nur mal eben so....

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mamschgerl
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nur mal eben so....

Beitragvon mamschgerl » Di 19. Jul 2016, 06:43

...mach' ich mir mal wieder gedanken darüber, wie sehr ich mich doch von den neuen diagnosen beeinflussen lasse. ich habe jetzt ein ganzes pack voll:
komplexe ptbs, emotional instabile persönlichkeitsstörung-borderlinetypus, rezidivierende schwere depression-ggw.
schwere episode, dissoziative Störungen gemischt, Essstörungen-binge eating, Bandscheibenkrümmung bzw. -vorfall...
haleluja, was für ein verhau! und doch, so neu ist das alles überhaupt nicht, denn das alles war mir schon lange klar, nur jetzt hat alles einen namen.
zeitweise dachte ich, alleine diese namensgebung würde schon etwas helfen, doch dem ist nicht so.
genauso, wie ich mir früher manche reaktionen, emotionen und verhaltensweisen durch die vorfälle und erlebnisse in meiner kindheit und jugend und auch im erwachsenenalter erklären konnte, kann ich es mir jetzt halt mit den diagnosen erklären, alles eine folge von...aber dadurch hat sich nichts geändert.
diese diagnosen treffen zu, alle kriterien ( bis auf klammern, weil angst vor alleinsein, bei mir ist das gegenteil der fall ) wird dadurch jede empfindung oder nichtempfindung erklärt.
schön, aber nutzlos, wie es schon immer war.
was nutzt mir all das wissen, ob mit oder ohne bezeichnung, wenn ich rational nichts dagegen tun kann?
weiterhin benötige ich zur linderung der symptome ( denn eine heilung ist so gut wie aussichtslos ) gewissen antrieb, einen willen, eine begeisterung für das tun mit der hoffnung auf ein angenehmeres leben.
doch was tun, wenn ich diese voraussetzungen nicht erfülle eben weil mir gerade diese fehlen, worauf sich ja auch einige der diagnosen begründen?
da beißt sich die katze in den schwanz und alles reden nützt nichts.
um mit einem gehirnforscher zu reden, der die meinung vertritt, daß ohne begeisterung für die sache auch ein noch so häufig wiederholter lerninhalt nicht hängen bleibt, wenn eben die grundvoraussetzung fehlt, die begeisterung.
( im übrigen eine alte weisheit, wenn's nicht klick macht im oberstübchen, klappt nix )
ohne die begeisterung ändert sich das hirn nicht und alte wege können nicht verlassen werden.
also, was nun?
wenn es keine adäquate behandlung gibt, die einem selbsttäuschung suggerieren kann, die dann wieder dazu führt, daß man begeisterung empfindet, obwohl da keine ist, damit man die wege beschreiten kann, die einen zur angenehmeren lebensweise führen sollen?
alles nur gerede, alles nur vermutung, die wissenschaftler und die theoretiker werden sich weiter streiten, keiner wird zu kompromissen bereit sein und dabei hat jeder recht und unrecht zugleich.
letztendlich müsste jeder sich selbst so weit wie möglich mit der psychologie beschäftigen, um dann für sich selbst den besten weg zu finden, aber auch hier ist leider wieder der riegel vorgeschoben, denn was nutzt das bewusstsein, wenn das unterbewusstsein nicht will?
außerdem, jede diagnose hat ihre kriterien, aber was, wenn eben nicht alle passen, sondern im gegenteil auch noch welche da sind, die eben nicht in diese diagnose hineinpassen, wie wird dann behandelt?
es kann dann nur eine falsch therapie erfolgen, die im ungünstigsten fall auch noch der angestrebten besserung des befindens entgegenarbeitet.
...und so schließe ich hier meine gedankenspiele mit den worten, daß ich getreu meiner diagnosen und meiner selbsterkenntnisse genau zu dem fazit gelange, zu dem ich schon jahrzehnte vorher gelangt bin und einige der psychologen auch, die der logik aufgrund der kriterien folgen, mir ist nicht zu helfen.
mamschgerl

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