Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Hier gehört all das hinein, was sonst keinen Platz hat.
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Laura
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Laura » Sa 2. Feb 2019, 14:03

Hey, aus den obigen Motiven könnte man prima Umstandsbekleidung machen... :mrgreen:

Jedenfalls haben Krähen, so wie oben gezeigt, etwas Fröhlicheres an sich als wenn ich morgens ihr nerviges Gekreische ertragen muss...
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Sa 2. Feb 2019, 15:45

Hihi, darauf wäre ich jetzt wieder nicht gekommen: Umstandskleidung.... :lol:

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Laura » Di 12. Feb 2019, 14:59

Was ich heute erledigen muss:

Restliche Tafelsachen in den Kühlschrank einräumen (mache ich normalerweise gleich, nachdem ich mit denselbigen zuhause angekommen bin, aber heute war die Sehnsucht, möglichst schnell in die Tagesstätte zu gelangen, stärker, also habe ich erstmal nur die Wurstwaren eingeräumt), DVDs in die Bücherei bringen (bin schon spät dran und habe diesmal keine einzige geguckt), mir abends zwei Tassen von einem kräftig dosierten Schlaftee machen. Das will ich für die nächsten Abende beibehalten und wenn das nix nutzt, werde ich mir einer 50er-Quetiapin-Tablette teilen und das mal als Schlafmittel versuchen) Ich schlafe seit etwa zwei Wochen so gut wie gar nicht und langsam komme ich an die Leidensgrenze dessen. Den Schlaftee (eigentlich natürlich ein Nerven- und Beruhigungstee aus der Apotheke) mache ich mir deswegen so ungern, weil er einfach widerlichschmeckt :lol:

Im Moment kann mich einfach gar nichts aufmuntern, am ehesten noch, es in die Tagesstätte zu schaffen. Gestern Abend hatte ich einen Zustand, den man als ephemäre Psychose bezeichnen könnte (also kurz und leicht) und ich bin froh, dass dieser Zustand nach ein paar Stunden überwunden war und ich dann irgendwann tatsächlich noch ein paar Stündchen Schlaf abbekommen habe.

Hatte bis gestern auch Sorge um die Weiterbewilligung meiner HLU, aber da hat sich etwas als behördliche Überschneidung entpuppt und das Antanzen beim Jobcenter entfällt. Das Schreiben, das ich vom Jobcenter erhielt, traf bei mir auf einen sehr verbitterten Nerv. Da wurde entweder ein Standardtext verwendet oder ein paar Textbausteine zusammengefügt und es kam sogar noch in der Betreffzeile etwas heraus, was definitiv nicht stimmt. Und solche Sachbearbeiter wollen darüber entscheiden, was für andere "zumutbare" Arbeit ist?

Bye

Laura
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Mi 13. Feb 2019, 19:45

...man mag darüber streiten, ob die Sachbearbeiter über Feingefühl oder gar Hirn verfügen müssen, wenn sie denn für diese Stellen eingesetzt werden, aber egal, die verheerenden Wirkungen, die durch Nichtnachdenken oder ohne nochmalige Prüfung herausgeschickte Schreiben ausgelöst werden, bleiben dieselben.
Es tut mir leid, daß ich keine guten Tipps habe, die beim Einschlafen zu helfen, ich wüsste selbst gerne, was ich gegen chronischen Schlafmangel unternehmen könnte, doch auch hier scheint es für jeden was anderes zu geben...im Moment überkommt mich gegen Mittag ein immenses Schlafbedürfnis und ich nicke im Sitzen ein. Lege ich mich aber auf die Couch, damit ich bequem schlafen könnte, bin ich durch diese "Aktivität" schon wieder wach geworden und so döse ich nicht mal mehr ein.
Zum leidigen Thema "abnehmen": seit Wochen stagniert das Gewicht und ich bin kurz vorm Aufgeben, aber noch halte ich an mich und verschmähe weitestgehend alle Süßigkeiten und sonstige Dickmacher, aber es ist echt frustrierend. Das größte Problem dabei ist aber auch, daß es mir zunehmend gleichgültig wird, ob ich Gewicht verliere oder nicht...es ist alles so unwichtig irgendwie und nimmt wie so vieles andere keinen nennenswerten Stellenwert ein, als daß es mich wirklich tangieren könnte, also frustriert es mich eigentlich nicht wirklich...
Am Montag kommt mich mal wieder mein Bruder mit Nochehefrau besuchen, das wird wieder ein langer Tag mit Frühstück, Mittagessen und Nachmittagskuchen, viel Reden und auch Lachen, anstrengend und dann doch wieder okay, weil ich mich nicht verstellen muß, also passt das schon.
Außerdem ist der Frühling da. Rollerfahren ist wieder angesagt, ich muß mich nur dazu aufraffen. :mrgreen:
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Laura » Di 26. Feb 2019, 17:01

mamschgerl, Du hast in einem eher überflotten Tempo schon ziemlich viel abgenommen. Da tritt dann irgendwann schon eine Stagnation in der Gewichtsabnahme ein. Das kenne ich noch von meinen früheren Diäten. Der Körper gewöhnt sich wahrscheinlich daran, mit weniger Nahrung auszukommen und der Grundumsatz verringert sich sowieso mit jedem Kilo, das schwindet. Du bist auf einem niedrigeren Level des Mindest-Kalorienbedarfs angekommen, was auch bedeutet, dass Du bei einem längeren Rückfall in alte Essgewohnheiten umso schneller zunehmen würdest. Also, bleib bei Deiner Einstellung, dass die jetzige Stagnation gar nicht so schlimm ist, wenn Du weiterhin bei Deiner Ernährungsumstellung bleiben kannst. Indem man sich viel Zeit fürs Abnehmen lässt und längere Stagnationen akzeptiert, ohne kirre zu werden, kehrt das verlorene Gewicht so leicht auch nicht zurück.

Hab gestern und heute doch immerhin drei Dinge erledigt, die mehr oder weniger zu den behördlichen Dingen gehören. Ganz ohne Hilfe oder Beistand von meinem Sozialarbeiter. Einen Dauerauftrag bei der Bank ändern lassen, die Jahresrechnung meines Stromanbieters neu angefordert und ein Rezept für Quetiapin bei meinem Psychiater bestellt. Es wird mit der Post kommen und ich muss dann irgendwann 'ne neue 70 Cent-Briefmarke in der Praxis vorbeibringen. So k. o., wie ich durch den Schlafmangel bin, würde ich auch kaum die längere Fahrt bis zur Praxis schaffen, um mir das Rezept selber abzuholen. Heißt halt nur, dass ich noch ein oder zwei Tage warten muss, bis ich das Rezept einlösen und das Quetiapin einnehmen kann, um endlich wieder schlafen zu können.

Immerhin habe ich es heute zur Tafel geschafft, obwohl ich mir das zuerst nicht zugetraut hatte in meiner aktuellen Verfassung und es war viel an Obst und Gemüse dabei, das ich mag. Ich lechze im Moment eh nur so nach Vitaminhaltigem. Ich hoffe, ich kann mich bald dazu aufraffen, aus den Möhren eine Möhrencremesuppe zu machen und aus den Radieschen einen Radieschensalat. Und um mir heute was Warmes zu machen, werde ich mir Kartoffeln und Eier besorgen, kochen und mit der fertigen Grünen Soße (Frankfurter Spezialität, nicht zu verwechseln mit Salsa Verde/grünem Pesto) und ein paar Würstchen aus dem Tafelkorb verspeisen. Lange nicht mehr gegessen!
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Di 26. Feb 2019, 19:34

Danke, Laura, für deine motivierenden Bemerkungen bezüglich des Abnehmens. Ich hatte tatsächlich jetzt schon einige Male Heißhungerattacken, besonders auf Süßes, umso mehr, weil die belohnenden Momente dabei besonders gut kommen...aber ich habe es überstanden, will sagen, ich habe der Gier nicht nachgegeben und bleibe dabei, mich weiterhin so zu ernähren. Ich dachte mir auch schon, daß ich eigentlich stolz drauf sein sollte und immerhin halte ich ja mein Gewicht. Irgendwann wird es wieder weiter sinken und bis dahin tun mir diese 20 kg weniger schon richtig gut.
Ich kann dir so gut nachfühlen mit deinem Schlafmangel und drück dir die Daumen, daß du bald dein Zeugs bekommst und dir das auch hilft. Auch wünsche ich dir, daß dich dieser Mangel nicht zu sehr seelisch stresst, ich werde dadurch mitunter zusätzlich ziemlich aggressiv und kann das überhaupt nicht steuern. Manchmal bekomme ich vor mir selbst richtig Angst.
Gerade habe ich die Kaffeemaschine entkalkt und jetzt schmeckt auch der Kaffee wieder :mrgreen:
Übermorgen bringe ich meinen Roller zur Inspektion und freue mich, daß ich diese Werkstätte gefunden habe, bei der ich einen angemessenen Preis dafür zahlen kann und nicht das doppelte löhnen muß wie bei dem anderen Betreiber.
Außerdem beflügelt mich die Tatsache, daß wirklich der Frühling kommt und die Sonne beim Untergehen fast wieder den Standort erreicht hat, an dem dann abends meine Küche sehr lange hell erleuchtet ist, beim Aufgehen scheint sie ganztags ins Wohnzimmer und das Bad und die Wohnung wirkt dadurch super hell und freundlich. Zurzeit fühle ich mich richtig wohl hier, vor allem sicher, das hat mir so gefehlt...
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Sa 2. Mär 2019, 04:14

Nun also hat mein Roller die erste Inspektion hinter sich und bis auf eine durchgebrannte Glühbirne fürs Fernlicht war nix auszusetzen. Der Werkstattbetreiber nebst Frau sind beide total nett und vor allem Chinarollern wohl gesonnen. Die Rechnung war genauso hoch ( bzw niedrig im Verhältnis zu dem vorgenannten Wucherer ) wie im Kostenvoranschlag und das Ganze hat 1 1/2 Stunden gedauert, ich konnte also bei einem leckeren Milchkaffee und mit meinem Kindle lesenderweise in einer nahe gelegenen Müller-Filiale drauf warten.
So geht's also auch zum Glück und ich bin nicht angewiesen auf den hochnäsigen Deppen, der glaubt, jemanden über den Tisch ziehen zu können; ich bin froh, diese Werkstatt gefunden zu haben, in der Kundenfreundlichkeit und Dienstleistungen als solche völlig normal sind und man nicht arrogant behandelt wird, weil man kein Markenfahrzeug fährt.
Gestern habe ich bei meiner Freundin mit meiner Anwesenheit in ihrer Wohnung ausgeholfen, da ich für sie eine Couch in Empfang genommen habe. Da ihr Exmann noch den Ersatzschlüssel hatte, wollte sie mir den eigentlich geben, doch der Ex hat es innerhalb einer Woche nicht geschafft, den in ihren Briefkasten zu werfen, so daß ich um sechs Uhr früh bei ihr sein musste, bevor sie zur Arbeit fährt. Die Spedition hatte sich ab 13:00 Uhr angekündigt und ich wartete dann am Ende bis 16:00 Uhr, also verbrachte ich 10 Stunden in ihrer Wohnung. Ganz ehrlich, ich war ziemlich angefressen wegen des Ex, der vielleicht 5 Minuten seiner Zeit hätte opfern müssen, um von seinem Zuhause aus den Schlüssel in den Kasten zu schmeißen...naja, blöderweise liegen bei der Freundin ziemlich viele Süßigkeiten rum und am Ende konnte ich nicht widerstehen...das kam also noch erschwerenderweise hinzu. Eines aber hat mir diese lange Zeit in ihrer Wohnung deutlich werden lassen: auch wenn diese schön geschnitten ist und sehr hell wegen der vielen Fenster und auch, wenn dazu noch ein großer Balkon und ein Wintergarten gehört, so gefällt mir mein Dachstüberl trotzdem besser. Mir guckt niemand auf meinen Teller und ich brauche keine Rollos oder Jalousien, um mich vor Blicken aus den Nachbarhäusern zu schützen. Der Einrichtungsstil ist auch so völlig anders und die Zeit wurde auch darum so lang, weil ich mich in all dem Firlefanz und Dekozeugs dann doch nicht mehr wohlfühlen konnte. Ich fühlte mich immer erdrückter, bedrückter und beengter und war dann heilfroh, als endlich die Couch geliefert wurde. Ich fühlte mich wie nach einem stressigen Arbeitstag und bekam dann auch noch Kopfschmerzen.
Endlich zuhause, ich konnte wieder aufatmen und meine Wohnung genießen, ohne Kitsch und unnötiges Zeug, geradlinig, übersichtlich, ordentlich...ich musste feststellen, wie wichtig mir diese Ordnung geworden ist, die mir einfach nur Ruhe und Ausgeglichenheit gibt, ich brauche das mittlerweile tatsächlich zum Atmen.
Ende März nun habe ich einen Gerichtstermin am Sozialgericht wegen der Feststellung des GdB. Ich bin ziemlich aufgeregt und habe Angst davor, unangemessen zu reagieren oder meine Emotionen nicht unter Kontrolle halten zu können, was garantiert so sein wird. Wenn ich bedenke, wie oft ich wegen anderer Angelegenheiten, die aber nicht mich betroffen haben, vor Gericht war und auch sonst Termine, die in Anwesenheit vieler Menschen stattgefunden haben und mich das allenfalls in der Frage, ob ich es pünktlich schaffe, beschäftigte, so stelle ich fest, daß ich diese Leichtigkeit fast gänzlich verloren habe.
Am meisten beängstigt mich der Gedanke, daß ich mich vor all diesen Leuten "nackt ausziehen" muß, damit diese dann ein Urteil fällen. Es hat so etwas unglaublich Entwürdigendes und genau solchen Situationen wollte ich mich nicht mehr aussetzen...
Heute werde ich wieder wie fast jeden Samstag mit meiner Freundin zum einkaufen fahren, nachdem wir bei mir unseren obligatorischen Kaffeetratsch abgehalten haben und mich ansonsten faul auf meine Couch fläze...

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Laura » Sa 2. Mär 2019, 21:02

Für den Freundschaftsdienst ein dickes Lob und für den bevorstehenden Stress um den GdB viel Geduld für die "Gegenseite". Manche wissen es einfach nicht und wissen auch nicht, was sie mit ihrer Fragerei bei einem Antragssteller anrichten können. Drum: Die Geduld und die Ruhe seien mit Dir!
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Fr 8. Mär 2019, 07:15

Danke, Obi-Wan. :mrgreen:
Hinsichtlich dieser ganzen anstehenden Farce komme ich mir wirklich vor wie auf einem anderen Planeten und diese Plagegeister sind überall. Aber ganz ehrlich: ich meine das sehr ernst, wenn ich dir danke und so sehr du dich selbst auch untern Scheffel stellen magst, ich halte dich für eine sehr intelligente, interessante und wertvolle Person, die mit gesundem Galgenhumor diese Tragikomödie, welche sich "Leben" nennt, analysiert.
Das Bildchen im Anhang kann man wieder einmal deuten, wie man möchte. Hat die Menschheit Angst vor den Aliens oder umgekehrt? :lol:
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Fr 8. Mär 2019, 17:11

...so von Hausfrau zu Hausfrau ( auch -mann) stelle ich fest, daß ich das Sauberhalten nach wie vor als eine undankbare Aufgabe und Pflicht ansehe. Hausarbeit gehört zu den Dingen im Leben, die niemals nachhaltig sein werden und immer und immer wieder neu ausgeführt werden müssen. Kaum hat man abgestaubt, finden sich schon wieder Staubflusen, kaum hat man gewischt, finden sich schon wieder Ablagerungen, woher das alles kommt und wieso so schnell, ist mir ein Rätsel. Man könnte meinen, man versinkt in Staub und Schmutz. Somit gehört Hausarbeit zu den am wenigsten befriedigenden Lebensaufgaben, man erschafft nichts, man ist nicht kreativ, es bleibt nichts so sauber, wie man es gerade geputzt hat. Ich hasse Hausarbeit!
Nur gut, daß mein Sohn und ich nur Wäsche tragen, die nicht zwingend gebügelt werden müsste, da ich, um dem zu entkommen, die Wäsche sofort nach dem Trockenvorgang zusammenlege, so bügelt sich alles von alleine. Ich käme also nie in Versuchung, den berühmten Satirespruch aus "Emma" zu zitieren: "Ich bügle, also bin ich..." . Meine Freundin sieht das völlig anders, abgesehen davon, daß sie über Hausarbeit gar nicht erst nachdenkt ( sie erledigt sie einfach, Punkt ), doch das Bügeln betrachtet sie dazu sogar noch als Möglichkeit zur Meditation. Auch eine Art, wie man mit sowas umgehen kann, doch leider kann ich so gar nichts mit Meditationsübungen anfangen, das artet bei mir gleich wieder aus und es dreht sich lediglich munter fröhlich das Gedankenkarusell...
Da ich nun tatsächlich tagelang meinen Freßattacken nachgegeben und natürlich erwartungsgemäß wieder 3 Kilo zugenommen habe, mühte ich mich heute mit 'Planking' ab. Ich hätte nie gedacht, wie anstrengend das ist, aber ich werde es beibehalten und versuchen, meinen Fettpolstern wenigstens eine gute Form zu verleihen. Ich meine, 3 Minuten am Tag sind machbar...zudem habe ich heute fast eine halbe Stunde getanzt, was auch ziemlich schweißtreibend war und auch noch Spaß gemacht hat. Seit zwei Tagen halte ich mich auch wieder ans Intervallfasten und alleine dadurch verflüchtigte sich gleich wieder 1 Kilo.
Keine Ahnung, aber ich denke, daß ich diese Freßattacken immer wieder haben werde, genau so wie die fehlende Kraft, dem zu widerstehen, aber das ist wirklich kein Drama, weswegen man in Verzweiflung geraten müsste.
Momentan habe ich gerade meine Comicphase und male blödsinnige Bilder mit Sprüchen, was mit dem Zeichenprogramm im Computer ziemlich Spaß macht, weil nichts lange dauert und ich so Bilder am Fließband produziere. Eine gute Ablenkung von allem, was einem zu schaffen macht.
Ach ja, von wegen Sprüche...ich habe letztens ein Bild von Charlie Brown und Snoopie ( beide sitzen auf einem Holzsteg an einem von Bergen umrahmten See ) und Charlie sagt: "Eines Tages müssen wir alle sterben, Snoopie." Snoopie erwidert: " Stimmt, aber an den anderen Tagen, nicht!"
Dies sollte uns allen zu denken geben...
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Mo 25. Mär 2019, 08:30

...tja, nächste Woche werde ich dann mal 54, mein Sohn 23, ich rege mich immer noch über Belanglosigkeiten auf, weil ich ja sonst nix Besseres zu tun habe oder "so alt kannst gar nicht werden, als daß dich das nicht mehr aufregen würde..."
Madame Nachbarin öffnet weiterhin ihre Türe nicht und überlässt es anderen, ihre Pakete ( wöchentlich mindestens 3 ) von anderen Hausbewohnern annehmen zu lassen, die dann ebenfalls vor verschlossener Tür stehen, wenn sie es bei ihr abgeben wollen. Ärgerlich finde ich das deshalb, weil die Lieferanten bei allen Mietern läuten ( irgendwer macht schon auf...) und außer mir anscheinend jeder, der anwesend ist, diese Pakete entgegennimmt ( man hilft sich ja ), außer der Adressatin, die ebenfalls anwesend ist, aber eben nicht reagiert.
Der Treppenabschnitt, der von uns Dachgeschoßbewohnern im wöchentlichen Wechsel zu putzen wäre, wird außer von mir nicht gesäubert. Die Dekoteile und Pflanzen wandern langsam, aber sicher, wieder in den Durchgangsbereich ( wann macht sie das eigentlich, in der Nacht heimlich, still und leise? ) und werden in aller Regelmäßigkeit samstags von meinen Einkaufstüten beiseite gefegt ( wirklich unabsichtlich, das Zeug versperrt nun mal den normalen Durchgang! ), aber das stört sie nicht...
Im Eingangsbereich dieses Hauses stehen seit Wochen 2 Fahrräder ( sogar angeleint am Hausgeländer, damit kein erboster Nachbar sie mal nach draußen befördern könnte oder in den Innenhof, wo extra Geländer für Fahrräder stehen und zudem ein wirklich großes Fahrradhäuschen halb leer genügend Unterstand bietet ), die den ungehinderten Zugang zu den neu angebrachten Briefkästen verhindert. Außerdem steht auch noch ein Trolley rum...aber anscheinend wird grundsätzlich von einigen Menschen der Allgemeinbereich als Privatbereich genutzt und mal eben alles, was ein Leben miteinander erträglich machen würde, weil man sich dafür an Grenzbereiche halten müsste, ignoriert.
Im Kellerbereich stapeln sich seit mehreren Monaten die Reste einer kompletten Küche, schön an der Wand entlang drapiert und in Nischen gezwängt, was natürlich den ohnehin schon schmalen Durchgang noch mehr schmälert und es schwierig macht, eigene sperrige Gegenstände in den eigenen Kellerraum zu schleppen, aber was soll's? Der- oder diejenige pfeifen einfach drauf und scheren sich einen Dreck um die anderen, beschlagnahmen den gesamten allgemeinen Bereich und es fehlt nur noch, daß über allem eine Hoheitsflagge thront...
Bin ich zu pingelig? Werde ich schon verschroben und überempfindlich? Nein, ich glaube nicht. Ich denke einfach, daß es nicht umsonst eine Hausordnung gibt, die genau solche Sachen regelt, damit man eben miteinander unter einem Dach leben kann. Gleiches Recht bzw Verbot für alle. Vielleicht sollt ich meinen Roller mal in den Eingangsbereich schieben, der würde genau in diese Nische passen...oder ins Fahrradhäuschen, warum nicht? Soll sich nur mal jemand beschweren...
Im Grunde ist es mir egal, aber einen allgemeinen Bereich auf Dauer zu beschlagnahmen, halte ich einfach für unverschämt, wenn andere dadurch eingeengt werden ( nicht zu vergessen: Fluchtwege! ).
Aber...naja...vielleicht werde ich doch alt, zumindest wundere ich mich über mich selbst, über was ich mich so aufrege...aber es sind meistens diese Kleinigkeiten, die sich anhäufen und irgendwann platzt man einfach, weil man zu lange nix gesagt hat...immer dieselben Verhaltensmuster...

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Do 28. Mär 2019, 11:16

Nachdem ich nach einiger Zeit feststellen musste, daß sich meine geschätzte Nachbarin nicht an unsere Abmachung hält, die Treppenhausreinigung im wöchentlichen Wechsel durchzuführen, hatte ich lange auch keine Lust mehr, das alleine zu erledigen. Die Treppe verstaubte, Spinnweben breiteten sich aus, insgesamt wurde es dann doch zu schmutzig, als daß ich es noch länger hätte ertragen können, also habe ich die Treppenhausreinigung wieder in Angriff genommen.
Der Hausaufgang, für den wir zwei Mieter des Dachgeschosses verantwortlich sind, besteht aus zwei Holz-Treppen, die Reinigung ist ohne viel Aufwand durchzuführen und schnell erledigt...eigentlich.
Eigentlich deshalb, wenn sonst nichts im Weg herumsteht. Der Treppenabsatz lädt jedoch meine Nachbarin förmlich dazu ein, ihn vollzustellen mit kleinen Igelchen, Eulen, Entchen und anderen Tierchen aus Fell, Filz, Ton und Papier und dazu noch kleine Häuschen aus Ton, Keramik, Plastik und sogar Pappe in allen möglichen Farben, Ausführungen und Variationen, dazu stecken in den beiden Pflanzenkübeln ebenfalls Zierden in Tierform, alles miteinander wahllos, stillos, geschmacklos...wäre es wenigstens nur kitschig, aber selbst das wäre noch geschmeichelt. Das Fenster zum Innenhof vollgeklebt mit Weihnachtssternchen, die schon Jahre dort kleben müssen, so wie sie ausschauen. Das Fensterbrett verdreckt und voll mit Flecken von Brackwasser, das sich aus undichten Stellen in kaputten Pflanzentöpfen verabschiedet hat...der Hausflur ist leider nicht der schönste, doch mit diesem Zeug wirkt er richtig hässlich.
Na ja, wie gesagt, habe ich die Reinigung in Angriff genommen und musste dieses unsägliche Dekozeugs beiseite räumen, dabei liefen mir Krabbeltierchen über die Hände, Spinnen fielen aus ihren kleinen Netzen und Insekten flohen in die Ritzen der Bodendielen und ich habe vor Schreck ein Teil fallen lassen, natürlich war dieses Teil ausgerechnet aus Ton und zerschellte in tausend Scherben...ich habe dann den ganzen Dekomüll zusammengeklaubt und der Nachbarin vor die Wohnungstür gelegt.
Die Klebesternchen habe ich mit einem Schaber entfernt und nun kann man nach dem Fensterputzen auch wieder in den Innenhof hinausschauen. Die Pflanzenkübel habe ich stehenlassen, denn die stören nicht und gegen Pflanzen habe ich nichts als Dekoration einzuwenden.
Ich habe der Nachbarin danach eine Nachricht an die Tür gehängt, in der ich um ein persönliches Gespräch gebeten habe, doch bis jetzt kam - wer hätte das gedacht? - noch keine Reaktion. Selbst, wenn sie zuhause ist, öffnet sie nichts und niemandem die Tür und zu sehen bekommt man sie auch nicht. In über einem Jahr habe ich sie 3 x zufällig im Haus getroffen und sie hat sich jedesmal ganz schnell verzupft, kaum daß man eine Begrüßung hat murmeln können.
Egal, ich werde ihr wieder einen Zettel an die Tür heften und sie darauf hinweisen, daß ich es als ziemlich unverschämt empfinde, daß sie sich nicht an der Treppenreinigung beteiligt und immer noch den Hausflur als Erweiterung ihres Wohnzimmers betrachtet. Ich rechne weiterhin nicht mit irgendeiner Reaktion ihrerseits, aber wenn sie nicht dazu bereit ist, Unstimmigkeiten im persönlichen Gespräch aus der Welt zu schaffen, muß sie damit leben.
Zumindest wirkt der Hausflur jetzt eine Spur freundlicher ohne diesen verdreckten und unansehnlichen Mist.

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Do 18. Apr 2019, 18:30

Hallo ihr alle!
Frohe Ostern wollte ich euch wünschen, soweit möglich...
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Fr 26. Apr 2019, 14:35

Hurra, es gibt wohl doch noch eine Lösung, wie ich zu neuen Zähnen komme ( oder zumindest einer Prothese ), ohne daß ich eine Selbstbeteiligung aufbringen müsste, was ich sowieso nicht könnte...
Es ist mal wieder so, daß es selbst in einer an sich schlechten Lebenslage doch noch etwas positives zu entdecken gibt. Dadurch, daß mein Sohn mit mir in einem Haushalt lebt, kein eigenes Einkommen hat und somit ich mit meiner kärglichen Rente für zwei aufkommen muß, wird dieser Umstand bei der Einkommensbemessungsgrenze berücksichtigt. Die Grenze verschiebt sich um ein gutes Stück nach oben, so daß ich jetzt mit meinem Einkommen darunter liege und mir ein doppelter Zuschuss zum Zahnersatz bewilligt werden müsste.
Das heißt also, ich kann demnächst doch wieder kräftig zubeißen :mrgreen:

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Laura » Di 30. Apr 2019, 20:08

Sorry, mamschgerl, obwohl ich mich liebend gerne mit Dir austausche, bin ich im Moment, was das Schriftliche angeht, sehr zurückhaltend damit, etwas Persönliches von mir zu erzählen. Ich kann im Moment echt nicht über meinen Kokon hinausgucken, aber wenigstens gucke ich mir den (also besagten "Kokon") etwas genauer an, dies allerdings sehr abgeschottet. Wollte mich nur mal kurz hier bei Dir zurückmelden.

Schönen Maifeiertag noch!

LG

Laura
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