Zwei Schritte vor und ein Schritt zurück

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Aya
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Zwei Schritte vor und ein Schritt zurück

Beitragvon Aya » Di 30. Okt 2012, 16:26

Hallo allerseits,

ich wollte nur meine momentanen Gedanken und Zweifel loswerden....

So fühle ich mich momentan nach meinem vierten Rückfall, meiner vierten Psychose. Nach jedem solchen Rückfall war es schwieriger wieder in einen Alltag zurück zu kehren. Einerseits erinnert man sich schlecht an sein Verhalten in der Psychose, andererseits gibt es Bruchstücke in der Erinnerung an man sich erinnert und sich selber fragt wie man auf so einen Blödsinn gekommen ist. Ich weiß nur, dass dieses Mal alles anders ist, das sehe ich alleine schon daran, dass ich mehr Medikamente zu mir nehmen muss. Hinzu kommt noch, dass ich jetzt einen gesetzlichen Betreuer brauche; Gott sei Dank hat das meine ältere Schwester übernommen. Ich weiß nicht was ich ohne sie machen würde… wahrscheinlich eine total fremde Person als Betreuer kriegen… dann wäre ich verloren. Da gibt es noch das Problem mit meinen Eltern(was eigentlich kein Problem sein sollte). Meine Eltern hielten bis jetzt zwar immer zu mir, auch dieses Mal nur konnte ich sie und die Beziehung die ich zu ihnen habe nicht mehr aushalten. Sie waren und sind überbehütend, deshalb habe ich so gut wie keine Kontakte zu anderen Menschen bisher gehabt und deshalb gab es den letzten Rückfall. Aber teilweise ihnen die Schuld zu geben ist auch falsch, nachdem sie immer für mich da waren. Ich bin durch ihre Fürsorge sehr unselbstständig geworden, ich könnte zum Beispiel nicht alleine wohnen, trotz selbstständigem managen der Uni-Sachen. Ich bin auch nämlich finanziell komplett von meinen Eltern abhängig. Bisher dachte ich, dass meine Krankheit nicht so schlimm wie bei anderen sei, aber jetzt sehe ich, dass das nur Wunschdenken von mir war….

Ich fühle mich total hilflos und frustriert….
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cake
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Re: Zwei Schritte vor und ein Schritt zurück

Beitragvon cake » Di 30. Okt 2012, 19:18

Oh, das tut mir sehr leid, dass es Dir gerade so schlecht geht Aya.
Ich fühle mich total hilflos und frustriert….
Sie waren und sind überbehütend, deshalb habe ich so gut wie keine Kontakte zu anderen Menschen bisher gehabt und deshalb gab es den letzten Rückfall.
Nun, wie ich es sehe gibst du Dir fast schon eine Antwort.

Du fühlst dich ausser Stande- Dein Leben nach und nach selbst in die Hand zu nehmen.

Was macht Dir denn so Angst?

Wie wäre denn eine Therapie oder eine Klinik- in der du lernst DEIN Leben selber zu gestalten?

Grüße
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

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Laura
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Re: Zwei Schritte vor und ein Schritt zurück

Beitragvon Laura » Di 30. Okt 2012, 21:01

Hallo Aya,

Du kannst nur das tun, was in Deinen Kräften steht und wenn Du noch Dein Nest brauchst, dann ist das halt so. Ich denke mir, dass Deine Eltern, auch wenn ihre überbehütende Art nervig und hinderlich sein mag, Dir für Dein Studium immerhin den Rücken freihalten können. Nach mehreren Psychosen und unter starker Medikation hat man halt deutlicher weniger Kraft. Es mag eine eingefahrene Situation sein, die "dringend" geändert werden müsste, aber mit verringerten Kräften kann und muss man kein Hau-Ruck-Verfahren betreiben.

Aber wie kommt es, dass Du kaum Kontakte zu anderen hast? Hat Dich Deine Erziehung schüchtern gemacht oder reagieren Deine Eltern argwöhnisch, wenn Du einen Kontakt aufbaust, bzw. wirken sie manipulativ, damit Du möglichst keine Freundschaften aufbaust?

Liebe Grüße und Kopf hoch

Laura
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Aya
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Re: Zwei Schritte vor und ein Schritt zurück

Beitragvon Aya » Do 1. Nov 2012, 09:33

Hallo liebe Laura,

ich denke es ist beides (die Erziehung und dass sie argwöhnisch sind).
Und Du hast recht ich bin meinen Eltern dankbar, dass sie mich finanzielle was das Studium angeht unterstützen. Mir ist aber bewusst, dass das auf Dauer nicht mehr gut geht,
dass sieht man an dem letzten Rückfall.

Ich hatte ein Informationspraktikum in der Uni-Bibliothek Siegen angefangen und
war die vielen Menschen nicht gewwohnt, war gestresst vor allem abends und konnte nicht mehr richtig schlafen und nach drei sollchen Nächten, kamen auch komische Gedanken, und ich war
präpsychotisch. Im Krankenhaus entwickelte es sich zu einer richtigen Psychose.

Viele liebe Grüße

P.S:Danke für deinen wertvollen Beitrag :D

Aya
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felix
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Re: Zwei Schritte vor und ein Schritt zurück

Beitragvon felix » Do 1. Nov 2012, 10:17

Ich denke es waren nicht Deine Eltern, die Dich vor Kontakten mit anderen abgehalten haben, sondern Du.
Offenbar hat Deine Schwester damit keine Probleme, also liegt es nicht an den Eltern.
Wenn nebenbei arbeiten nicht geht, musst Du halt bei Deinen Eltern wohnen auch kein Beinbruch, passiert anderen auch.
Denke eine Psychose kann jeder bekommen, ist wie Krebs oder Grippe, ohne das besondere Schuld bei Dir oder anderen vorliegt.
Die Ursachenzuschreibung bringt oft nur abstruse Theorien.
Besser wäre es Schritt für Schritt zu lernen, Kontakte zu knüpfen und selbstständiger zu werden. Du brauchst dazu Hilfe, die Du annehmen sollst. Wieso wärst Du verloren, wenn eine fremde Person als Betreuer eingesetzt würde? Meinst Du, die wollen Dir was Böses.
Die bekommen Geld dafür, das sie Dir helfen, weil Du es selbst nicht alleine kannst. Das wäre schon mal ein Kontakt gewesen, bei dem Du hättest lernen können, das die anderen Menschen nicht schlimm sind.

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seelera
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Re: Zwei Schritte vor und ein Schritt zurück

Beitragvon seelera » Do 1. Nov 2012, 12:03

Wieso wärst Du verloren, wenn eine fremde Person als Betreuer eingesetzt würde? Meinst Du, die wollen Dir was Böses. Die bekommen Geld dafür, das sie Dir helfen, weil Du es selbst nicht alleine kannst...
Es ist von Vorteil, einen Betreuer zu haben, der wohlwollend ist und zu dem man eine gute persönliche Beziehung hat, einer, der weiß, wie man tickt und der keine einsamen Entscheidungen trifft.
Schliesslich hat der Betreuer das Leben des zu Betreuenden in der Hand.
Von daher kann ich Ayas Erleichterung sehr gut verstehen.
Liebe Grüße, seelera
  • ? ???????? ???,

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Remedias
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Re: Zwei Schritte vor und ein Schritt zurück

Beitragvon Remedias » Do 1. Nov 2012, 13:38

Hallo Aya,

erstmal glückwunsch, dass du nach der vierten Psychose überhaupt noch studierst und das auf die Reihe kriegst mit Medikamenten. dass die eltern dir helfen, ist doch eher klasse; es gibt viele gesunde Studenten , die bei den eltern wohnen und wenn meine tochter mal studieren will, werde ich sie unterstützen, wo ich nur kann. du kannst also auch mal stolz sein auf das Erreichte.
Schade, dass Abilify kein ausreichender Schutz ist, ich empfand die wirkung sehr angenehm und es geht nicht so aufs Gehirn. bei mir hat abilify aber auch nicht ausgereicht.
Wünsche dir alles Gute.

liebe Grüße remedias

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Laura
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Re: Zwei Schritte vor und ein Schritt zurück

Beitragvon Laura » Do 1. Nov 2012, 23:20

Liebe Aya,

Ich glaube, so häufig kommt das gar nicht vor, dass man sich von seinen Eltern abnabelt, ohne schlecht von ihnen zu denken und ohne schlecht von ihnen zu reden. Das wirkt wie ein Katalysator und gilt auch als eine Art Naturgesetz für die Adoleszenz. Ohne Unmut und Unzufriedenheit nicht viel Drang zur Selbstständigkeit. Früher zog man in unseren Breitengraden erst dann bei den Eltern aus, wenn man heiratete oder wenn die Eltern kein Geld mehr an die Kinder abtreten wollten, weil sie selbst wenig hatten. In anderen Ländern ist das heutzutage immer noch normal. Und in unseren Zeiten der Selbstentfaltung darf man auch die Eltern mehr oder weniger doof finden, um überhaupt mal von ihnen wegzukommen. Und sagt man es ihnen dann auch noch ins Gesicht, dann wird's natürlich umso stressiger. Wenn man sich seiner finanziellen Abhängigkeit allzu sehr bewusst ist, lässt man es lieber sein.

Du musst Deine Eltern nicht verachten, Du brauchst sie aber auch nicht als Heilige anzusehen. Spielt da nicht ein wenig die Sorge mit hinein, dass man die Hand, die einen ernährt, nicht beißen soll?

Vielleicht werden es Deine Eltern durchaus verkraften, wenn Du Freundschaften aufbaust, auch wenn sie erstmal skeptisch sein mögen, ob ihr Küken ohne sie und unter "Wildfremden" tatsächlich überleben kann. Haben Deine Eltern ein schlechtes Selbstbewusstsein und selber wenige soziale Kontakte, so dass sie dann wenigstens Dich als sicheren "sozialen Kontakt" halten wollen? Alles nur Spekulation und soll Dich auch nicht zur Rebellion aufstacheln. Und wenn Deine Eltern ein schlechtes Ego haben sollten, dann werden sie umsomehr daran festhalten wollen, dass sie, wenn sie sonst schon "nichts Besonderes" sind, sie wenigstens tolle Eltern sind. Du kannst ja eine Art Deal leben. Vordergründig die Harmonie zu den Eltern pflegen und im Hinterkopf denken, dass das alles nur ein Provisorium ist bis Du flügge geworden bist. Und es geht ja auch nicht nur um "soziale Kontakte", sondern auch darum, dass Du eines Tages einen Partner haben möchtest und dann schon möglichst gelernt haben solltest, wie Du klarkommen kannst, sobald Du den Fuß aus der elterlichen Wohnung setzt.

Nun ja, das ist alles eher Theorie, was ich hier schreibe. Erstmal muss Du wieder auf die Beine kommen und dann kannst Du ja mal Deine Versuche starten, Bekanntschaften zu schließen und gleichzeitig dem Argwohn Deiner Eltern standzuhalten, während Du noch bei ihnen wohnst. Und je sicherer Du im Umgang mit anderen wirst, desto mehr wirst Du sicher Deine Ängste vor dem Flüggewerden verlieren. Im Idealfall werden sich das Kennenlernen von netten Leuten und der Wegzug aus dem Elternhaus gegenseitig befruchten. Wollen wir mal nicht hoffen, dass Du noch als 60jährige immer noch nichts anderes außer Deiner Ursprungsfamilie hast. Das mag sich ein bisschen panikmachend anhören, aber ich habe tatsächlich Betroffene kennen gelernt, bei denen es sich leider so entwickelt hat, was ich Dir nicht wünsche.

Liebe Grüße

Laura
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Re: Zwei Schritte vor und ein Schritt zurück

Beitragvon fluuu » Fr 2. Nov 2012, 10:52

Es ließt sich hier wunderbar wie in einer Selbsthilfegruppe, auch ich betreibe eine,
jeder schildert aus seiner Sicht Erfahrungen die er selber erlebt.

Meine Erfahrung ist, wenn es psychische Probleme in der Familie gibt ist sie als Behütung und
Betreuung für die Kinder nicht optimal, besser ist sich zu lösen und
woanders diese Nestwärme zu finden, auch als Übergang in einer Klinik,
später in einer Wohnanlage oder einem betreuten Einzelwohnen.
Egal wie die Agumentation ausfällt, ein festhalten an der Abhängigkeit zur
Familie wenn sie Psychosen auslöst ist nicht ratsam.
Auch wenn das Entwickeln einer Beziehung zu fremden Menschen zunächst schwer ist,
auf längere Sicht ist die Chance sich dadurch von den Symptomen zu befreien größer.
Erst wenn das alles nichts hilft bleibt die Familie als Schutzraum und Behütung
übrig und dann wahrscheinlich für lange Zeit.
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Re: Zwei Schritte vor und ein Schritt zurück

Beitragvon cake » Sa 3. Nov 2012, 02:25

Darum bin ich mit 14 Jahren selbstständig- und gewollt in ein internes Kolsterinternat. Meine Mutter hat mich krank gemacht...


So ist jeder eben anderst.
Mein Vater- ein Hochbegabter Prof- (Mathe-Physik)
Sagte zu mir
- muss man sich selber manchmal weh tun können.

Das Stimmt- Bedeutet- Sich zu ändern- klar zu werden- und auch gegen was zu sein- kämpfen.
Sich klar zu machen- es ist auch mal keiner da-man ist alleine.
Tut weh- es geht weiter...
Verlassen muss man sich auf sich- und sonst KEINEN.

Ich hätte wohl Keinem- WIRKLICH KEINEM- mein LEBEN in Andere Hände gegeben.
Ich tu mir insofern weh, als dass ich mir überlege- wohin ich mag- konsequent das verfolge. und ich habs erreicht. Wenn Du magst ok.... :wink:
Alles von anderen zu übernehmen lassen- Auch das Denken- ist nicht gut-
Du kannst mehr. Davon bin ich überzeugt.

Laura- bist wieder da- ich freu mich
:wink:
Zuletzt geändert von cake am Sa 3. Nov 2012, 13:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zwei Schritte vor und ein Schritt zurück

Beitragvon Aya » Sa 3. Nov 2012, 13:29

Hallo,
@alle
Danke für die guten Ratschläge,
ich werde versuchen sie umzusetzen und ich schon, dass ich das irgendwie packe mit dem Studium
und danach langsam versuchen auf eigenen Beinen zu stehen. Das wird ein langer holpriger Weg,
aber bis jetzt habe ich gelernt (es zu versuchen) an mich selber zu glauben und dann Schritt
für Schritt selbstständiger zu werden.

Mal sehen ob ich das hinkriege :wink:

Liebe Grüße an alle
Aya
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Re: Zwei Schritte vor und ein Schritt zurück

Beitragvon fluuu » Do 15. Nov 2012, 13:59

Klingt ein wenig als hättest Du es aus dem Ratgeber für brave Töchter abgeschrieben,
wo bleibt Dein rebellisches Chaos um der Welt zu trotzen?
Selbstständig werden heißt nicht nur brav machen was verlangt wird sondern auch
im Gegenteil, trotz aller gut gemeinten Ratschläge den eigenen Weg finden der anders ist.
Das führt zu Fehltritten und mit diesem Scheitern alleine umgehen können führt zu
einem eigenständigen Selbstwert der das Leben mit Sinn füllt.
gruß fluuu

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Re: Zwei Schritte vor und ein Schritt zurück

Beitragvon Aya » Sa 17. Nov 2012, 14:46

@fluuu

Zitat: Klingt ein wenig als hättest Du es aus dem Ratgeber für brave Töchter abgeschrieben,
wo bleibt Dein rebellisches Chaos um der Welt zu trotzen?

Habe ich eigentlich nicht, nur mit aller Gewalt und Rebelion wird das nicht klappen sich von ihnen zu lösen.
Da muss man nach dem Motto :ja, ja liebe Mutti und lieber Vati- und selber was anderes machen vorgehen.
Nur wenn man ihnen nicht alles is ins kleinste Detail erzählt wird das klappen selbstständiger zu werden.
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Re: Zwei Schritte vor und ein Schritt zurück

Beitragvon fluuu » Di 20. Nov 2012, 10:59

Genau, Lösen heißt das innere Band durchtrennen, den Einfluss im Gehirn
damit das Selbst die Möglichkeit hat sich zu entfalten, Kontakt und Kommunikation
wären möglich nur lässt sich das bei einer so starken Beziehung wie
Eltern-Kind kaum rational steuern, Eltern wirken ob man will oder nicht.
Dieses Prinzip hat einem in der Kindheit das Leben ermöglich, die völlige Abhängigkeit
aber nun gilt es sich davon frei zu machen oder abhängig zu bleiben.
Bei den Eltern unabhängig wohnen wenn es psychische Störungen gibt ist so gut
wie unmöglich, der elterliche Einfluss bleibt und stört weiterhin auch in Form von Bequemlichkeit.
gruß fluuu

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