Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Hier gehört all das hinein, was sonst keinen Platz hat.
Angelika Kuge
Beiträge: 3
Registriert: So 19. Feb 2017, 17:54

Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon Angelika Kuge » So 19. Feb 2017, 18:17

Guten Abend an Alle!
Im November 2016 teilte mir das Grundsicherungsamt mit, dass ich bis 30.06.2017 aus der Wohnung müsste, da meine Miete 50 Euro zu teuer wäre. Ich ging in den Widerspruch, da ich 100% schwerbehindert bin und massive gesundheitlich Probleme habe, was dem Grundsicherungsamt bekannt ist und ich EU-Rentnerin bin. Vor 17 Jahren zog ich mit Genehmigung des Sozialamtes ein und hatte vergangenes Jahr die 1. Mieterhöhung.
Ich ging in den Widerspruch, der lt. Sozialamt nicht rechtens war, da es sich um eine Anhörung handeln würde. Alles was das Sozialamt an Unterlagen anforderte, schickte ich denen zu. Vor einer Woche erhielt ich ein Schreiben, dass ich am 20.02. 2017 (das ist morgen), zum psychiatrischen Amtsarzt müsste und dieser entscheidet dann, ob ich aus der Wohnung raus muss, oder nicht. Ich gehe morgen hin, aber ist das rechtens? Allgemeinmediziner , oder Internist, hätte ich ja noch verstanden, aber Psychiater? Was hat dieser damit zu tun? Auch habe ich Pflegestufe!
Wäre dankbar für eine Antwort.

mit freundlichen Grüßen

ginalein2

mamschgerl
Beiträge: 1134
Registriert: Mi 27. Apr 2016, 06:53

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon mamschgerl » Mo 20. Feb 2017, 08:00

hallo,
ich könnte mir vorstellen, daß der amtsarzt ein gutachten erstellt, ob dir ein umzug in anbetracht deines gesundheitszustandes psychisch überhaupt zumutbar ist. gegen diese vermutung spricht allerdings, daß ein solchen unterfangen, das letztlich zu deinen gunsten ausfallen könnte, selten von der sozialbehörde angeregt wird.
ob die sache generell rechtens ist, entzieht sich leider meiner kenntnis.
zum anderen kann dich das amt nicht zu einem auszug zwingen, aber natürlich, solltest du dich weigern, die hilfe kürzen. so oder so sitzen sie leider am längeren hebel.
du solltest versuchen, aus dem heutigen termin das beste zu machen und auch klarstellen, was ein umzug für dich bedeuten würde, eventuell wird dir eine unzumutbarkeit bescheinigt.
auf jeden fall hast du gerade ganz schön zu kämpfen und ich wünsche dir die kraft, das durchzustehen, doch möchte ich auch anmerken, daß sich in diesem forum menschen mit psychischen problemen austauschen und den daraus entstehenden schwierigkeiten im alltag.
du schreibst, daß du körperlich 100% schwerbehindert bist und keine psychischen beschwerden hast, daher wäre vielleicht ein forum, das sich mit den vorgehensweisen der sicherungsämter befasst, besser geeignet?
also, nochmal alles gute.
l.g. mamschgerl

Benutzeravatar
Laura
Beiträge: 4490
Registriert: Sa 25. Sep 2004, 07:09

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon Laura » Mo 27. Feb 2017, 20:10

Hallo ginalein

Im psychiatrischen Bereich ist es bei mühseligen Verhandlungen mit dem Sozialamt Usus, einen Sozialarbeiter oder gesetzlichen Betreuer einzuschalten, unter dessen Fittiche man oftmals sowieso schon ist. Sozialarbeiter können die (sich immer wieder ändernden) Sozialgesetze zwar nicht alle auswendig aufsagen, haben aber in ihren Büros anerkannte Nachschlagewerke dafür. Im Bereich der chronischen körperlichen Erkrankungen oder Behinderungen müsste es sowas eigentlich auch geben, auch in Form von Beratungsstunden, die man auch ohne Antragstellung mal aufsuchen kann. Ich gehe da aber von der Angebotsvielfalt einer Großstadt aus. Da kann man einiges aber auch telefonisch oder per E-Mail in Erkundung bringen.

Wenn die Zuhilfenahme eines Sozialarbeiters nichts bewirken sollte, wäre der nächste Schritt entweder eine kostenlose juristische Beratungsstelle (angeschlossen an eine gerichtliche Stelle), die nur oftmals sehr überlaufen sind oder Dir beim Amtsarzt einen Beratungsschein für zehn Euro ausstellen zu lassen und Dir einen Rechtsanwalt zu suchen, der schon durch einen Briefwechsel mit dem Sozialamt einiges für Dich klarlegen kann, was noch nicht auf einen gerichtlichen Streit hinausläuft

Wenn Dein Schwerbehinderten-Ausweis unbefristet gilt und Du erst nach 17 Jahren eine erste Mieterhöhung bekommen hast (was für prima Verhältnisse, nur 50 Euro mehr in 17 Jahren, da sollte auch das Sozialamt froh drum sein), sollte eigentlich keine Gefahr für Dich drohen, Deine Wohnung aufgeben zu müssen. Allerdings wirst Du einen oder mehrere fachkundige Fürsprecher brauchen.

Meine Vermutung ist, dass das Schreiben vom Sozialamt von einem Sachbearbeiter stammt, der sich entweder Deine Akte nicht richtig durchgelesen hat (hat z. B. vielleicht nicht richtig hingeguckt, worin Deine Schwerbehinderung besteht) oder schlichtweg zu wenig Ahnung von den bestehenden Gesetzen hat oder einfach eigenmächtig gehandelt hat (bei letzterem Punkt wäre ein direkter Vorwurf an den Sachbearbeiter natürlich sehr undiplomatisch und daher nicht sehr erfolgsfördernd).

Auf alle Fälle: Geh diesen bevorstehenden Behördenstreit lieber nicht ganz auf eigene Faust an!

Ach ja, was ich nicht ganz verstehe, ist, was genau Dir mittels Grundsicherung für die EU-Rente aufgestockt wird. Bezieht sich das nur auf den monatlichen Regelsatz zum Leben oder wird auch Deine Miete mitfinanziert? Müsste eigentlich letzteres sein oder Du brauchst erst mit dieser Mieterhöhung auch einen Mietzuschuss vom Sozialamt. Dennoch, wenn es vor 17 Jahren okay für das Sozialamt war, Dir diese Wohnung mitzufinanzieren, müsste es dies nach 17 Jahren und bei erstmaliger Mieterhöhung auch noch okay sein.
Denn der Weg, um zu klären, ob die Mieterhöhung seitens Deines Vermieters überhaupt rechtens ist, wäre sowohl komplizierter als auch kostspieliger, wenn Du nicht ohnehin schon in einem Mieterschutzbund bist, den man sich aber nur selten leistet, wenn man nur den Regelsatz zum Leben hat.

Viele Grüße

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

Angelika Kuge
Beiträge: 3
Registriert: So 19. Feb 2017, 17:54

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon Angelika Kuge » Mo 27. Feb 2017, 20:57

Hallo mamschgerl und Laura,

danke für eure liebe Antwort. Mamschgerl, ich gehöre in dieses Forum, ich hatte nur nicht erwähnt, dass ich schon über 20 Jahre in Psychiatrischer Behandlung bin durch meine MS (Multiple Sklerose und psychischer Probleme aus der Kindheit.) Dem Sozialamt sind meine gesundheitlichen Probleme bekannt. Bevor ich in diese Wohnung zog, musste ich vier Jahre jährlich umziehen, weil jährlich Mieterhöhungen anstanden, aber ich selbst daran nicht schuldlos war. Ich dachte immer, die Miete und die Quadratmeterzahl muss stimmen und hatte nie das Sozialamt um Genehmigung gebeten. Dann hatte ich eine super Sozialarbeiterin die sich meine jetzige Wohnung mit ansah. Sie meinte damals, sie wäre teuer, aber sie gibt die Genehmigung, da ich jetzt einen schönen Balkon hätte, wenn ich schon nicht mehr auf die Strasse könnte. Mit diesem Umzug, zog ich in einen anderen Stadteil und hatte somit dann eine neue Sozialarbeiterin. Diese teilte dem psychiatrischen Amtsarzt mit, ich würde seit 2000 in dieser Wohnung wohnen und da ich da noch keine Sozialhilfe bezog, sondern erst Sozialhilfeempfänger 2003 wurde, brauchte ich ja keine Genehmigung. Alles Lüge, da ich seit 1997, bedingt durch meine Invalidisierung, Sozialhilfe beziehe und das ohne Unterbrechung, bis heute. Die Miete bezahle ich von meiner EU-Rente komplett, da bleiben mir noch 80 € übrig und dieses Geld wird aufgestockt, wie der Sozialhilfesatz jetzt ist. OK, jetzt heißt es ja Grundsicherung!

Liebe Grüße, ginalein2 :lol: :-k

mamschgerl
Beiträge: 1134
Registriert: Mi 27. Apr 2016, 06:53

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon mamschgerl » Di 28. Feb 2017, 06:54

hallo ginalein,
da bleibt nur zu hoffen, daß du die entsprechenden bescheide aufgehoben hast und damit deine angaben belegen kannst.
und selbst wenn nicht, so dürfte es aufgrund deiner körperlichen und psychischen beschwerden doch wege geben, ärztlich attestieren zu lassen, daß ein erneuter umzug unzumutbar ist.
und ist es vielleicht nicht möglich, eher wohngeld als hilfe zum lebensunterhalt zu beantragen?
ich war mal in einer ähnlichen situation, als mein mann starb, und hätte beinahe auch mit meinem sohn aus unserer wohnung wegen der größe ausziehen müssen, doch zeigte man sich am ende kulant.
aber ehrlich gesagt, weiß ich nicht mehr genau, wie es damals abgelaufen ist, ich weiß nur, daß ich bleiben durfte, heute wäre diese wohnung sogar ein paar qm zu klein laut dem zugestandenen anspruch bei 2 personen...
schade ist nur, daß das sozialamt eigentlich zum schutz der menschen da sein sollte, aber keinerlei informationen von amtswegen dazu gibt, welche möglichkeiten man hat, da muss man sich alleine kundig machen und sich die hilfe anderswo beschaffen.
da leider der ermessensspielraum zudem höchst ungeau definiert ist, bleibt einem oft nur zu hoffen, daß man an sachbearbeiter gerät, die sich zugunsten des menschen entscheiden und nicht alle register ziehen, um einem das leben noch schwerer zu machen, als es ohnehin schon ist.
die frage, ob den bearbeitern gewisse entscheidungen überhaupt zustehen, ist weiterhin gerichtlich nicht ausreichend geklärt und so bleibt man der willkür ausgesetzt, es ist einfach nur traurig.
ich wünsch dir alles gute.
mamschgerl

Benutzeravatar
Laura
Beiträge: 4490
Registriert: Sa 25. Sep 2004, 07:09

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon Laura » Di 28. Feb 2017, 10:21

quote="Angelika Kuge"]Guten Abend an Alle!
Im November 2016 teilte mir das Grundsicherungsamt mit, dass ich bis 30.06.2017 aus der Wohnung müsste, da meine Miete 50 Euro zu teuer wäre. Ich ging in den Widerspruch, da ich 100% schwerbehindert bin und massive gesundheitlich Probleme habe, was dem Grundsicherungsamt bekannt ist und ich EU-Rentnerin bin. Vor 17 Jahren zog ich mit Genehmigung des Sozialamtes ein und hatte vergangenes Jahr die 1. Mieterhöhung.
Ich ging in den Widerspruch, der lt. Sozialamt nicht rechtens war, da es sich um eine Anhörung handeln würde. Alles was das Sozialamt an Unterlagen anforderte, schickte ich denen zu. Vor einer Woche erhielt ich ein Schreiben, dass ich am 20.02. 2017 (das ist morgen), zum psychiatrischen Amtsarzt müsste und dieser entscheidet dann, ob ich aus der Wohnung raus muss, oder nicht. Ich gehe morgen hin, aber ist das rechtens? Allgemeinmediziner , oder Internist, hätte ich ja noch verstanden, aber Psychiater? Was hat dieser damit zu tun? Auch habe ich Pflegestufe!
Wäre dankbar für eine Antwort.

mit freundlichen Grüßen

ginalein2[/quote]
Angelika Kuge hat geschrieben:Hallo mamschgerl und Laura,

danke für eure liebe Antwort. Mamschgerl, ich gehöre in dieses Forum, ich hatte nur nicht erwähnt, dass ich schon über 20 Jahre in Psychiatrischer Behandlung bin durch meine MS (Multiple Sklerose und psychischer Probleme aus der Kindheit.) Dem Sozialamt sind meine gesundheitlichen Probleme bekannt. Bevor ich in diese Wohnung zog, musste ich vier Jahre jährlich umziehen, weil jährlich Mieterhöhungen anstanden, aber ich selbst daran nicht schuldlos war. Ich dachte immer, die Miete und die Quadratmeterzahl muss stimmen und hatte nie das Sozialamt um Genehmigung gebeten. Dann hatte ich eine super Sozialarbeiterin die sich meine jetzige Wohnung mit ansah. Sie meinte damals, sie wäre teuer, aber sie gibt die Genehmigung, da ich jetzt einen schönen Balkon hätte, wenn ich schon nicht mehr auf die Strasse könnte. Mit diesem Umzug, zog ich in einen anderen Stadteil und hatte somit dann eine neue Sozialarbeiterin. Diese teilte dem psychiatrischen Amtsarzt mit, ich würde seit 2000 in dieser Wohnung wohnen und da ich da noch keine Sozialhilfe bezog, sondern erst Sozialhilfeempfänger 2003 wurde, brauchte ich ja keine Genehmigung. Alles Lüge, da ich seit 1997, bedingt durch meine Invalidisierung, Sozialhilfe beziehe und das ohne Unterbrechung, bis heute. Die Miete bezahle ich von meiner EU-Rente komplett, da bleiben mir noch 80 € übrig und dieses Geld wird aufgestockt, wie der Sozialhilfesatz jetzt ist. OK, jetzt heißt es ja Grundsicherung!

Liebe Grüße, ginalein2 :lol: :-k
Grins Du nur, ginalein, grins Du nur! Mein Schaden soll's nicht sein!
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

Benutzeravatar
fluuu
Beiträge: 2544
Registriert: Di 13. Sep 2005, 13:32
Kontaktdaten:

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon fluuu » Di 28. Feb 2017, 11:23

Habe mir das alles durchgelesen und komme zu dem Schluss, wenn stets die Anderen lügen nur man selber nicht,
dann wird es für einen eine endlose Geschichte des Leidens aber die Anderen interessiert das wenig.
Da ist es egal ob man akut krank, behindert oder unter Betreuung steht, die Naturgesetze des Lebens sind für alle auf der Erde gleich.
Die deutschen Gesetze sind auch für alle gleich, wer Vorteile bekommt kann dankbar sein aber verlangen kann man sie nicht.
Wer jedoch im Außen und bei den Mitmenschen stets das Schlechte sieht, wird auch das Schlechte in sich züchten.
Das führt zum weiteren Leid und so schließt sich der Kreis von zunehmenden Schmerzen der Behinderung.
Das zu durchbrechen gibt es nur eine Möglichkeit, die Akzeptanz der Welt so wie sie ist mit allen Vor- und Nachteilen.
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de

Benutzeravatar
Laura
Beiträge: 4490
Registriert: Sa 25. Sep 2004, 07:09

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon Laura » Di 28. Feb 2017, 13:32

Hey fluuu: Was für ein Fangspiel willst Du hier wieder mal veranstalten??? Such Dir doch mal ein gescheites Hobby anstatt immer nur Wortklaubereien von Dir zu geben und was vom Innen und Außen zu faseln!
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

Benutzeravatar
Laura
Beiträge: 4490
Registriert: Sa 25. Sep 2004, 07:09

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon Laura » Di 28. Feb 2017, 13:44

Heute ist Faschingsdienstag. Ob fluuu nur deswegen in der Bütt sitzt, weil dies sein alljährlicher Badetag ist, weiß ich nicht. Büttenreden hält er ja eigentlich das ganze Jahr über. Der einzige, den er amüsieren kann, ist er ja selber, wie er immer wieder bekundet. So viel zum Thema Innen und Außen.
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

Angelika Kuge
Beiträge: 3
Registriert: So 19. Feb 2017, 17:54

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon Angelika Kuge » Di 28. Feb 2017, 19:44

Ach fluuu, ich weiß ja auf welcher Seite wir uns hier befinden und finde es ganz toll, dass du auch einen Beitrag leistest. Regeln alles deine Eltern für dich? Sie sind bestimmt immer für dich da und halten die böse Welt von dir fern, was ich sehr gut und lieb von ihnen finde. Jeder hat das Recht etwas zu sagen und seine Meinung zu äußern, egal in welcher Phase er sich gerade befindet. Bist schon ok, schreibe mal weiter deine Meinung, schließlich bist du ja auch wer!!!!

Benutzeravatar
fluuu
Beiträge: 2544
Registriert: Di 13. Sep 2005, 13:32
Kontaktdaten:

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon fluuu » Di 25. Apr 2017, 11:44

Genau, ich fühle mich durchschaut denn ich sitze wirklich gerne in der Bütt und halte Reden, das gibt mir so ein Gefühl von
Sinnlosigkeit und das ist leicht auszuhalten. Sinn dagegen macht Mama und Papa in sich vereint zu haben und somit Herr
über sich selbst zu sein, auch bei Behördenangelegenheiten dem Staat gegenüber und Macht über sich zu haben was die
Selbstständigkeit der Psyche angeht wenn alle Helfer anderweitig beschäftigt sind. Der Feind für die eigene Seele ist meistens
weniger im Außen zu finden, sondern stellen häufig die eigenen psychischen Abgründe dar. Man kann ewig gegen die Behörden
wettern, das Machtmonopol des Staates braucht das nicht zu interessieren, es hat das Monopol für die Macht inne so oder so.
Das führt natürlich zu vielen Konflikten auf der einen Seite aber es schüttet gerade in Deutschland viele Gelder für bedürftige
Zwecke aus. Nun gibt es Menschen die Geschenke bekommen und sie beschweren sich, dass es nicht reicht, so einer
gestörten Psyche auf das Leben bezogen kann man nur mit ganz konkreter Therapie beikommen. Um heraus zu finden welche
ist das Gutachten des psychologischen Amtsarztes nützlich. Wenn ein Mensch sich über Geschenke nicht freuen kann braucht
er psychosoziale Hilfe denn mit diesem Mangel ist er kaum lebensfähig. Die Fähigkeit in der Bütt Reden zu schwingen ist ein
Geschenk und macht glücklich. Ob Ihr es glaubt oder nicht aber ich habe mit meiner Freude schon viele angesteckt.
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de

Benutzeravatar
Laura
Beiträge: 4490
Registriert: Sa 25. Sep 2004, 07:09

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon Laura » Di 25. Apr 2017, 12:18

Wenn Du Strafe als Geschenk annehmen kannst, dann behalt dieses Geschenk für Dich! Brauchst es wirklich mit niemandem zu teilen, fluuu! Schon gar nicht mit Leuten, die unter Dir schon genug zu leiden hatten.
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

mamschgerl
Beiträge: 1134
Registriert: Mi 27. Apr 2016, 06:53

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon mamschgerl » Di 25. Apr 2017, 16:57

ein geschenk ist etwas, das man bekommt, ohne daß man dafür etwas tun musste und allgemein kann man sich darüber freuen.
in die sozialkasse, renten- und arbeitslosenversicherung zahle ich ein und das mit gutem grund.
komme ich also ungewollt aufgrund krankheit, arbeitsverlust oder ganz einfach aufgrund meines rentenalters in die lage, an diese kassen aus welchen gründen auch immer einen antrag stellen zu müssen, so bettele ich nicht um ein geschenk, sondern stelle einen berechtigten anspruch auf leistung, ich habe schließlich dafür gearbeitet und für den fall der fälle eingezahlt, das ist das prinzip aller versicherungen.
leider funktioniert es auch tatsächlich so wie bei den versicherungen, man muss um sein recht kämpfen.
da jeder leistungsträger, sei er privat oder staatlich, gewinnoptimiert und wirtschaftlich arbeiten muss, ist es nur logisch, daß er alles versucht, die ansprüche so niedrig wie möglich zu halten, sei es um fette prämien zu kassieren oder befördert zu werden.
ich erachte leistungen aus genannten kassen nicht als geschenk, sondern als etwas, was mir zusteht.
wenn ich als psychisch und physisch kranker mensch mich dann auch noch ständig dafür rechtfertigen muss und mir überall zusätzlich fallstricke zwischen die füsse geworfen werden, mir meine rechte auch noch verschwiegen oder verschleiert werden, weil die informationspflicht an einem selbst festgemacht wird, so kann ich nicht im geringsten ein geschenk erkennen, für das ich mich auch noch gefälligst dankbar zu zeigen habe.
amtsärzte, gutachter und konsorten sind nur weitere mittel, die man gerne verwendet, um den antragsteller aus der ruhe zu bringen und es funktioniert ja auch, wie man an den vielen beiträgen rund um dieses thema erkennen kann.
und wenn man all diese hürden geschafft hat und endlich die berechtigte stütze bekommt, so ist das kein geschenk!
wenn man über diese vorgehensweise klagt, so ist das kein jammern, sondern ein thema, über das man sich mit fug und recht auslassen kann.
hier hilft kein in sich gehen, mit sich selbst ins reine kommen, psychische probleme ins gleichgewicht bringen, damit man staatskonform das system einfach hinnimmt und sich auch noch reich beschenkt fühlt, wenn man das einem zustehende endlich bekommt.
und wärst du so unabhängig und frei von jedweder finanziellen zuwendung, so würdest du nicht so scheinheilig deinen website besuchern, die ja kostenlos rat bei dir suchen dürfen, deine bankverbindungen für "spenden" mitteilen, obwohl du doch gerade diese um geld geiernden bettler ob ihrer geistigen armut nur bedauerst, die ihr wohlbefinden davon abhängig machen.
geht wohl doch nicht ganz ohne moos, oder?

aber verbreite nur weiter deine büttenreden ( als solche hast du deine weisheiten ja nun selbst erkannt ) das wenigstens kannst du gut.

grüße
mamschgerl

Benutzeravatar
fluuu
Beiträge: 2544
Registriert: Di 13. Sep 2005, 13:32
Kontaktdaten:

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon fluuu » Mi 26. Apr 2017, 14:03

Natürlich kann eine Strafe ein Geschenk sein, es kommt ganz darauf an wie man damit umgeht.
Das erste Beispiel, dass mir einfällt wird bei der Meditation von Zen-Buddhisten praktiziert.
Wer bei dieser Sitzmeditation einzuschlafen droht bekommt vom Meister mit einem Holzbrett
eine drüber, eine schmerzhafte Strafe, um so wieder aufzuwachen und voller Konzentration
weiter zu meditieren. Derjenige der den Schlag bekommen hat bedankt sich voller Demut
für diese Unterstützung denn er kann nun den Sinn der Meditation erleben und muss
nicht in das vernebelte Bewusstsein fliehen.
So kann auch die Ablehnung eines Bescheides von einem Amt in einem ein Erwachen
hervorrufen und es tun sich Lösungswege auf die man bei sofortiger Befriedigung aller
Wünsche nie erfahren würde. Es sind nur Beispiele wie man mit einer seelischen Behinderung
im Leben zurecht kommen kann ohne stur auf sein materielles Recht zu pochen.
Unterhaltsleistungen sind nicht das Geschenk, aber mit wenig Geld ein erfülltes Leben empfinden
und ein Urvertrauen entwickeln zu können ist ein Geschenk, denn das Gefühl, es ist stets genug
da und darum kann ich mich ja kümmern, ermöglicht eine gute Lebensqualität trotz Behinderung.
Wer sich nicht selber kümmern kann bekommt in den vielen Institutionen Unterstützung und
hilfreiche Angebote, wer jedoch meint die sind alle doof sollte lieber nichts erwarten.
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de

mamschgerl
Beiträge: 1134
Registriert: Mi 27. Apr 2016, 06:53

Re: Darf Grundsicherungsamt mich zum psychiatrischen Amtsarzt schicken

Beitragvon mamschgerl » Mi 26. Apr 2017, 16:31

...aber das ist doch ein ganz anderes thema und steht in keinerlei bezug auf das zuvor angesprochene.
abseits von buddhismus und anderen lehren gibt es ja noch die realität, in der man sich sehr wohl um das kümmert, was einem zusteht und ämter mit zen-lehrmeistern zu vergleichen, kommt wirklich etwas seltsam.


Zurück zu „Sonstiges“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste