Ich hab`s getan ... "Mein Coming-Out?" (4.9.)

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Vigilantia
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Beitragvon Vigilantia » Mo 30. Aug 2004, 22:47

Guten Abend, Leonardo!

Auch wenn es abgedroschen klingt, ist das erste was mir dazu einfällt: Glückwunsch für den Erfolg! :wink:

Du scheinst meiner Ansicht nach wirklich ein "Sammelproblem" zu haben (soll keine Beleidigung sein!), hast du denn eine Ahnung, woher dieses kommt? Würde mich mal interessieren.
Du schreibst von 10 Jahren, da hat sich das sicher schon manifestiert...(?) Aber ich frage trotzdem mal: Kannst du keine Prioritäten setzen, ich meine Geldausgaben für Lagerungen etc. kontra die Gegenstände...?
Ich muss da einfach mal dumm fragen, weil ich mich in diesem Gebiet der psychischen Erkrankung überhaupt noch nicht auskenne. Du musst es natürlich nicht beantworten, wenn du nicht möchtest. Warst du deswegen denn noch nie in therapeutischer Behandlung?

Liebe Grüße,
Vigi
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...da draußen!

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Angelita
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Beitragvon Angelita » Mo 30. Aug 2004, 23:09

Wau Leonardo, das ist ja mehr als mega toll! :D Das freut mich, zum Einen, weil es dir gelungen ist und zum Andern, weil du darüber schreibst :BIG:

Gratulation! Und danke, weil du dir und andern damit hilfst. Viele werden sich in dir spiegel können und denen machst du mut.

Du darfst den Sieg geniessen :wink:


Herzliche Grüsse von :lilangel: aus der verregneten Schweiz.
Gruss Angelita

“Man muss im Ganzen an jemanden glauben, um ihm im Einzelnen wahrhaft Zutrauen zu schenken.” H. v. Hofmannsthal

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snow
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Beitragvon snow » Di 31. Aug 2004, 03:40

Hallo Leonardo

Auch von mir: "Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Erfolg." Da kannst Du wirklich stolz drauf sein.
Es fällt mir auch immer schwer etwas weg zu schmeißen, was nach meiner Vorstellung noch in Ordnung ist. Es sei den jemand anders braucht das gerade, dann fällt es mir leicht mich davon zu trennen. Ich verteile meinen Müll sozusagen auf andere Leute und habe deshalb nicht das Problem mit der Lagerhaltung. :shock: :oops: :mrgreen: Andererseits kann ich dadurch auch halbwegs nachvollziehen wie schwer es Dir gefallen sein muss.

Mir blutet etwas das Herz wenn ich so lese was Du alles weggeschmissen hast, aber bei der Beschreibung Deiner Lagerkapazitäten, gab es da mit Sicherheit keine Wahl. Vielleicht hörst du Dich mal ein bisschen um, was der eine oder andere in Deiner Umgebung vielleicht so gebrauchen kann, oder Du gehst mit einem Teil der Sachen mal auf einen Flohmarkt, um so Deine Bestände weiter zu reduzieren.

Bei dem Ausmaß, vor allem wenn es für Dich selber belastend ist, wäre eine Therapie sicherlich sinnvoll. Ich wünsche Dir, das Du auf der Suche nach einem Therapeuten mehr Glück hast, als ich es bisher hatte.

Viele liebe Grüße, snow

P.S. Ich habe heute einen sehr schönen Satz gehört, der auch hier passt.
Es ist schwer den eigenen Weg zu gehen, da er durch jedem Schritt erst neu entsteht.
(unbekannter Verfasser)
Wenn Gefühle wie Licht sind,
dann sollte der Verstand ein Glas sein;
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Kratz
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Beitragvon Kratz » Di 31. Aug 2004, 06:34

Grüß Dich Leonardo,

ist doch ein echter Erfolg. Kann Dich auch nur beglückwünschen.

Allerdings halte ich eine stationäre Therapie für nicht unbedingt hilfreich. Arbeite lieber weiter so an Dir, verzeichnest doch ERfolg. Das gibt doch Mut zum nächsten Schritt. Was soll da eine stationäre Therapie bringen?

Gruß

Detlev

Biene
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Beitragvon Biene » Di 31. Aug 2004, 10:26

Hallo Leonardo

Einen wunderschönen Tag für Dich ,und auch von mir ...mein Glückwunsch zu deinem Erfolg.... ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Das mit der Therapie ist toll ,die hast Du ja nun selber schon angefangen !!!!!!!!!!!
Überleg Dir genau was Du von einer stationären Therapie erwartest und lass Dich beraten ob diese Erwartungen dort auch erfüllt werden können .
Du bist auf den besten Weg !!!
Liebe Grüße
Biene

kayo
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Beitragvon kayo » Di 31. Aug 2004, 11:31

hi Leo,

vielleicht bedeutet das auch, daß du nicht mehr so in der Vergangenheit lebst. Das macht dich etwas depressiv, stimmt das ?

Ich habe zum Beispiel immer etwas in der Vergangenheit gelebt, indem ich meine Platten nicht verkaufen wollte. Jetzt hatte ich mich dazu entschlossen, prompt wirds schwierig sie zu verkaufen :wink:.

In der Vergangenheit zu schwelgen, Nostalgie zu treiben macht einen depressiv, zumindest traurig.

Ich frage mich immer wie du das schaffst, nachts um 3 Uhr noch herumzuräumen oder abzutanzen.

Viele Grüße Kay
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(Friedrich Nietzsche)

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Angelita
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Beitragvon Angelita » Di 31. Aug 2004, 12:58

Leonardo, weiss nicht, ob das wegen der Kürze wegen mir ist..... also, wegen mir musst du nicht nicht zwingen kurze Voten zu posten!!! Wenn mir der Sinn da nach ist, werd ich auch die längeren Artikel lesen :wink:

Tschüssi :lilangel:
Gruss Angelita

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Janne
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Beitragvon Janne » Di 31. Aug 2004, 15:44

Hallo Leo,

auch von mir herzlichen Glückwunsch. Ist ja nicht so leicht sich zu outen. Mir geht es jedenfalls so. Außerdem finde ich auch, dass du anderen Mut machst über sich zu schreiben.

"Es befreit richtig innerlich, wenn man es schafft, sich von Dingen (die ja eigentlich nur Ballast waren) zu trennen. Und DAS spüre u. merke ich jetzt u. kriege einen richtigen WEGWERF-SCHWUNG " :) - Da steckt soviel Wahrheit drinn, könnte auch zu mir passen.

Gruß, Janne

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Kratz
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Beitragvon Kratz » Di 31. Aug 2004, 19:40

Hallo Leo,
den Tick Sachen vom Sperrmüll zu holen, Sammlertrieb - bin schon mit vierzehn nachts rumgelaufen - hab ich auch. Meine Frau nervt es manchmal ganzschön, weil ich auch alle möglichen Papiere horte. Unterlagern usw.
Mein Freund - Kunsthandel - macht sich immer einen Spaß drauß - ruft an unnd sagt Bescheid wenn irgendwo Sperrmüll ist.
Vor zwei Wochen habe ich eine alte Singer vomSperrmüll gezogen, unser Restorator ist fast aus dem Wagen gefallen als ich anfing im Sperrmüll zu suchen.

Aber egal, hab das irgendwie von meiner Mutter, die hortet auch alles. Mußte in den Letzten Wochen eine Etage Ihres Hauses lehren, weil wir Aufstocken, war ein echter Kampf. Glaube das kommt bei Ihr noch aus der Kriegs- und Nachkriegszeit. Sie hat es nicht einfach gehabt und so fällt es Ihr sehr schwer sich von irgendwas zu trennen.
Hat sogar noch einen Wohnwagen von 76 auf dem Hof stehen.

Naja, ist gut wenn Du mal gründlich Kehraus machst. Vor allem wenn dein Umfeld schon so genervt sein muß. Also mach weiter und hau den Mist weg auch wenns schwerfällt.

Letzte Woche hab ich bei der Abfuhr auch noch Krempel auf dem Recyclinghof eingesammelt. Holzleiter, konnte ich gut brauchen. Aber irgendwie echt Quatsch.

Hau weg den Dreck !

Bis bald

Detlev

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snow
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Beitragvon snow » Fr 3. Sep 2004, 23:59

Hallo Leonardo
Ein anderer hätte jetzt keinen Ersatz-Monitor sofort zur Hand gehabt.
Sicher????? :roll:

Unschuldig pfeifenden Grüße, snow
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Beitragvon snow » Sa 4. Sep 2004, 12:29

Hallo Leonardo
Es ist wohl nur vernünftig, den alten noch funktionstüchtigen Monitor (15- oder 17-Zöller?) für Notzeiten aufzubewahren.
Dann gehöre ich wohl eindeutig nicht zu den vernünftigen Leuten! :shock:
Ich benutze den alten 15 Zoller und habe den neuen 17 Zoller in Reserve. :roll: Aber...sind wir nicht alle ein wenig bluna? :wink:

Viele liebe Grüße, snow
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Beitragvon snow » Sa 4. Sep 2004, 13:08

Hallo Leonardo
--- konntest wohl die Bedienungsleitung vom 17-Zöller nicht verstehen ...
Tja, mit der Technik habe ich ja schon so manchmal meine Probleme. Allerdings muss ich zugeben, das ich es in bezug auf den Monitor noch gar nicht probiert habe ihn anzuschließen.
....Die Angst vor dem Unbekannten....Neuen....wer weis? (Mir fehlt jetzt so ein nettes kleines Gespenst als Smilie, das ich hir rumgeistern lassen könnte)
--- und wenn Du keinen Grund findest, warum Du hier bist, dann ist es DER


Echt :?: :shock: Gut das ich endlich den Grund für mein Dasein habe. Wenn ich Dich nicht hätte.... :mrgreen:

Und was den Schwarz/Weißfernseher betrifft: Kleiner Nostalgiker wie :?:

Viele liebe Grüße, snow
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snow
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Beitragvon snow » Sa 4. Sep 2004, 14:53

Hallo Leonardo
Wohl auch ein Messie, was?
Das hängt davon ab wo man die Grenze zwischen "noch normal" und "schon Messie" zieht. Ist halt alles relativ. :wink:
Wenn es ein Bereich von Zwängen sein sollte, macht es mir sehr Angst, weil ich weiß, daß "ZWÄNGE recht langsam heilbar" sind ...
Nach meiner Meinung unterliegt jeder Mensch gewissen Zwängen. Ob sie nun von der Gesellschaft auferlegt, anerzogen, angewöhnt oder durch Gegenwehr entstanden sind. Und kein Mensch kann sich von heute auf morgen ändern, alles im Leben braucht nun mal seine Zeit. Es ist also vielmehr die Frage: Wie viel zwanghaftes Verhalten ist normal?
Deine Angst vor einem nur langsam zu verändernden Verhalten kann ich durchaus nachvollziehen, aber vielleicht solltest Du auch bedenken, das schnelle Veränderungen selten von Dauer sind und damit der langsame Weg der Heilung durchaus auch manchmal, der auf Dauer bessere Weg sein kann.

Viele liebe Grüße,snow
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Überforderung

Beitragvon kayo » Sa 4. Sep 2004, 15:11

Hi Leo,

ich glaube eher, daß du ab und zu mit 'sogenannten Allerweltsproblemen' überfordert bist. Das Antwortschreiben ans Finanzamt z.B.: Warum schreibst du es nicht ? Weißt du nicht, was du schreiben sollst ? Wenn du ein 'Lustschreiber' bist, dann hast du sicherlich Schwierigkeiten Sachen zu beantworten, wenn du dihc erst einmal danach erkundigen mußt, was und wie du es eigentlich schreiben sollst.

Ich habe ein ähnliches Problem: Ich theoretisiere gerne, theoretisch weiß ich immer eine Antwort auf alles mögliche. Ich kann aber praktisch Dinge schlecht angehen, weil ich viel, zumeist organisatorische Dinge noch nicht gemacht habe. In letzter Zeit bin ich von meinem hohen Ross heruntergekommen und habe mir einfach praktische Tips bei Leuten geholt, die bei praktischen Dingen besser drauf sind. Habe gemerkt, daß ich einfach gut fahre wenn ich Leute frage. Vier Augen sehen mehr als zwei :D. Auch habe ich bemerkt, daß wenn ich mich persönlich mit einer bestimmten Sache intensiv beschäftige, indem ich versuche eine Sache zu bearbeiten und die Hilfe von anderen in Anspruch nehme, dann komme ich zur Lösung. Selbst als Wissenschaftler baut amn auf früherern Ideen auf und erfindet nicht etwas völlig neues :)

Gruß Kay
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rhapsodie
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Beitragvon rhapsodie » Di 7. Sep 2004, 00:31

Hallo Leonardo,
ich glaube ich weiss was du meinst, ich kenne das auch. Das Finanzamt lässt mich bald in Ketten legen und meinen T- online Vertrag hab ich nach 2 Jahren imer noch obwohl ich an die Mailadresse schon seit 2 Jahre nicht mehr rankann. Blöd oder? Es gibt da viele Dinge die ich tun sollte. Abokündigung für Fachzeitungen schreiben, Papier sortieren, mich auf Veranstaltungen vorbereiten, Texte lesen usw. Was tu ich? Ich sitz vorm Rechner und schreibe dir.
Ich beginne allerdings einige meiner Mechanismen zu begreifen. Effektiv arbeiten kann ich am besten unter Druck und meine Depression lasst mich so lange untätig sein bis mein Wille und Verantwortungsbewusstsein stärker werden.
Ich horte nicht so viele Dinge wie du aber doch so einiges was ich sicher nicht brauche auch habe ich einige "Aussenstellen" wie 2 Kartons auf dem Dachboden vom Verein oder den Keller meiner Mutter aber manchmal tut mir wegwerfen gut. Es befreit von all der alten Last. Am besten Container und ab dafür aber hinterher nochmal das eine oder andere gerettet :lol:

Ne, ich glaub ich weiss was du meinst auch wenn manches bei mir anders ist...


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