schlaflosigkeit

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mamschgerl
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schlaflosigkeit

Beitragvon mamschgerl » Fr 11. Nov 2016, 02:25

hallo zusammen,
wenn es stimmen sollte, was ich gerade gesehen habe, sind noch einige andere online, also einige mit schlafproblemen.
ich habe jetzt schon diverse medikamente probiert, um endlich mal schlafen zu können, aber nichts hilft gegen diesen dämmerszustand, immer nur halb wach und dennoch alpträume, alle 2 stunden richtig wach, dann wieder wegdösen, aber nie richtig schlafen.
man gewöhnt sich an alles, aber dieser dauerzustand zehrt mittlerweile heftig und trägt seinen teil dazu bei, das gesamte befinden weiter zu verschlechtern.
sogar meine katzen finden dieses nächtliche umherwandern als lästig und blinzeln mich verstört an; scheinbar platze ich gerade in die pausen, die sie in ihrer nächtlichen aktivität einlegen...
nachts verstärkt sich alles auf das doppelte und dreifache, kreuzschmerzen, ängste, gedankenchaos, leere, eben alles, was tagsüber schon beutelt...
die frage nach einer möglichkeit, schlafen zu können, an diejenigen zu richten, die jetzt ebenso wach sind, ist wahrscheinlich unsinnig, aber vielleicht hat ja irgendjemand eine idee, der das hier tagsüber liest?
seroquel, mirtazapin oder andere bekannte sedierende mittelchen sind wirkungslos, bzw. rufen verschlechternde wirkungen hervor, schlafmittel generell sind nicht gut kompatibel bei elontril, was ich ständig als ad einnehme, aber vielleicht ( bitte bitte ) gibt's ja doch irgendetwas?
grüße mamscerl

bee
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Re: schlaflosigkeit

Beitragvon bee » Di 22. Nov 2016, 06:33

Habe mal Zolpidem genommen. Das wirkt gut, kann aber abhängig machen. Man sollte es wirklich nicht länger als 14 Tage am Stück nehmen. Kommen die Schlafstörungen von einer Depression?
Viele Grüße bee

bee
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Re: schlaflosigkeit

Beitragvon bee » Di 22. Nov 2016, 06:37

Gerade sehe ich du nimmst ein AD. Die Schlafstörungen werden auf jeden Fall besser wenn die Depression abklingt, aber das tröstet nur wenig. Ich habe das Zolpidem zusammen mit Mirtazapin genommen und es hat sich ganz gut vertragen.

Viele Grüße
bee

mamschgerl
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Re: schlaflosigkeit

Beitragvon mamschgerl » Di 22. Nov 2016, 08:19

hallo bee,
die schlaflosigkeit kommt von einer komplexen ptbs verbunden mit schweren depressionen und anderen kleinigkeiten gepaart mit einigen privaten problemen, für die momentan noch keine lösung zu finden ist.
ich möchte keine medikamente mehr hierfür einnehmen, ich habe es auch schon auf anraten meiner psychiaterin mit mirtazapin und seroquel probiert, was aber bereits bei ersteinnahme grauenvolle wirkungen auslöste, daher habe ich gar nicht erst weiterprobiert.
insgesamt gesehen würde ich auch lieber ein tolles oma-rezept testen, wobei ich warme milch ( mit honig oder ohne ) auch nicht gerade als hilfreich empfand.
wie gesagt, es ist nicht einfach und baldrian wirkt auch nicht, deshalb habe ich mal angefragt in der hoffnung, daß vielleicht der ein oder andere ein altbewährtes hausmittelchen weiß?
wenn wenigstens einmal ein durchgehender schlaf möglich wäre, in dem ich nicht spätestens alle zwei stunden durch furchtbar realistische alpträume aufwachen würde und ich etwas kraft und erholung tanken könnte...ich gelange noch nicht mal in einen tiefschlaf, es ist wie eine folter.
also, hast du da vielleicht eine idee?
l.g. mamschgerl

Aya
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Re: schlaflosigkeit

Beitragvon Aya » Mo 9. Jan 2017, 09:45

Hallo mamschgerl,

ich kenne das auch. Aber als ich Dominal zum schlafen nahm, war ich am nächsten Tag immer so müde, dass
ich kaum aus dem Bett kam. Was mir geholfen hat war eine Kombination eines pflanzilchen Schlafmittels (Lasea- gibt es
Rezeptfrei in der Apotheke) mit Meditation oder Autogenem Training. Das gute an dem Medikament ist es macht nicht
abhäning und hat keine Nebenwirkungen, abgesehen davon, dass du vielleicht auf Lavendel allergisch bist, denn das ist
der Hauptbestandteil des Präparates. Und mit Meditation (einfach im Schneidersitz sitzen und tief und ruhig Ein- und Ausatmen)
kann mann sich entspannen.

Liebe Grüße
Aya :D
Was immer Du tun kannst oder wovon
Du träumst - fange es an!(Goethe)

mamschgerl
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Re: schlaflosigkeit

Beitragvon mamschgerl » Mo 9. Jan 2017, 13:16

hallo aya,
seit 07.12. nehme ich keinerlei medikamente mehr ein, ich habe bupropion von 300mg auf 0 abgesetzt, kaltentzug.
ich habe nicht vor, jemals wieder irgendein medikament ( außer schmerzmittel wegen bandscheibenvorfall und migräneattacken ) einzunehmen noch werde ich homöopathische mittel testen, ich nehme rein gar nichts mehr.
nachteil ist natürlich, daß alle symptome voll vertreten sind, aber ich bin klar und nicht sediert oder anderweitig gedämpft, was mir lieber ist, da ich so mit mir konfrontiert bin und jetzt versuchen kann, mit den diagnosen zu leben oder klarzukommen. ich fühle mich ohnehin ständig wie in einem falschen film, aber mit medis verliere ich mich völlig.
die schlaflosigkeit begleitet mich schon so lange, sie ist ein teil von mir, auch damit muss ich leben.
meditation, achtsamkeits- oder atemübungen etc etc kommen leider nicht in frage, das funktioniert bei mir nicht
( hab's probiert ), daher hoffte ich hier einfach auf irgendetwas, was ich noch nicht kenne.
aber macht nix, ich danke für eure antworten, vielleicht habe ich ja mal irgendwann im leben einfach glück und schlafe zwischendurch mal länger als zwei stunden am stück.
ich denke, daß mich meine krankheiten nicht zur ruhe kommen lassen und daher muss ich das einfach hinnehmen wie soviele andere symptome eben auch.
also, nochmals vielen dank für das interesse.
liebe grüße
mamschgerl

Benedikt24
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Re: schlaflosigkeit

Beitragvon Benedikt24 » Fr 13. Jan 2017, 20:31

Hallo Mamschgerl,

ich weiß nicht genau, aber Du hattest das Thema eigentlich geschlossen. Ich möchte mich aber noch mitteilen, wenn Du gestattest.
Mir geht es ähnlich, ich schlafe 2 Stunden. Träume, (allerdings ohne Alpträume) wache auf und rauche eine. Gehe wieder ins Bett und das selbe Spiel. Trotz Olanzapin.
Es kann bei mir natürlich auch vom Nikotinentzug kommen, warum ich aufwache. Rauche so am Tag/ Nacht 25 Zigaretten.
Als ich noch nicht so sediert war, half mir Sport (oder Spaziergänge) immer recht gut. Aber Du schreibst ja, Du hast körperliche Beschwerden. Da scheidet das wahrscheinlich aus. Ich habe auch eine Zeitlang progressive Muskelentspannung nach Jacobsen gemacht. Ich empfand das damals als gut.
Es gibt diverse CD´s zu dem Thema. Ich habe benutzt: Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen von Pete Winter und Mark Bender;
Von Herrmann Hesse "Seele" (zum allgemeinen Entspannen und zur Unterhaltung); Seele "Der innere Garten" (zum Entspannen) - die letzten 2 höre ich in der Badewanne oft.
Ich werde nicht viel helfen können, dass ist mir klar. Trotzdem wollte ich Dir schreiben.
Ich finde es Übrigens gut, dass Du von der Medizin weg bist.

Herzliche Grüße

Benedikt.

mamschgerl
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Re: schlaflosigkeit

Beitragvon mamschgerl » Sa 14. Jan 2017, 06:09

hallo benedikt,
gut, daß du geschrieben hast, ich habe mich nämlich bezüglich progressiver muskelentspannung daran erinnert, was mir eine physiotherapeutin während meines ersten klinikaufenthaltes gezeigt hat, damit ich überhaupt aufstehen konnte ( zu der zeit waren bewegungen nur unter schmerzen möglich und in meinem knochengebälk hat es nur noch geknarzt und geknackt ).
ich hatte es wirklich vergessen, dabei waren es genau diese übungen, die als einzigstes geholfen haben, mich bzw meinen körper in einen unverkrampften zustand zu bringen, da massagetechniken aufgrund meiner unfähigkeit, mich berühren zu lassen, nicht angewandt werden konnten.
ich habe es gleich gestern wieder ausprobiert und die schmerzen wurden wieder etwas erträglicher.
ich versuche, das wieder regelmäßiger durchzuführen, damit die entspannung auch wieder mental wirken kann, das dauert zwar etwas, aber damals hat es nach ca. zwei wochen gewirkt und ich konnte, unregelmäßig zwar, aber doch öfter als üblich, wenigstens vier bis sechs stunden durchschlafen. und dieser schlaf ist anders, erholsamer.
siehst du, also hat deine antwort sehr viel gebracht.
vielen dank dafür, daß du meine erinnerungen geweckt hast.
l.g. mamschgerl

Benedikt24
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Re: schlaflosigkeit

Beitragvon Benedikt24 » Sa 14. Jan 2017, 12:00

Hallo Mamschgerl.

schön, dass das Schreiben nicht umsonst war. :)

Eins noch: Ich habe schon von der Schlaf- Entzugstherapie gehört. Dabei sollte man 48 h nicht schlafen. Das soll angeblich auch helfen.
Ich weiß allerdings nicht, ob es in Deinem Fall problematisch ist. Im Bezug auf wiederkehrende psychische Probleme.
Aber in Kliniken wird das Verfahren angewandt. Aber da wird es eben auch überwacht.

Liebe Grüße.

Benedikt.


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