Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

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Laura
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Laura » Di 6. Nov 2018, 13:45

Ich komme mir im Moment, so wie ich die Hausarbeit schleifen lasse, geradezu assi vor. Nicht einmal, dass ich mir dies oder jenes Feines zubereiten könnte, wenn ich denn nur endlich mal Geschirr spülen wollte, kann mich motivieren. Was den geplanten Obstsalat mit Quark angeht, muss ich mich aber schon ranhalten, da die Bananen schon braun werden. Aber dann muss ich auch Platz im Kühlschrank schaffen, um den Rest in den Kühlschrank stellen zu können. Ach weh, bei mir ist Land unter und ich bin mit meinem Latein am Ende, aber das Leben wird dennoch nicht einfacher. Ich wünsche es mir aber immer mehr.
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Mi 7. Nov 2018, 09:29

...oh je...ich wollte, ich könnte dir irgendwelche guten Tipps geben, aber ich weiß ja selbst, wie das ist und außerdem kennen wir wohl alle gutgemeinten Ratschläge in- und auswendig...außer abwarten und Tee trinken bleibt einem nicht viel...ich versuch's mal mit was lustigem: ich bin heute morgen zum Edeka um die Ecke marschiert ( ich habe mich hingeschleppt ), mit einem Lächeln im Gesicht ( gut, daß mich keiner angesprochen hat ) und habe Katzenfutter besorgt ( die können ja nix dafür ). Auf dem Rückweg freute ich mich über ein weiteres Kilo weniger auf den Rippen ( die Hose rutschte und hing mir fast am Knie ) und darüber, wie schnell ich diesen Spaziergang hinter mich gebracht habe ( gefühlte 5 Stunden ).
Alles in allem lässt das auf einen guten Tag hoffen ( auf der Couch, weil tot ). Mein Geist ist offen für Anspruchvolles aus dem Fernsehen ( Richterin Barbara Salesch oder so...) und ich denke bei mir, auch dieses wird wieder einmal vorüber gehen... :roll:
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Laura » Mi 7. Nov 2018, 12:53

Guck was Gutes im Fernsehen für mich mit, mamschgerl! Ich muss heute die DVDs, die ich mir aus der Bücherei ausgeliehen habe, zurückbringen und ich hoffe, ich kann dann zwei, die ich mir nicht anschauen konnte, verlängern lassen. Neulich hat mich die DVD "7 Zwerge" immerhin auch aufmuntern können. Ein bisschen schade finde ich es schon, sondern dass man für Unterhaltung dann doch meistens auf eine "Dienstleistung", bzw. ein Produkt zurückgreifen muss. Andererseits, wenn mir immer das passieren würde, was z. B. Otto Waalkes Figuren immer passiert, würde ich das ja auch nicht lustig finden. Oder noch besser: Es passiert mir ja eh schon und ich finde es in meinem Zustand nicht lustig und dabei geht es Ottos "Losern" ja noch nicht einmal an den Kragen. Es bleibt alles noch im verbalen Bereich und die Otto-Figuren merken ja oftmals noch nicht einmal, wenn ihnen übel mitgespielt wird.
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Mi 7. Nov 2018, 14:42

Okay, ich versuch' jetzt mal, das zu sortieren...ach nee, ich lass' es lieber, weil ich auch nicht sicher bin, ob du mir jetzt damit was sagen willst oder nicht :| ...aber wie auch immer, ich bin zwischendrin eingeschlafen und jetzt noch depperter als vorher, bis ich wieder einigermaßen wach bin, ist's schon wieder Zeit zum Schlafengehen :roll: ich sag's ja, voll daneben...an die "7 Zwerge" kann ich mich nur schwach erinnern, ich weiß nur noch, daß ich einige Male lachen musste...den besten Nonsens fand ich bei "Die nackte Kanone", so dermaßen schön blöd...

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Laura » Do 8. Nov 2018, 14:48

Nee, in meinem obigen Beitrag wollte ich nichts Wichtiges sagen und ich bin im Moment zu nervös, um sowohl im rl als auch im Internet allzu viel an Konversation zu wagen. Ich weiß im Moment einfach nicht wohin mit meiner Dünnhäutigkeit und Nervosität, drum an dieser Stelle nur ein kurzes Lebenszeichen von mir.
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » So 11. Nov 2018, 19:47

...habe festgestellt, daß ich wieder zwanghaft nach etwas suche, was mich aus meinem Loch hervorholt...habe mir ein Schränkchen für die Küche geleistet, ein Schnäppchen mal wieder, musste musste musste es haben. Kurzfristiges Wohlgefühl, hat nicht lange gehalten, ist mir schon wieder beiläufig egal...ich ertappe mich, wie ich beim Zusammensitzen mit meiner Freundin höflichkeitshalber lache, meine Augen lachen nicht, ich sowieso nicht...verliere wieder viel zu oft den Faden, alles ist so träge und öde...habe heute aber trotzdem den Dreck gesehen und habe gesaugt...die Panik vor einem Rückfall ins Messietum war größer. Habe wieder ein Kilo weniger, egal, spielt keine Rolle...ich sage das Mantra auf: "...das geht wieder vorbei...". Ich denke an das Leben, das ich geführt habe und finde keinen Bezug dazu...alles ist so fremd und unwirklich, hat nichts mit mir zu tun...es ist, als hätte ich gar nicht gelebt, bin nur mitgeschwommen...und mein Roller hat mich auch wieder im Stich gelassen, keiner hat mich lieb :cry: ich mich auch nicht...da hilft nur kalte Vernunft, wie gesagt, das geht wieder vorbei...ich mach mir jetzt 'ne heiße Schokolade, das hilft bestimmt :|

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Di 13. Nov 2018, 14:13

...so ein übler Text, der gehört hier nicht rein. Hier wird nur über unliebsame oder gern getätigte Hausarbeiten und Hobbys geschrieben, oder? Also harmlose Alltagsgeschichten...oder irgendwas, was man gerade gesehen oder gemacht hat oder so...ach ja, da fällt mir ein: als ich zur Tankstelle marschiert bin, um einen Reservekanister mit Inhalt für meinen Roller zu kaufen ( war übrigens ein schöner Spaziergang von etwas über einer Stunde ), führte mein Weg auch durch eine schöne Parkanlage...und was musste ich erblicken? Einen Typen, der sich offen und frei an den Busch stellte und fröhlich vor sich hin bieselte.. :shock:
Ich kann ja verstehen, wenn die Blase drückt, daß es schnell gehen muß, aber der Depp hat noch nicht mal Anstalten gemacht, sich ein geschütztes ( und vor allem blickdichtes ) Plätzchen in den Büschen zu suchen, dabei steht da alles voll mit Hecken, Gesträuch und Bäumen, hinter die er sich hätte drücken können. Ich denke mir jedesmal, wie genau diese Idioten reagieren würden, wenn frau sich genauso hinhocken würde, für alle gut sichtbar? Sorry, aber ich muß das nicht haben, daß da jemand seinen Schwengel rausholt und Publikum fürs Urinieren braucht... :mad:
Als dann ein freilaufender Hund in seine Richtung tollte, habe ich laut gerufen: "Beiß' ihn ab!" , das hat gewirkt :lol: , hoffentlich hat er ihn sich vor lauter Schreck im Reißverschluss eingeklemmt.
Ach ja, kleine Freuden im Alltag, Schadenfreuden zwar, aber auch die tun manchmal gut, zumal gerechtfertigt, wie ich meine...

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Laura » Di 13. Nov 2018, 17:20

Hi mamschgerl!

Nö, von mir aus können wir ruhig in diesem thread darüber sprechen, dass das Leben und all das, was man tagsüber so tut, an manchen Tagen noch sinnloser erscheint als an anderen Tagen. Immerhin bekomme ich solche trüben Gedanken auch inmitten meines Tuns in der Wohnung. Immer diese Erledigungen zuhause, die ich nicht nur leiste, weil's nun mal sein muss, sondern auch in der Hoffnung, dass ich mir damit mein Glück erobern kann. Ist heute mal wieder nicht an der Wohnungstür erschienen. Also weiterwarten.

"Der Sinn des Lebens"...klingt nach was oder man ist des Grübelns und Theoretisierens darüber überdrüssig. Aber dennoch zieht es mich immer wieder zu diesem Großthema. Bin auch neulich durch eine DVD drauf gestoßen (wobei ich an der Verfilmumg "Dienstags bei Morrie" noch am interessantesten fand, dass der Ex-Student bekennen musste, dass er die Lebensweisheiten seines alten Professors nicht so einfach übernehmen konnte, dass er eher ein theoretisches Verständnis hatte, aber nicht das Gleiche fühlen konnte wie sein Lehrmeister). und habe mir dann ein philosophisches Buch aus meinem Bücherregal geschnappt. Das Lesen wird mir natürlich auch nicht wirklich einen großen Sinn schenken, aber um mich ein bisschen anregen zu lassen, dafür ist es schon ganz brauchbar. Da habe ich mir einen Aufsatz herausgepickt, der so ätzend wie Studienliteratur anmutet und den ich bisher nur schnell überflogen habe. Aber ich fand etwas darin, womit ich bei meinem Betreuer glänzen konnte und er dann auch bei mir, als um einen Aspekt ging, der etwas mit alten Diskussionen unter Theologen zu tun hat. Ich habe mir vorgenommen, diesen Aufsatz mal so richtig durchzuackern, um wieder ein bisschen meine Studienzeit anzuknüpfen, als ich öfter mit so Texten zu tun hatte, die unnötig kompliziert gehalten waren.

Übrigens: Meditieren ist immer noch besser als einfach nur rumsitzen und gar nichts tun! Gilt auch fürs Lesen und Grübeln :-)
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Mi 14. Nov 2018, 08:23

...tja, ich habe nie studiert und als ich es dann anpacken wollte in Form eines Abendgymnasiums, auf dessen Abschluss hin ich ein Studium hätte beginnen können, erfuhr ich, daß ich da schon zu alt war, um überhaupt auf dieser angestrebten Uni hätte aufgenommen werden zu können. Gut, es handelte sich um ein Studium an der Kunsthochschule ( wer hätte das gedacht? ), aber immerhin...und zu dieser Zeit vor fast fünfundzwanzig Jahren gab es tatsächlich eine Altersbeschränkung. Keine Ahnung, ob es die heute noch gibt, aber damals hielt sich wohl jeder für ein verkanntes Genie und jeder reichte seine Mappe mit Kunstwerken ein, so daß der Flut an Bewerbungen durch diese Beschränkung ein Riegel vorgeschoben werden konnte...ich habe das Abitur dann doch nicht mehr als so erstrebenswert erachtet, abgesehen davon musste ich einfach Geld verdienen und hatte drei Jobs, die mir keine Zeit mehr für anderes ließen.
Das Philosophieren an sich hat etwas ungemein anregendes, wenn man sich dabei auf alle Aspekte eines Sujets einlassen kann, aber man verliert sich selbst gerne dabei. Wenn man jeden Gesichtspunkt und alle Argumente nachvollziehen und verstehen kann, fällt es schwer, eine eigene Stellung zu beziehen. Die aber braucht man, weil eine eigene Meinung Stabilität verleiht, Persönlichkeit. Man kann mit jedem Thema so verfahren, jedes Thema so zerreden, daß am Ende die eigene Meinung, die man sich aus guten Gründen heraus gebildet hat, in Frage gestellt wird.
Bei Themen, die den Glauben betreffen, zeigt sich das ganz deutlich und beim Philosophieren über den Sinn des Lebens erst recht...ich habe den Sinn des Lebens noch nicht gefunden und es wäre auch - für mich zumindest - nicht förderlich, dahingehend auf eine Erleuchtung zu hoffen...er wird für jeden zwangsläufig ein anderer, ein eigener sein. Also müsste man für sich selbst suchen und wie bereits bei Hermann Hesse einen langen, langen Weg gehen. Für mich liegt immer noch der Sinn des Lebens im Leben selbst. Hätten wir kein Gehirn, würden wir uns nicht mal Gedanken darüber machen und die Tatsache allein, daß wir zum Denken fähig sind, reicht meines Erachtens als Rechtfertigung nicht aus, hinter allem etwas Größeres, über uns Stehendes zu vermuten, das unsere Geschicke lenkt.
Ach je, jetzt wird's aber heftig... :mrgreen:
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Fr 16. Nov 2018, 09:44

...meine Freundin fährt heute wieder mal für ein Wochenende ins Kloster. Sie sagt, die Abgeschiedenheit und das Sprechverbot, kein Handy, kein Laptop, nichts, was sie stören könnte, lädt ihren Akku wieder auf...dazu liegt das Kloster an einem See und scheint nach ihren Erzählungen auch sonst sehr heimelig und Geborgenheit vermittelnd zu sein. Meine Freundin redet sehr, sehr viel, nicht nur in ihrem Job, sondern eben auch privat und da war es anfangs für mich sehr schwer vorstellbar, daß sie es schaffen sollte, das Schweigegebot einzuhalten, doch da sie das selbst eigentlich will, aber nicht von selbst fertigbringt, kann sie diese Vorgabe auch gut annehmen. Trotzdem, diese Vorstellung meiner Freundin als schweigend Meditierende ist ziemlich schwer realisierbar...doch die Hauptsache: sie zieht Kraft daraus und ihr tut es wirklich gut.
Momentan ist's bei mir zuhause immer neblig am Morgen, eben richtig herbstlich und der Übergang von Sommer- in Herbstzeit ist so, wie er sein sollte, langsam, gemächlich, die Temperaturen fallen nicht sofort ins Bodenlose, sondern passen sich an, auch die Blätter werden nicht gleich von mehreren Herbststürmen von den Bäumen gefegt und die Farben bleiben lange erhalten...ein schöner Herbst.
Gestern habe ich Altkleider zum Container gebracht und das Gehen fällt mir schon so viel leichter, daß es fast wieder Spaß macht, ich denke, bald könnte ich soweit sein, daß ich längere Spaziergänge unternehmen kann. Allein dafür lohnt sich das Abnehmen, denn so kann ich mich wieder spüren und befreiter atmen.
Ich bräuchte nur noch eine gute Methode, diese Flashbacks fernzuhalten, denn die sind momentan besonders heftig und überfallen mich ziemlich oft...es ist fast so, als würde mit der schwindenden Speckschicht auch die Schutzhülle dünner...

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » So 25. Nov 2018, 08:40

...auf einer anderen Seite habe ich ja von meinem Erlebnis mit dem Gutachter erzählt ( der mir übrigens tatsächlich wider Erwarten einen höheren GdB anerkannt hat ), am Samstag kam das Gutachten per Post. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich Diagnosen ausfallen können...nachdem ich wochenlang stationär und jahrelang in ambulanter Behandlung war und alle eingebundenen Ärzte und Therapeuten zu den selben Ergebnissen gekommen sind, widerspricht der Gutachter der Diagnose "Komplexe PTBS" und bescheinigt mir nun dafür eine schwere narzisstische, histrionische Persönlichkeitsstörung. Er übersah ganz einfach mal eben das ' komplex' und ging von einer 'normalen' PTBS aus, die bei mir natürlich nicht zutrifft, aber macht ja nix, man muß als Gutachter ja nicht die Befunde und Beobachtungen durchlesen, die Klinikärzte und Psychiater und Therapeuten geschrieben haben...daß mein Verhalten bei der Untersuchung ( wie natürlich auch meine eigenen Schilderungen meines Erlebens mit Flashbacks und vielen Situationen, die mich über die Maßen triggern etc etc...) aber genau das fast komplette symptomatische Feld der komplexen PTBS abdecken und die vorangegangenen Diagnosen bestätigt, wurde schlicht und ergreifend übergangen, dafür jetzt das...
Einerseits habe ich zwar die höhere Einstufung bekommen, andererseits aber aufgrund völlig falscher Diagnosen...ich empfinde es eher so, daß dieser Mensch derart geltungsbedürftig ist, daß er gar nicht anders konnte, als die Kompetenz aller anderen in Frage zu stellen ( die schließlich über Jahre mit mir beschäftigt waren ) und seine Diagnose ( nach 2 Stunden ) als die einzig richtige darzustellen.
Nun gehört Altruismus, Emphatie und einiges mehr so gar nicht zu dem Bild eines Menschen, dem eine schwere narzisstische Persönlichkeitsstörung angedichtet wird...meine Freundin, die ebenfalls sehr feinfühlig ist, gerade was Narzismus angeht, konnte nur noch lachen...wir vermuten beide, daß er seine Schlüsse deswegen gezogen hat, weil ich sagte, daß ich gewisse Empfindungen nicht habe, z.B. Eifersucht, Neid, Liebe etc etc, die 'normale' Menschen haben, was aber noch lange nicht den Umkehrschluß zulässt, daraus auf eine narzisstische Störung zu tippen.
Naja, egal, laut seines Gutachtens bin ich nicht therapierbar und meine Prognose ist schlecht ( das hätte ich auch ohne ihn gewusst ).
...und jetzt zu etwas, was mich wieder a bisserl aufmuntert: ich habe meinen alten Roller verkauft und hoffe, daß der neue Besitzer ihn wieder zum Fahren bringt. Das war nicht das Aufmunternde...sondern: am Montag, also morgen, bekomme ich einen neuen Roller ( dank meiner Freundin ist es möglich ) und bin so wieder mobil. Auch wenn ich schon einige Gewaltmärsche hinter mich gebracht habe und zusehends fitter werde, so sind doch einige Strecken nicht zu Fuß zu bewältigen, insbesonders Einkäufe nicht.
Ach ja...inzwischen habe ich weiter abgenommen und schätze, daß ich Weihnachten wieder unter 100 kg komme, dann habe ich 20 kg geschafft. :mrgreen: und die letzten 30 kg werde ich auch noch schaffen.
Ansonsten wäre es schön, wenn sich hier mal wieder jemand meldet :cry:
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Laura » Di 11. Dez 2018, 15:57

Hallo mamschgerl!

Ich melde mich kurz wieder aus meinem Rückzugswinkel. Also dieser Gutachter, den Du da beschreibst, ist schon echt 'ne Nummer. Anscheinend stellte es für viele, die auf einem Gutachterposten landen, eine gewisse Ego-Kränkung dar, nicht mehr selber als Arzt praktizieren zu können, sondern halt nur eher Büroarbeit zu machen mit medizinischem Know-how. Da habe ich selber schon mal eine grenzwertige Erfahrung gemacht und auch von anderen gehört, dass Gutachter manchmal durchaus ihre Freiheit missbrauchen und die Angewiesenen gerne demütigen. Merken tun sie es deswegen nicht, weil sie ihre eigenen Probleme als die schlimmeren erachten und dann eben ihren eigenen Problemen den Vorrang geben. Die fühlen sich wahrscheinlich selber ungerecht behandelt und wollen dann "immerhin" noch etwas gegen "ungerechtfertigte Hilfsgesuche" tun und handeln dann häufig eben selber ungerecht. Tja, da gibt es ja immer noch den längeren Hebel dieser Leute zu beachten. Deswegen kann man ihnen auch nicht so einfach die Meinung ins Gesicht schleudern, um sich gegen die ungerechte Behandlung zu wehren.

Mir hat übrigens auch mal jemand, der sogar über weniger Macht verfügt als ein Arzt oder Gutachter, unter Missbrauch meines damals noch verhandenen Vetrauens, was von Narzissmus an den Kopf geklatscht. Und inzwischen denke ich auch nur: lol, gerade der muss immer wieder die unterschiedlichsten Psycho-Keulen gegen Kranke schwingen. Und es sieht nicht so aus, als würden sich allzu viele Kranke für länger ihm freiwillig anvertrauen wollen. Aber er kann ja auch schon alleine für seine physische Anwesenheit mit einem Stundenlohn rechnen. Und fühlt man sich gekränkt, liegt es selbstverständlich nur an der eigenen Erkrankung und dem eigenen schlechten Charakter, nicht aber, dass er krank im Hirn oder charakterschwach wäre....huuu, den möchte ich sowas von gestraft wissen. Der war auch einer derjenigen, die mir unterstellten, ich würde ihn verarschen wollen und hätte keine echten Probleme. Na ja, was will man so einem Burschi gegenüber auch großartig preisgeben, damit er einem glauben kann, dass es einem tatsächlich sehr dreckig geht. Wenn er schon auf kleinere Probleme, die man anfangs angesprochen hat, giftig reagiert ist das ja immer noch aushaltbarer als wenn er einem bei größeren Problemen in die Wunde hacken würde.

Ja doch, dieser Mensch zählt für mich eindeutig zu den Personen, die Scham- und Reuegefühle verdient haben. Vielleicht bekommt er sie ja mal und ich darf sogar beobachten, wie er ziemlich belämmert und dumm aus der Wäsche guckt. Bei dem kann man sich immer nur gegen falsche Unterstellungen verteidigen. Soll der mal irgendwann zusehen müssen, wie er an Hilfe kommen kann und zwar unter der Prämisse, dass die Vorwürfe an ihn berechtigt sind und er einiges wiedergutzumachen hat. Im Moment würden all die Leute, die mir in dieser Hinsicht einfallen, über solch eine Äußerung sicherlich nur spöttisch lachen und sich weiterhin auf ihrem sicheren Pöstchen ausruhen.

Was soll ich anderes tun als erst recht an eine ausgleichende Gerechtigkeit zu glauben, vor der auch nicht die Ausrede gelten würde, der Übeltäter habe doch immerhin gedacht, er würde richtig handeln und hätte es nur nicht besser gewusst oder gekonnt. Man kann jemanden doch nicht immer wieder dieselben gravierenden Fehler machen lassen. Außerdem glaube ich schon, dass diese Leute durchaus ihre vielen Hinweise bekommen, dass sie Schaden zufügen, auch von Leuten, die sie ernst nehmen müssen (nicht unbedingt von Leuten mit Psycho-Stempel), aber wenn sie sich lieber darin austesten wollen, sich über alles und jeden hinwegzusetzen, dann wünsche ich mir schon eine überirdische Macht, die da eingreift und noch schonend genug solche Leute stoppt und ernsthaft dazulernen lässt.

Ich fühle mich selber dieser ausgleichenden Gerechtigkeit unterworfen und bin daher vorsichtig. Ich fände es aber dann auch wiederum fies, als Patient sei man immer auf der sicheren Seite, wenn man sich die Opferrolle zudenkt, weil diese ja mit Unschuld verbunden ist. Manche Leute wissen einfach nicht, wie wenig "bequem" solch eine Opfermentalität tatsächlich ist und wieviel Leid damit verbunden sein kann. Ja ja, man muss sich natürlich auch mal selber zur Wehr setzen und sich nicht immer auf andere verlassen, aber es ist doch gerade diese Wehrlosigkeit, mit der man üble Gesellen anzieht. Wie bei einer älteren Dame, der man die Geldbörse stiehlt, wenn sie alleine unterwegs ist.
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Mi 12. Dez 2018, 21:41

Hallo Laura,
schön, daß du dich wieder meldest...ja, das Gutachten ist schon etwas besonderes. Ich habe es mir immer und immer wieder durchgelesen und kann trotzdem nur erkennen, daß er sich ziemlich abfällig und herablassend über mein Gebaren während der Untersuchung äußert. Zum einen beschreibt er mein Verhalten sehr genau und aus gerade diesem Verhalten haben andere Ärzte vor ihm eben die bekannten Diagnosen gestellt. Er kann jetzt leider nicht alles bestätigen, weil ich mich ihm gegenüber nicht wie gewünscht geöffnet habe. Hallo? In zwei Stunden will er die Arbeit von Jahren abchecken und entweder absegnen oder nicht? Ja, es ist diese Wehrlosigkeit angesichts dieser maßlosen Selbstüberschätzung bei einem Menschen, der glaubt, als bestellter Gutachter oberlehrerhaft die Einschätzungen der "Praktikanten" und "Gehilfen" auf die Waagschale werfen zu können. Und ja, ich frage mich immer noch, ob ich gegen sein Gutachten etwas vorbringen sollte oder nicht, doch andererseits bin ich wirklich müde geworden. Sicher regt es mich über alle Maßen auf, aber letztlich führt es zu nichts außer einem Magengeschwür...
Ich finde es für mich wenigstens positiv, daß er zumindest erkannt hat, daß Therapien oder Klinikaufenthalte bei mir nicht fruchten und ich von weiteren, anstrengenden und nutzlosen Methoden als nicht therapierbar quasi freigesprochen wurde. Zu irgendwas muß dieser Mist ja schließlich gut sein, oder?
Deine Erfahrung mit diesem Menschen erinnert mich irgendwie an jemanden...ja, genau, hieß der Typ vielleicht fluu? :lol:
Am schlimmsten finde ich daran, daß es immer wieder diese Erfahrungen mit solchen Idioten sind, die einen selbst wieder so in Wut bringen können, daß man dem Verursacher für all diese bösen Gedanken am liebsten die Krätze an den Hals wünscht. Eigentlich bin ich ein friedliebender Mensch, aber solche Gestalten bringen meine Phantasie so richtig in Fahrt...
Heute aber hatte ich ein Gefühl, eine Emotion, die ich noch nie hatte, aber immer glaubte, daß es so sein müsste...ich hatte eine Pflichtrunde mit meinem Roller gedreht, damit er nicht einfriert, sperrte die Wohnungstür auf...und da war es, das Gefühl, nachhause zu kommen. Es war nur sehr kurz, aber unglaublich intensiv und zuerst wusste ich gar nicht, was mich plötzlich so berührt und konnte es gar nicht zuordnen...heimzukommen an einen sicheren Ort, fast schon Geborgenheit zu empfinden, das ist mir im Grunde total fremd, aber ich bin fast sicher, daß es das war...und eines weiß ich auch ganz sicher, würde ich noch Alkohol trinken, Drogen nehmen oder Medikamente, hätte ich dieses Gefühl bestimmt niemals kennengelernt und mir ewig nur ausmalen können, wie es sein müsste.
Ich wünschte, alle, die mit dieser Empfindungslosigkeit gestraft sind, würden dieses Gefühl kennenlernen, auch, wenn es nur so kurz war wie bei mir heute, aber es zeigt mir doch, daß ich auf dem richtigen Weg bin, für mich zumindest und es bringt ein kleines Licht in dieses ewige Dunkel...
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Laura » Fr 21. Dez 2018, 13:43

Hi zusammen!

Bin zwar im Moment sehr zurückgezogen, auch im rl, aber mal frohe Weihnachten in die Runde zu wünschen will ich mir nicht nehmen lassen. Und wer, wie ich, eher denkt, dass Weihnachten mal wieder nicht der Knüller werden wird, solchen Leidgenossen wünsche ich dann immer noch, dass es entweder erträglich bleibt oder doch besser als vermutet wird. Bin durchaus richtig hier im Haushalts-thread mit meinem Weihnachtsgruß. Schließlich muss ich noch ein paar Töpfe spülen etc. bevor ich überhaupt mit dem Kochen oder Vorkochen loslegen kann. Habe aber wider Erwarten die Aussicht, nicht ganz alleine bleiben zu müssen, weil es sich dieses Jahr so verhält, dass ich mal eingeladen worden bin anstatt selber immer jemanden einladen zu müssen oder einer Selbsteinladung zu mir bereitwillig zu folgen.

Immerhin haben wir jetzt endlich den ersehnten Regen bekommen! Den sind wir ja an Weihnachten ja auch gewohnt! :lol:

Macht's gut die nächsten Tage, immerhin kann man an Weihnachten ja auch feiern, dass die Welt nicht untergeht. Das Positive Denken ist ja oftmals auch nichts anderes als der Vergleich mit dem denkbar schlimmeren Übel. :mrgreen:

*jingleling*, tut mir leid, besser kann ich mich im Moment echt nicht benehmen, dennoch, ich will mir nicht den Glauben an das Gute nehmen lassen und und wünsche Euch daher auch jede Menge Zuversicht und leckere Plätzchen.

Laura :morning:
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Fr 21. Dez 2018, 19:49

...hätte ich nicht besser ausdrücken können...habe meinem Sohn und mir heute vom letzten Bargeld eine Gans geleistet, die jetzt schön gemütlich im Kühlschrank auftauen darf und an Weihnachten verputzt wird. Gäste haben wir auch nicht und werden auch nirgendwo welche sein, weihnachtliche Dekorierungen hebe ich mir für die Zeiten auf, in denen ich dafür wieder Spaß empfinden kann ( mein Ex hat's mir so dermaßen versaut ) und eventuell auch was Bares für Geschenke übrig habe...mmh...ich schätze mal, das kann dauern :mrgreen:
Habe noch einen schönen Schrecken eingejagt bekommen von einer Internetabzockerbande, die mir mehrere hundert Euro für ein Streaming-Abo abknöpfen wollte, am Ende mit einer gefaketen Inkassofirma mit Gerichtsvollzieherandrohung für heute um Punkt 14:20 ( kam natürlich keiner ), aber das Ganze war echt täuschend echt aufgebaut und ich wäre bestimmt drauf reingefallen, wenn ich nicht etwas recherchiert hätte. Aber zum Glück gibt's gute Aufklärungskampagnen von Verbraucherschutzorganisationen und daher konnte ich auch gelassen mit einer passenden Antwort reagieren.
Insofern kann ich mich also auf die Gans freuen und wünsche dir, liebe Laura, und natürlich allen anderen Usern frohe Weihnachten...vielleicht scheint ja kurz die Sonne? :cool:
Liebe Grüße
mamschgerl


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