfen.
Aber ich find's toll von dir und ich fühle mich gedrückt :mrgreen:
Im wirklichen Leben wäre das unmöglich, weil ich es nicht ertragen kann, angefasst zu werden, aber im Forum kannst du mich ganz lange drücken...und bitte, mach' dir keine Sorgen um mich, ich brauche nichts wegen des Gutachtens zu fürchten, ich bin so, wie ich bin und das reicht vollkommen, um zu erkennen, wie krank meine Psyche ist.
Ganz liebe Grüße
mamschgerl

Benutzeravatar
Ihor
Beiträge: 31
Registriert: Mi 9. Mär 2011, 18:15
Wohnort: Hessen

Re: GdB Gutachten

Beitragvon Ihor » Mo 4. Mär 2019, 14:30

Niemals, miemals ich hätte an den Gedsnken bekommmen, wenn ich dich lese, liebe mamschgerl, bei dir "narzisstische " Persönlichkeitstörung finden. Der Gutachter sollte selbst , verdammt, begutachtet werden. Und du kannst mir glauben, ich weiss das Fach von A bis Z, wie es die Russen sagen.

Mein Gott, in welcher bescheurten und wahnnsinnigen Gesellschaft wir doch leben!!! Nicht zu fassen!

Drücke dich selr lieb virtuell, liebe Mamschgerl.

Für dich, einfach so:

https://www.youtube.com/watch?v=unyzuc0Q1j0


Und für alle, die mich lesen:


https://www.deutschlandfunkkultur.de/su ... _id=434968

Sehr klug und wirklich professionell gemacht! Und es geht hier um die erste Reihe nicht über Suizid, sondern über die Wurzeln, die in der gesellschftlichen Struktur liegen.

LG.

Igor.

mamschgerl
Beiträge: 1139
Registriert: Mi 27. Apr 2016, 06:53

Re: GdB Gutachten

Beitragvon mamschgerl » Mi 6. Mär 2019, 13:13

Hallo Igor,
vielen lieben Dank für den Link und natürlich auch für deine Umarmung...wie gesagt, hier im Forum kannst du mich ganz lange drücken :mrgreen:
Den anderen Beitrag habe ich nur wenige Minuten anhören können, triggert mich zu schnell, daher kann ich dazu nix sagen...
L.G. mamschgerl

mamschgerl
Beiträge: 1139
Registriert: Mi 27. Apr 2016, 06:53

Re: GdB Gutachten

Beitragvon mamschgerl » Mi 20. Mär 2019, 13:17

Hallihallo,
ich melde mich zurück aus dem Termin beim Sozialgericht.
Im Vorfeld Ängste ausgestanden, Argumente zurechtgelegt, alle möglichen Szenarien im Kopf durchgespielt, gestern Nacht natürlich nicht geschlafen, heute Vormittag als zittriges, übernervöses Nervenbündel zum Gericht gedüst, 1 Stunde gewartet wegen Verzögerungen der anderen Verfahren vor mir und dann - endlich - mein Aufruf.
Die Anspannung nahm überhand, Tränen kullerten, ich entschuldigte mich beim Vorsitzenden nebst zweier Beisitzer und Protokollführerin und natürlich bei der Dame vom Versorgungsamt, doch allseits nur höfliches "Kein Problem, keine Angst, heute wird zu Ihren Gunsten entschieden, alles gut!"
:shock:
Ich musste kein einziges Wort zur Sache äußern, vom Versorgungsamt kam kein Einspruch, als der Richter den Beschluss vorlas, daß nach Aktenlage und -einsicht zu meinen Gunsten verfahren wurde, mir wurde ein GdB von 50 anerkannt und der Behindertenausweis zugesichert, obwohl ausdrücklich nicht das Gutachten berücksichtigt wurde, sondern die Befunde und Diagnosen der über Jahre behandelnden Ärzte.
Zudem wurde noch gerügt, daß man dieses Verfahren überhaupt auf Betreiben des Versorgungsamtes hatte durchführen müssen und die Kosten für den Gutachter hätte man sich auch sparen können.
Dann wünschte man mir einen schönen Tag und ich konnte wieder gehen, das war's.
Insgesamt eine Sache von 5 Minuten...die mich um 10 Jahre altern ließen, aber eben vorher, weil ich es so nicht erwartet hätte...
Und wieder einmal denke ich, wie schön das früher war, als ich mir wegen so eines Termins überhaupt keinen Kopf gemacht hätte und einfach nur darauf neugierig gewesen wäre, was da so auf mich zukommt...

mamschgerl
Beiträge: 1139
Registriert: Mi 27. Apr 2016, 06:53

Re: GdB Gutachten

Beitragvon mamschgerl » Do 18. Apr 2019, 09:58

...so, heute kam der Schwerbehindertenausweis mit GdB 50 in grün, unbefristet, mit Gültigkeit ab Juli 2016.
Wenn man davon absieht, daß das ganze Verfahren inklusive Widerspruch und Gerichtstermin knappe 3 Jahre dauerte, bin ich froh darüber, daß er unbefristet ausgestellt wurde und ich nicht in 3 oder 5 Jahren einen erneuten Antrag auf Verlängerung stellen muß.
Insgesamt hatte ich bei der Beantragung auf volle Erwerbsminderungsrente, die auch problemlos nach nicht mal 2 Jahren auf unbefristet geändert wurde und dem Antrag auf diesen Ausweis, der ja auch unbefristet ist, vergleichsweise wenig Probleme, wenn man so liest und hört, wie es anderen Antragstellern ergeht...

Benutzeravatar
Franz Engels
Site Admin
Beiträge: 899
Registriert: Mi 12. Jun 2002, 20:18
Wohnort: CH-3011 Bern
Kontaktdaten:

Re: GdB Gutachten

Beitragvon Franz Engels » Do 13. Jun 2019, 09:40

Hallo mamschgerl

Ja, es ist häufig eine Zumutung, was Betroffenen durch Behörden und Versicherungen zusätzlich zu ihrem Leiden zugemutet wird.
Glückwunsch zu Ihrem Erfolg!

Freundliche Grüsse
Franz Engels
Das Gegenteil ist nur die Rückseite derselben Medaille.

mamschgerl
Beiträge: 1139
Registriert: Mi 27. Apr 2016, 06:53

Re: GdB Gutachten

Beitragvon mamschgerl » Do 13. Jun 2019, 20:14

Hallo Herr Engels,
danke für Ihre Worte...ja, es ist eine Zumutung und ich bin froh darüber, daß ich alleine schon aus meinem Inneren heraus, das sich nicht kleinkriegen lassen will, alle nötigen Termine wahrnehme und es mir mittlerweile wirklich total egal ist, ob ich aufgrund mangelnder Kontrolle dabei weine oder dissoziiere oder sonstige Dinge mit mir passieren...damit müssen die anderen umzugehen lernen, wenn ich denn persönlich zu allen nötigen und unnötigen Terminen zu erscheinen habe.
Wieviele das aber nicht können, habe ich am Sozialgericht erleben dürfen. Ich war wohl die einzige ohne Rechtsbeistand und aus den Gesprächen um mich herum im Warteraum war herauszuhören, wieviele Mühen und Instanzen die Betroffenen schon durchlaufen hatten und eigentlich schon völlig am Ende waren.
Wieviele gibt es, die das nicht durchhalten können und vorher aufgeben? Wer hilft denen? Wundert es da wirklich, daß man auf die Idee kommt, daß all diese Hürden absichtlich aufgestellt werden, um eben die meisten vorher schon auszubremsen?
Alleine die vielen diversen Anträge bei den jeweiligen Ämtern, der Schriftverkehr, die Diskussionen, die Art und Weise, wie mit einem umgegangen wird, die Hinhaltetaktik...nicht zuletzt das unsägliche Verhalten mancher Ärzte...all das nötigt einen entweder zum Mobilisieren aller noch vorhandenen Kräfte oder es führt zur völligen Resignation. Letzteres, denke ich, passiert all zu häufig.
Viele Grüße
mamschgerl

ssri
Beiträge: 12
Registriert: Di 24. Sep 2019, 16:11

Re: GdB Gutachten

Beitragvon ssri » Di 22. Okt 2019, 22:54

ich hoffe es ist ok, wenn ich etwas schreibe, obwohl der Thread schon etwas älter ist...

So was in der Art kenn ich auch, mamschgerl.
Ich wurde 2002 von einem Gutachter der Invaliditätsversicherung abgeklärt; zum Glück nur psychiatrisch, ein physische Untersuchung hätt ich wohl auch nicht durchgestanden oder abbrechen müssen.
Der hat sich zwar sehr viel Zeit genommen; glaub 3x je 5 Stunden; aber da kam auch viel blödes Gehabe, auch wegen Medis.
Da er mir zu guter Letzt eine atypische Schizophrenie attestiert hatte, meinte er, ich müsse unbedingt eine antipsychotische Pharmakotherapie beginnen. Naja, das hab ich dann gemacht, mit den Zyprexa - damit ging es mir noch schlechter als ohne...
Als Mediziner wollte er natürlich auch nicht meine ablehnende Haltung gegenüber der Medizin so stehen lassen und hat's dann soweit getrieben, dass ich nur noch geweint habe. Es war eine Katastrophe!
2015 hatte ich eine Revision meiner Rentenberechtigung. Da hat mein damaliger Hausarzt, obwohl wir erst kurz zuvor hier her umgezogen waren und er mich erst 3 Mal gesehen hat, kurzerhand als arbeitsfähig deklariert. Ich hab zu spät gemerkt, dass er bei einer einschlägig bekannten Partei engagiert ist, deren Auffassung es ist, dass alle, die invalide sind, vorallem die psychisch Kranken nur zu faul zum Arbeiten sind. Danach musste ich meine Psychiaterin am anderen Ende der Schweiz mobilisieren, dorthin reisen, damit sie ein aktuelles Gutachten verfassen kann, damit ich meinen Rentenanspruch nicht verlieren.
Ja, und das alles, obwohl ich da schon 15 Jahre lang keinen Tag mehr gearbeitet hatte und psychisch in einem desolaten Zustand war.

Ich weiss echt nicht, wo diese Leute und Institutionen leben; weltfremder kann man gar nicht mehr sein; aber eben, das ist wenn alles Soziale angeblich einfach zu viel kostet.

Lass dich nicht unterkriegen; ich versteh dich nur zu gut!

Benutzeravatar
Laura
Beiträge: 4497
Registriert: Sa 25. Sep 2004, 07:09

Re: GdB Gutachten

Beitragvon Laura » Do 24. Okt 2019, 13:28

Das ist jetzt nur eine Vermutung von mir, aber Gutachterpöstchen sind doch oftmals auch nichts anderes als ein Arbeitsplatz, an denen besonders schlechte Ärzte, die woanders schon (mehrmals) durchgefallen sind, ihr Gnadenbrot erhalten. Müssen die aber sauer sein, dass sie daran gehindert werden, weiterhin schlechte Ärzte im eigentlichen Sinn sein zu dürfen...na ja, dafür sind sie dann halt schlechte erbarmungslose Gutachter...das ist auch eine Art, das soziale Netz in Anspruch zu nehmen...
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

ssri
Beiträge: 12
Registriert: Di 24. Sep 2019, 16:11

Re: GdB Gutachten

Beitragvon ssri » Mo 28. Okt 2019, 17:39

Natürlich, zudem ist es bei Ärzten generell immer so, dass eine Krähe der anderen kein Auge aushackt.
Dann wissen die zuständigen Stellen bei der Wahl des Gutachters ja auch schon die Tendenz, die ein zu erarbeitendes Gutachten haben wird. Wer im Interesse der Sozialwerke - also schlussendlich zu Ungunsten des Patienten - schreibt, wird sicher eher immer wieder berücksichtigt als ein Gutachter, der sich dem Wohl des Patienten verschreibt.
Das ist ja auch irgendwie schon systemimmanent.

Benutzeravatar
Ihor
Beiträge: 31
Registriert: Mi 9. Mär 2011, 18:15
Wohnort: Hessen

Re: GdB Gutachten

Beitragvon Ihor » Do 5. Dez 2019, 13:17

Ich wollte mich hier kurz melden. Mir geht so enorm beschissen, dass ich kaum es tippe.
Also, im Januar ich sollte begutachtet werden. von Job-center. Weiss ich nicht, wie ich mich verhalten sollte. dazu keinen Schimmer, was schreibt aktuell meine behandelte Ärztin. Sie ist die absolute blöde Kuh. Keine Ahnung über die Gefahren von NL( habe mir statt Benzos vorgeschlagen), keinen blassen Schimmer über die Entzug-Escheinungen von SSRI, aber sie hatte mir gesagt, ich sollte in die Klinik, wo ich , nach ihren Wörtern, würde entsprechend den Leit-Linien behandelt werden. Das bedeutet, ich würde vollgestopft von NL, und vergesse , wie ich heisse. Die hat nur die Schubladen im Kopf, denken selbständig sie ist nicht imstande.
Tja, ich bin echt besorgt.

Hat jemand den Ratschlag?

LG.

Igor.

Benutzeravatar
Laura
Beiträge: 4497
Registriert: Sa 25. Sep 2004, 07:09

Re: GdB Gutachten

Beitragvon Laura » Fr 3. Jan 2020, 20:21

Hallo Igor!

Ich habe mir ein paar Deiner früheren Beiträge nochmals durchgelesen. Um eine Art Abhängigkeit von NL, Benzos oder ADs scheint es bei Dir nicht zu gehen. Ich denke eher, Du bist vielleicht von einem anderen Stoff abhängig und hast gerne einen Vorrat an Psychopharmaka zuhause, um auftretende Entzugserscheinungen abzumildern, z. B. wenn Dir das Geld für Deinen eigentlichen Suchtstoff ausgeht (vielleicht regelmäßig gegen Ende des Monats?).

Jedenfalls bedeutet es kein Hin und Her von mehreren Jahren, wenn man ADs auf ärztlichen Rat absetzen soll, also wenn sie tatsächlich einfach nur gegen Depressionen helfen sollten. Eher noch haben Depressionspatienten Mühe, die ADs im Einverständnis mit dem behandelnden Arzt überhaupt absetzen zu dürfen.

Deine Ärztin kann solch eine blöde Kuh nun wirklich nicht sein, wenn sie Dich davor bewahren will, dass Du immer weiter in Deine eigentliche Sucht abdriftest.

Viele Grüße

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

Benutzeravatar
Ihor
Beiträge: 31
Registriert: Mi 9. Mär 2011, 18:15
Wohnort: Hessen

Re: GdB Gutachten

Beitragvon Ihor » Sa 25. Jan 2020, 00:54

Nee, Laura, sie ist echt die blöde Kuh. Sie versucht mir jetzt NL aufzudrehen, dann sie verweist auf die Leitlinien, die , wie es selbst die Verfasser von Leitlinien eingestehen, sollten dringend überarbeitet werden.
Ich postiere auf diesem Forum jetzt sehr viel Stoff. Auf dem anderen Forum niemand hatte es verstanden, wovon ich rede. Entweder ich sei absolut verblödet, dumm, und meine Sprachkenntnissse sind im Keller, oder ich verstössse gegen etwas sehr tiefes in Leuten , wie die bestimmmte Unterbewusste Vorstellungen, vorgfertigte Meinungen, und dann sie sind verwiirt, desorientiert...
Na , egal. Hier fast niemad würde mich überhaupt lesen. Und das ist gut für mich. So wie das Tagebuch...
Das was....Ich kopiere. Alles.

Sehr geehrte Frau N.,
ich wende mich an Sie mit dem Anliegen mit, wenn es möglich wäre, zu helfen.
Meine behandelte Ärztin versteht meinen Zustand absolut nicht oder wollte es nicht wahrhaben. Sie verweist immer auf
die Leitlinien. Ich bin doch der leidende und fühlende Mensch, keine statistische Einheit von den Leitlinien. Jeder Besuch,
sorry, Termin bei Ihr kostet mir enorm viel Kraft. Deswegen ich habe es entschieden, meine verfahrene Situation zu
beschreieben und das ganze habe ich an die Psychiatrie-Beschwerde-Stelle abgeschickt. Hatte auch angerufen. Keine
Reaktion.
Ich kopiere es jetzt alles, dann Sie können es nachvollziehen, um was es , eigentlich, geht.
Sehr geehrte Damen und Herren, bevor ich abkratze, verende, verrrecke, ins Gras beiße, und so
weiter, hier , im Zentrum Europas, ich wollte es Ihnen die ganze Wahrheit erzählen. Und diese
Wahrheit ist sehr bitter. Tut mir leid.
Ich versuche schon sehr viele Jahre( es kommt mir wie die Ewigkeit vor, echt) von modernen AD
SSNRI Venlafaxin loszuwerden.Wie es absolut klipp und klar und ziemlich eindeurig nachgewiesen
haben, die lange Einnnahme von modernen AD(za.24 Monate statistisch) findet allmählich die
Toleranz, dann der Wirkungsverlust, und abschliessend die Wirkungsumkehr statt.
Zitat:"....Dabei zeigt sich nach längerer Nutzung eine geringe Dichte Dichte der Transporter-
Moleküle an den Zellemembranen. Dies wird als Hauptursache für die Wirkungsumkehr von AD im
Verlauf von sechs bis 24 Monaten angesehen."
Das Buch:
https://psychiatrie-verlag.de/produc...von-psychosen/
Seite 193.
Wie es sehr treffend S.Weinamnn auf den Punkt gebracht hat, der Begriff "ANTI-Depressiva" ist
irreführend, denn diese Drugs sind verantwortlich für die Chronifiezierung von den Depressionen
und dann diese Pillen (früher oder später) mutieren in den Killer, die lösen Depressionen aus.
Sieh. S. Weinmann (2010,2019) , auch Psychiatrie-Verlag. Aber das ist doch nicht neues, Schon in
1995(!) M.Rufer genau das geschrieben hat..
Zitat: ....kann nichts momentan
die Seite finden....----also wenn die Serotonin-Hypothese stimmte, dann , folglich, diese Drugs
sollten die Depressionen auslösen."
M.Rufer, Glückspillen, Knaur, 1995.
Und jetzt verlassen wir den fachhinesisch und kommen zurückh, zu meiner Geschichte.
Ich leide enorm wegen sehr höhen Blutdruckes, ich habe fast rund um die Uhr den unerterträglichen
Herzrasen, ich habe auch die sogenannte Absetz-Grippe, ich friere und der Schüttelfrost macht mein
Leben total unerträglich. Dann, wie es schon genug geschildert, ich habe die beue Symthome
bekommen. Ich leide unter Halluzionationen (S.Fava, 2011?), ich habe keinen Schlaf überhaupt,
mich erschüttern die unwillkührliche Muskelzuckungen, ich habe ab und zu auch wie die
strohmähnliche Schläge im ganzen Körper....die Liste ist lang, meine Zeit , leider, ist sehr kutz, um
es alles aufzuschreiben.
Und ich bekomme keine Hilfe von Ärzten, nichts. Nach den entspeechenden Leitlinien , welche ich
schon auswendig weiss, wie der Vater unser, wenn ich es alles erzähle und in die klinik gehe, ich
würde sehr bestimmt mit den NL vollgestopft, und EKT wäre nicht ausgeschlossen.
Ich würde es Ihnen jetzt versenden. Wenn ich diese Nacht---und welche ist doch?----nicht den Geist
aufgebe, dann die Fortsetzung folgt.
MfG.
Ich wollte doch meine Geschichte zu Ende bringen. Der Körper duledet doch keine Gewalt. Besser
ich betrachte das als die Vergewaltigung. Irgendwann er reagiert mit dem Überschüß von Serotonin.
Und so gleite ich allmählich in den lebensbedrohlichen Serotonin-Syndrom ab.
Ich weiss, vovon ich rede, nicht nur von der Fachlieteratur. Ich hatte es selbst , am eigenem Leib,
schon erfahren. Im 1986. Damals ich hatte schon den anaphylaktischen Schock damals als die
Komplikation bekommen, und Quincke-Ödem dazu. Viele Tage ich hing auf dem Tropf mit den
enormen Mengen von Prednisolon.
Also, lange Rede, kurzer Sinn. Wenn der Mensch das erste Mal dieses GIFT schluckt, er sollte im
Klaren sein. Im günstigem Fall man bekommt noch schlimmere Depressionen, im schlimmstem
Fall man riskiert den Seroronin-Syndrom zu kriegen. Dann man hat schon keine Option mehr. Denn
enorme Super-Sensivität , die Hochempfindlichkeit ....lassen keinen freien Spielraum.
Die Fallle ist zugescnappt. Die Zeit, das Licht abzuschalzen. Basta!
Sorry, dass ich es so frei und ohne wenn und aber rede. Ich habe doch gesagt, die Wahrheit sei bitter.
MfG.
Ich bin wieder da, meine liebe Damen und Herren. Ich habe Sie angerufen, keine Antwort. Und auf
mein email auch keine Reaktion.
Soory, ich habe noch nicht ins Gras gebissen, tut mir aufrichtig leid. Und ich würde Sie weiter
belasten, ----ne, nicht belästigen, das kommt nicht in Frage, denn diese DRUGS sind die echte Sex-
Killer. Von kurzem Das war über diese so gleichsam Malise die Reportage in ZDF( Frontal 21).
Aber das sei auch keine Entdeckung von Amerika, denn M.Rufer es hatte schon im 1995 sehr
ausführlich beleuchtet.
Auch schon in 90-Jahren wurde bekannt, dass die moderne AD die enorme Schaden im
Neutrotransmitter-Haushalt verursachen, und sie beiwrken am Ende "eine geringere Dichte der
Transporter-Moleküle an den Zellmembranen."( Jahh E. Schlimme und andere, 2019).
Vergleiechen Wir das mit dem Abschnitt aus dem 1995(M.Rufer).
Ich zitiere: "Kurzfristig führt Prozak zwar zu einer erhöhten Serotonin-Aktivität. Reaktiv kommt es
jedoch zu einer weitgehend verminderten Aktivität dieses Transmitters, weil die Zahl der
Serotoninrezeptoren stark abnimmt und weil weniger Serotonin ausgeschüttet wird. Auf die Dauer
kommt es demnach zu einer verminderten Serotonin-Wirkung. Wenn die Serotoninmangel-
Hypothese der Depression richtig wäre, müsssten die SSRI shwere Depressionen bewirken.-Ende
des Zitats.
Und abschliessend, um dieses Thema so wie abzurunden, lesen wir Die Zeitschrift
Verhaltenstherapie (2017, 21.11.)
Eelauben Sie mir einige Pasagen hier zu zitieren.
"Die Autoren des Beitrags haben erst 2015 eine systematische Übersichtsarbeit zu Studien über
Abstzefffekte nach der Gabe von AD veröffentlicht.(Fava,2015). In dieser Arbeit kamen sie zu dem
Schluss, dass der Terminus "Absetzeffekte" eine Verharmlosung darstelllt und stattdessen von
"Entzugssymptomnen gesprochen werden sollte." Und jetzt passen Sie auf, meine Damen und
Herren.
Zitat:" Diese können bis zu 1 Jahr nach Beendigung einer antidepressiven Pharmakotherapie
aufreten". Das ist doch krass, oder?
Und weiter:"Dass es nach der Anwendung von AD zu ANHALTENDEN VERÄNDERUNGEN in
ZNS kommt, die lange nach dem Absetzen persistieren, konnte auch tierexperemintell gezeigt
werden.(2014)"
Noch unten lesen wir ....
"....nach der Beendigung einer AD-Behandlung NICHT NUR zu kurzfristigen Absetzeffekten
kommen kann, sondern auch zu LÄNGER ANDAUERNDEN NEGATIVEN EFFEKTEN!,
möglicherweise auch zu anderen psychichen Symptomen-d.h. Iatrogener Komorbidität."
Der Hammer, meine Damen und Herren! Oder?
Tja, gehen wir weiter. In der Übersichtarbeit im Deutsches Ärzteblatt von 17.05.2019 die Verfaser,
eigentlich der Leitlinien für die Depressionen zuständig sind, schrieben so absolut fachhinesisch,
nur um die ganze Wahrheit zu verschleiern, zu kaschieren, zu beschönigen. Aber wenigstens sie
sind so gleichsam gezwungen, es zugestehen, dass das Problem sei sehr ernst, und es exiestiert
überhaupt.
Auch T.Bschor im neuen Buch "Antidepressiva"(2018) schlägt in diesselbe Kerbe, aber wenigstens
er geht ausführlich ein , was die Studien von Irving Kirsch anbelangt... das ist schon der große
Fortschritt... Tja, aber am Ende bei dem normalen Leser schlleicht allmählich das mulmige Gefühl
ein, dass er bessser von diesem Zeug Finger weg lassen sollte. Aber genau das ist die wichtigste
Botschaft des Buches. Denn man kann ohne Umwundungen einfach so sagen:" Leute, wir haben zu
tun mit den lebensgefährlichen Placebos. Besser nicht einzunehmen. " Punkt. Und alles klar. Und
kein fachhinesisch mit den Grafiken, Kurven, Begriffen, die normaler Otto-Verbraucher nicht
versteht.
Noch ausführlicher beschäftigen sich mit dem Design von Studien, und wie sie massiv verzerrt und
irreführend präsentiert sind ..S.Weinmann, P.Lehmann, M.Rufer(2018?), S.Schleim, M.Hergartner
https://scilogs.spektrum.de/menschen...er-alsplacebo/
Tja, kommen wir zu mir, meine liebe Damen und Herrren. Ich leide enorm unter Entzug via
Rebound....Absetz—und so weiter...Symtomatik. Jeden Tag ich danke dem Himmmel, dass ich noch
da bin. Ich schreibe an Sie und bekomme keine Antwort. Ich rufe Sie an, und Sie schweigen.
Im Momennt ich habe nicht viel mehr Kraft weiter zu schreiben.
Ich würde es jetzt versenden.
MfG.
Sehr geehrte Damen und Herren,
das bin ich wieder.
Sorry, noch im Leben .
Nach dem vergleichweise neuen Leitlinien , was anbelangt die Behandlung von Depressionen und
auch Psychosen, wie Schizofrenie, der behamdelte Arzt sei VERPFLICHTET(!) den Patienten
professionel und sachkündig zu begleiten und unterstützen. Ansonsten das wäre die Unterlassung
der notwendiger Hilfe.
Und im meinen Fall , z.B., die "Behandlung" von NL wäre fatal. (U.Voderholzer,2015, Sieh auch
"Neurotransmitter", 12.1019).
Und das Absetzen kann mach der langen Einnahme viele Monate, wenn nicht Jahre dauern.
Im Grossbritanien die führende Psychiatren verlangen absolute Überarbieten von den Leitlinien,
und auch gibt es die parlamentarische Gruppe, die es alles von der Regierung duchseten wollte.
Joanna Moncrieff hatte auf dem nationalem erstem Sender( wie bei uns ARD) den großen Vortrag
abgehalten, dann waren vier(!) Sendungen über AD ausgestrahlt, über die massive Schaden, die
diese Drugs bewirken, und die ganze Bevölkerung war absolut im klaren. Später wurde so wie der
runde Tisch veranstaltet, wo die führende Fachleite live auf alle Fragen geantworten haben.
Aslo, lange Rede, kurzer Sinn.
Wenn Sie mir weiter nicht helfen, ich betrachte es auch als die Unterlassung der Hilfe.
MfG.
Und ich wollte hier hinzufügen:
Die neuen Leitlinien sehen vor, dass Ärzte beim Absetzen helfen, wenn die Betroffenen ihre NL nicht mehr einnehmen
wollen.
Mangelnde Akzeptanz von Psychopharmaka wird in der aktualisierten »S3-Leitlinie Schizophrenie« als Grund für zu
unterstützende Absetzversuche genannt [58 S. 64].
[58] Gaebel W, Hasan A, Falkai P, editors. S3-Leitlinie Schizophrenie. Berlin: Springer; 2019. 446 p.
https://www.awmf.org/uploads/tx_szle...ie_2019-03.pdf
Ich habe Angst, oder das Bedenken, meinen echten Namen preiszugeben. Aber Sie verstehen doch, warum?
MfG.

Tja, Laura, hast du es geschafft, es alles durchzulesen?

Mein Sohn schrieb mir, das sei wirr und verrückt. Aber klar....Man sollte über Serotonin-Hypothese Bescheid wissen, man sollte wissen, wie die Zelle funktioniert, über Synapsen, wie sie arbeiten, und so weiter.... Ohne dieses Hintergrund-Wissen man kann es nicht kapieren.
Laura, bist du da? Stell dir vor, meine Frau wollte mit mir Sex jede nacht 10 mal...ohne Unterbrechungen... lol...Ich kann doch Viagra enorme mengen schlucken, aber irgendwann , wenn ich damit nicht aufhöre, mein Herz sagt mir , sorry, ich gehe zu grunde, und ich bekkome Herzinfarkt, oder Schlaganfall..egal...
Mit SSRI wir vergewaltigen die Zelle, diese fein adjustierte Mechanismen, die unsere biolodische Evolution milllionen Jahren aufrecherhalten und erschaffen hatte... Es sei dassselbe , wenn ich mit dem Auto mit 150 km/H fahre, dann ich bremse mit den ganzen Kraft und wollte mit 15...km/h wie die Schnecke ....kriechen...Was würde von Auto?

Das sei schon klar.... Tja, Laura, ich gehe schlafen, nee, ich schlafe nicht, meistens ich weine , weine, zerschmiere die Tränen durch meine Fresse und die absolute Verzweiflung würgt mich ..... Ich wollte zurück, Laura, nein, nicht in meine Heimat, nee, in meine Kindheit..... Ich errinere mein ganzes Leben, es war alles für die katz.... Und ich heule allein, ich winde mich am Boden, und ich hasse mich.... Besser ich wäre nicht geboren ....
So, Laura, fühle ich mich. Weiss ich nicht, würdest du es lesen...oder niemand....ich bin der absolute NIEMAND.

Das was.


Zurück zu „Erfahrungsberichte“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste