zuzahlung krankenkasse

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mamschgerl
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zuzahlung krankenkasse

Beitragvon mamschgerl » Sa 4. Jun 2016, 10:20

...telefonate wie das gerade geführte bringen mich an den äußersten rand meiner blankliegenden nervenstränge.
die eigenbeteiligung bei stationärem klinikaufenthalt beträgt € 10,- pro tag, bei voraussichtlicher dauer von 8 wochen ist klar, daß es sich hier um die 28 tage im jahr handelt, die man mittragen muß, sofern nicht anderswo schon ein aufenthaltsbeitag geleistet werden musste.
meine frage bei anruf bei der kk war, wie ich, wenn ich nichts habe, in vorleistung gehen soll, um bei antrag auf erstattung das geld zurückzubekommen?
denn auf dem antragsformular steht auch die aufforderung, entsprechende belege beizufügen, da ohne diese keine erstattung geleistet werden könne.
die dame am telefon war nicht fähig, mir eine antwort zu geben.
eine einfache frage: einkommensnachweise werden gerne vorgelegt, um zu beweisen, daß ich nicht in der lage bin, nach ablauf der 28 tage € 280,- eigenbeteiligung wie von der klinik gewünscht, zu entrichten.
wie also können wir das händeln?
tja, ohne belege keine erstattung. soll ich jetzt auf den klinikaufenthalt verzichten, weil ich nicht die eigenbeteiligung zahlen kann? keine antwort, ich müsse es halt nun mal belegen, daß ich die zahlung geleistet habe.
ich will keine erstattung, sondern die übernahme der kosten bei vorlage der klinikrechnung, ohne daß ich in vorleistung gehen muss, ist das so schwierig zu verstehen?
keine antwort, übernahme nur bei vorleistung mit beleg als nachweis...
ich drehe durch, und wäre ich nicht schon psychisch am ende, so wäre ich es spätestens jetzt.
es ist zum haareraufen
mamschgerl

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Re: zuzahlung krankenkasse

Beitragvon Remedias » Mi 8. Jun 2016, 15:47

Hallo Mamschgerl,

das ist wirklich gemein.
Wie verdienst du im Moment deinen Lebensunterhalt? Man könnte dort nachfragen, ob man etwas vorstreckt oder - was ich beim letzten Klinikaufenthalt gemacht habe, weil ich umbedingt ein Einzelzimmer wollte , ich war extrem geräuschempfindlich und habe die Nähe anderer Menschen nicht ausgehalten - ich habe dafür einen Kredit aufgenommen ( Flex- Kredit) und ihn sofort wieder zurückgezahlt, als ich von anderer Stelle Geld bekommen habe. Damit bezahlte ich kaum Zinsen.
Ich wünsche dir, dass sich die Erwartungen, die du an die Klinik hast, voll und ganz erfüllen.

liebe Grüße Remedias

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Re: zuzahlung krankenkasse

Beitragvon mamschgerl » Sa 2. Jul 2016, 07:32

hallo remedias,
bin gestern aus der Klinik zurückgekommenen, ich musste abbrechen.
von der krankenkasse bin ich übrigens auf eine belastungsgrenze von 1% gesetzt worden, so muss ich für dieses jahr zum glück nur ca. € 75,- zahlen, was doch eine erhebliche erleichterun darstellt.
tja, so sehr ich selbst gehofft habe, daß mir der klinikaufenthalt weiter hilft, so musste ich nach drei wochen feststellen, daß mich diese gruppengespräche in hochstreß versetzen. ich hatte nie probleme mit versammlungen, meetings, teamgesprächen und sonstigem, auch macht es mir nicht das geringste aus, vor versammelter mannschaft zu sprechen, doch vor anderen meine emotionen oder empfindungen zum besten zu geben und mir im gegenzug die probleme der anderen anhören zu müssen, ist nun wirklich nicht meins ( wie gesagt in der gruppe ).
nachdem der oberarzt bei einem wochentreffen erwartete, daß ich meine zielsetzung doch bekanntgeben solle und ich meinte, mehr lachen wäre doch gut, bat er mich um mehr ernsthaftigkeit.
ich entgegnete dann wieder, daß ich nicht vor der gruppe meine privaten angelegenheiten aussprechen würde.
daraufhin meldete sich erst die eine, dann die andere patientin, daß ihr diese stimmung streß bereite. der arzt meinte, daß es gut wäre, dieses thema anzusprechen und blies ins gleiche horn: ich bin wieder mal die böse.
ich verabschiedete mich dann aus der runde, sprach danach im einzel mit dem arzt und warf ihm dieses verhalten auch vor. ich hätte anderes erwartet, aber nicht, daß er sogar noch mit anstachelt.
er entschuldigte sich zwar, kam aber dann mit dem spruch daher, daß er bei mir symptome für eine borderlinestärung sehe.
na prima, dann war ja alles klar, ich störe.
ich habe die konsequenzen gezogen und habe ihm dann meine abreise am nächsten tag mitgeteilt.
dann bedauerte er es, daß ich nicht von anfang an gesagt hätte, daß solche gruppenveranstaltungen einen solchen streß hervorrufen, dann hätte man sicher eine lösung gefunden.
daß ich diesen umstand aber von anfang an erwähnte und auch schon zu anfang gesagt habe, daß ich zuhören und ernstnehmen meiner aussagen als voraussetzung für eine erfolgreiche behandlung sehe, hat er dann etwas zu spät eingesehen.
zwei schläge unter die gürtellinie finde ich etwas zu viel von einem therapeuten, dessen ego von meinem verhalten verletzt wurde, wo doch sein ego hier absolut nichts verloren hat.
aber nun gut, mir wurde zumindest klar, daß ich mich nicht mehr in eine klinik begeben werde.

l.g. mamschgerl

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Re: zuzahlung krankenkasse

Beitragvon Remedias » Mi 6. Jul 2016, 18:02

O Mensch, Mamschgerl, das tut mir soo Leid, aber ich finde es auch mutig und konsequent von dir, dass du gegangen bist.
Diieser Arzt ist unter aller Kritik. Wenn man ihn kritisiert, diagnostiziert er mal schnell Borderline. Gerade bei Traumatisierungen eignen sich Gruppentherapien nicht oder wenn, am Ende hin, wenn man einigermaßen stabil ist.
liebe Grüße Remedias

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Re: zuzahlung krankenkasse

Beitragvon mamschgerl » So 17. Jul 2016, 18:19

hallo remedias,
ja, das stimmt, ich sehe diese gruppentherapien auch eher, wie schon gesagt, als zeitersparnis bei der behandlung einzelner an: alle zusammen sind halt schneller abgearbeitet.
es ist wirklich ärgerlich, da ich schon 18 monate auf diesen platz gewartet habe und mir eigentlich mehr einfühlungsvermögen und kompetenz in der traumabehandlung erhoffte. daß ein patient auch unterschiedlich auf allgemein übliche methoden reagiert aufgund seines traumas, ist doch eigentlich zu erwarten und stellt für mich als laie nicht eine sonderlich außerordentliche herausforderung dar, zumindest nicht für fachleute, die sich auf diesem gebiet auskennen sollten.
daß aber eine solche geballte unflexibilität auftritt hinsichtlich verschiedener traumafolgeerscheinungen, die halt nun mal zutage treten, ist sehr ernüchternd und bestätigt einfach meine auffassung, daß solange mit den althergebrachten methoden therapiert wird, bis ein anderer kommt und etwas neues durchsetzen kann.
nicht umsonst wird heftig über das für und wider mancher methoden in der fachwelt diskutiert und einigkeit herrscht selten.
ich bin froh, daß misstrauen zu einem der vielen ansonsten destruktiven emotionen gehört, so lass ich mir wenigstens nicht alles einreden und beuge mich auch nicht vor den halbgöttern in weiß.
alle methoden basieren auf anwendungen und erfahrungen mit der breiten masse und sind nicht individuell anwendbar, da viel zu starr in der handhabung und ohne verstandeseinsatz seitens der therapeuten.
ein bischen weniger scheuklappenmentalität bezüglich der eingefahrenen methoden würde manches schon erleichtern.
aber ich glaube, da erwarte ich zuviel menschliche intelligenz von den ärzten, oder?
mamschgerl

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Re: zuzahlung krankenkasse

Beitragvon Remedias » Mi 20. Jul 2016, 12:04

hallo mamschgerl,

anderes beispiel aber gleiche Richtung: Nach einer Wirbelsäulen-OP wurde ich in der Reha in eine Gruppe gesteckt, konnte aber nix mitmachen, weil die OP schief gelaufen war und ich immer noch weinte vor Schmerzen, ich habe es reklamiert und bekam zur Antwort: "Glauben Sie ja nicht, dass Sie Einzeltherapie bekommen...." Weniger als Zeitersparnis war es KOSTENERSPARNIS, denn die KK zahlen pro Patient, im psychischichen Bereich läuft es genauso, bei einer Gruppe von 10 kassieren sie 10mal und brauchen nur einen Therapeuten.
Ich habe mir vorgenommen, immer nur alles ambulant zu machen, wenn ich 1:1 Verhältnis brauche. Gruppen können je nach Thema super sein, aber wie gesagt, sind bei besonderen Problemen unpassend.


liebe Grüße Remedias

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Re: zuzahlung krankenkasse

Beitragvon mamschgerl » Fr 29. Jul 2016, 07:36

hallo remedias,
in einem anderen thread habe ich geschrieben, daß ich mich für eine kleine zeit verabschieden möchte. :roll:
...irgendwie schaff' ich das nicht, zuviel bewegt mich zwischendurch, was ich dann wieder loswerden muss.
habe kürzlich ein neues schreiben der kk erhalten, darin wurde gefragt, weswegen ich mein trauma habe und ob man den verursacher vielleicht belangen könnte, um die kosten für meine behandlung senken zu können.
der verursacher ist verstorben, also schlechte karten, was?
bin gespannt, was als nächstes kommt, einen antrag auf weiterzahlung der eu-rente ist schon in bearbeitung.
soll ich jetzt ein schlechtes gewissen haben, weil ich fremde mittel brauche und auch in anspruch nehme
oder weil ich ( und die behandelnden ärzte ) nicht schnell genug besserung erkennen können, sondern eher das gegenteil der fall ist?
irgendwie fühle ich mich durch dieses schreiben, das oberflächlich so harmlos scheint, unglaublich bedrängt, obwohl mir mein bewußtsein sagt, daß ich dafür nichts kann.
hat das system? werde ich paranoid?
meine psychologin, die für die medikamentation zuständig ist, war sauer auf mich, weil sie meinte, daß ich mich in der klinik falsch verhalten hätte und somit selbst schuld wäre. tja, eine krähe hackt der anderen keine augen aus.
ich war auf die person noch angewiesen, weil sie den befund für die rente abgeben musste, aber danach werde ich schauen, jemanden anderen zu finden.
meine therapeutin möchte mich jetzt nur noch einmal die woche sehen, wahrscheinlich hat sie auch schon die schnauze voll von mir. irgendwie habe ich das gefühl, daß ich allen auf die nerven gehe, weil ich mir nicht einreden lasse, was in meinem innersten angeblich vorhanden sein muss.
ich weiß ja, daß da alles gute zerstört wurde und sich nichts entwickeln konnte. wie soll ich da etwas ausgraben, was nie richtig da war? soll ich mich neu erfinden und nicht vorhandene gefühle vorspielen, damit man falsche therapien durchführen kann, die dann nichts bringen können?
ich habe im moment ziemlich schlechte emotionen, die kenne ich, aber ich kann damit nicht mehr so umgehen.
und dann noch zwei ärztinnen, denen ich auf die nerven gehe, weil nichts bei mir zu helfen scheint. ist ja auch frustrierend irgendwie, soll ich jetzt mitleid haben und sie trösten?

mamschgerl

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Re: zuzahlung krankenkasse

Beitragvon Remedias » Mi 3. Aug 2016, 15:55

Hallo Mamschgerl,
mamschgerl hat geschrieben:habe kürzlich ein neues schreiben der kk erhalten, darin wurde gefragt, weswegen ich mein trauma habe und ob man den verursacher vielleicht belangen könnte, um die kosten für meine behandlung senken zu können.
so etwas ist sooo unsensibel....ich könnte gerade :roll: k......ist doch klar, dass man keinen Kontakt mehr haben möchte.... und auch nix mehr wissen....
mamschgerl hat geschrieben:soll ich jetzt ein schlechtes gewissen haben, weil ich fremde mittel brauche und auch in anspruch nehme
NEIN!
mamschgerl hat geschrieben:oder weil ich ( und die behandelnden ärzte ) nicht schnell genug besserung erkennen können, sondern eher das gegenteil der fall ist?
wenn das Gegenteil der Fall ist, dann hat man noch nicht das Richtige. Dann muss man weitersuchen. Unser Gesundheitssystem möchte am liebsten schnelle und billige Erfolge, die sind aber nicht immer zu haben.
mamschgerl hat geschrieben:ich weiß ja, daß da alles gute zerstört wurde und sich nichts entwickeln konnte. wie soll ich da etwas ausgraben, was nie richtig da war? soll ich mich neu erfinden und nicht vorhandene gefühle vorspielen, damit man falsche therapien durchführen kann, die dann nichts bringen können?
das hört sich unheimlich traurig an, ich weine fast....
ich glaube, du brauchst jemanden, der dich versteht und tröstet und einfach akzeptiert und nicht Therapeuten, die an dir rumerziehen wollen.
Ich kenne dich ja nur per Internet, aber so wie du schreibst, bist du eine liebe, intelligente Person - nicht "alles gute" wurde zerstört.
:lilangel:

liebe Grüße Remedias


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