Vom Therapeuten rausgeschmissen....was tun

Wenn Sie andere Teilnehmer dieses Forums an Ihren persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen teilhaben lassen wollen, können Sie dies hier tun!
Packerpeter
Beiträge: 1
Registriert: Do 10. Sep 2009, 23:09

Vom Therapeuten rausgeschmissen....was tun

Beitragvon Packerpeter » Do 10. Sep 2009, 23:22

Guten Abend,

ich habe dieses Forum heute gefunden und mich direkt angemeldet...vielleicht kann man mir hier helfen..

Ich habe eine chronische Schmerzerkrankung und bin daher seit mehreren Jahren Erwerbsminderungsrentner. Wegen der Begleitenden Depression bin ich auch seit einigen Jahren in Behandlung bei einem Psychotherapeuten zur Verhaltenstherapie. Bisher war auch alles in Ordnung.

Nun hat sich die letzte Sitzung wenig nachvollziehbar in ein Streitgespräch verwandelt, dass darin endete, dass mich mein Therapeut noch vor Ende der Sitzung hinauswarf und mir im Gehen noch mitgab, ich bräuchte nicht wiederzukommen, er erteile mir Hausverbot.

Ich fühle mich hierbei sehr schlecht, ungerecht herausgeworfen und mit der Situation konfroniert, mir mal eben so einen neuen Therapeuten suchen zu müssen.

Daher würde ich mich auch gerne über den Therapeuten beschweren. Geht das? An wen kann man sich da wenden? Gibt es dazu Erfahrungen?

Wäre für Antworten wirklich dankbar.

Viele Grüße.

Benutzeravatar
Laura
Beiträge: 4493
Registriert: Sa 25. Sep 2004, 07:09

Beitragvon Laura » Fr 11. Sep 2009, 15:27

Hallo Packerpeter!

Beschweren kannst Du Dich bei der Psychotherapeutenkammer oder der Ärztekammer (falls Dein Psychotherapeut Arzt ist)Deines Bundeslandes und auch einen Beschwerdebrief an Deine Krankenkasse schreiben. Im Anschluss an Twilights Beitrag gehe ich jetzt einfach mal davon aus, dass Du einen Grund siehst/hast, Dich zu beschweren.

Viele Grüße

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

Jenny Doe
Beiträge: 147
Registriert: Mi 18. Okt 2006, 04:35
Kontaktdaten:

Beitragvon Jenny Doe » So 13. Sep 2009, 18:22

Hallo Packerpeter,
Daher würde ich mich auch gerne über den Therapeuten beschweren. Geht das?
Ja, das geht: Therapeutenkammer oder Ärztekammer.
Doch überleg dir gut, ob du diesen Schritt machen möchtest. Klar, auf der einen Seite, wenn sich kein Klient beschwert, wird sich auch nie was ändern. Andererseits solltest du dir bewusst machen, dass so eine Klage mitunter +/- 4 Jahre dauern kann. So lange ging es bei mir.
Du stehst, wenn du eine Klage einreichst, vor dem Problem, das, was du dem Therapeuten vorwirfst, beweisen zu müssen. Auch meine Thera hat mich nach 4 Jahren ohne Vorankündigung und ohne Abschiedsgespräch vor die Türe gesetzt. Im Rahmen der Klage hat sie jedoch behauptet, das Therapiende lange vorher angekündigt zu haben. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, d.h. es wird eher dem Therapeuten geglaubt, als dem Klienten.

Ich weiß, wie schmerzhaft so eine Verhaltensweise eines Therapeuten ist. Dennoch gebe ich dir - nach meinen Erfahrungen mit der Klage gegen zwei Therapeutinnen - den Tipp: Versuch die Erfahrung für dich zu verarbeiten. Versuch für dich klar zu bekommen, wieso das passiert ist, warum es soweit kommen konnte, dass er dir Hausverbot erteilte. Schau dir deinen Anteil an und den des Therapeuten, ... und versuch einen Schlussstrich unter diese Erfahrung zu setzen.
Wenn du Klage einreichst, dann wirst du jeden und jeden Tag, Jahre lang, immer wieder daran erinnert, was passiert ist. Kurz: Man findet keinen Abschluss. Überleg dir, ob es das wert ist.

Viele Grüße
Jenny
Forum für induzierte falsche Erinnerungen, Falschanschuldigungen und Fehldiagnose DIS http://www.induzierte-erinnerungen.de


Zurück zu „Erfahrungsberichte“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste