Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Hier gehört all das hinein, was sonst keinen Platz hat.
mamschgerl
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Do 29. Jul 2021, 14:57

Hallo Laura,
ich denk mir immer wieder, eigentlich müsste ich auf die Balkoneigner neidisch sein, zumal ich ja von der letzten Wohnung noch sehr gut weiß, wie toll es ist, sich auf einem kleinen Balkon, schön begrünt, zum Kaffeetrinken niederzulassen genau so, mir auf dem großen Balkon die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen...ja, ein Balkon hat schon was...es ist quasi ein „ vor die Tür gehen“ im Schutze der eigenen vier Wände, zumindest ich habe es immer so empfunden.
Deine Beschreibung klingt zumindest nach einem richtig gemütlichen und heimeligen Örtchen und ja, mein kleiner Balkon fehlt mir auch etwas, wenn ich ehrlich sein soll...komisch, der große weniger.
Das leidige Thema Impfen ist nicht einfach...der Impfschutz ist ja auch nicht hundertprozentig, man kann sich weiterhin anstecken, aber wenigstens der Verlauf soll angeblich nicht mehr zum Notfall führen, das ist ja auch der Grund, warum ich mich doch fürs Impfen entschieden habe...ich will einfach in absehbarer Zeit kein Krankenhaus mehr sehen müssen.
Diejenigen, die sich dagegen entscheiden, müssen aber auch damit leben, sich ernsthaft zu infizieren durch all die anderen Ungeimpften, von daher ist es vielleicht nicht so einfach...ach egal, das ist, wie gesagt, ein leidiges Thema und man könnte sich stundenlang damit auseinandersetzen, ich sehe zumindest beiderseits Argumente und keine Seite hat das ultimative...
Ich habe mich von meinen langen Locken verabschiedet und trage mein Haar jetzt wieder raspelkurz.
Es war mal ganz schön, längere Haare zu haben, aber am Ende habe ich doch immer nur einen Pferdeschwanz getragen und das Genervtsein überwog, also habe ich zum Rasierer gegriffen, die längste Länge eingestellt ( 25mm ) und losgelegt...es ist so toll, es ist, als ob ich die ganze Zeit eine Fellmütze getragen hätte und meine Kopfhaut nach Jahren endlich wieder frische Luft abbekommt...
Tja, so ist das, wenn man sonst nichts zu tun hat...blöd nur, daß mir mein Helm jetzt a bisserl zu groß ist : :mrgreen:
Morgen kommt mal wieder mein Bruder mit Frau zu Besuch, das wird wie immer anstrengend, weil sie den ganzen Tag bleiben werden, aber andererseits sehe ich sie ja nicht so oft, also werd ich das schon überstehen.
Ich werde feines Schweinefilet mit Speck, Tomaten und Käse überbacken, dazu Kroketten und Brokkoli kredenzen ( ich verzichte natürlich auf die Kroketten ) und auf das Essen freue ich mich schon.
Für mich alleine gibtˋs ja nur noch schnelle Küche und das ist mal wieder eine kleine Abwechslung.
Dir noch schöne Zeit auf deinem Balkon.
L.G. mamschgerl

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Laura
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Laura » Mi 4. Aug 2021, 12:27

Was habe ich im Zuge der Impfkampagne und der wachsenden Impfunwilligkeit heute im Radio gehört? So als neueste Vorschläge, um die Noch-nicht-Geimpften zu motivieren? Es werden Vergünstigungen in Bezug auf die Krankenkassen-Beiträge angeboten, wenn man sich impfen lässt, und um die Sache gerecht zu machen, würden diese Vergünstigungen auch für die schon länger Geimpften gelten. Es werden aber auch Verschärfungen vorgeschlagen, dass Ungeimpfte keine Gastronomie mehr betreten sollen, da würde auch kein aktueller Corona-Test mehr akzeptiert werden. Und die Corona-Tests sollen ab Oktober wieder etwas kosten.

Ja, so ein Balkon ist schon was Feines. Solange das Wetter dementsprechend ist, möchte ich weiterhin mein Frühstück zuhause auf dem Balkon einnehmen, als schon früh in die Tagesstätte zu fahren, um das Frühstück mit meinen Mitbesuchern einnehmen zu können, also in Gesellschaft. Das kann ich ja immer noch machen, wenn es Herbst ist und es zu kalt geworden ist, um mich länger auf dem Balkon aufzuhalten.
Neulich hatte ich eine Freundin zu Besuch und wir haben auf dem Balkon zu Abend gegessen. Die Hausbesuche meines Sozialarbeiters werden jetzt im Sommer grundsätzlich auf dem Balkon abgehalten mit Kaffee trinken und was Süßes essen am Balkontisch. Gestern hatte ich schon einen morgendlichen Termin mit ihm und wir haben dann auf dem Balkon ein Frühstück eingenommen. So mit weichgekochtem Früstücksei, Croissants und Müsli. Für das Müsli hatte ich eigens Quark angerührt und den Saft von einem Viertel Granatapfel, also den Kernen dafür gewonnen. Mit Granatäpfeln brauche ich noch Übung, um besser abschätzen zu können, wann sie so richtig reif sind. Ich meine, wenn sie frisch gekauft sind, müssen sie - wie vieles andere Obst auch - erst noch nachreifen.

Aber was das Aufschneiden und Aufbrechen von Granatäfeln angeht, so habe ich in einem meiner Kochbücher einen tollen Tipp gefunden, den ich sogleich angewendet habe und der auch funktioniert hat. Granatapfel von oben nach unten vierteln und dann jedes Viertel über einem Auffangbehälter (Schälchen) zusammendrücken, so wie man ein Zitronenviertel ausdrücken würde, nur nicht so fest. Dann das Viertel wieder auseinanderziehen und schon kommen die Kerne rausgekulllert, bzw. noch ein paar mal sanft zusammendrücken und wiederauseinanderziehen. Den Rest der Kerne kann man mit einem Teelöffel oder Messerrücken rausklopfen. Wieso nur heißen die Dinger eigentlich Kerne? Sie gleichen doch eher Beeren. Der Rest des Granatapfels ist ungenießbar, falls manche Leute Granatäpfel nur vom Sehen kennen und sich nie getraut haben, sich damit zu befassen. Auf die Kerne, die Beeren kommt es dabei an, nicht um das Drumherum. Der Geschmack dieser Kerne/Beeren ist aber einfach spitze!

Apropos Geschmack, gleich gibt es Mittagessen in der Tagesstätte und ich such mir schon mal 'nen Platz aus.
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Do 5. Aug 2021, 08:05

Granatapfel ist was Leckeres...ich kenne es in Verbindung mit einer tollen Sauce, die mein Ex zu Entenbrust zubereitete, vornehmlich zu Weihnachten; das konnte er ganz gut...
Ja, im Spätherbst und vor dem Winter ist wieder Arbeit angesagt auf dem Balkon...Pflanzen verräumen, sofern sie nicht winterfest sind, Stühle wegklappen und dann auch mal Schneeschippen...deswegen möchte ich den kleinen lieber. Da gab´s nur Winterfestes oder Tomatensträucher, die es sowieso jedes Jahr neu gepflanzt gab, also insgesamt kaum was zu tun...meine Freundin hat einen quadratischen, nicht kleinen Balkon, auf dem sie alles mögliche zum Sprießen bringt und steckt jedes Jahr viel Energie da rein, nur um am Ende kaum noch Platz für zwei Klappstühle und einen kleinen Tisch zu haben, damit man sich zum Kaffeetratsch und Rauchen auch zwischen all die Flora auch hinsetzen und sie genießen kann...die Liege ist nämlich größtenteils auch mit irgendwas zugestellt, was sie dann zum Ausspannen immer erst wegräumen muß...aber sie hat generell eher mehr an allem herumstehen und so ist alles in ihrer Wohnung auch eher überladen, naja, jeder wie er mag...wobei ich betonen möchte, daß es keineswegs ungemütlich wirkt, aber mein Fall ist es eben nicht.
Umgekehrt mag sie es bei mir auch zuhause, aber sie würde sich ebenfalls nie so einrichten...über Geschmack lässt sich nun mal wirklich nicht streiten.

Ja, das Impfen...wenn ich mir überlege, wieviel Tausende jährlich an Grippe, Drogen, Alkoholismus, Nikotin etc. etc. sterben, ohne daß da von irgendeiner Seite etwas unternommen wird, außer manchmal lapidar auf die Risiken hinzuweisen, wundert es mich schon etwas, daß hier jetzt so rumgemacht wird.
Niemand kennt die Langzeitwirkung der Impfung, niemand kann genau sagen, wieviele Tests falsch anzeigen, niemand weiß überhaupt irgendwas Genaues zu sagen, überall nur Spekulationen und undurchsichtige und oftmals unlogische Verordnungen, von Gerechtigkeit oder Gleichheit ganz zu schweigen ( Fußball, Olympia, Konzerte, Restaurants etc etc ); es ist nicht einfach und vielleicht wäre es, um allem ein Ende zu machen, doch ganz gut, eine Impfpflicht einzuführen, damit solche Überlegungen einfach gar nicht erst aufkommen.
Es braucht keine Stigmatisierungen, keine Ausgrenzungen, keine Stimmungsmache...wenn sich am Ende durch all diese Maßnahmen sowieso jeder genötigt fühlt, sich impfen zu lassen, um überhaupt noch ohne Anfeindungen vor die Haustür gehen zu dürfen.
Weißt du, bei all diesen Sachen, die gerade weltweit abgehen, habe ich zum ersten Mal Angst, daß ich doch noch hautnah miterleben muß, wie sich die Menschen gegenseitig die Köpfe einschlagen.
Es zeigt sich derzeit wieder einmal, wie beeinflussbar und manipulierbar diese „Schafe“ sind und es ist einfach nur noch traurig, welche Ausmaße das überall auf der Welt einnimmt.
Oh je, da habe ich jetzt wieder ein Fass aufgemacht...ich muß mich mal wieder zügeln, sonst nimmt das kein Ende... :mrgreen:

Gestern habe ich mir mal wieder Brot gegönnt, aber kein Weizenbrot, sondern ein Bio-Dinkel-Vollkorn.
Leider musste ich feststellen, daß es nicht so lecker geschmeckt hat, wie das übliche verpackte und verarbeitete, erschreckend, wie man schon konditioniert ist und die echten Geschmäcker vergessen hat...es ist ja schon lange so, daß Obst und Gemüse nach nichts mehr schmeckt, auch Eier, Fleisch und Wurst kann man vergessen, aber so krass habe ich es schon lange nicht mehr bewusst zur Kenntnis genommen. Der Gewöhnungseffekt ist schon immens fortgeschritten und deswegen wundert es mich auch nicht wirklich, warum alles wie ein Einheitsbrei schmeckt.
Ich hätte wirklich gerne mehr Geld zur Verfügung, einfach nur, um „echte“ und gute Sachen essen zu können, ich weiß noch, wie es schmecken und riechen kann, wenn gutes Essen auf den Tisch kommt, auch wenn das tatsächlich schon fast 50 Jahre her ist...

Hm, kann es sein, daß ich heute etwas negativ rüberkomme? Da muß ich schleunigst wieder die Kurve kriegen, ich hab mir schließlich vorgenommen, mich mehr auf die kleinen, guten Momente zu besinnen und dazu fällt mir gerade wieder ein, was heute morgen gegen halb sechs passiert ist: ein Eichhörnchen hat zum Küchenfenster reingeschaut und sich mit seinen Pfötchen am Fliegennetz festgehalten...die springen zwar jeden Morgen im Haselnussbaum herum und laufen unterhalb des Fensters vorbei, aber so nah war noch nie eins gekommen...das war toll. Vielleicht hätte es sich ohne Fliegen- und Katzennetz sogar reingetraut? Wenn auch nicht lange wegen besagten Katzen...

Heute steht wieder ein straffes Trainingsprogramm an...ich schaffe es noch mal, unter die 100 kg zu kommen, meine Ernährungsumstellung sowie das Training zeigen schon erhebliche Fortschritte.
Schließlich habe ich ja sonst nichts zu tun...

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Laura » Do 5. Aug 2021, 15:35

Pflanzenmäßig ist es jetzt auf meinem Balkon alles so wie ich es haben wollte und man hat gerade noch Platz, um durchzukommen. Erst fand ich noch ein kleines Metallregal, dass bei den Müllcontainern abgestellt war und nahm es schließlich mit. Manche Leute stellen ihre ausgemisteten Gegenstände bei den Müllcontainern ab, damit noch jemand vielleicht Verwendung dafür finden kann. Aber die Hausverwaltung hat es eigentlich verboten. Wahrscheinlich, damit das nicht bald alle Welt so macht und die Müllentsorger kaum noch durchkommen würden vor lauter ausgemistetem und abgestellten Krempel. Na ja, so hab ich wieder was für umsonst bekommen, was ich mir schon seit ein paar Jahren gewünscht hatte, nämlich ein kleines Bodenregal, auf dem ich einzelne Pflanzentöpfe hegen und pflegen kann, u. a. meine Kräutertöpfe, die an der frischen Luft und an der Sonne natürlich besser gedeihen als im Winter auf der Fensterbank. Außerdem hatte ich von ein paar Wochen eine Zimmerpflanze, so eine Flamingoblume umgetopft und mir gedacht, dass ich diese doch auch von der frischen Luft auf dem Balkon profitieren lassen könne, solange das Wetter es noch zulässt. Die steht jetzt also in einer der äußeren Ecken auf dem Boden. Und dann hat mir eine Nachbarin ein paar Ableger ihrer Erdbeerpflanzen überlassen und da ich noch einen kleineren Balkonkasten und genügend Pflanzerde übrig hatte, pflanzte ich die Teile ein (natürlich wird's für dieses Jahr nix mehr mit der Erdbeerernte) und die Blätter fangen schon kräftig an zu wachsen. Ich musste nur auf die Schnelle Halter für den Kasten besorgen und nahm mal ganz günstige für 5 Euro, die vorerst aber auch nicht so viel Gewicht aushalten müssen wie meine größeren Kästen, in denen ich meine Hänge-Geranien wachsen lasse. So ist das mit Hänge-Geranien. Sie wachsen und wachsen, die einzelnen Ranken werden also immer länger und die Kästen werden dadurch immer schwerer. Dieses Jahr ist mir erst so richtig an denen aufgefallen, dass die Ranken das reinste Flechtwerk bilden, wenn sie vor sich hinsprießen. Wahrscheinlich können sie so besser Unwettern standhalten und die Blütenköpfe können so überdies regelmäßiges Muster bilden in ihrer Anordnung.

Thema Impfung: Wenn mich nicht alles täuscht, wurde die SARS-Epidemie 2002/2003 in Fernost auch erst durch eine großangelegte Impfkampagne eingedämmt. Danach sind immer wieder mal vereinzelte Fälle aufgetreten, aber da hatte man schon Routine darin entwickelt, um zeitnah damit umzugehen. Und die Entwicklung der jetzigen Impfstoffe beruht auf der Erfahrung, die damals in Fernost mit dem entsprechenden Impfstoff gemacht wurden. Also so hoppla-hü musste da nichts zusammengebraut werden. Die jetzigen Viren sind ja auch nur Mutanten der damaligen SARS-Viren. Was mich allerdings wundert, ist, warum es nicht schon damals zu einer Pandemie gekommen ist. Zu jenem Zeitpunkt hatte sich China auch schon dem Westen geöffnet und es gab schon reichlich Reiseverkehr, so auch Tourismus von und nach China.

Ja, mal sehen, wie sich noch alles entwickeln wird. Solange die Viren fleißig kursieren können, können sie auch fleißig Mutationen bilden.

Was mir in der ganzen Zeit viel bitterer aufgestoßen ist als die nie ganz gerechten Corona-Regeln (boah, was wurde ich im allerersten Lockdown und noch zwei Monate danach hängen gelassen mit all den Kontaktbeschränkungen zu professionellen Helfern und was konnten sich damals nicht zehn ausgewählte Besucher der Tagesstätte von vorne bis hinten von den Mitarbeitern bedienen lassen) sind die Leute, die ganz bewusst und ganz regelmäßig die Regeln übertreten haben. Also aus Prinzip in den Bus steigen ohne eine Maske überhaupt nur dabeizuhaben oder in den Zeiten der härtesten Lockdowns unbedingt auf der Straße, am besten in der Nähe von öffentlichen Haltestellen, Alkohol saufen müssen. Da konnte ich manchmal immer wieder dieselben Gesichter wiedererkennen - denn diese Tröten zogen grundsätzlich keine Masken über und tun es immer noch nicht. Die Masken sind ja immerhin schon längst erschwinglich geworden und werden hin und wieder im Großpack auch gratis ausgeteilt, zumindest an die Ärmsten.

Ich kann es einfach nicht verstehen, wenn manche Leute so tun, als bestünde weder für sie selbst noch für andere ein Gesundheitsrisiko oder als seien gesundheitliche Bedenken grundsätzlich nur das Problem von "Spießern". Bei mir in der Nähe läuft immer wieder so ein notorischer Alles-Verweigerer durch die Gegend, der sich durch seinen Alkoholismus wahrscheinlich Polyneuropathie eingehandelt hat (vielleicht auch das Korsakow-Syndrom), am Rollator gehen muss und in seiner Bierlaune sowas von unbekümmert ist, so notorisch, wie er sich sämtlichen Regeln widersetzt. Aber doch, doch, da tut sich noch was in seinen alkoholgetränkten Nervenzellen. Einmal verkroch er sich, als in der Nähe ein Rettungswagen hielt. Der war sicherlich nicht wegen ihm gerufen worden, aber dennoch wollte er aus seiner Sicht wohl nicht riskieren, bei der Gelegenheit "auch gleich mit eingepackt" zu werden. In gewisser Weise kann der also auch "gut auf sich aufpassen". Dem hatte ich zweimal meine Hilfe angeboten, woraufhin er aber nur irgendwelche Unverschämtheiten vor sich hinbrabbelte. Also das eine Mal hatte er meine Hilfe sowieso ausgeschlagen, ein anderes Mal kam es ihm aber doch gelegen, dass ich ihm beim Einsteigen in die Straßenbahn wenigstens so weit behilflich sein konnte als dass ich ihm den Rollator hochhievte. Aber nach all dem, was dann folgte...da sehe ich zu, dass ich einen großen Bogen um ihn mache, wenn ich ihn irgendwo sehe. Einmal ließ ich sogar eine Straßenbahn sausen, weil er in dieser bereits in der Tür stand und mich schon erwartungsfroh angrinste. Eine Freundin von mir kennt den auch vom Sehen und obwohl sie an sich sehr großmütig gegenüber solchen "Randerscheinungen" ist und sich auch ehrenamtlich für die Ausgegrenzstesten unter den Ausgegrenzten engagiert, hat sie bei dem kein gutes Gefühl und mich darin bestärkt, den lieber links liegen zu lassen. Und schließlich und endlich: Solange er stets den Weg bis zum nächsten (Säufer-)Kiosk alleine schafft, ist er soooo behindert nun auch wieder nicht!

Meine Zeit am Comper ist mal wieder knapp bemessen. Eben kam ein Anruf von meinem Betreuer und wir haben unseren heutigen Termin ein wenig vorverschoben. Muss jetzt meine Sachen packen und heimfahren.

Liebes mamschgerl, genieß auch ohne Balkon die Reste dieses Sommers. Im Sommer - ob er nun richtig warm ist oder eher kühl wie dieses Jahr - klappt manches einfach besser, so auch eine Ernährungsumstellung. Und solange die Corona-Krise anhält, wird es auch immer wieder Kontroversen geben, was die neusten Regelungen angeht. Aber angenommen, dass Typen, wie ich oben einen beschrieben habe, zugleich auch die hartnäckigsten Impfunwilligen sind...also impfunwillig und dann auch einen Scheißdreck auf die simpelsten Regeln geben...na prost, auf 'ner Intensivstation würden die nun wirklich auf Alkohol verzichten müssen....
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Laura » Do 12. Aug 2021, 15:48

Hab mir zu Monatsanfang ein breites Haarband bei dm besorgt für wenn ich mal sämtliche Haare aus dem Gesicht raushalten möchte. Meistens möchte ich das, wenn ich mich doch zu Hausarbeiten aufraffen kann und es womöglich sehr warm ist. Das Teil ist ein bisschen auf schick gemacht, aber damit es wirklich hält und nicht immer wieder von der Rübe rutscht, muss ich es ganz aufschlagen. Dadurch wird es sehr breit und lässt mich wie Karl Napp aussehen. Na ja, dann soll's halt nur ein Nutzgegenstand für zuhause sein und kein Mode-Accessoire, um auf einer Flaniermeile andere Passanten auf meine Existenz aufmerksam zu machen. Wenn ich mir dann noch einen Pferdeschwanz mache, muss ich insgesamt noch weniger schwitzen und habe dann wirklich, wirklich keine Strähne mehr im Gesicht hängen.

Unter Zeitdruck muss ich noch ein paar wichtige Dinge erledigen, eher Schriftkram. Das sitzt mir schon seit einiger Zeit im Nacken. Und im Haushalt habe ich sowieso immer dringend was zu tun, gerade weil ich da täglich durchaus zu wenig mache. Bin halt chronisch schlapp. Vielleicht versuche ich es doch wieder mit einem Haushaltsdienst, dessen Bezahlung dann das Landessozialamt oder das städtische Sozialamt übernehmen würde.

Wenn ich meinen Wasserkocher benutze, befülle ich ihn oft mit extra mehr Wasser als ich für 'nen Kaffee oder Tee brauche. Den Rest des kochend heißen Wassers kippe ich dann in die verschiedenen Ausgüsse in Bad und Küche, um die Abflussrohre sauberzuhalten. Zwar hatte ich von einem Fachmann schon den Tipp bekommen, mal solle immer wieder heißes Wasser durch die Abflussrohre durchlaufen lassen, aber das macht man ja sowieso. Ein Mitbesucher aus meiner Tagesstätte gab mir mal den Tipp, nicht einfach das normale Warmwasser aus dem Wasserhahn zu diesem Zweck zu verwenden, sondern das noch wärmere Wasser aus dem Wasserkocher für die Reinigung der Rohre zu verwenden.

In letzter Zeit ergibt es sich, dass ich manchmal in einen Baumarkt muss. Jahrelang musste ich das gar nicht! Manchmal für was Simples, für das ich keine Beratung brauche. Manchmal brauche ich aber doch eine Beratung. Da komme ich mir so vor, als müsse ich mich als "dummes Frauchen" outen, dass halt keine Ahnung von Schraubentypen hat. Zum Glück sind die Verkäufer in der Regel nett. Echt, ich wusste nicht, dass Möbelschrauben sozusagen nicht normiert sind und jeder Möbelhersteller praktisch seine eigenen Möbelschrauben produziert. Da braucht man sich im Baumarkt erst gar nicht nach Ersatzschrauben umzugucken!

Es kommt mir so vor, als seien meine sich häufenden Gänge zum Baumarkt ein Zeichen dafür, dass ich allmählich meine Kreise mit dem Rumwurschteln in der Wohnung weiter ziehe und mehr Ahnung von noch anderen Dingen im Haushalt entwickle, also eher von den Männer-Dingen. Ich meine, meistens betreffen diese Gänge nämlich eben nicht etwas, das ich sich in der Garten-Abteilung befindet. Wow, seit Anfang des Jahres bin ich jedenfalls im Besitz eines Enteisungssprays. Autofahrer kennen diese Fläschchen sowieso, um an frostigen Tagen die Metallschlösser an den Autotüren vom Eis zu befreien. Ich hätte das Teil lediglich gebraucht, um meinen Briefkasten öffnen zu können. War dann doch nicht mehr notwendig, weil rasch das Tauwetter einsetzte, aber so habe ich schon mal dieses Fläschchen da, falls ich es im nächsten Winter brauche.

Wie hieß es doch immer im Vorspann-Lied der "Sesamstraße?" "Wer nicht fragt, bleibt dumm!". Also muss ich manchmal mit meinen 52 Lenzen um Auskünfte bitten, über die andere schon längst mit Anfang 20 verfügen. Nun ja, eine Super-Hausfrau muss ich echt nicht werden, also muss ich mich auch nicht auch noch in meine Scham bezüglich meiner mangelnden Kenntnisse reinsteigern!
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Mo 16. Aug 2021, 18:57

...da fällt mir direkt zum Thema Baumarkt etwas ein, das ich mit meiner Freundin erlebt habe, megapeinlich!
Als ich alles so zusammen hatte in der neuen Wohnung, brauchte ich noch einen längeren Schlauch für die Dusche, also habe ich mir das günstig übers Internet besorgt, Schlauch, Duschkopf und natürlich einen Halter für die Wand, worin man den Duschkopf klemmen kann, um sich richtig schön von oben berieseln lassen zu können.
Der Duschkopf passte aber nicht rein, also gingen wir zusammen in den Baumarkt und haben den Duschkopf mitgenommen, überall ausprobiert und immer noch keinen passenden gefunden, bis wir dann völlig entnervt einen Angestellten fragten, ob es denn überhaupt passende Halter dafür gäbe...
Naja, das Problem war dann, wie er uns grinsend erklärte, daß alle Halter passen würden, wenn man denn den umdrehen würde, damit die minimalst größere Öffnung oben sei, damit man den Duschkopf reinklemmen könne...
Manchmal sieht man eben den Wald vor lauter Bäumen nicht und steht wirklich da wie das buchstäbliche Dummchen, das von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Zum Glück regt mich das aber nicht mehr auf und ich konnte drüber lachen ( bin aber trotzdem rot geworden, schlimmer geht´s nimmer ), weil wir zusammen zu blind dafür waren, wo wir sonst doch wirklich alles alleine im Haushalt machen.
Passende Schrauben sind bei mir erst seit versuchtem Wechsel der Kratzbaumstämme ein Thema...ich hatte noch zwei etwas dickere nachgekauft, die ich bei einem meiner 6 Kratzbäume austauschen wollte, was aber leider unmöglich war. Die Gewinde sind bei allen Stämmen, die man nachkaufen kann, anders und passende Schrauben gibt es einfach nicht, zumindest konnte mir kein Verkäufer weiterhelfen, da anscheinend niemand Stämme gegen andere, also dickere oder dünnere, austauschen will.
Ersatzstämme sind kein Problem, denn da hat man ja schon von vornherein die passenden Schrauben, aber so ist es wie bei den Möbeln, jeder hat seine eigenen Zubehörteile, damit man auch ja nix bei anderen kaufen kann.
Ansonsten habe ich es bis jetzt immer geschafft mit dem Spruch: Passt nicht, gibt´s nicht, dann wird´s halt passend gemacht.
In meiner Küche funktioniert jetzt wenigstens mal der Abfluss richtig, denn ich hab mich doch entschlossen, wieder über die Hausverwaltung einen Sanitärdienst kommen zu lassen. Diesmal kamen wirkliche Profis und nicht solche Deppen wie die zwei Male vorher, weswegen ich mich auch so lange gesträubt habe, die wieder hier haben zu müssen. Wenn die den Abfluss geeinigt hatten, war es wenige Wochen später wieder genauso verstopft, aber blöd und g´scheid daherreden, das konnten die...
Diese Firma jetzt war richtig toll ausgerüstet, sind in das Rohr mit Kamera vorne an der Spindel gegangen, haben erstmal den genauen Verlauf ausgekundschaftet und dann herausgefunden, wo das Problem liegt und daß das Abflussrohr sich mit dem Abfluss der Toilette!?verbindet, da muß man erstmal drauf kommen...alle Leitungen, also Badewanne und auch Waschbecken münden in das Toilettenabflussrohr.
Immerhin sind diese Wohnungen und die Leitungen in den 20/30 er Jahren gebaut worden, da muß man erst mal prüfen, was da los ist. Nach drei Stunden haben sie es geschafft, den Fettbatzen zu entfernen, der sich schon lange vor meiner Zeit angesammelt hat und endlich läuft die Brühe ab :mrgreen:
Diese Leute haben mir übrigens auch geraten, einmal im Monat so ca 1/2 Flasche Spülmittel reinzugießen, ein bisschen heißes Wasser nachgießen, eine halbe Stunde warten und dann ca 1 Liter richtig kochendes Wasser hinterherzujagen, das ist schon a bisserl mehr als das übliche Spüliwasser beim Abwasch...
Tja, diese „Haarprobleme“ habe ich ja nicht mehr, seit ich sie auf 2,5 cm gestutzt habe, somit liegen alle meine Haarbänder und Haarreifen ungenutzt herum...aber wegwerfen werde ich sie noch nicht, vielleicht bekomme ich ja wieder irgendwann Lust auf längere Haare, wer weiß das schon?
Im Moment bin ich jedenfalls total froh darüber: das Waschen ist eine Minutenangelegenheit und das Föhnen kann ich mir sparen, weil sie eh sofort wieder trocken sind :lol:
Heute war bei mir wieder Waschtag...Bettwäsche wird gerade viel gebraucht, weil es so warm in der Nacht ist und dadurch schwitze ich noch mehr als sowieso schon. Geht aber alles schnell und problemlos, weil wir uns bei Einzug ja diesen Waschtrockner geleistet hatten. Ich bin wirklich froh über dieses Teil und hoffe, daß die Maschine noch sehr, sehr lange hält...
Letzten Freitag hatte ich meinen ersten Impftermin und außer einem Hauch von leichtem Schmerz rund um die Einstichstelle war nix zu spüren; mal abwarten, ob die zweite Impfung auch so glimpflich abläuft...
Morgen werde ich zum x-ten Mal wieder versuchen, eine kleine Tour mit dem Roller zu machen. Es soll ja nicht so heiß werden, da fahre ich lieber rum, als wenn mir die Sonne auf den Pelz brennt.
Ich hoffe, daß ich mich überwinden kann und nach draußen komme, ich kapsel mich zu sehr ein und das ist wenig hilfreich, aber andererseits zieht es mich so gar nicht irgendwoanders hin...ach, man wird sehen...

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Di 17. Aug 2021, 21:34

Manchmal könnte ich heulen...einmal im Monat gönne ich mir etwas: ein Essen bestellen.
Diese maximal 20,- € leiste ich mir, weil ich mir ja sonst nichts Außergewöhnliches zugute kommen lasse wie zB einen Friseurbesuch oder neue Kleidung etc. etc.
Nachteil ist hierbei natürlich, daß man nie wissen kann, was kommt hinsichtlich der Qualität...ist es ungenießbar oder sonst was daran auszusetzen, kann man es nicht zurückgehen lassen, höchstens in die Tonne klopfen.
Genau das ist mir heute passiert und ich war wirklich stinksauer, denn das komplette Essen wanderte in dieselbige.
Ich hatte zwei Döner ohne Rotkraut mit Knoblauchsauce und Pommes mit Mayo bestellt ( ja, ich esse kein Fastfood mehr, keine Kohlenhydrate, kein Brot..., nur einmal im Monat ), bekommen habe ich zwei nicht mal lauwarme Döner mit Rotkraut und Cocktailsauce, dazu einen Klumpen labbrige, nicht durchgegarte Kartoffelstreifen, die die Bezeichnung Pommes nicht ansatzweise verdienen.
Auf diesen Mist musste ich dazu noch 1 1/2 Stunden nach vereinbarter Lieferuhrzeit warten, eine Entschuldigung dafür gab´s natürlich auch nicht, dabei liegt dieser Laden gerade mal 5 Minuten Fahrzeit entfernt.
Ich könnte mir ins Knie beißen, daß ich gerade heute darauf Lust hatte und nicht imstande war, mir selbst am Dönerladen etwas zu besorgen, da hätte ich mir viel Geld und viel Ärger ersparen können...vor allem aber hätte ich etwas zu essen gehabt.
Meine Hauptnahrung ist tiefgefroren und so auf die Schnelle taut da nix auf, also war heute Fasten angesagt.
Sowas mag ich nicht und wenn, dann nur freiwillig und noch weniger werfe ich gerne Lebensmittel weg, aber hier konnte ich nicht mal sagen, daß der Hunger es runtergewürgt hätte ( eher im Anschluss wieder raus ).
Ich denke, künftig werde ich mir nur dann wieder etwas gönnen, wenn ich es selbst organisieren kann und sehe, was ich bekomme, denn das heute ist mir nicht zum ersten Mal passiert...
So ist das Leben...

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Laura » Do 19. Aug 2021, 15:42

Hi mamschgerl!

Dein solidarisches Outing bezüglich des Duschkopf-Halters hat mich beruhigt! So weit ist es schon gekommen!!! Frau muss befürchten, dass sie keine "richtige Frau" ist, wenn sie "unteremanzipiert" ist und als solche beim nächsten Kaufbesuch im Baumarkt auffällig wird! *grinsgrins* Hauptsache, Alice Schwarzer hat einen dabei nicht erwischt!!! Allerdings musste die vielleicht nicht so oft selber in den Baumarkt gehen zu Zeiten, als sie noch richtig Kohle hatte. Respekt, wer's von seinen Hausangestellten machen lässt...
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Laura » Mi 1. Sep 2021, 14:08

Ich muss mich bezüglich meines vorletzten Postings korrigieren. Die meisten Male, bei denen ich mich in den letzten zwei Jahren im Baumarkt herumtreiben musste, bezogen sich schon auf die Suche nach etwas, das mit Pflanzen zu tun hat. Allerdings habe ich im Baumarkt keine Pflanzen als solche gekauft, sondern so Dinge wie eine Balkonkastenhalterung, eine kleine Schaufel für die Blumenerde (jahrelang hatte ich einfach mit bloßen Händen in die große Tüte mit der Blumenerde gegriffen, letztes Jahr war ich immerhin schon ein Schrittchen weiter und zog mir vorher Einmal-Handschuhe an). Dabei musste ich mir überlegen, ob ich lieber eine günstigere Schaufel nehmen wollte, die aber ziemlich flach war oder lieber eine, die ca. 3 Euro mehr kostete, die aber dafür innen gewölbt war. Ich musste schon selber auf den Gedanken kommen, dass bei der gewölbten Schaufel weniger Gefahr bestünde, dass mir ein Teil der Erde einfach auf den Boden fallen würde, also nahm ich die. Und dann habe ich mich in der letzten Vorweihnachtszeit endlich dazu aufgerafft, mir eine kleine Astschere zu besorgen, um meine Tannenzweige zurechtschneiden zu können. Zuvor hatte ich mir mal eine ausgeliehen und davor noch mit meinem Universalmesser (eine Zeitlang sogar noch mit meinem Brotmesser1) Sägearbeit geleistet. Ich mach mir für die Adventszeit mein Adventsschiff immer selber (so'n länglicher Adventskranz). Das wird für das Geld, dass ich jedes Jahr neu in Tannenzweige und Kerzen investieren muss (8 - 16 Euro), so schön wie ein Teil, dass in einer Blumenhandlung mindestens 50 Euro kosten würde! Von der entsprechenden Deko habe ich schon seit vielen Jahren genug da und kann die immer wieder verwenden.
Für mich beginnt jetzt schon die Zeit, in der ich an die Aktivitäten in der Adventszeit denke. Vielleicht fällt mir ja was ein, wie ich meine Weihnachtskarten selber basteln kann und sie trotzdem nach was aussehen! Vor ein paar Jahren hatte ich einige für meinen Bedarf in der Tagesstätte fabriziert, aber die sahen nicht sehr elegant aus, eher nach Bastelstunde im Kindergarten...
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Do 2. Sep 2021, 14:43

...ganz ehrlich, ich weiß schon gar nicht mehr, wie das ist, echte Pflanzen zu hegen und zu pflegen...ich erinnere mich jedoch lebhaft an die Zeiten, in denen ich wahnsinnig viele und unterschiedliche Zimmerpflanzen hatte, die ich alle ganz einfach am Leben erhalten habe, indem ich den Übertopf mit Torf gefüllt und einen Torf-Rand von ca 3-5 cm zum Plastiktopf mit Pflanze gelassen habe; den Torf habe ich immer schön feucht gehalten und die Wurzeln der jeweiligen Pflanze haben sich durch die unteren Löcher im Plastiktöpfchen geholt, was sie gebraucht haben...aber wie gesagt, das ist lange, lange her und ich liebe meine künstlichen Pflanzen und Bäumchen, die muß ich zwar immer wieder mal abstauben, aber die machen keinen Dreck, keine Arbeit und gehen nie ein :mrgreen:
Ich habe immer schon Weihnachtsdeko gemocht, vor allem bei anderen...bei mir gab´s das nur, weil mein Sohn es gerne mochte, von daher interessiert mich Weihnachten nicht mehr...trotzdem sehe ich gerne all die glitzernden oder auch traditionell geschmückten Bäume, die irgendwie etwas heimeliges an sich haben und ein Gefühl von heiler Welt in einem hervorrufen ( ...deswegen hat sich mein Innerstes auch immer gegen all den Rummel gesträubt...Weihnachten war bei mir nie heile Welt...).
Aber die Vorstellung davon mag ich natürlich, daher sehe und spüre ich auch gerne, wenn sich alle darauf vorbereiten und sich ein gewisser Zauber verbreitet...es ist schon ein besonderer Ausnahmezustand jedes Jahr, den ich, wie gesagt, gerne bei anderen wahrnehme...
Manchmal muß man sich positive Gefühle und Empfindungen irgendwo ausleihen und mitfühlen, dann kommt man schon irgendwie zurecht...
Baumarkt ist für mich total toll, es ist für mich wie für andere auf Shoppingtour durch die City zu schlendern...mir kommen so viele Ideen, wenn ich all diese Materialien, Hölzer und so vieles mehr entdecke, daß ich am liebsten nur dann hingehe, wenn ich das nötige Kleingeld habe...denn im Baumarkt nach Einkaufszettel einzukaufen, geht mal gar nicht :lol:
Derzeit bin ich einigermaßen stolz auf mich, weil ich mein Training weiterhin durchziehe und von stark übergewichtig mittlerweile auf leicht übergewichtig gerutscht bin und schon einiges an Körperfett verloren habe; es passt mir auch wieder das ein oder andere Kleidungsstück und mein Rücken hat sich schon länger nicht mehr wirklich ernsthaft gemeldet ( ...hie und da zwickt´s mal, aber nicht mehr über Tage hinweg ohne Bewegungsmöglichkeiten und nur mit Schmerztablettendröhnung... ).
Das Schöne daran ist, daß ich das auch weiterhin so händeln kann, ohne irgendeinen Druck oder Mangel, da ich keine Crashdiät oder anderen Unsinn veranstalte; dauert zwar länger, aber dafür bleibt´s dann auch beim Gewichtsverlust.
Ich wundere mich über mich selbst, aber ich denke, daß ich es einfach mache, weil es für mich persönlich egal ist, was ich mache oder nicht, ob ich was mache oder nicht, also kann ich´s auch genauso gut machen, weil egal...keine Ahnung, ob das jetzt zu verstehen ist, aber ich glaube, man wird es schon verstehen, wie ich das meine...
Die Tage war ich mal wieder bei meiner Zahnärztin - eine ganz liebe - und musste leider erfahren, daß sich eine Parodontosebehandlung nicht vermeiden lässt...tja, ich müsste mal mit dem Rauchen aufhören, aber das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, ich rauche jetzt seit 46 Jahren und es ist etwas anders als mit Alkohol, Drogen und Medis, womit ich von jetzt auf gleich aufhören konnte...
Um auf die Ärztin zurückzukommen...sie meinte, daß sie eine professionelle Zahnreinigung - quasi als Vorbereitung zur Parondontosebehandlung - bei der KK mitbeantragen würde, damit ich die endlich mal durchführen lassen könne, weil ich sie mir nicht leisten kann, gute Idee, hoffentlich klappt das...
Es ist immer wieder erfreulich, daß es noch nette und menschliche Ärzte gibt, die nicht nur auf das Geld aus sind, das sie den Patienten aus der Tasche leiern können, wennˋs anders doch auch geht...

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Laura » Mi 15. Sep 2021, 10:30

Zum Zahnarzt müsste ich auch mal wieder, aber ich habe noch keinen gefunden, bei dem ich ganz bleiben möchte. Ich hatte mal einen guten ganz bei mir in der Nähe, aber der ist in den Ruhestand oder sonstwas. Der, bei dem ich im Frühjahr wegen etwas Akutem war, scheint mir ein Geldgeier zu sein. Riet mir etwas dringend an, obwohl es gar nicht so dringend war und immer noch nicht dringend ist. Das Aktute hat er immerhin sehr flott behoben, aber man muss heutzutage echt auf der Hut sein vor Fachärzten, die auf die Null-Ahnungs-Haltung ihrer (neuen) Patienten setzen und einem sonstwas anraten, nur um Kohle zu machen.

Wenn ich durch den Baumarkt latsche, kriege ich eher Komplexe, wenn ich all das Zeugs sehe, von dem ich keine Ahnung habe. Oftmals laufe ich hin und her auf der Suche nach einem Verkäufer, der mir sagen kann, wo ich das finde, was ich suche. Manchmal brauche ich auch eine Beratung, ob ich lieber das Teil nehme oder jenes oder ob es das, was ich brauche, überhaupt im Baumarkt gibt (Möbelschrauben schon mal nicht!). Aber als das Lerntierchen, das ich bin, lerne ich ja gerne dazu, und dieses mit-jedem-Mal-ein-bisschen-schlauer-werden, macht dann meine Blamage als "naives Frauchen" wieder wett.

Was Deko-Sachen oder ein paar Sachen vom Baumarkt angeht, so bin ich aber schon vor Jahren von alleine draufgekommen, dass lackierte Sachen besser sind, wenn auch teurer. Die lassen sich besser sauberwischen und sind auch besser vor Rostbildung geschützt. Ein billiger, unlackierter Dekogegenstand, z. B. für den Herbst, für die Weihnachtszeit oder für die Osterzeit, kann mich nicht mehr verführen, einfach weil ich weiß, dass der Staub daran kleben bleibt und sich nicht so einfach abwischen lässt. Und wenn das Teil aus Stoff ist, muss ich immer noch genau hingucken, ob sich das Teil eventuell in der Waschmaschine waschen lassen würde. Tja, wenn's wirklich sein muss, lernt man auch dazu.

In einem Weihnachtsfilm ("Wunder einer Winternacht" von Marko Leinö, kann ich sowohl als DVD als auch als Roman sehr empfehlen!) bin ich bei einer Szene darauf gekommen, was das Lackieren so schwierig macht: Die Umgebung muss absolut staubfrei sein. Wenn nur ein Stäubchen an das frisch lackierte Teil dran kommt (im Film ging es um Möbelschreiner-Arbeiten), ist die ganze Chose dahin. Also ist das vorherige Extra-Saubermachen der Werkstatt die eigentliche Arbeit beim Lackieren.

Hab jetzt wieder ein paar Mal meinen BeWo-Sozialarbeiter auf meinem blumigen Balkon "abgefüttert". Das macht Spaß! Gestern, bei einem morgendlichen Termin gab es weichgekochte Eier, selbstangerührten Mango-Joghurt (den Joghurt musste er mitbringen) und meinen späschl Kurkuma-Tee. Und mein Betreuer (iss ja kein gesetzlicher, aber die Sozialarbeiter vom Betreuten Wohnen werden der Einfachheit halber auch Betreuer genannt) hilft mir immer wieder beim Geschirrspülen. Langsam lichten sich meine Ablageflächen in der Küche, *froifroi*.

Mal sehen, ob ich es heute noch schaffe, ein paar Brioches zu backen. Das würde dann wieder Chaos und noch mehr Spügeschirr ergeben, aber auch Leckerlis, die ich aus einem Rest vom Hefewürfel zaubern könnte, den ich am Sonntag für Zwiebelkuchen angebrochen habe. Hefewürfel halten sich ja nicht so furchtbar lange im Kühlschrank. Und ich hasse es, selbst sowas Günstiges wie einen Hefwürfel nur zum Teil aufzubrauchen. Ich finde Hefewürfel sind als Backtriebmittel etwas sehr Kostbares. Kaum zu glauben, dass man die schon für 9 Cent kriegt.

Ich trenne übrigens wieder meinen Bio-Müll, mache das aber anders als früher. Wenn ich ein paar frische Abfälle vom Obst- und Gemüseschnippeln dahabe und außerdem z. B. altes Brot oder benutzte Teebeutel, dann wickle ich das schön in Zeitungspapier ein (von einer kostenlosen Zeitung) und bringe es schnell in beiden Händen tragend zum Biomüll-Container. Das kann ein oder zweimal am Tag stattfinden. Ich will jedenfalls keinen Biomüll mehr als Hausmüll unter der Spüle dahaben. Der würde nur stinken und Schimmelsporen freisetzen, die auch an den nächsten Wänden zur Schimmelbildung beitragen könnten.

Ist der schöne Spätsommer jetzt etwa zu Ende? Heute fängt der Tag mit kräftigem Regenwetter an!
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.


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