Entwicklung vom Betroffenen zum Profi

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fluuu
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Entwicklung vom Betroffenen zum Profi

Beitragvon fluuu » Do 23. Feb 2012, 11:02

Remedias hat geschrieben:Hallo, Fluuu,

Ich dachte immer, du bist bipolar. Ist das jetzt nicht so?

liebe grüße remedias
Nein, die bipolare Störung ist überwunden durch hilfreiche Erfahrungen, eigentlich schon länger und
nun überwiegt das volle Vertrauen auf gelerntes als Profi im psychologischen und sozialen Bereich.
Die Störung ist Vergangenheit und Teil der Biographie, es wird die verantwortungsvolle Gesundheit gelebt.
Dazu gehört vor allem Demut vor Leben und Tod in der Welt.

Erlebe seit dem 15.04.2011 ein radikales spirituelles Erwachen und erfinde mich neu.

Diese Erfahrung wünsche ich jedem psychisch Betroffenen, Angehörigen und Profi denn es kann den
Umgang mit seelischen Konflikten wesentlich qualifizierter und gelassener gestalten.
Es wird viel des menschlichen Leides in tröstende Harmonie gewandelt.
gruß fluuu

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Remedias
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Re: Entwicklung vom Betroffenen zum Profi

Beitragvon Remedias » Do 23. Feb 2012, 13:32

Hallo, Fluuu,

da freue ich mich wirklich für dich und gratuliere dir - wenn Gratulieren das Angemessene ist.

Eine Frage hätte ich: Meinst du, dein Weg ist übertragbar? - also kannst du ihn weitergeben - oder war es nur der Weg für die Person Fluuu in einem bestimmten historischen Kontext?

Die zweite frage ist: Nimmst du noch Medikamente?

Wenn du ein Buch über dein spirituelles Erwachen schreiben würdest, würde ich es kaufen :wink:

Eigentlich sind positive Entwicklungen im Psychiatrieumfeld sehr selten. Ich weiß auch nicht warum: Den meisten Leuten geht es schlecht ( und damit meine ich jetzt nicht nur die Depressiven, sondern auch die Maniker, denen es ja nur subjektiv gut geht, weil sie den Kontakt zur Realität verloren haben ) und wenn man sie Jahre später wieder trifft, geht es ihnen noch schlechter oder genauso wie vorher.

liebe grüße remedias

Natalie
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Re: Entwicklung vom Betroffenen zum Profi

Beitragvon Natalie » Fr 24. Feb 2012, 07:36

Hallo Fluuu,

schön das es dir besser geht, aber was veranlasst dich genau dazu dich selbst als "Profi" zu bezeichnen?
Dass du ein Betroffener bist ist ja klar, aber warum macht dich der Erfolg über deine Psyche zum Profi???
Das kann ich leider nicht nachvollziehen.

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fluuu
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Re: Entwicklung vom Betroffenen zum Profi

Beitragvon fluuu » Fr 24. Feb 2012, 13:44

Hallo,
nein, Glückwunsch ist nicht nötig, halte meinen Weg für eine natürliche Entwicklung.
Selten ist der Moment in dem ich seit geraumer Zeit Stecke, der Übergang, der Grenzbereich.
Es gibt viele psychisch Betroffene die gesund geworden sind aber sie reden nicht darüber.
Sehe mich nun als Profi weil verschiedene Erfahrungen der letzten Zeit mir das Gefühl der
Stabilität geben und weil selbst organisierte krisenhafte Situationen bewältigt wurden.
Die Ausbildungen wie sie in der Signatur stehen, Kunstakademie, HP Psych und NLP-Trainer
geben den fachlichen sowie theoretischen Rahmen.

Ein sehr guter Profi im psychosozialen Bereich ist in meinen Augen jemand der sich auf die Probleme des
Gegenüber einlassen und den Schmerz nachvollziehen kann, empathisch und altruistisch ist,
auch bereit ist zu provozieren, dafür nicht geliebt wird, das jedoch zum Nachdenken anregt,
der es nicht nötig hat Bedürftige als Schwächere zu benutzen, die Macht nicht missbraucht um zu unterdrücken
und dabei vor allem die eigene gesunde Stabilität nicht aus dem Auge verliert.

Danke Remedias, Du hast eine nette Rückmeldung geschrieben, den Gedanken meinen Weg
aufzuschreiben habe ich schon länger, bin jedoch zu faul, obwohl er für viele interessant sein könnte
denn er ist nicht einmalig sondern leicht nachzuvollziehen.
gruß fluuu

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Re: Entwicklung vom Betroffenen zum Profi

Beitragvon Sukram » Sa 25. Feb 2012, 19:57

Hallo Fluuu,
habe mit Interesse Deine Beiträge gelesen. Wie ist das mit einer Ausbildung als Heilpraktiker für Psychotherapie ? Kann das jeder machen, wie sind die Ausbildungsinhalte und was kostet das ? Ich interessiere mich für Psychologie und könnte mir vorstellen, dass es mir auch helfen könnte, meine Psychose besser zu verstehen.
Viele Grüße
Markus

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fluuu
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Re: Entwicklung vom Betroffenen zum Profi

Beitragvon fluuu » Di 28. Feb 2012, 11:26

Hallo,
eine kurze Frage aber nur ausführlich halbwegs angemessen zu beantworten.
Diese Ausbildung ist nicht nur für jemanden der eine HP-Praxis eröffnen möchte sondern
auch jedem zu empfehlen der eine Psyche hat. (in meinen Augen alle Menschen)
Ähnlich der Psychoedukation wie sie von Ambulanzen in kleinem Rahmen angeboten wird
um mehr theoretisches Wissen zu bekommen als Patient, dient die Ausbildung zum
Heilpraktiker für Psychotherapie um theoretischen Wissen über psychische Störungen
zu bekommen um es dann praktisch anwenden zu können.
Die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie ist sehr umfangreich, es werden
alle psychischen Störungen ausführlich behandelt sowie die Gesprächsorganisation
und der Umgang mit Patienten.
Aus diesem Grund habe viele Menschen diese Ausbildung begonnen und dann wieder
abgebrochen weil sie der theoretische Umgang mit psychischen Symptomen verunsichert hat.
Nach wie vor ist in Bereichen der "gesunden" Bevölkerung das Thema "Psyche" tabu und
das wirkt sich negativ auf Betroffene aus.

Zum Lernen gibt es drei Möglichkeiten:
1. völlig selbstständig mit Büchern z.B. aus der Bücherei (kostet fast nichts)
2. selbstständig lernen mit einer Fernschule und deren Unterlagen (kostet zwischen 1000 und 2000 €)
3. an einer Heilpraktikerschule mit Direktunterricht (kostet zwischen 3000 - 4000 €)
Als Ziel lässt sich die Teilnahme an der Überprüfung beim Gesundheitsamt benennen (kosten mehrere 100 €).
Das Ergebnis ist Patienten in eigenen Praxis behandeln und Geld verlangen zu dürfen.
Es gibt auch Volkshochschulen und Heilpraktiker die Kurse zur Vorbereitung auf die Überprüfung
anbieten, sie kosten entsprechen weniger als die großen Schulen.

Aus meiner Sicht ist bei dieser Ausbildung jedoch nicht das Geld verdienen wollen entscheidend,
die Chance eine ökonomisch rentable Praxis zu führen ist sehr gering, sondern die ausgiebige
Beschäftigung mit dem Thema psychische Störungen nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft.
Die Volksgesundheit für die man als Heilpraktiker keine Gefahr sein soll fängt bei einem selbst an,
zuerst sich selber Heilen und dann diese Kraft und Energie bei den Mitmenschen anwenden und
nicht sich gesund stoßen wollen an zahlenden Patienten wie es bei der allgemeinen Medizin zur Zeit
der Fall ist und sich im Namen der Gesundheit fast alles verkaufen lässt, von der kleinen Pastille
über Untersuchungen im Kernspintomografen bis hin zu aufwendigen Operationen.

Durch die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie ist es möglich zu lernen diesen psychischen
Symptomen die ein Zeichen für Störungen im Organismus sind vorzubeugen und so zu leben, dass sie nicht notwendig sind,
dann bleibt die Gesundheit erhalten und es ist möglich diesen Weg anderen Menschen vorzuschlagen bzw.
sie auf ihrem Weg zu begleiten ohne selbst einen Verlust zu erleiden.
gruß fluuu

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Re: Entwicklung vom Betroffenen zum Profi

Beitragvon Sukram » Di 28. Feb 2012, 13:35

Hallo Fluuu,
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort ! Kannst Du mir vielleicht noch den Unterschied zwischen der Ausbildung zum HP für Psychotherapie und der normalen Ausbildung zum Psychotherapeuten erklären ? Vielen Dank.

Viele Grüße
Markus

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Re: Entwicklung vom Betroffenen zum Profi

Beitragvon Natalie » Mi 29. Feb 2012, 08:42

fluuu hat geschrieben: Ein sehr guter Profi im psychosozialen Bereich ist in meinen Augen jemand der sich auf die Probleme des
Gegenüber einlassen und den Schmerz nachvollziehen kann, empathisch und altruistisch ist,
auch bereit ist zu provozieren, dafür nicht geliebt wird, das jedoch zum Nachdenken anregt,
der es nicht nötig hat Bedürftige als Schwächere zu benutzen, die Macht nicht missbraucht um zu unterdrücken
und dabei vor allem die eigene gesunde Stabilität nicht aus dem Auge verliert.
Du willst jetzt aber nicht wirklich sagen dass du altruistisch handelst, oder...das wäre ja mehr als vermessen.
Ich denke du verwechselst gerade Altruismus mit prosozialen Verhalten :wink: .
Andernfalls würdest du kaum in diesem Forum schreiben und im realen Leben in einer Praxis arbeiten!

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fluuu
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Re: Entwicklung vom Betroffenen zum Profi

Beitragvon fluuu » Mi 29. Feb 2012, 12:04

Du verwechselst anscheinend Altruismus mit immer lieb haben und Kuscheln.
Altruismus bedeutet selbstlos, etwas Tun ohne direkt Profit zu machen und
ich bin sowohl im Provokativen als auch im Humor selbstlos hier im Forum,
werde dafür nicht geliebt, bekomme keine Streicheleinheit aber dem Betreffenden
hilft es eigenständiger zu werden ohne Abhängigkeit und das kommt allen zugute.

Fragen über Fragen aber ich beantworte sie gern.
Es gibt keinen Unterschied zwischen einem Heilpraktiker für Psychotherapie und einem
'normalen' Psychotherapeuten. Es sind beides Menschen die sich die Fähigkeit
angeeignet haben mit psychisch kranken Menschen umzugehen und ihre psychische
Störung durch Therapie zu heilen.
Der Begriff Psychotherapeut ist seit 1999 geschützt und darf nur von
Psychologischen Psychotherapeuten und Ärztlichen Psychotherapeuten bzw.
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten geführt werden.
Heilpraktiker mit Erlaubnis zur Ausübung der Psychotherapie dürfen die Berufsbezeichnung
„Psychotherapeut“ alleine nicht führen, obwohl ihnen eine psychotherapeutische Tätigkeit
erlaubt ist. Die Berufsbezeichnung dieser Therapeuten lautet „Heilpraktiker für Psychotherapie“.
aus Wikipedia

Wie so oft spielt beim positiven zwischenmenschlichen Umgang der theoretische Intellekt
nicht die entscheidende Rolle für Qualität, die Empathie, das Mitfühlen ist ebenso wichtig.
Wie gesagt, aus menschlicher Sicht was die Therapie angeht gibt es keinen Unterschied.
Die Abrechnungsmodalitäten im geschäftlichen Bereich unterscheiden sich noch.
gruß fluuu

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Re: Entwicklung vom Betroffenen zum Profi

Beitragvon Grobser » Mi 29. Feb 2012, 14:02

Hallo Fluuu,
fluuu hat geschrieben: Es gibt keinen Unterschied zwischen einem Heilpraktiker für Psychotherapie und einem
'normalen' Psychotherapeuten.
Da irrst du gewaltig!

Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass ein Psychotherapeut auch eine therapeutische Ausbildung (wie z.B. Verhaltungstherapie oder tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ) durchlaufen hat, die einem Heilpraktiker für Psychotherapie versagt bleibt, selbst, wenn er die nötige Zeit und Kosten dafür aufbringen könnte.

Der Heilpraktiker für Psychotherapie erhält innerhalb seiner Ausbildung unstreitig fundiertes Wissen im Bereich der Psychopathologie und ist so in Lage, Zusammenhänge zu erkennen und vor allem Diagnosen zu stellen. Aber wenn du der Auffassung bist, dass man allein als NLPler und ggfs. in Kenntnis der Gesprächstherapie nach Rogers in der Lage ist, zu therapieren, dann halte ich das für sehr bedenklich und weil es eben nicht so ist, durchzieht den Handlungbereich des Heilpraktikers für Psychotherapie auch eine Grenze, deren Überschreitung nur im interdisziplinären und multiprofessionellen Behandlungsteam vermieden werden kann. Alleine darf sich der Heilpraktiker für Psychotherapie nämlich gar nicht sämtlicher Störungsbilder annehmen. Ich empfehle dir, deine diesbezügliche Auffassung zu überdenken; denn mit dieser Haltung wirst du durch jede Kenntnisprüfung rasseln.

Ich will hier nicht bestreiten, dass es Menschen gibt, die auch ganz ohne Ausbildung Anderen eine Hilfe sein können, weil sie die Fähigkeit besitzen, sich empathisch einzulassen. Und ganz bestimmt zweifele ich nicht daran, dass viele Menschen allein von Gesprächen profitieren, die ihnen andere Perspektiven und Zugänge für das eigene Verständnis eröffnen. Vielleicht findest auch du später genau das Klientel, das deine Art der Gesprächsführung zu diesem Zweck benötigt.

Fakt aber ist, dass ein Heilpraktier für Psychotherapie – ganz gleich auf welche Weise (siehe die oben genannten Möglichkeiten) er sich sein Wissen aneignete – nach Bestehen der Kenntnisprüfung direkt eine Praxis eröffnen kann. Ob man dann von therapeutischer Kompetenz ausgehen kann, muss jeder für sich hinterfragen und abwägen.

Gruß
Sanne
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Re: Entwicklung vom Betroffenen zum Profi

Beitragvon fluuu » Mi 29. Feb 2012, 19:35

Grobser hat geschrieben: Da irrst du gewaltig!
Das kommt vor, irren ist menschlich sagte der Igel und stieg von der Bürste.

Lasse mich nicht drauf ein, wer ist besser, wer ist größer oder wer hat den Längeren,
das haben wir damals im Buddelkasten als Kleinkind gemacht und uns gezankt.
Heute geht es um den Umgang mit psychisch kranken Menschen und da wird jede qualifizierte Kraft
gebraucht denn so viele gibt es davon nicht völlig egal welchen Status derjenige hat.
Die meisten Helfer wollen und sind hoch motiviert jedoch beim Können hapert es weil sie die Konfrontation mit
der Krankheit letztendlich doch verunsichert. Wir wissen alle wie sehr die im sozialen Bereich beschäftigen
selbst gefährdet sind die Orientierung zu verlieren auch Ärzte und Therapeuten.
Auf der anderen Seite, die Patienten nehmen zu im Bereich der seelischen Störungen auf Grund der genaueren
Diagnostik und weil der materielle Hype in dem wir in Deutschland stecken auf die Seele nicht heilsam wirkt.

Mache mir persönlich über meine Qualifikation keine sorgen, egal mit welcher Berufsbezeichnung, was zählt ist
die Fähigkeit die praktische Arbeit zu bewältigen und da habe ich einiges gelernt.
Konnte neben den theoretischen Ausbildungen vor allem über 10 Jahre in der sozialpsychiatrischen Tagesstätte und
dem SpDi mit psychisch chronisch kranken Menschen arbeiten, so ist mir fast keine menschliche Abnormität in der Psyche
fremd und vor allem auch der therapeutische Umgang damit nicht.
Der Aufenthalt über mehrere Stunden im Cafe dieser Tagesstätte bei persönlichem Kontakt mit den Besuchern
verlangte eine enorme nervliche Stabilität und eine spezielle Wahrnehmungsfähigkeit, die studierten Psychotherapeuten
im Haus hielten sich in dem Cafe so kurz wie möglich auf, es lag immer etwas Psychose in der Luft.
Erst dann wagte ich die Selbstständigkeit und das ist gut so.
Eine betonte hierarchische Abgrenzung zwischen den Kollegen bei der Behandlung von psychischen Störungen
halte ich nicht für produktiv, eher ein Zusammenrücken und am gleichen Strang ziehen.
gruß fluuu

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Re: Entwicklung vom Betroffenen zum Profi

Beitragvon Sukram » Do 27. Feb 2014, 20:19

Hallo Fluuu,
habe den Thread wiederentdeckt, weil ich mich jetzt doch konkret für eine Ausbildung zum HP Psychotherapie interessiere.
Wie hast Du die Ausbildung gemacht, im Eigenstudium oder auf einer Schule? Kannst Du mir einen Tipp geben, welche Materialien von welchem Anbieter gut und aktuell sind, wenn man selbst studieren möchte? Das Internet ist fast unüberschaubar und dann das Richtige auswählen finde ich schwierig als Laie.

Viele Grüße
Sukram

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Re: Entwicklung vom Betroffenen zum Profi

Beitragvon Sukram » Do 27. Feb 2014, 20:53

Hallo Fluuu,
habe noch eine weitere Frage: Habe gelesen, dass für die abschließende Prüfung beim Gesundheitsamt Voraussetzung ist, dass man nicht psychisch krank ist. Wie war das bei Dir? Konntest Du die Prüfung machen?

Viele Grüße
Sukram

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Re: Entwicklung vom Betroffenen zum Profi

Beitragvon fluuu » Fr 28. Feb 2014, 11:21

Hallo,
es ist gut, dass Du Dich interessierst, Fragen stellst und vor hast Dich an die Schwierigkeit zu wagen eine HP Psych Ausbildung zu machen.
Wie gesagt, diese Ausbildung ist für jeden Menschen eine Bereicherung um psychische Stabilität zu erlangen und dafür gibt es verschiedene
Möglichkeiten und Wege abhängig von der eigenen Persönlichkeit und den Zielen die man verfolgt.

Ich könnte Dir einen Weg, meinen Weg aufzeigen, jedoch hilft Dir das kaum weiter denn Du musst aus der Auswahl das für Dich passende finden.
Das kann ich hier im Online Bereich nicht beurteilen, vielleicht hast Du einen Therapeuten, Coach oder versierten Freund mit langer Beziehung
der Dir vor Ort ganz persönlich helfen kann wenn es Dich allein überfordert.
Jedoch wenn Dir alleine die Entscheidung zu einem Weg für eine Ausbildungsform schwer fällt, dann rate ich Dir ab, denn als
Psychotherapeut egal ob als HP oder akademisch gilt es im Chaos der psychischen Störung beim Klienten selbstständig einen Weg anzubieten.
Das lernt man in dieser Ausbildung nur wenig, dafür ist viel praktische Erfahrung im Umgang mit psychischen Störungen und der
Entscheidungsfindung bei sich selbst notwendig.
Allein Dein Fragen hier zeigt, mit der Selbstständigkeit in der Entscheidung was gut für Dich sein kann ist es nicht so weit her.
Wer überzeugt ist, dass die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie gut für ihn ist macht sie, egal wo, wie und mit welchen Kosten.
Es geht dabei mehr um eine Qualifikation zur Lebensbewältigung und weniger um eine berufliche Karriere, wie gesagt die Chance eine ökonomisch
funktionierende Praxis zu führen und die Arbeit als HP Psych gibt es fast nur in selbstständiger Form, ist sehr gering denn die Therapeuten
mit Kassenzulassung haben logischer Weise die Nase vorn. Ist das Ziel jedoch ans große Geld zu kommen taugt diese Ausbildung kaum.

Was die Zulassung zur Prüfung beim Gesundheitsamt angeht ist es wie überall, macht es Sinn ein Schild mit sich zu führen und
es immer hoch zu halten auf dem steht ich war mal psychisch krank? Wer das braucht bekommt die entsprechende Rückmeldung.
Ich brauche das nicht und so fragt auch nie jemand wenn ich nicht von mir aus damit anfange.
Krankheitseinsicht und dazu stehen können ist wichtig so lange die Krankheit akut Störungen verursacht aber wenn das überwunden ist
bleiben die normal menschlichen Schwächen übrig zu denen man stehen sollte aber Krankheit bei sich selbst ist nicht das vorherrschende Thema.
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Re: Entwicklung vom Betroffenen zum Profi

Beitragvon Remedias » Fr 28. Feb 2014, 13:15

Hallo Sukram,
http://www.heilpraktiker-foren.de/threa ... ung.17272/
hier ein ähnlicher Fall im Heilprakrikerforum.

hallo Fluuu,
fluuu hat geschrieben:Was die Zulassung zur Prüfung beim Gesundheitsamt angeht ist es wie überall, macht es Sinn ein Schild mit sich zu führen und
es immer hoch zu halten auf dem steht ich war mal psychisch krank? Wer das braucht bekommt die entsprechende Rückmeldung.
Ich brauche das nicht und so fragt auch nie jemand wenn ich nicht von mir aus damit anfange.
heißt das, du bist zu einem Arzt gegangen, der dich nicht kennt, um das notwendige Attest zu bekommen?
( wäre ja schonmal ein Ratschlag).
ich habe mich für die Ausbildung auch interessiert. Aber Prüfung beim Gesundheitsamt unseres Kreises UND fünf vorausgehende Zwangseinweisungen - das wissen die. Ich hätte wohl erst eine Chance, wenn
ich ein anderes Bundesland ziehe.

liebe Grüße remedias


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