Es ist als wäre ich benommen

Wenn Sie andere Teilnehmer dieses Forums an Ihren persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen teilhaben lassen wollen, können Sie dies hier tun!
Morle94
Beiträge: 3
Registriert: Mi 2. Jan 2013, 18:48

Es ist als wäre ich benommen

Beitragvon Morle94 » Do 17. Jan 2013, 17:57

Hallo zusammen,

vielleicht finde ich hier jemanden der meine Probleme ernst nimmt und mich nicht als verrückt erklärt.

Ich bin zwar erst 18 habe aber schon sehr viel durch, 2008 erkrankte ich an Guillain-barré- Syndrom, das ist eine Nervenerkrankung (vom zentralen Nervensystem) zudem Zeitpunkt war ich gerade 13. Es gin alles so schnell, erst hatte ich eine ganz "normale" Grippe und dann konnte ich frühs nur noch Schlangenlinien laufen als wäre ich besoffen. Es war alles so schlimm nach 2 Tagen in der Klinik bin ich bei der Morgenhygiene einfach im Bad umgekippt und konnte gar nicht mehr laufen, daraufhin fingen alle Untersuchungen an. Ich habe damals gar nicht verstanden was mit mir passiert, ich dachte ich muss Sterben.
Nach einem halben Jahr Reha und zahlreicher Therapien ging es langsam Bergauf.

Seit einem Jahr ist es besonders schlimm mit meiner Psysche. Ich bilde mir ständig Sachen ein die ich hätte, vor einem Jahr hatte ständig Übelkeit und SChwindel, ich habe mich benommen gefühlt obwohl ich keinerlei Tabletten genommen habe, meine Mama dachte schon ich wäre Schwanger aber der Test war negativ, wie ich es auch wusste.
Ich konnte kaum noch zur Schule weil ich mich nicht aus dem Bett getraut habe, ich hatte DRuck im Kopf und habe mir gleich eingebildet das ich einen Tumor habe.
Leider bin ich solch ein Mensch der denkt das man alles gleich hat wenn es irgendwo drückt. Nachdem ich mit meinem Arzt gesprochen hatte und dachte ich hätte von meiner Krankheit einen Rückfall meinte er "Nein, es ist alles ok vom Laufen", ich wurde dann zu einer Psychologin gebracht, es hat mir auch sehr gut geholfen, und es ging mir bald viel besser, ich hatte keine Schwindel attacken mehr so das ich denken muss das ich gleich umkippe.

Nach über einem Jahr also jetzt, fängt es wieder an, ich habe im August meine Ausbildung angefangen und die Arbeit ist echt anstrengend und Nervlich sehr anspruchsvoll. Ich musste meine Psychologische Beratung wegen dem Zeitmangel leider beenden. Ich habe im rechten Auge immer so einen Druck wenn ich gerade daran denke und komisch wird mir dann auch, die Übelkeit ist diesmal zum Glück nicht so doll.

Ich habe schon angst allein zu sein und Abends schlafen zu gehen, ich habe angst am nächsten Tag nicht mehr aufzuwachen. Wenn mein Freund nicht da ist (ich habe schon meine eigene Wohnung) bekomm ich richtig Panik, sowie Freitag abends auf Arbeit. Ich denke immer es wird eingebrochen. Ich will am liebsten nie allein sein.
Was kann ich nur tun, damit es besser wird.

Ich will diesen gedanken an diesen Tumor nicht mehr haben, vor einer Untersuchung wie MRT habe ich angst und lehne es auch ab.

Ich will normal sein wie jeder andere auch!!!
Kennt einer solch eine oder ähnliche Situation? Bitte schreibt mir.

Liebe Grüße
Lynn

cake
Beiträge: 2235
Registriert: Mi 24. Mär 2010, 22:46

Re: Es ist als wäre ich benommen

Beitragvon cake » Do 17. Jan 2013, 19:48

Leider kenn ich mich da gar nicht aus Morle94.

Aber ich Drück Dich mal. :wink:


Könnte es sein, dass du durch den Ausbildungsstress diese Symptome bekommst?
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

http://angstfrei.plusbb.org/forum.php
Bild

Morle94
Beiträge: 3
Registriert: Mi 2. Jan 2013, 18:48

Re: Es ist als wäre ich benommen

Beitragvon Morle94 » Do 17. Jan 2013, 19:54

Hallo cake,

es kann sein das es damit auch zusammen hängt, es ist aber noch so viel was ich nicht verarbeitet habe, auch wenn es mir jetzt noicht so bewusst ist...

Ich habe bei meiner kurzen Therapie gelernt das unser Unterbewusstsein doch viel mehr Macht hat als wir denken.

Ich bin ein großer Paniker, vor allem habe ich panische angst, wenn was neu ist oder ähnliches.

Ich hoffe ich kann es mit Medikamenten etwas lindern. Ich habe früher und ich nehme ab und zu noch Amineurin (Amitriptilin) oder so ähnlich genommen, das hat mit sehr gut geholfen, die Tabletten hatte ich vor ca. 5 Monaten abgesetzt weil es mir ohne auch gut ging, naja jetzt geht es wieder los.
Ich habe am Dienstag zwei genommen in der Hoffnung es wird besser, leider wurde es nur schlimmer.
Ich brauch unbedingt etwas anderes.

Hat einer eine Idee was gut hilft und ich Rezeptfrei auch in der Apotheke bekommen würde?

Benutzeravatar
Lilith
Beiträge: 85
Registriert: Mo 31. Dez 2007, 17:12

Re: Es ist als wäre ich benommen

Beitragvon Lilith » Fr 18. Jan 2013, 11:10

Guten Tag Morle94
Welche Medikamente da helfen können
kann ich dir leider auch nicht sagen.

Das was ich bei dir herauslese ist,
dass du Angst hast.
Kann es sein das du durch deine Krankheit,
(Weiß jetzt nicht ob du diese anfangs beschrieben,
noch hast?),
immer Angst davor hast,
dass du etwas neues bekommen könntest?

Deine Probleme die du beschreibst,
könnten diese auch psychosomatisch sein?
Eben entstanden aus deinen Ängsten?

Was dir helfen könnte?
Das könnte verschiedenes sein,
sicher wäre es erst einmal eine gute Möglichkeit
dir bewusst zu machen
wie realistisch deine Ängste sind,
also z.B. wie wahrscheinlich es ist,
dass du eine Krankheit hast oder bekommst.
Da könnte auch ein Check Up bei einem Arzt helfen.

Warum hast du Angst vor einem MRT?
Hast du Angst vor dem Gerät?
Oder ist es eher die Angst vor einem evtl. negativen Ergebnis?

Schreibe erst einmal nicht weiter
schau erst einmal was du dazu sagst.

Grüße
Bin nur sporadisch hier, schau aber etwa zwei mal im Monat rein- geht aus Zeitgründen leider nicht anders.

"Coming back to where you started is not the same as never leaving."
A Hat Full of Sky- Terry Pratchett

Morle94
Beiträge: 3
Registriert: Mi 2. Jan 2013, 18:48

Re: Es ist als wäre ich benommen

Beitragvon Morle94 » Do 31. Jan 2013, 21:37

Hallo,

ich hatte am Anfang Amineurin (Amitrypilin) 30mg. Aber auch nur weil ich durch meine Krankheit die jetzt so gut wie weg ist, Nervenschmerzen in den Füßen hatte. Die Tabletten bewirken aber nicht das was sie versprechen, deswegen habe ich mich jetzt an meinen Arzt gewendet und wurde an einen Psychiater geschickt.
Es ist leider sehr schwer einen zu finden der jetzt einen Termin hat.

Angst habe ich sehr doll, eigentlich vor allem... wie zum Beispiel wenn ich Abends, besonders Freitags ab 19 Uhr auf Arbeit bin, ich arbeite in der Tierarztpraxis, und Freitag abend bin ich allein um alles sauber zu machen. Wenn da irgendwas knackt kriege ich gleich Panik. Aber auch wenn etwas in meinem Kopf drückt. Ich denke immer gleich da ist ein Tumor oder ähnliches.

Vor dem Gerät MRT oder CT habe ich keine Angst aber vor dem Ergebnis was da rauskommen könnte. Auch vor Kliniken habe ich große Angst.

Ich habe morgen auch einen Termin bei einer Psychologin, mal sehen, ich hoffe mir wird geholfen.

Benutzeravatar
fluuu
Beiträge: 2544
Registriert: Di 13. Sep 2005, 13:32
Kontaktdaten:

Re: Es ist als wäre ich benommen

Beitragvon fluuu » Fr 8. Feb 2013, 14:41

Hallo,
hoffe nicht, dass Dir irgendetwas von außen hilft und gesund macht sondern glaube daran,
dass Deine Selbstheilungskräfte aktiviert werden da es Dir alleine wohl nicht gelingt.

Die starke Unsicherheit hat einen Grund, diesen zu finden und dann die Störung
im Lebensbereich zu beseitigen ist ein Prozess den nur Du vollziehen kannst und
dabei kann Dir geholfen werden. Lebensunsicherheit haben viele Menschen.

Dennoch, nicht jemand macht Dich gesund, das kannst Du nur selber aber Du bekommst
Hilfe dabei von verschiedenen anderen Menschen, Du bist nicht allein gelassen.
Alles Gute!
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de

Benutzeravatar
Lilith
Beiträge: 85
Registriert: Mo 31. Dez 2007, 17:12

Re: Es ist als wäre ich benommen

Beitragvon Lilith » Fr 15. Feb 2013, 11:50

Guten Tag Morle94,
wie war denn dein Termin?

Mir ist beim lesen aufgefallen,
dass du geschrieben hast
morle94 hat geschrieben:Ich habe morgen auch einen Termin bei einer Psychologin, mal sehen, ich hoffe mir wird geholfen.
Ich finde es an sich nicht falsch
also den Wunsch das dir geholfen wird,
doch mir drängt sich da der Gedanke auf,
dass nur du dir helfen kannst und
da habe ich dann weiter die Frage:
Was erwartest du von einem Psychologen?
Wie stellst du dir diese Hilfe vor?

Grüße
Bin nur sporadisch hier, schau aber etwa zwei mal im Monat rein- geht aus Zeitgründen leider nicht anders.

"Coming back to where you started is not the same as never leaving."
A Hat Full of Sky- Terry Pratchett


Zurück zu „Erfahrungsberichte“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast