Die beste Therapie ist eine gute Beziehung!

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Charles
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Die beste Therapie ist eine gute Beziehung!

Beitragvon Charles » Di 1. Apr 2008, 11:42

Ich schreibe hier anonym meine noch aktuell laufenden Erlebnisse. Namen und Orte sind verändert.
Ich brauche Rat und Hilfe.

Im Febr. 2003 wurde ich durch den, für den "Weißen Ring Deutschland" tätigen, in B..ansässigen Dipl.-Psych. Karl B. and die psychologische Praxis von Tina C. vermittelt. Herr Karl B. hatte Frau Tina C. bereits telef. meine Situation geschildert.

Aufgrund einer falschen übelst ehrenrührigen Beschuldigung wurde ich im April 2001 festgenommen und erfuhr eine Dauer von 81 Tagen Untersuchungshaft.
Zwei Jahre wurden v. Staatsanwaltschaft und Kripo benötigt bis ich 100% rehabilitiert war. Die Landesregierung entschädigte mich für die zu Unrecht erlittene Untersuchungshaft mit 6,50 € pro Tag.
Im Febr. 2003 rieten mir Kriminalbeamte, mich an den weissen Ring zu wenden. Es ging mir sehr sehr schlecht und ich wußte keinen Rat.

Dipl.-Psch. Tina C. erklärte sich, trotz einer totalen Überlastung ihrer Praxistätigkeit, sofort bereit mich im Rahmen ihrer therpeutischen Arbeit als Patient anzunehmen.

Bereits nach der zweiten probatorischen Sitzung beantragte Frau Tina C. für mich eine KZT mit dem Ziel eines direkten Übergangs in eine mind. 2 jährige
LZT.
Ich hatte sehr schnell Vertrauen zu Frau Tina C, fühlte mich angenommen und gut aufgehoben.
Das war schon ungewöhnlich, denn seit meiner Inhaftierung mied ich aus Angst jeglichen Kontakt zu Menschen, besonders jedoch zum weibl. Geschelcht, da ich von einer Frau falsch beschuldigt wurde. Gegen diese Frau leitete die Staatsanwaldschaft ein Ermittlungsverfahren wegen Falschanzeige ein.

So entwickelte sich meinerseits bereits eine Abhängigkeit zu meiner Therapeutin, die ich jedoch als angenehm empfand.

Auf mein Verlangen hin, gewährte mir Frau Tina C. bereits nach wenigen Sitzungen, die einmal Wöchentlich stattfanden, einen höherfrequenten Modus mit zwei Sitzungen wöchentlich.
Frau Tina C. begründete: Dies sei nicht gerade üblich, jedoch verlange die Schwere meines Leidens, sowie die zeitlich lange Verschleppung der dringend notwendigen psychologischen Behandlung, dieses Vorgehen und sie könne die Erhöhung des Sitzungsmodus jederzeit vor dem Kostenträger verantworten.
Gleichzeitig unterstütze sie die Beantragung einer vorübergehenden Erwerbsunfähigkeit für die Dauer von mind. zwei Jahren, da ich nicht arbeitsfähig sei.

Diese Vorgehen begründete sie mit der Argumentation:
Es sei notwendig, da ich zu meiner Genesung, die sicher eintreten würde, einen zeilich ausreichenden Rahmen benötigte und zudem solle dadurch die Entstehung eines geschützten Raumes, der zu einer Verbesserung und Stabilisierung meines gesundheitlichen Zustandes dringend notwendig sei,
erleichtert werden.

Fortsetzung folgt!
Dies ist eine Wahre noch laufende Geschichte, die ich mitteilen möchte,
da das ganz für mich unfassbar ist.
Bin für jeden Hinweis dankbar.
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mikesch
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Beitragvon mikesch » Di 1. Apr 2008, 17:56

Leicht irreführender Titel, aber wer weiß wies weitergeht :)

gruß mikesch

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Remedias
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Beitragvon Remedias » Di 1. Apr 2008, 19:03

Gratuliere, ChaRles, dass du so eine gute Thera gefunden hast. :)
lG Remedias

Charles
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Beitragvon Charles » Di 1. Apr 2008, 19:39

Die Therapiesitzungen gestalteten sich als recht effektiv und ich erwachte Stück für Stück aus meinem
zweijährigen Dämmerzustand und ahnte langsam wieder was es bedeutet lebendig zu sein.
Es wurden andere mediz. Fachgebiete hinzugezogen, da ich körperlich ebenfalls total fertig war. Der Riesepapierkram zur Beantragung einer vorübergehenden Erwerbsunfähigkeit wurde vorbereitet.
Jedoch wurde nichts von all dem jemals realisiert.

Und das kam so:
Angetrieben durch eine gut laufende tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ging es mir immer besser und zwar recht schnell. Meine Therapeutin bemühte sich sehr, zeigt Mitgefühl und brachte es fertig, mir glaubhaft mitzuteilen, dass ich etwas ganz besonderes sei. Sie nahm mich und hob mich.Das Schicksal und das Leben hätten mir übelst mitgespiel, doch ich sei ein Diamant, ein Mensch mit ganz besonderen Qualitäten, ich würde mich erholen und hätte dann ein gutes Leben.
Manchmal erzählte sie Geschichten von einem wertvollen wunderschönen Köfferchen das einfach auf dem Dachboden abgestellt wurde, weil es niemand mehr haben möchte.

Die Sitzungen gingen weiter. Bald wurde privat gesprochen. Ich erfuhr wo sie lebte, dass sie zwei Kinder habe, geschieden sei und gerade eine mehrjährige Beziehung zu einem überbildeten Akademiker (Dr. und Dipl.-Psch. mit Praxis in der gleichen Stadt)beeendet habe. Ansonsten führe sie nur rein freundschaftliche Beziehungen zu Männern.
Von diesem Mann habe sie sich getrennt, da er durchgeknall, cholerisch und überkandidelt sei.
Davon hätte sie jetz genug, denn Handfestes wäre so oder so besser als Prestige und Geld.

Die Sitzungen wurden immer besser und wir strahlten uns gegenseitig an. Dann verreiste meine Therpeutin in einen Urlaub. Sie mache das alle drei Monate und sei viel auf Reisen.An ihrem Abreisetag meldetete sich sich per Mobiltelefon vom Flughafen aus und gestand mir ihre Zuneigung. Nach ihrer Rückkehr und bei der nächsten Sitzung fragte sie mich wie es weitergehen solle, da andere Dinge bei ihr im Spiel sei und einer Therapie würde das nicht gut tun. Schon lange hatte sie mich darauf hingewiesen das eine gute Beziehung die beste Therapie sei, weil......die Liebe.
Sie fragte was ich denn nun wolle? Therapie oder Freundschaft? Ich entschied mich für die Therapie.

In den nächsten Tagen erfolgten des öfteren Privatanrufe von ihr und dann gestand sie mir ihre Liebe. Es sei bereits in der zweiten Sitzung passiert, sie könne nicht mehr dagegen angehen.

Ich fiel vom Hocker, doch es gefiel mir durchaus.

Acht Wochen später waren wir verheiratet, es gab keine Sitzungen mehr und die geplanten Aktivitäten die zu meiner Genesung notwendig seien, wurden niemals durchgeführt. Meine Therapie dauert genau vier Monate, nach sechs Monaten war ich im Alter von 42 Jahre das erste mal verheiratet und hatte plötzlich Frau, zwei Kinder im Alter von 13 und 15 Jahren, einen Hund und ein zweites Zuhause.


In eigener Sache: Ich habe dieses Forum heute gefunden und kenn mich nicht so gut hier aus.
Wenn ich hier weiterschreibe, was ich gerne möchte, dann ist das ein Buch wenns fertig ist. Gibt es vielleicht noch andere Möglichkeiten mich mitzuteilen.
Dies ist eine Wahre noch laufende Geschichte, die ich mitteilen möchte,
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Remedias
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Beitragvon Remedias » Di 1. Apr 2008, 19:45

@Charles, deine Geschichte ist sehr romantisch; wünsche dir, dass alles weiterhin so positiv läuft..... :)
liebe Grüße Remedias

Charles
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Beitragvon Charles » Di 1. Apr 2008, 21:00

Es begann eine wunderbare Zeit. Schon dem Standesbeamten hatten wir, jeder von seiner Seite aus, unsere Geschichte erzählt. Auch Tina hatte die ihrige und es erschien uns wichtig vor der Trauung darüber zu reden. Selbst der Beamte war geplättet und gerührt, so das er sich wirklich sehr viel Mühe gab und eine wunderbare Trauung inszenierte.
Wir schwebten, waren sehr vergnügt und hatten immer gute Stimmung. Wir waren wie Kinder, genossen, hatten jeden Tag Sex und wenn wir uns nicht sehen konnten dann gabs Fax Tel. und anderes.
Ich blieb weiterhin in meinem Haus in einem 35 km entfernten Ort. Ich hing daran denn ich hatte es alleine und selbst von eigener Hand gebaut. Es war noch immer nicht ganz fertig doch ich wohne schon 7 Jahre darin.
Bald hielt ich mich in meinem Zuhause immer weniger auf, dass neue und die Familie waren wichtiger.
Mein soziales altes Umfeld wurde unwichtig und Tina erklärte mir, dass wären nicht die richtigen Leute für mich gewesen zudem hätten sie nicht geholfen, als es mir schlecht ging, was auch stimmte. (Bem. In dieser Situation in der ich war, konnte wirklich das soziale Umfeld nicht zu meiner Gesundung beitragen).
Ich wollte immer Familie, doch es sollte passen und hier, hier passte alles. Ich war begeistert. Eine tolle Zeit.
Nur schwerlich lies unser Übermut sich bändigen.
Wir brauchten keine anderen Menschen.
Wir genügten uns.
Selbst ihre Kinder akzeptierten und wir wurden richtig Familie. Die Leute beneideten uns.

Dieser Zustand dauerte um ca. 10 Wochen.
Tina war einige Male übers Wochenende zu ihrer Mutter verreist. Diese lebte im Europäischen Ausland. Ich fragte ich sie nach ihren Eltern und manchmal erzählte sie von Ihnen. Beide waren keine Deutsche, hatten jedoch hier gelebt, waren jetzt Ruheständler und genossen ihr Älterwerden in wärmeren Gegenden.
Nun sei die Mutter etwas schwach, der Vater könne sich nicht richtig um sie kümmern und ob ich einverstanden wäre wenn sie so 3-4 Monate zu uns nach Deutschland kommt und ein wenig Erholung findet.
Ich war einverstanden, obwohl ich sie nie gesehen hatte, dachte jedoch es muß ne tolle Frau sein, wenn die Mutter ist und ich freute mich darauf, meine Framdsprachenkenntnisse sowie Kochkünste erweitern zu können.
So kam es, dass wir nach 10 Wochen ein 5-köpfige Familie mit Schwiegermutter, Hund, Haus, noch nem Haus, zwei Gärten und einer Praxis waren.
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jemine
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Beitragvon jemine » Mi 2. Apr 2008, 11:01

:???: mein gefühl sagt, dass diese geschichte nicht echt ist.

gruss
jemine

Lucinda
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Beitragvon Lucinda » Mi 2. Apr 2008, 16:22

und mein Gefühl sagt, dass jetzt gleich der große Knall kommt.....
Komm mit mir und tanze,
versuche das Leben zu sehen,
dies ist der Anfang! (Hopi)

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Remedias
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Beitragvon Remedias » Mi 2. Apr 2008, 16:23

Mir gefällt´s.
liebe Grüße Remedias :)

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Oblomow
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Beitragvon Oblomow » Mi 2. Apr 2008, 17:27

jemine hat geschrieben::???: mein gefühl sagt, dass diese geschichte nicht echt ist.

gruss
jemine
Wurde ja auch am 1 April geschrieben ;)
Am Ende ist alles ein Witz
(Charles Chaplin)

Charles
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Beitragvon Charles » Mi 2. Apr 2008, 18:17

Es geht mir nicht gut und ich finde Scherzhafte Kommentare unangemessen.
Ja, gestern war der erste April. Aber das hier ist alles andere als ein Scherz.
Es geht mir seit ca 6 Monaten sehr schlecht. Ich habe seit dieser Zeit, ausgehend von 80 Kg Normalgewicht bereits 17 kg verloren. Ich kann oft meine Nordurft nicht halten und weiss nicht an wen ich mich wenden kann.


Bitte keine ironischen, scherzhafte oder sonstige Kommentare.

Ist das hier das richtige Forum?.....
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Charles
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Beitragvon Charles » Mi 2. Apr 2008, 18:25

Oblomow hat geschrieben:
jemine hat geschrieben::???: mein gefühl sagt, dass diese geschichte nicht echt ist.

gruss
jemine
Wurde ja auch am 1 April geschrieben ;)
????????????...Vielen Dank???????????

Charles
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Remedias
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Beitragvon Remedias » Mi 2. Apr 2008, 18:52

Charles, lass dich nicht beirren. Schreibe weiter. Tut mir leid dass es dir schlecht geht. Wie ist es dazu gekommen?
liebe Grüße Remedias

Lucinda
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Beitragvon Lucinda » Mi 2. Apr 2008, 21:02

Ja, ich möchte auch wissen, wies weitergeht!!??
Komm mit mir und tanze,
versuche das Leben zu sehen,
dies ist der Anfang! (Hopi)

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deepnight
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Beitragvon deepnight » Do 3. Apr 2008, 09:02

Die Therapeutin hat eine Abhängigkeitssituation für sich missbraucht und damit ihrem Klienten die notwendige Therapie vorenthalten. Vor allem, da er sich auf ihre Frage hin für die Therapie entschieden hat, ist ihr Verhalten nicht nachvollziehbar. Wenn sie ihn aus persönlicher Befangenheit nicht mehr als Klienten haben kann, hätte sie auf jeden Fall dafür sorgen müssen, daß er zu einem anderen Therapeuten wechseln kann.

Ich finde die Geschichte nicht romantisch, sondern furchtbar und würde Charles dringend raten, zu einem - vielleicht männlichen? - Therapeuten zu gehen, um aus dieser Verstrickung herauszukommen.

Gruss, Helene
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