Von der eigenen Mutter im Stich gelassen

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Delphin
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Von der eigenen Mutter im Stich gelassen

Beitragvon Delphin » Do 6. Mai 2010, 22:48

Hallo, ihr da draussen -kennt da jemand in der grossen weiten Welt das Gefühl nicht bedingungslos von der eigenen Mutter geliebt zu sein und wie gehst du damit um???? Du brauchst Hilfe und flehst deine Mutter darum an , wo du Kind und doch Urvertrauen brauchst um in das Leben zu finden und dir deine eigene Mutter, wo du sie so sehr unendlich um Hilfe anflehst, weil du weisst dass mit dir was nicht stimmt, weil immer dieses - ich platze gleich- u. diese schreckliche Angst und lähmende Unruhe in dir, Angst noch verrückt zu werden und nies das mand hilft dir. Kennt das jemand , bitte dann würde ich mich freuen auf ein Feedback von dir !! Vielleicht können wir uns gegenseitig Mut+ Hoffnung machen, das aus diesem DASEIN vielleicht doch noch ein Leben daraus werden kann. Gruss Delphin

sky
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Re: Von der eigenen Mutter im Stich gelassen

Beitragvon sky » Sa 8. Mai 2010, 19:57

hallo delphin,

versuchst du heute immer noch die liebe und hilfe von deiner mutter zu bekommen ?
hatte ich aus deinem text nicht so richtig verstanden.

viele grüße, sky
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Delphin
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Re: Von der eigenen Mutter im Stich gelassen Re.-Antwort Delphin

Beitragvon Delphin » So 9. Mai 2010, 00:57

Liebe Eisbärin, sehr erfreut war ich über dein Schreiben. Das hat mich zutiefst berührt, da du mir direkt aus der Seele sprichst. Ich würde gerne mit dir weiter darüber mich austauschen, denn ich glaube wir fühlen sehr ähnlich was dieses Thema betrifft, und ich würde dir auch gern mehr über mich erzählen und dich auch näher auf diesem Wege kennenlernen. Das ist ein so verdammt gutes Gefühl nicht allein zu sein in dieser gott verdammten grossen Welt. Der Delphin kämpft schon sehr sehr lange und wird weiter kämpfen und nicht abtauchen bzw. nicht aufgeben. Gruss Delphin

Delphin
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Re: Von der eigenen Mutter im Stich gelassen

Beitragvon Delphin » So 9. Mai 2010, 01:22

Hallo Smilla, würde dir gerne antworten, nur weiss ich leider nicht wie das funktioniert. Habe glaube schon einen Fehler Gemacht. Gruss Delphin

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ricarda
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Re: Von der eigenen Mutter im Stich gelassen

Beitragvon ricarda » So 9. Mai 2010, 10:32

Guten morgen liebe Delphin

Ich hätte auf deinen Beitrag eigentlich eine ganze Flut von Antworten erwartet. Es gibt doch so viele Menschen, die an den Spätfolgen von fehlender Mutterliebe in der Kindheit sehr sehr zu leiden haben. Für mich ist dies eine der Hauptursachen für psychische Instabilität.
Wie soll ein so kleines Menschlein einen gesunden Boden für's Leben schaffen können, wenn es nicht das Gefühl vermittelt bekommt- ich bin da, und ich liebe dich, genauso wie du bist.
Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass mMn. eine physisch präsente- aber gefühlsmässig abwesende Mutter auch ganz ganz schlimm- und krankmachend ist für eine Kinderseele.

hab einen schönen Sonntag, liebe Delphin`````````ricarda

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Molly
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Re: Von der eigenen Mutter im Stich gelassen

Beitragvon Molly » So 9. Mai 2010, 10:44

Ich glaube, um so was zu überwinden braucht es lange Jahre stabiler Beziehungen, die die Möglichkeit bieten das Sebstbewusstsein zu stabilisieren. Dann ist man nicht mehr so sehr auf andere angewiesen.

LG,
...and the soul afraid of dying that never learns to live

aus The Rose

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ricarda
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Re: Von der eigenen Mutter im Stich gelassen

Beitragvon ricarda » So 9. Mai 2010, 11:10

Hallo Molly

Ja, ich denke, da hast du recht. In gewisser Weise sucht man ein Leben lang nach dieser vermissten Mutterliebe. Enttäuschungen sind da vorprogrammiert, weil niemand diese "Leere" gutzumachen vermag. Das tut schrecklich weh. Aber ich denke, mit einer guten psychotherapeutischen Begleitung kann man lernen, mit dem Schmerz umzugehen. Irgendwann hört man auf, Erwartungen an diese Mütter zu haben und dann kann man damit beginnen, für sich selber zu sorgen.
Das ist ein sehr sehr langer Weg.
Ich denke, dass ich diese Problematik recht gut verarbeitet habe, trotzdem fühle ich immer wieder mal Traurigkeit in mir, dass es war- wie es eben--war.

Auch dir einen schönen Sonntag```````(Muttertag :sad: ), ricarda

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fluuu
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Re: Von der eigenen Mutter im Stich gelassen

Beitragvon fluuu » Mo 10. Mai 2010, 20:18

Molly hat geschrieben:Ich glaube, um so was zu überwinden braucht es lange Jahre stabiler Beziehungen, die die Möglichkeit bieten das Sebstbewusstsein zu stabilisieren. Dann ist man nicht mehr so sehr auf andere angewiesen.

LG,
...genau, so sehe ich das auch. Die Wirkung der Eltern auf einen als Kleinkind ist nicht beeinflussbar und prägt aber als Jugendlicher und Erwachsener gibt es die
Möglichkeit Kontakte und Dinge im Umgang zu suchen die dieses Urvertrauen vermitteln können und wenn es die eigene Mutter nicht sein kann, dann jemand/etwas
Anderes. Natürlich ist das Selbstvertrauen der beste Begleiter völlig unabhängig, das kann man lernen auch als Erwachsener. So wird aus dem Bedürfnis und der
Sehnsucht Mutterliebe die Eigenliebe und sie kann wiederum weiter gegeben werden für spätere gesunde Kinder ohne Defizite.
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cake
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Re: Von der eigenen Mutter im Stich gelassen

Beitragvon cake » Di 11. Mai 2010, 07:35

Nun, ich habe es aufgegeben, nach der Mutterliebe zu suchen, und Sie zu erwarten. Ich habe es begraben.
Denn sonst lähmt mich das in meiner Entwicklung, es bleibt immer Bitterkeit.
Mein Weg sind Freunde, und natürlich auch eine Partnerschaft, aber nicht ausschließlich. :wink:
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

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ricarda
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Re: Von der eigenen Mutter im Stich gelassen

Beitragvon ricarda » Do 13. Mai 2010, 00:42

Hallo Eisbärin
So eine Beziehung ist sehr nützlich, aber wenn sie wieder zerbricht oder droht zu zerbrechen, fällt man in ein tiefes Loch. Die ganze Unsicherheit, Sehnsucht und Trauer ist wieder da.
Ja- diese Gefahr besteht immer, wenn Beziehungen eingegangen werden. Mich dünkt, dass die Problematik mit der Ursehnsucht nach der guten Mutter eine so Schwierige ist, dass es für mich unvorstellbar ist, diese in einer "normalen" Beziehung aufarbeiten zu können. Da ist ein Scheitern vermutlich vorprogrammiert.
MMn. gehört das in professionelle- sprich- therapeutische Hände...
Partner und Freunde sind da sicher überfordert.

Sei herzlich gegrüsst ricarda

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ricarda
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Re: Von der eigenen Mutter im Stich gelassen

Beitragvon ricarda » Do 13. Mai 2010, 00:45

Hallo cake
Nun, ich habe es aufgegeben, nach der Mutterliebe zu suchen, und Sie zu erwarten.
Ich auch!!!!
Aber in mir ist keine Bitterkeit mehr- dafür umso mehr Trauer!

sei herzlich gegrüsst ricarda

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fluuu
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Re: Von der eigenen Mutter im Stich gelassen

Beitragvon fluuu » Mo 17. Mai 2010, 21:35

...wenn die Mutterliebe zur Eigenliebe in einem selbst wird hat sie einen guten Weg eingeschlagen
und die Liebe ist groß ohne Abhängigkeit...
gruß fluuu

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