Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Hier gehört all das hinein, was sonst keinen Platz hat.
Benutzeravatar
Laura
Beiträge: 4454
Registriert: Sa 25. Sep 2004, 07:09

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon Laura » Mi 26. Apr 2017, 16:38

fluuu, erzähl uns jetzt bitte mal, was gegen Haarausfall schon mal nicht hilft! Das wird doch nicht irgend ein holzbrettschwingender Zen-Meister gewesen sein, den Du in der Annahme aufgesucht hast, er sei ein Friseur, der Deine Hilfe bräuchte!
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

mamschgerl
Beiträge: 1105
Registriert: Mi 27. Apr 2016, 06:53

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon mamschgerl » Mi 26. Apr 2017, 16:54

...besser hätte ich es nie ausdrücken können :lol: :lol: :lol:

Benutzeravatar
fluuu
Beiträge: 2544
Registriert: Di 13. Sep 2005, 13:32
Kontaktdaten:

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon fluuu » Do 27. Apr 2017, 10:59

Es gilt der Psychose vorzubeugen, besonders bei mehreren schweren Diagnosen und diese Psychose
ist eine Flucht vor der Realität im Kopf. Demnach ist die Realität so wie sie ist kaum auszuhalten
und dafür sind bewusste eigene kreative Strukturen im Gehirn sinnvoll. Das Umwandeln von Bestrafung
in Geschenke ist nur ein Beispiel einer kognitiven Leistung um bewusst die eigene innere Realität
so zu verändern, dass es gut auszuhalten ist. Es heißt ja auch, kleine Sünden bestraft der Gott sofort,
man sollte dankbar dafür sein bevor sich schlimmeres zusammenbraut.
So bringt ein Gutachten Erkenntnisse über einen selbst, so oder so, man sollte dankbar sein für diese Unterstützung.
Wenn sich im Laufe der Jahre die Miete der Wohnung erhöht und dadurch den Regeln der Grundsicherung widerspricht
ist das eine Realität die sich durch virtuelle Vorstellungskraft nicht klären lässt. Man könnte jetzt in den Realitätsverlust
gehen und eine Psychose ausprägen, dann kommt man in stationäre Behandlung und das Thema Grundsicherung ist
aufgeschoben. Man kann aber auch ein Gutachten machen lassen um so eine Chance zu bekommen mit dem Ergebnis
einen erhöhten Bedarf zu rechtfertigen um so das Nutzen der teuren Wohnung und die Grundsicherung zu ermöglichen.
Man kann aber auch den Wink vom Amt als Motivation nutzen um mal wieder umzuziehen und sich zu verrücken,
von einem Fleck auf einen Anderen, man ist dann verrückt um so auf den alten Fleck zurückzublicken und ihn von
außen gut analysieren zu können. Es bringt ganz viel Erkenntnis über einen selbst und das kann man dann einsetzten
um die Strukturen im eigenen Gehirn genau so kreativ zu beeinflussen wie es die Situation erfordert damit der Umgang
mit der Realität kein so großes Problem ist. Das mit dem Frisör habe ich nicht verstanden.
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de

mamschgerl
Beiträge: 1105
Registriert: Mi 27. Apr 2016, 06:53

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon mamschgerl » Do 27. Apr 2017, 23:03

noch mal, ein gutachter arbeitet nicht für den patienten, sondern für die jeweilige ihn beauftragende versicherung. das gutachten selbst bekommt der patient nicht zu sehen, ein therapeutisches gespräch findet nicht statt, es ist auch nicht gegenstand dieses termins, dem patienten ein stück selbsterkenntnis mit auf den weg zu geben, den er auch kaum aus diesem gespräch ziehen wird.
zum umzug gezwungen zu werden, weil mal wieder der amtsschimmel wiehert, ist auch schwerlich als chance zum neuanfang zu sehen und gezwungenermaßen bisheriges aus anderen blickwinkeln zu sehen.
ich verstehe, auf was du grundsätzlich hinauswillst und das denken, etwas positives aus einer schlimmen situation zu ziehen, damit man nicht daran kaputtgeht, ist eine gute sache. für irgendetwas muss das alles ja gut gewesen sein oder irgendein tieferer sinn wird sich schon dahinter verbergen etc etc.
nur scheint mir das nach wie vor unpassend, wenn mir berechtigte leistungen verwehrt werden. da gibt es keinen tieferen sinn, es ist kein schicksalsschlag, der mich da trifft, sondern mir wird ganz profan etwas mir zustehendes verweigert. da findet sich beim besten willen nichts spirituelles oder tiefgreifendes...
sich da etwas zusammenzuschustern und daraus etwas tiefenpsychologisch wertvolles zu basteln, was einem chancen zum weiterkommen bietet, naja, man kann's auch übertreiben.
ich würde zumindest nicht ein dankschreiben an ämter verfassen, daß sie mir mit der ablehnung ein geschenk vermittelt haben, das mich nun dazu ermuntert, selbstständig auf anderen wegen eine wohnung zu finden und mir so stärke und kraft spendeten, wege zur selbsterkenntnis zeigten und ich nun positiv gestimmt und hoffnungsfroh das alles jetzt aus anderen perspektiven zu sehen befähigt bin.
man kann nicht aus willkür und ungerechtigkeiten etwas anderes machen, es ist, was es ist.
und ein mensch, der fähig ist, aus jedem schlechten, was ihm widerfährt, was gutes zu ziehen, ist ein optimist.
solche finden sich aber selten unter den psychisch kranken, so daß hier deine bemerkungen über psychotiker einfach unangebracht sind.

und schade, daß du das mit dem friseur nicht verstehst, aber genau darum geht es die ganze zeit...

Benutzeravatar
Laura
Beiträge: 4454
Registriert: Sa 25. Sep 2004, 07:09

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon Laura » Sa 29. Apr 2017, 20:02

Ja fluuu, alles in Ordnung. Noch hält das Sozialsystem. Das hat aber nichts mit Dir und Deiner "Autonomie" zu tun!
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

Benutzeravatar
fluuu
Beiträge: 2544
Registriert: Di 13. Sep 2005, 13:32
Kontaktdaten:

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon fluuu » Di 9. Mai 2017, 15:25

Doch, ich lebe davon und zwar weitestgehend autonom.
Wer in einer Begutachtung nicht eine feindlich gesonnene Handlung sind, sondern eine auf Grund der Betroffenheit
existierende Notwendigkeit wird aus seinem schonungslosen und grundehrlichen darstellen der Gedanken und Gefühle
viel bereicherndes Wissen über sich selbst ziehen können und wer das eine Weile trainiert ist letztlich autonom.
Wer die Störungsmuster in der Seele kennt und weiß wie er damit umgeht ist weitestgehend unabhängig.
Sowohl dem Machtmonopol des Staates gegenüber als auch der Macht des SVV, kennt die Gesetzmäßigkeiten der
Betroffenheit und dazu gehört hier und da eine Befragung, auch von einem Gutachter. Die Betroffenheit schützt
nur dann vor den allgemeinen Gesetzen der Gesellschaft wenn klare Begründungen vorliegen wie z.B. ein
Schwerbehindertenausweis mit entsprechenden Vermerken. Ich will mehr haben als die Anderen weil meine Mutter
mich nicht geliebt hat darf für einen Erwachsenen Menschen der für die Eigenliebe verantwortlich ist, kein Argument
sein, sondern er die Frage wo bekomme ich die Eigenliebe her. Da kann unter anderem ein Gutachter der über die
eigene Befindlichkeit fragt sehr hilfreich sein. Wann wird man schon mal so nachhaltig über die eigenen Gefühle ausgefragt.
Da ist die Gesetzes grenze überschreitende Miete ein blöder Umstand und kein tolles Geschenk aber warum sollte diese
Regel für den Betroffenen nicht gelten während es für alle anderen gilt. Sicher, mit besonders geschicktem Verhalten wäre
es dem Betroffenen vielleicht möglich den Sachbearbeiter von seiner Notlage zu überzeugen und er lenkt ein aber auf
diesen Vorteil pochen und ihn verlangen wäre törichtes Verhalten auch allen anderen Menschen gegenüber.
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de

mamschgerl
Beiträge: 1105
Registriert: Mi 27. Apr 2016, 06:53

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon mamschgerl » Fr 12. Mai 2017, 06:54

...ich stelle mir das gerade bildlich vor:
ein männlein mit hochrotem kopf, das sich haareraufend im kreis dreht und immer wieder die frage stellt: " habt ihr eure eigenliebe schon gefunden? ihr müsst eure eigenliebe finden, verdammt. ihr müsst endlich zugeben, daß ihr alle verrückt seid, dumme kleine kinder und nur eure eigenliebe finden müsst, um euren frieden zu finden, ihr braucht kein brot, kein geld, keine anderen dinge zählen, nur die eigenliebe bringt euch zum nirwana. "
und es dreht und dreht sich, schimpft und zetert, flucht und sendet giftige blicke und sprüche zu denjenigen, die ihm nicht zuhören und verstehen wollen.
ein verkanntes genie auf seiner mission, unermüdlich, unerschütterlich versucht es, die psychisch unterbemittelten zu bekehren, nie müde werdend, den menschen ihre uneinsichtigkeit vorzuhalten.
fast könnte es einem leid tun....

Benutzeravatar
Laura
Beiträge: 4454
Registriert: Sa 25. Sep 2004, 07:09

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon Laura » Di 16. Mai 2017, 15:28

Doch, ich lebe davon und zwar weitestgehend autonom.
:sleeping:
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.


Zurück zu „Sonstiges“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast