Was macht ihr gegen die Negativ-Symptomatik?

Wenn Sie andere Teilnehmer dieses Forums an Ihren persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen teilhaben lassen wollen, können Sie dies hier tun!
Benutzeravatar
fluuu
Beiträge: 2544
Registriert: Di 13. Sep 2005, 13:32
Kontaktdaten:

Re: Was macht ihr gegen die Negativ-Symptomatik?

Beitragvon fluuu » Mo 15. Feb 2010, 11:30

...es ist wirklich so, manchmal muss man sich mit seinem Schicksal
ein Stück weit abfinden können und es aushalten bis wieder ein
Erfolgserlebnis auftaucht.
Um so mehr Du Dich auf Deine Negativ-Symptomatik konzentrierst
um so geringer ist die Chance, dass Du auch Anderes wahrnimmst.
Also nicht sich verzweifelt im Elend selbst einkreisen sondern das
Unwohlsein ein Stück weit akzeptieren, es ist nicht immer alles happy.
Allein, dass Du hier schreibst ist ein gutes Zeichen und noch Potenzial
vorhanden, nutze es positiv.
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de

heike1970
Beiträge: 41
Registriert: Do 1. Apr 2010, 21:47

Re: Was macht ihr gegen die Negativ-Symptomatik?

Beitragvon heike1970 » Di 6. Apr 2010, 11:25

Hallo ubik,

ich kann Dir gut nachempfinden. Auch mit mir ist seit einem Jahr nichts mehr los. Nach der Arbeit (wenigstens die schaffe ich), lege ich mich auf´s Sofa und warte bis der Tage rum ist in der Hoffnung am nächsten Tag aufzuwachen und alles ist wieder gut. Meine Therapeutin sagt, dass das Abwarten nicht hilft. Wie ich meinen Haushalt geschafft kriege oder mich aufraffen kann, mal spazieren zu gehen, kann sie mir auch nicht sagen.
Ich habe auch keinen Spaß mehr am Inlinern, Radfahren oder Lesen. Gespräche meiner Kollegen oder Familie berühren mich innerlich nicht mehr. Ich sitze unbeteiligt dabei, so dass der Eindruck entstehen muss, ich interessiere mich für nichts mehr. Ist auch ein bißchen so.
Das Wundermittel gegen die Antriebslosigkeit und die Innere Leere habe ich auch noch nicht gefunden.
Wenn Du etwas findest was hilft, teile es mir bitte mit.

Gute Besserung!

Heike

Benutzeravatar
fluuu
Beiträge: 2544
Registriert: Di 13. Sep 2005, 13:32
Kontaktdaten:

Re: Was macht ihr gegen die Negativ-Symptomatik?

Beitragvon fluuu » Mi 7. Apr 2010, 11:51

Es gibt kein Wundermittel gegen Antriebslosigkeit, einmal eingeworfen und die Welt ist immer rosig und alles ewig glücklich.
Es gibt Ursachen für diese Symptome und die lassen sich erfassen, entweder erblich bedingt, aus der Biographie oder beides.
Darum nutzt es wenig der Umwelt zu zeigen wie sehr man an Antriebslosigkeit leidet und die soll nun etwas machen mit einem
damit es besser wird, der Anstoß muss letztlich von innen kommen und dafür kann es helfen zu begreifen warum es
zu dieser Antriebslosigkeit gekommen ist. Es gibt viele Möglichkeiten der Antriebslosigkeit vorzubeugen.
Wird sie jedoch benutzt um die Mitmenschen sozusagen zu erpressen damit sie sich endlich um einen kümmern
funktioniert es bei erwachsenen Menschen nicht, jeder ist im Grunde für sich selbst verantwortlich.
Wenn man jedoch schon in psychologischer Behandlung ist und trotzdem über Antriebslosigkeit klagt stimmt etwas mit der
Motivation des eigenen Willen nicht und eine Verhaltenstherapie wäre sinnvoll um Selbstmotivation zu lernen.

Bei einer schweren Depression gibt es natürlich diese Antriebslosigkeit als typisches Symptom aber jemand mit dieser
Krankheit ist nicht in der Lage sich per Internet an die Mitmenschen zu wenden.

Erwachsene Menschen steuern ihren Antrieb selbst und wenn eine Störung vorliegt dann ist besondere Konzentration
auf die Problematik im Inneren zu richten um einen Ausgleich zu ermöglichen und nicht Zerstreuung zu suchen.

Fehlt z.B. die Lust zum spazieren gehen aber die Überzeugung ist da, dass es notwendig ist um ein selbstständiges
Leben zu führen, dann findet der kreative Erwachsene einen Trick um sich selbst zu motivieren, überwindet sich,
bricht trotz aller schlechten Gefühle zum Spaziergang auf und spürt hinterher das wohltuende Erfolgserlebnis,
das motiviert zu neuen Taten, die Antriebslosigkeit wird durchbrochen.
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de

heike1970
Beiträge: 41
Registriert: Do 1. Apr 2010, 21:47

Re: Was macht ihr gegen die Negativ-Symptomatik?

Beitragvon heike1970 » Do 8. Apr 2010, 09:04

Hallo fluuu,

was Du schreibst, klingt wie "reiß Dich mal zusammen" und wenn Du Dich nicht überwindest und quasi dazu zwingst, etwas zu unternehmen, dann bsit Du selbst Schuld. Glaube mir ich war ein paar mal inlinern und habe gelesen. Es fühlt sich leer und sinnlos an und kostet Überwindung. Ich hatte danach nicht das gute Gefühl, dass sich vor der Erkrankung einstellte, etwas für mich getan zu haben und die Motivation kam auch nicht wieder.

Ich glaube eher, dass es an den Medikamenten liegt. Dopaminblocker sind eine Spaßbremsen. Ich habe einige Schizophrene kennen gelernt, die nicht so stark mit der Negativsymptomatik zu tun haben und noch lachen und reden können. Mein Kopf ist leer. Über die Krankheit reden kann ich noch, ansonsten ist bei mir Rückzug angesagt, da ich meinem Umfeld nicht zur Last fallen will und das Gefühl habe, nicht mehr interessant genug zu sein, weil ich nichts zu bieten habe.

Ich gehe wieder arbeiten und habe das Glück, mir meinen Lebensunterhalt selbst verdienen zu können. Nach der Arbeit bin ich wie ausgewandelt. Es ist nichts mehr mit mir los und bei der Arbeit habe ich nicht mehr die Leistungsfähigkeit, die ich mal hatte. Jetzt liege ich bei schätzungsweise 65%. Es macht einfach keinen Spaß mehr. Ich habe keine Gefühle mehr, bin nicht mehr schwingungsfähig. und ich glaube, dass dieses Forum schon ein Ort ist, wo ich mich mal beklagen kann.

Ich würde mich freuen, wenn jemand, der meine Symptome kennt und vielleicht selber erlebt, sich meldet und mir Mut machen könnte.

Grüße

Heike

Benutzeravatar
fluuu
Beiträge: 2544
Registriert: Di 13. Sep 2005, 13:32
Kontaktdaten:

Re: Was macht ihr gegen die Negativ-Symptomatik?

Beitragvon fluuu » Do 8. Apr 2010, 20:09

Hallo Heike,

setze Dich mal mit den Begriffen Fremdbestimmt und Selbstbestimmt auseinander.
Wenn Du in der Arbeitsstelle funktionierst und abends daheim völlig antriebslos bist,
dann haben diese Begriffe Bedeutung.
Das hat jedoch nichts mit Medikamenten zu tun, sie wirken nicht fremdbestimmt
im Stoffwechsel aber wenn man den ganzen Tag gesagt bekommt was man zu
Tun hat und abends oder am Wochenende auf sich selbst gestellt ist die Ideen zu
produzieren dann macht sich Antriebslosigkeit breit. Fremdbestimmt funktioniert aber
Selbstbestimmt nicht.
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de

Benutzeravatar
Molly
Beiträge: 291
Registriert: So 16. Mär 2008, 18:01
Wohnort: Karlsruhe

Re: Was macht ihr gegen die Negativ-Symptomatik?

Beitragvon Molly » Do 8. Apr 2010, 22:16

Hallo Ubik!

Wenn Du von Negativsymptomatik sprichst, gehe ich mal davon aus, dass Du eine Psychose oder Schizophrenie hast oder hattest.

So...

Die Antriebsschwäche kann ganz klar auch von den Medikamenten kommen, je nach dem was Du einnimmst. Als antriebssteigernd und antidepressiv gelten meines Wissens im Besonderen die Atypika Amisulprid und Abilify. Damit solltest Du in der Hinsicht besser zurechtkommen. Bei mir hat das Abilify allerdings überhaupt nicht gegen die Stimmen geholfen. Das Amisulprid wirkt gut, erhöht aber den Prolaktinspiegel. Aber jedes Medikament hat halt seine Nebenwirkungen. Man muss das nehmen, mit dem man am besten zurechtkommt.

Ich hoffe, ich konnte Dir behilflich sein!!!


Molly
...and the soul afraid of dying that never learns to live

aus The Rose

Flora
Beiträge: 139
Registriert: Mo 4. Jun 2007, 22:01
Wohnort: Wesel

Re: Was macht ihr gegen die Negativ-Symptomatik?

Beitragvon Flora » Sa 10. Apr 2010, 20:33

Liebe Heike,
ich leide auch unter meiner Antriebslosigkeit. Ich versuche es im Moment mit "to do"-Listen, die ich abhake. In diesen "to-do"-Listen stehen die einfachsten Tätigkeiten und sozialen Kontakte. Genuss kann ich danach leider auch nicht immer empfinden, aber es gibt mir ein besseres Gewissen meinen lieben Mitmenschen gegenüber und mir. Ich kann aber leider auch noch nicht über einen langen Zeitraum berichten, da ich erst vor drei Wochen damit begonnen habe. Versuchs doch auch mal.
Viel Glück
Liebe Grüße

Benutzeravatar
fluuu
Beiträge: 2544
Registriert: Di 13. Sep 2005, 13:32
Kontaktdaten:

Re: Was macht ihr gegen die Negativ-Symptomatik?

Beitragvon fluuu » Mo 19. Apr 2010, 11:11

Aufstehen und 'nichts zu tun' ist das Schicksal vieler Menschen heute.
Mit nichts zu tun ist wohl gemeint es ist keiner da der einem sagt was zu tun ist,
denn zu tun ist mehr als genug nur muss man das selbstständig erkennen
und tun, nicht warten bis es einer befielt. So kommt die "Antriebslosigkeit"
nicht daher, dass nichts zu tun ist, sondern, dass sich keiner Kümmert und
liebevoll die Aufgaben verteilt.
Wir müssen am Anfang des 21. Jahrhunderts mehr und mehr dazu kommen
eine Eigenverantwortung zu übernehmen in der Gemeinschaft, selber sehen
was zu tun ist und nicht warten bis irgendjemand Kommando gibt.
Antrieb aus freien Stücken um dem Leben Sinn zu geben, egal unter welchen
Umständen.
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de

Benutzeravatar
snow
Beiträge: 457
Registriert: So 15. Aug 2004, 23:34
Wohnort: Niedersachsen

Re: Was macht ihr gegen die Negativ-Symptomatik?

Beitragvon snow » Mo 19. Apr 2010, 18:46

Hallo ubik,
meine Spannungskopfschmerzen habe ich mit Muskelentspannung nach Jakopsen ganz gut in den Griff bekommen. Das heißt aber tägl. üben. Nach 2-3 Monaten hat es dann Wirkung gezeigt. Die ersten 2 oder 3 Jahre habe ich dann auch wirklich tägl geübt. Inzwischen bin ich da nachlässiger geworden und übe nur mal tägl ein paar Wochen lang, wenn sie wieder auftauchen. Tabl und alles andere hatte bei mir keine Wirkung. Pass bitte bei Kopfschmerztabl auf, die haben nämlich die Nebenwirkung das sie Kopfschmerzen verursachen können. In der Regel sagt man nicht mehr als 10 Kopfschmerztabl pro Monat. Manchen helfen auch niedrigdosierte Antidepressiva. Die wirken u.a. Schmerzdistanzierend, dh du nimmst den Schmerz nicht mehr so stark war und es fällt dir dadurch leichter wieder zu entspannen. Das ist übrigens ein Teufelskreislauf: Durch die Schmerzen verspannst du die Muskeln, durch die Muskelverspannung verstärkst du den Schmerz, die vermehrten Schmerzen verstärken die Depression, durch die Depression nimmst du den Schmerz stärker war, daduch spannst du die Muskeln dann wieder vermehrt an usw und so fort. Es gilt diesen Kreislauf irgendwo zu durchbrechen, damit man eine Chance hat da wieder raus zu kommen.
LG, snow
Wenn Gefühle wie Licht sind,
dann sollte der Verstand ein Glas sein;
welches das Licht in seine Farben aufspaltet.

Benutzeravatar
fluuu
Beiträge: 2544
Registriert: Di 13. Sep 2005, 13:32
Kontaktdaten:

Re: Was macht ihr gegen die Negativ-Symptomatik?

Beitragvon fluuu » Di 20. Apr 2010, 12:04

@Doris316, mir sind schwerste Depressionen sehr vertraut und deshalb weiß ich genau wovon ich rede.
Es mag einigen wie ein Schlag ins Gesicht vorkommen wenn man die Wahrheit klar äußert aber letztlich
hilft es am besten.

Sich im stetigen Kreise von Symptomen und Antriebslosigkeit zu drehen welche Hilfe und Aufmunterung von
außen verlangen um überhaupt zu leben ist ja keine Lösung. Der Kreis von Bedürftigkeit auf Grund von
Symptomen muss mal durchbrochen werden um den Antrieb und den Sinn wieder zu finden.
Wer in so einer schweren Depression steckt, dass er nur noch apathisch auf dem Bett liegt schreibt nicht
im Internet darüber, den Fall haben wir hier nicht.
Es geht um Selbstheilungskräfte, um Eigenverantwortung und selbstbewussten Umgang mit sich selbst.
Symptome auch Negativ-Symptome lassen sich behandeln, entweder mit einem fachkundigen Gegenüber
oder noch besser durch die eigenen heilenden Kräfte. Den Symptomen durch Übungen, Verhalten und
Konzentration entgegenwirken und sich weniger der Zerstreuung hingeben ist eine praktische Möglichkeit
oder wie ich schon ganz am Anfang schrieb sich ein Stück weit mit der Erkrankung abfinden und mit
dem Schicksal Friede schließen, dann wirken die Symptome nicht mehr so bedrohlich.
Selbst gekaufte Kopfschmerzentabletten um lahm zu legen sind ein schlechter Umgang mit den
Negativ-Symptomen. Dann lieber einen Tag krank schreiben lassen und in der Natur spazieren gehen,
dabei die Wahrnehmung für Details in der Umwelt trainieren und so entspannen.
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de

Benutzeravatar
snow
Beiträge: 457
Registriert: So 15. Aug 2004, 23:34
Wohnort: Niedersachsen

Re: Was macht ihr gegen die Negativ-Symptomatik?

Beitragvon snow » Di 20. Apr 2010, 13:27

Kopfschmerztabletten wirken bei mir gar nicht.. :(
Das ist bei mir auch so.
Was sind das für Spannungskopfschmerzen, die du da beschreibst? Könntest du das näher erläutern?
Richtig klassisch breitet sich der Spannungskopfschmerz von hinten nach vorne aus. Wenn man mit den Händen die Ausbreitung des Schmerzes beschreibt, dann entsteht eine sogenannte „Helm abstreif Bewegung“ . Das sieht dann im Spiegel so aus, als würdest du dir einen Helm vom Kopf nehmen.
Klassisch ist auch der dumpfe drückende Schmerz. Immer fließend, nie abrupt oder einschießend.
Die Klassische Behandlung ist eine Medikamentöse Behandlung mit bestimmten niedrigdosierten Antidepressiva, das erlernen von Entspannungstechniken und regelmäßige Ausdauer fördernde Aktivität. (fängt beim spazieren gehen an)

Bei mir beginnt er allerdings in der Schläfe und bleibt meistens einseitig. Wenn er länger anhält wechselt er auch gerne die Seite. Von der Schläfe breitet er sich bei mir, zum Hinterkopf aus, dann weiter vom Hinterkopf über den Mittelscheitel nach vorne zur Stirn. Wechselt er auf die andere Seite, geht er über den Mittelscheitel zum Hinterkopf der anderen Seite und breitet sich dann nach vorne zur anderen Schläfe aus. (Da ist dann bei mir auch die "Helm abestreif Bewegung") Dabei entsteht das Gefühl, als wenn um meinen Kopf ein Hutband aus Eisen liegt. Dann lässt der Schmerz auf der ersten Seite langsam nach, bis er ganz auf die andere Seite gewechselt ist. Der Schmerz ist dumpf und drückend. Der Schmerz beginnt immer schwach und wird dann kontinuierlich fließend stärker. Wird zwischendurch auch mal wieder schwächer, dann wieder stärker. Aber immer fließend, wie Wellenbewegungen am Strand.

Aktivität verstärkt den Spannungskopfschmerz bei mir auch. Stress, Schlafstörungen, langes sitzen an der selben Stelle, abends zu lange aufbleiben, aber auch morgens zu lange schlafen lösen ihn bei mir ganz häufig aus.

Beginn meiner Kopfschmerzerkrankung, Behandlung, Werdegang:

Für mich kam der Beginn meiner Kopfschmerzen aus heiterem Himmel. Ich war beruflich Erfolgreich, mir machte meine Arbeit Spaß, ich hatte eine feste Beziehung, ein paar sehr gute Freunde und eine Menge netter sozialer Kontakte. Dann begannen die Kopfschmerzen.

Krankschreibung, Rückzug aus meinem sozialen Umfeld, die Beziehung ging kaputt und immer wieder Arztbesuche. Von Pontius zu Pilatus. Von einem zum anderen geschickt und keiner hatte eine Ahnung woher es kam und was dagegen helfen könnte. Im Internet war ich in Schmerzforen, habe Selbsthilfegruppen von Chronisch Schmerzkranken besucht und bin schließlich auf die Deutsche Schmerzliga gestoßen. Von dort habe ich Ärzte genannt bekommen, mit der Weiterbildung Schmerztherapeut. (Es gibt übrigens mehrere solcher Organisationen. Ich weiß jetzt aber nicht mehr wie die alle hießen). So bin ich schließlich bei einem Schmerztherapeuten gelandet, welcher sich auf Kopfschmerzen spezialisiert hatte. (Die Wartezeiten bei solchen Leuten sind übrigens sehr lang)

Dort musste ich erst mal haufenweise Fragebögen ausfüllen und dann tägl. Mehrmals ein sogenanntes „Schmerzprotokoll“ führen. Also mehrmals am Tag aufschreiben, um wie viel Uhr die Schmerzen wie hoch waren. Was ich dafür/dagegen getan habe usw. Das hat er dann nach ein paar Wochen ausgewertet und meinte das ich einem sogenannten Kombinationskopfschmerz hätte. Da sei ein Spannungskopfschmerz bei und noch eine andere Kopfschmerzerkrankung. Welche er aber nicht genau identifizieren kann, weil die beiden Kopfschmerzerkrankungen sich gegenseitig beeinflussen. Also erst mal Behandlung des Spannungskopfschmerzes.

Ich bekam Amitriptylin 12,5 mg und begleitend dazu Akupunktur. Das Amitriptylin wurde dann auf 25mg erhöht und war damit für die Behandlung der Kopfschmerzen auch schon an der Obergrenze. Hätte es nicht geholfen, hätte ich dann das Medikament wechseln müssen. Zum Vergleich: Psychologen steigen bei diesem Antidepressivum mit 25 mg ein. Wirkdosierung gegen Depressionen liegt meist bei 50 – 75 mg. Steigerungsfähig.

Bei mir hat es zum Glück geholfen. Die erste leichte Besserung hatte ich nach 6 Wochen Medikamenteneinnahme. Nach dieser Besserung war ich dann auch in der Lage eine Entspannungstechnik zu erlernen, was vorher unter den Schmerzen nicht möglich war. Je besser ich darin wurde die Muskelentspannung nach Jakopsen an zu wenden, desto besser wurden auch die Kopfschmerzen. Ich hatte erste Kopfschmerzfreie Zeiten und war jetzt auch schon in der Lage regelmäßig spazieren zu gehen. Die Akupunktursitzungen wurden beendet. Der Schwerpunkt der Behandlung verlagerte sich mehr zu den Entspannungsübungen und dem spazieren gehen. Bis ich schließlich mit den Antidepressiva ausschleichen konnte. Nach einem Jahr Krankschreibung konnte ich dann auch wieder in meinen Beruf zurück.

In der Zeit der Dauerkopfschmerzen wirkte ich übrigens sehr depressiv. Der Schmerztherapeut meinte das sei völlig normal und keine Depression im herkömmlichen Sinne, sondern schlicht und ergreifend einfach eine Nebenwirkung der Dauerschmerzen. Und er hatte recht, mit verschwinden der Schmerzen verschwand auch diese Negativsymptomatik.

Die zweite Kopfschmerzerkrankung welche sich nach abklingen des Spannungskopfschmerzes heraus kristallisierte, ist bei mir übrigens ein Cluster Kopfschmerz. Nur der Vollständigkeit halber.

Ich habe dann genau dort weitergemacht, wo ich vor meiner Kopfschmerzerkrankung aufgehört hatte. Voll wieder im Berufsleben, voll wieder im Freundeskreis, Schichtdienst, Überstunden, Stress, durchgemachte Nächte u.s.w. Das ging 2 Jahre gut.

Dann hatte mein Körper die Faxen dicke und hat mich mit einer heftigen Depression aus dem Verkehr gezogen. Und siehe da, wer tauchte auch wieder auf: mein Spannungskopfschmerz! Die beiden verstehen sich prima und mögen sich richtig gerne. Wo der eine ist, ist auch der andere nicht weit. Und ganz nach dem Motto gemeinsam sind wir stark, verstärken sie sich auch noch kräftig gegenseitig. Nun ja die Behandlung ist die Gleiche, nur die Dosierung verschieden. Wobei nicht alle Antidepressiva gleichgut gegen den Spannungskopfschmerz helfen, so das ich lange Zeit auch 2 verschiedene Antidepressiva genommen habe. Das eine niedrigdosiert gegen den Spannungskopfschmerz. Das andere in normaler Dosierung gegen die Depressionen.

Nun ja, im Leben sammelt man nicht nur Erfahrungen (hinterher ist man immer schlauer), sondern, gerade auch mit zunehmenden Alter, das eine oder andere Wehwehchen und Erkrankung. Die summieren sich dann irgendwann. Vorher noch gut kompensierte Dinge dekompensieren dann und eins verstärkt das andere. Inzwischen habe ich auf diese Weise schon etwas gesammelt und bin jetzt voll erwerbsunfähig. Jetzt bin ich dabei mich in diesem neuen Lebensabschnitt neu einzurichten. Versuche aus alten Fehlern zu lernen und mache bestimmt auch wieder neue. Schauen wir mal, was das Leben noch so für mich bereit hält.
LG, snow
Wenn Gefühle wie Licht sind,
dann sollte der Verstand ein Glas sein;
welches das Licht in seine Farben aufspaltet.

Benutzeravatar
Lydia
Beiträge: 11224
Registriert: Fr 10. Sep 2004, 13:24

Re: Was macht ihr gegen die Negativ-Symptomatik?

Beitragvon Lydia » Di 20. Apr 2010, 14:02

Hallo ubik,

die Ursachen für deine Kopfschmerzen solltest du auf alle Fälle ärztlich abklären lassen!

Die muskulären Verspannungen, die Spannungskopfschmerzen auslösen, können eine Vielzahl von Ursachen haben. Z. B. Stress, Zahn- oder Augenprobleme, Schlafmangel, Fehlhaltungen, psychische Anspannungen.....

Von der guten Wirksamkeit der von Snow genannten Methode der „progressiven Muskelentspannung nach Jacobson“ habe ich auch schon gehört. Das ist vor allem auch dann zu empfehlen, wenn Spannungskopfschmerzen durch traumatische Erlebnisse verursacht werden und dadurch andere Entspannungsmethoden z. T. kontraindiziert sind. Die Kosten für die Kurse werden oftmals von der Krankenkasse erstattet oder sogar direkt von der Krankenkasse angeboten. Aber auch die VHS bietet solche Kurse an.

Vielleicht einfach mal umhören oder googlen, wo solche Kurse in deiner Umgebung angeboten werdne. Wie gesagt, gerade bei Spannungskopfschmerzen soll die „progressive Muskelentspannung nach Jacobson“ gute Erfolge erzielen.

Gruß
Lydia
Lebe jeden Tag als wäre es ein neuer Tag!
http://www.sheng-fui.de - Erfülltes Leben dank fernöstlicher Leere

Benutzeravatar
snow
Beiträge: 457
Registriert: So 15. Aug 2004, 23:34
Wohnort: Niedersachsen

Re: Was macht ihr gegen die Negativ-Symptomatik?

Beitragvon snow » Di 20. Apr 2010, 15:12

Irgendwie habe ich nur Angst, Antidepressiva zu nehmen, da ich erst vor einem Jahr eine Psychose hatte.
Wie und ob sich Antidepressiva mit einer Psychose vertragen, weiß ich nicht. Aber diese Frage könnte dir sicherlich dein Psychiater beantworten.
Naja, bei mir ist das so: Ich hab diese Verspannungskopfschmerzen permanent beidseitig. Er fängt morgens sofort nach dem Aufwachen an und endet, nachdem ich eingeschlafen bin. Letzte Woche habe ich versucht an der Uni als Gast zuzuhören... Es geht einfach nicht. Die Schmerzen wurden so stark, dass ich dachte, ich würde jeden Moment bewusstlos werden. Dazu kommt noch eine Art Benommenheit oder Besoffensein, Auto fahren könnte ich nicht mehr...
Ich erinnere mich, das ich in der Anfangszeit der Kopfschmerzen Sehstörungen hatte. Der Augenarzt meinte aber da sei alles in Ordnung. Ich kann aber nicht sagen ob das vom Spannungskopfschmerz kam, oder vom Clusterkopfschmerz. Da ich beide Kopfschmerzerkrankungen gleichzeitig hatte.
Irgendwie scheiße, man hatte ein Ziel vor Augen: Ja, ich will studieren! Und jetzt ist alles im Eimer wegen irgendwelchen Spannungskopfschmerzen.
Im Moment geht es nicht. Das ist mir klar und das kann ich gut nachvollziehen. Aber wer sagt dir, das es nicht vielleicht später wieder geht? Immer hübsch eins nach dem anderen. Wenn du deine Gesundheitlichen Probleme im Griff hast, dann kannst du gucken was geht und was nicht. Meine Meinung.
Heute gehe ich zum Orthopäden, mal schauen was der sagt. Ich hatte nämlich durch dieses scheißzeug, also Haldol und Risperdal (was ich nie nehmen wollte), einen verspannten Körper. Mein Nacken war auch sehr verspannt und ich habe gelesen, dass ein verspannter Nacken gerade solche Kopfverspannungen auslösen kann. Nur ist mein Nacken heute wieder locker. Aber der Schmerz ist geblieben.

Außerdem hatte ich eines Tages, als ich vom Bett aufgestanden bin, einen Knacks in der Wirbelsäule. Eventuell hat das damit was zu tun. Naja, mal schauen, was der Orthopäde sagt. Hoffnung habe ich irgendwie keine...
Risperdal hatte ich auch eine Zeitlang. Die Depressionen haben bei mir Halluzinationen ausgelöst und deshalb das Risperdal. Ich konnte bei mir aber keine Verstärkung der Spannungskopfschmerzen durch das Risperdal feststellen.

Orthopäden sind für mich seit dieser Zeit ein rotes Tuch. Die waren sich immer ganz sicher, das es bei mir von der Halswirbelsäule kommt (meine Wirbelsäule ist, bis auf eine leichte Steilstellung, immer noch hervorragend in Schuss) oder von den Nackenverspannungen. Haben auch fleißig behandelt und die Schmerzen sind im günstigsten Fall gleichgeblieben. Häufig haben sie sich allerdings auch verstärkt.

Zur Info: Es gibt über 180 verschiedene Arten von Kopfschmerzerkrankungen. Es gibt 1 Kopfschmerzerkrankung welche durch die Halswirbelsäule ausgelöst wird. Diese ist sehr selten. Wirbelsäulenerkrankungen machen meist andere Beschwerden als Kopfschmerzen. Der Spannungskopfschmerz gehört zur häufigsten Kopfschmerzerkrankung.
Bei allen Kopfschmerzerkrankungen ist der Nacken verspannt! Die Muskeln spannen sich nämlich durch die Schmerzen automatisch an. Das verstärkt dann wieder die Schmerzen – Wechselwirkung. Nackenverspannungen sind also kein Kriterium um welche Kopfschmerzerkrankung es sich handelt.

Den Namen „Spannungskopfschmerz“ hat diese Kopfschmerzart nicht wegen der Nackenverspannung. Sondern von Spannung/Anspannung allgemein. Das beinhaltet die Spannung des gesamten Körpers. Also die Psychische Anspannung: Stress, Erwartungshaltung, Bedrohliche Situation usw welche den Körper sich dann anspannen lässt, wie auch die Körperliche Verspannung: z.B. durch einseitige Bewegungsabläufe, Fehlhaltung usw. Ein Faktor z.B. Stress reicht völlig aus. Es können natürlich aber auch mehrere Faktoren zusammenkommen. In deinem Fall könnte der Stress den du durch deine Psychose hattest, also schon völlig ausgereicht haben, um diese Erkrankung aus zu lösen. Bis sich dieses Wechselspiel von Schmerz und Anspannung dann richtig hochgeschaukelt hat, dauert es meist etwas. Spannungskopfschmerzen sind von der Stärke her zwar sehr unangenehm, setzen einen aber nicht so außer Gefecht wie du es beschreibst und wie ich es erlebt habe. Das die Schmerzen unerträglich werden kommt allein durch die sich gegenseitig verstärkenden Wechselspiele. Schmerzen – Muskelanspannung – Negativsymptomatik. Das schaukelt sich also einfach im laufe der Zeit hoch.

Ich würde dir empfehlen, das du dich nach einem Arzt mit Zusatzausbildung zur Schmerztherapie umschaust. Meist sind das Anästhesisten. Viele davon haben auch noch eine Zusatzausbildung in Psychotherapie. Was auch Sinnvoll ist wenn man dieses Wechselspiel von Psychischer/Körperlicher Anspannung – Schmerzen – Negativsymptomatik durchbrechen will. Sie behandeln wie jeder andere Facharzt auch. Schicken dich also für Zusatzmaßnahmen wie Akupunktur, erlernen von Entspannungsmaßnahmen, Psychotherapie usw dann weiter. Ihre Aufgabe ist es erst mal festzustellen um welche Schmerzerkrankung es sich handelt. Genaue Diagnose. In deinem Fall also welche Kopfschmerzerkrankung du eigentlich genau hast. Dann besprechen sie mit dir die mögliche Behandlung. Medikamente, begleitende Maßnahmen usw. Die Medikamentöse Behandlung macht dann der Schmerztherapeut selbst.

Google einfach mal nach: „Schmerztherapeut“ „Schmerztherapie“ und schau mal wen du bei dir in der weiteren Umgebung findest. Wenn du dabei örtliche Organisationen findest, welche sich mit Schmerzen beschäftigen, kannst du diese auch anschreiben und gezielt nach einem Schmerzarzt mit Spezialisierung auf Kopfschmerzen fragen. So bin ich damals auch an meinen Arzt gekommen. Wenn du aus dem Umkreis von Hamburg kommst, dann kann ich dir auch eine Adresse per PN schicken.
LG, snow
Wenn Gefühle wie Licht sind,
dann sollte der Verstand ein Glas sein;
welches das Licht in seine Farben aufspaltet.

Benutzeravatar
snow
Beiträge: 457
Registriert: So 15. Aug 2004, 23:34
Wohnort: Niedersachsen

Re: Was macht ihr gegen die Negativ-Symptomatik?

Beitragvon snow » Di 20. Apr 2010, 17:19

Die Kopfschmerzen sind erst entstanden, als ich die geschlossene Psychiatrie besucht habe.
Ich habe „nur“ Erfahrung mit der sogenannten halboffenen Station. Die Tür war also zum Anfang offen. Ich durfte die Station aber nicht verlassen. Das Schwesternzimmer war so angelegt, das die Schwestern immer einen Blick auf die Ausgangstür hatten und diese auch direkt erreichen konnten. Es gab aber auch immer wieder Zeiten in dehnen die Tür verschlossen war. Diese Zeiten wurden aber immer so kurz wie möglich gehalten. Mehr als ein paar Tage waren es nie.

Ich empfand diese Zeit als sehr stressig und ich war insgesamt deutlich mehr angespannt. Vor allem wenn die Tür wirklich abgesperrt war. Stress, vor allem Stress über einen längeren Zeitraum (also nicht nur für ein paar Stunden), gilt allgemein als Auslöser für sehr viele Erkrankungen. Es würde also auch durchaus bei dir passen, das durch den Stress in der Zeit deine Kopfschmerzerkrankung ausgelöst wurde. Andererseits: wäre es nicht der Stress dort zu der Zeit gewesen, dann hätte vielleicht eine andere Art von Stress zu einer anderen Zeit die Erkrankung ausgelöst. Wer weiß das schon?
Zum Schmerztherapeuten, folgendes Problem: Das hat meine Ärztin, die mich behandelt auch gemeint. Wenn ich jetzt sage, dass ich eine Psychose hatte, werden alle Schmerztherapeuten, Orthopäden, und andere sagen, dass es von der Erkrankung kommt.

Sollte ich das bei einem Schmerztherapeuten verschweigen?
Ich habe mich mit Kopfschmerzerkrankungen sehr lange und ausführlich beschäftigt. Mir ist keine einzige Kopfschmerzerkrankung bekannt, welche durch eine Psychose entsteht. Ich weiß nicht, ob eine Psychose als Begleiterscheinung nicht auch Kopfschmerzen machen kann. Dann wäre es aber eine Begleiterscheinung welche nach abklingen der Psychose wieder verschwinden würde. Das ist bei dir aber nicht der Fall.
Psychose bedeutet aber auch Stress und Stress ist ein Faktor der bei sehr vielen Kopfschmerzerkrankungen eine Rolle spielt. Der Kopfschmerzerkrankung ist es dabei aber völlig egal wodurch der Stress entstanden ist.

Du solltest dem Schmerztherapeuten auf jeden Fall deine GANZE Vorgeschichte erzählen. Also auch das mit der Psychose. Nicht nur Medikamente haben Wechselwirkungen untereinander. Auch verschiedene Erkrankungen. Dazu kommt das manche Medikamente sich nicht mit bestimmten Erkrankungen vertragen. Auch die sogenannten alternativen Behandlungen wie Akupunktur oder bestimmte Entspannungsverfahren vertragen sich nicht mit jeder Erkrankung. Auch dort gibt es Wechselwirkungen.

Stell dir vor du verschweigst deinem Schmerztherapeuten deine Psychose. Dieser erstellt dann ein Behandlungsprogramm für dich, das zwar sehr gut wirkt, aber leider bei Psychose in der Vorgeschichte contraindiziert ist. Dumm gelaufen. Du bist zwar deine Kopfschmerzen los, aber dafür bist du wieder in der Psychose. Nicht das was du wolltest, oder? Hätte er von deiner Psychose in der Vorgeschichte gewusst, hätte er mit Sicherheit ein anderes Behandlungsschema für dich gewählt.

Es stimmt, das Ärzte welche nicht weiter wissen, gerne solche Erkrankungen als Erklärung missbrauchen. Genauso wie es bei den Orthopäden immer der Halswirbel oder die Nackenmuskulatur ist, wenn sie bei Kopfschmerzen nicht weiter wissen. Diese Erfahrung musste ich leider auch sehr häufig machen. Bloß nicht zugeben, das man es nicht weis.

Andererseits, wenn dich jemand damit abspeisen will, dass das alles nur von der Psychose kommt, dann weißt du zumindest gleich, das derjenige keine Ahnung hat und kannst dir weitere Besuche dort ersparen.

Es ist also immer für dich von Vorteil, wenn du deine Psychose mit angibst.
LG, snow
Wenn Gefühle wie Licht sind,
dann sollte der Verstand ein Glas sein;
welches das Licht in seine Farben aufspaltet.

Benutzeravatar
snow
Beiträge: 457
Registriert: So 15. Aug 2004, 23:34
Wohnort: Niedersachsen

Re: Was macht ihr gegen die Negativ-Symptomatik?

Beitragvon snow » Di 20. Apr 2010, 20:51

Sag ich doch.
Es stimmt, das Ärzte welche nicht weiter wissen, gerne solche Erkrankungen als Erklärung missbrauchen. Genauso wie es bei den Orthopäden immer der Halswirbel oder die Nackenmuskulatur ist, wenn sie bei Kopfschmerzen nicht weiter wissen. Diese Erfahrung musste ich leider auch sehr häufig machen. Bloß nicht zugeben, das man es nicht weis.
Nach meiner Erfahrung ist mit Kopfschmerzen zum Orthopäden zu gehen, ungefähr so als wenn ich mit Zahnschmerzen zum Gynäkologen gehen wurde. Der Unterschied besteht nur darin, das der Gynäkologe mir sagt, das er davon keine Ahnung hat, der Orthopäde erst mal munter behandelt.
Natürlich kann man von vielen nicht auf alle schließen. Und natürlich habe ich diese Meinung nur aufgrund eigener Erfahrungen und der Erfahrungen vieler anderer Kopfschmerzbetroffenen gebildet.
Mach deine eigenen Erfahrungen. Vielleicht machst du sogar andere. Ich würde es dir zumindest wünschen. Auch wenn ich es ehrlich gesagt nicht glaube.
Ich drücke dir die Daumen.
LG, snow
Wenn Gefühle wie Licht sind,
dann sollte der Verstand ein Glas sein;
welches das Licht in seine Farben aufspaltet.


Zurück zu „Erfahrungsberichte“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast