wem soll man das erzählen können???????????????

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nicht die Norm
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wem soll man das erzählen können???????????????

Beitragvon nicht die Norm » Di 15. Jul 2008, 21:10

Hallo,
ich war vor 2 Jahren wegen akuter Suizidgefahr auf die Geschlossenen gekommen.
Dort,war grad ein handwerker,der seinen kasten nicht ständig beaufsichtigt hatt.
Naja,hab mir dann was rausgholt und mir .....aufgeschnitten.
Wurde leider gefunden und ins KH gebracht.
Dort wurde ich "liebevoll" betreut.

das Nähen,ohne Betäubung,da:"Sie liben ja den schmerz" HAHAHA............
der Vogel,der hinter Gittern sitzt,fliegt fast bis zur Sonne.........

auch wenns nur in seinen Träumen ist

Michael22
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Re: wem soll man das erzählen können???????????????

Beitragvon Michael22 » Di 15. Jul 2008, 21:50

... .
Zuletzt geändert von Michael22 am So 20. Jun 2010, 18:44, insgesamt 1-mal geändert.

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deepnight
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Beitragvon deepnight » Di 15. Jul 2008, 23:41

Hallo,

ich habe auch schon gelesen, daß selbst tiefe Wunden gar nicht genäht wurden, sondern nur Pflaster drauf. Es sollte der Belohnungseffekt, der darin liegt, daß die Wunde sorgsam behandelt wird (und damit man selber ja auch) wegfallen, daher machte man das so.

Mich erinnert das an meine Kindheit. Soetwas wie individuelle Zuwendung gab es, wenn man krank war. Man ist dann später gerne krank, denn man bekommt ja dann Zuwendung. Es sei denn, dieser Mechanismus wird durchbrochen und man muss ohne große Zuwendung krank sein. Da hat man dann nicht lange Lust dazu.

Gruss, Helene
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Sucamedica
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Beitragvon Sucamedica » Mi 16. Jul 2008, 00:15

Dennoch ist diese Vorgehensweise nicht in Ordnung. Meines Erachtens grenzt das auch an die Missachtung des Hippokratischen Eides.
viele Grüße,
Sucamedica

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Laura
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Beitragvon Laura » Mi 16. Jul 2008, 00:54

Hi!

Wie man es dreht und wendet, man will doch in einem schwachen Moment keine sarkastische Bemerkung hören. Die Psychiatrie als Robustmacher fürs Leben...die Fehler, die dort passieren, müssen andere wieder gutmachen und so verstehe ich auch die thread-Überschrift. Ich habe durchaus auch noch an solchen "Kleinigkeiten" zu knabbern und ich mach das immer wieder mit den Angestellten der Gemeindepsychiatrie ab.

Und angenommen, man gesteht solchen Behandlungsmethoden einen gewissen Machiavellismus zu, der einen SVVler tatsächlich dazu bringen kann, wenigstens das Ritzen sein zu lassen. Die psychische Demütigung, die ihn bis ins Mark verletzt hat, ist erstmal da. Wenn man als psychisch labiler Mensch nun mal Dinge sehr persönlich nimmt und gerade dann, wenn man besonders schwach ist, i. e. wenn man in der Psychiatrie ist, an welche Helfer erinnert man sich dann gerne? An die lieben oder an die "toughen"? Einem toughen Menschen ist es doch egal, was bei seinen Experimenten rauskommt und wer so gleichgültig ist, sollte nicht in der Psychiatrie arbeiten.

Viele Grüße

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

nicht die Norm
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Beitragvon nicht die Norm » Mi 16. Jul 2008, 10:48

Hallo,
Danke für Eure Antworten.
Ich wollte damals garkeine Behandlung,hatte es deswegen ja auch versteckt,ich musste nur unerträglichen Druck loßwerden.
Machs auch oft an Stellen,wo mans nicht sieht.
Es geht mir nur um Druckabbau.
Wenn mans tut,um "Liebe" zu bekomme(ihr wisst schon,wie ich das meine) dann kanns schon bessser sein,wenn so wenig ufmersamkeit wie möglcih kommt.
Aber,niemals,niemalssollte man Verachtung und Spot zu spüren bekommen.....
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Remedias
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Beitragvon Remedias » Mi 16. Jul 2008, 10:51

Sucamedica hat geschrieben:Dennoch ist diese Vorgehensweise nicht in Ordnung. Meines Erachtens grenzt das auch an die Missachtung des Hippokratischen Eides.
Sehe ich genauso. Außerdem ritzen sich nicht alle, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Manche möchten auch nur aus ihren Dissoziationen herausfinden und ritzen sich, um sich zu spüren. Oder weil sie wütend auf sich sind. Dann ist diese "Behandlung" auch noch völlig daneben.
lieber Gruß Remedias

Oxana
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Beitragvon Oxana » Mi 16. Jul 2008, 11:00

Hi zusammen, ich habe zum Glück, bis heute, solch Hohn :shock: nicht erleben müssen - im Gegenteil. Wenn ich zufällig bei Hausarzt bin und er meine Wunden an den Armen sieht, die ich wieder Monate lang nicht heilen ließ, dann nimmt er mich mit, reibt die Wunden ein und verbindet mir liebevoll den Arm. Wir müssen dann immer schmunzeln :razz:

Stimmt, auch bei uns zu Hause, war es nicht anders. Nur wenn wir krank waren oder so verletzt, das es blutete, wurde sich liebevoll um uns gekommert. Ich denke auch das die Selbstverletzungen daher rühren. Und doch verstehe ich nicht, warum man das heute nicht einfach sein lassen kann :cry:

Ich denke, das
:"Sie liben ja den schmerz" HAHAHA............
kränkt auch so sehr, weil wir in solch Situationen nicht richtig handeln können. Hätte sich ein gesunder, selbstsicherer Mensch das bieten lassen? Und; wie reagieren wir bei nächsten mal darauf - lassen wir uns wieder auslachen? [/quote]
Liebe Grüße - Oxana

nicht die Norm
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Beitragvon nicht die Norm » Mi 16. Jul 2008, 11:07

ich bin niemals wieder zu einem arzt gegangen und wenn es ein arzt zufällig bei einer Untersuchung sieht,sag ich:ich möchte da nicht drüber reden.
Ich mein,ich verachte mich schon selbst genug dafür..............
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Sucamedica
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Beitragvon Sucamedica » Mi 16. Jul 2008, 17:56

Mein Arzt hat mich kürzlich auch auf meine Wunden angesprochen und ich sagte nur, er solle besser nicht frage, woher sie kommen und dann schwieg er. Er wusste ganz genau, was los ist, wozu sollte er da noch was sagen. Ich fand sein Verhalten sehr gut.
viele Grüße,
Sucamedica

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nicht die Norm
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Beitragvon nicht die Norm » Mi 16. Jul 2008, 20:17

ich kann Dir nicht sagen,was ich da genau getroffen hab,hab doch garnicht mehr drüber nachgedacht,obs wer merkt.
Wollte nur irgendwie wieder zu mir kommen.

War sehr durcheinander......
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Beitragvon nicht die Norm » Do 17. Jul 2008, 21:16

nein,ich hab auf der Geschlossenen(meiner ersten)richtig gelernt,"was man alles machen kann"
So,das es keiner merkt.

bin da in eine Welt geraten,die ich nicht kannte,mir nicht hätte vorstellen können.



...
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Remedias
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Beitragvon Remedias » Fr 18. Jul 2008, 09:29

Wie meinst du das @nicht die norm?
lieber Gruß Remedias

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Beitragvon nicht die Norm » Fr 18. Jul 2008, 20:09

ich mein damit,das ich da meine ersten Kontakte zu akut Psychotischen hatte.
das ich lernte,wieviele Möglichkeiten es gibt SVV zu machen.
Wie man Ärtzte austrickst und wie man flüchten kann,wenn man will..........

was es alles für Möglichkeiten es selbst auf der geschlossenen gibt sich umzubringen usw

war vorher ein naiver Psychoneuling :razz:


........ :???:
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Beitragvon nicht die Norm » Fr 18. Jul 2008, 21:28

hab soviel Dinge erlebt,die mich zum schweigen gebracht haben.....
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