Das Rosenhan-Experiment, Fehldiagnosen in der Psychiatrie

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Remedias
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Re: Das Rosenhan-Experiment, Fehldiagnosen in der Psychatrie

Beitragvon Remedias » Mo 17. Jan 2011, 20:46

hallo Erwin,
mich interessiert das Thema auch.
Aber ich finde das Experiment zweifelhaft, weil wenn ein Patient kommt und sich darüber beklagt, dass er Stimmen hört, möchte er doch erstmal geholfen bekommen. Nicht für einen Simulanten gehalten werden. Ich fände es problematisch, wenn mein Psych meinen Äußerungen nicht glauben würde, vermutlich wäre das ein Grund für einen Arztwechsel.
Übrigens könnte ich auch somatische Symptome vortäuschen und würde dann auch erstmal alle möglichen Untersuchungen gemacht bekommen. Nur dass man irgendwann nix finden würde.
Bei dem Experiment gebe ich noch Recht, dass die Symptome eigentlich zu wenig waren, um eine Schizophrenie zu diagnostizieren. Zumindestens nach unserem ICD. Die Amis haben aber - glaube ich - ein anderes Handbuch.

Warum mich dieses Thema so interessiert. Ich glaube, dass ich zu anfangs auch fehldiagnostiziert worden bin.
Ich kam mit einem Burn-out und ganz massiven Mobbing-Erfahrungen in meinem Job in die Psychiatrie.
Irgendwie müssen sie da gedacht haben, meine Erfahrungen wären nicht wahr, sondern psychotisch.
War vielleicht auch schwer zu glauben. Eine gestandene Frau und lässt sich so fertig machen.
Auf jeden Fall bekam ich Neuroleptika. Als ich versucht habe, sie wieder abzusetzen, bekam ich meine erste "wirkliche " Psychose.

Natürlich glaubt mir diesen Gang der Ereignisse niemand. Auch die Ärzte , die ich später getroffen habe, nicht.
Wenn man mal "schizoirgendwas" in der Akte hat, glaubt einem keiner mehr.
So weit bis später.
liebe Grüße Remedias

Mirjam
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Re: Das Rosenhan-Experiment, Fehldiagnosen in der Psychatrie

Beitragvon Mirjam » Mo 17. Jan 2011, 21:04

Hmm... Fehldiagnosen, klar, kommt bestimmt vor.
Aber was diesen Test angeht. Kann ich mir schwer vorstellen.
Das müssten ja eigentlich völlig unemphatische Ärzte sein, denen man sowas vormachen kann !?
LG
Mirjam

elmsfeuer
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Re: Das Rosenhan-Experiment, Fehldiagnosen in der Psychatrie

Beitragvon elmsfeuer » Di 18. Jan 2011, 08:29

Ich finde das Eyperiment zweischneidig. Einerseits stimme ich dem zu, was Du, Remedias, zu bedenken gabst. Das die Ärzte natürlich auf die Aussagen des Patienten "angewiesen" sind und es auf jeden Fall wichtig ist, den Patienten zu glauben. Ich hab nun keine Diagnose oder Symptome, die in Richtung Psychose gehen, und trotzdem oft die Erfahrung gemacht, dass mir einfach nicht geglaubt wird. Das hat mein Vertrauen in die Institutionen fast zerstört, wo ich doch eigentlich nur Hilfe haben wollte.
Auf der anderen Seite habe ich aber selber erlebt, wie schnell eine Diagnose "vergeben" wird. Ohne differenziertes Hinterfragen. So nach dem Motto: Fütter den Psychiater mit einem Symptom und Du kannst drauf wetten, dass er sofort diese oder jene Diagnose ausspuckt. Und egal, ob man sich selber mit der Diagnose "identifizieren" kann. Sie steht im Bericht und läuft einem erst einmal nach, das kann eine weitere Behandlung total erschweren, wenn man den falsch diagnostiziert ist.
Ich hab noch ein total gutes beispile dafür, werde ich aber später posten, habe grade kein Zeit mehr. :)
Gruß elmsfeuer

Mirjam
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Re: Das Rosenhan-Experiment, Fehldiagnosen in der Psychiatrie

Beitragvon Mirjam » Mi 19. Jan 2011, 14:51

Also ich weiß nicht wie das 1979 war.
Wenn du heute in ne Klinik kommst ist ja erstmal Aufnahmegespräch (2 Personen).
Dann kommt ein großes Gespräch mit dem entsprechendem Arzt und diversen anderen Leuten (evt. nochmal Arzt, ein/zwei Pflegepersonal-Leute) und dann sprechen die ja hinterher über dich. Und bei Zweifel, die da ja vermutlich mal immer auftauchen, wird sich erst festgelegt während dem Aufenthalt. Also, ich geh mal davon aus, dass .. na ja.. ich möcht mir mein Vertrauen nicht so kaputt machen lassen.. :-k
LG
Mirjam

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Re: Das Rosenhan-Experiment, Fehldiagnosen in der Psychatrie

Beitragvon Mirjam » Mi 19. Jan 2011, 14:54

Remedias hat geschrieben: Ich kam mit einem Burn-out und ganz massiven Mobbing-Erfahrungen in meinem Job in die Psychiatrie.
Irgendwie müssen sie da gedacht haben, meine Erfahrungen wären nicht wahr, sondern psychotisch.
Hallo Remedias !

Da schließt das eine das andere doch nicht aus, oder? Also, ich mein, von ganz massivem Mobbing kann man doch durchaus eine Psychose bekommen..
LG
Mirjam

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Re: Das Rosenhan-Experiment, Fehldiagnosen in der Psychiatrie

Beitragvon Remedias » Mi 19. Jan 2011, 15:20

Hallo, Mirjam,
ich weiß nicht, wie sie bei mir auf Psychose gekommen sind.
Meiner Ansicht nach hatte ich weder Halluzinationen noch Wahnvorstellungen.
Da ich in meine Akte keine Einsicht erhalten habe, kann ich es mir nur so erklären.
Das Mobbing hatte mich sehr depressiv gemacht. Mir ging es monatelang sehr schlecht. Als mir die Ärzte sagten: "Jetzt wissen wir, was mit Ihnen los ist.", war ich zunächst erleichtert. Ich habe auch alle Medikamente genommen, die man mir gab, und das waren viele; oft drei NL zur gleichen Zeit.
Dann nach einem Jahr wollte ich wieder absetzen.
Der behandelnde Arzt wollte mir nicht helfen; so habe ich es auf eigene Faust getan.
Es ging total schief. Ich bekam visuelle Halluzinationen und Wahnvorstellungen, stundenlange Panikattacken und Derealisationserlebnisse.
Jetzt erst wußte ich, was eine Psychose war.
Seitdem bin ich nicht mehr aus dem Hin- und Her rausgekommen.

liebe Grüße Remedias

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Re: Das Rosenhan-Experiment, Fehldiagnosen in der Psychiatrie

Beitragvon Mirjam » Mi 19. Jan 2011, 17:20

Hmmm.... heftig !
Gibt es für das seitherige Hin- und Her eine Erklärung?

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Re: Das Rosenhan-Experiment, Fehldiagnosen in der Psychiatrie

Beitragvon Remedias » Mi 19. Jan 2011, 17:36

Hallo, Mirjam,
ich würde sagen, ja.
Es ist irgendwie als hätte man ein Spielwerk überdreht oder als hätte irgendwas einen Knacks bekommen;
seitdem war ich nicht mehr dieselbe und hatte wirkliche Psychosen,
vorallendingen wenn ich versuche, Medikamente abzusetzen.
liebe Grüße Remedias

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Re: Das Rosenhan-Experiment, Fehldiagnosen in der Psychiatrie

Beitragvon elmsfeuer » Mi 26. Jan 2011, 08:47

mann du rosendingens kannst dich ma verpissen du nervst

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Re: Das Rosenhan-Experiment, Fehldiagnosen in der Psychiatrie

Beitragvon elmsfeuer » Mi 26. Jan 2011, 15:53

uups... ok, danke Erwin. Bin in computerdingen da nich so bewandert sorry

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Re: Das Rosenhan-Experiment, Fehldiagnosen in der Psychiatrie

Beitragvon cake » Mi 26. Jan 2011, 17:48

Der hört Dich nicht mal, das ist ein automatischer bot
Hä???? :silly: :silly: :silly:
Keine Ahnung wie das geht. :roll: :roll: :roll: :-k
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

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Re: Das Rosenhan-Experiment, Fehldiagnosen in der Psychiatrie

Beitragvon Remedias » Mi 26. Jan 2011, 17:54

Hallo, cake

http://de.wikipedia.org/wiki/Bot

die meisten verbreiten Werbung, sie sind sehr lästig. Man kann sie verhindern, in dem man bei der Anmeldung beispielsweise Zusatzfragen stellt oder ein Feld mit Zahlen abschreiben lässt.

liebe Grüße Remedias

cake
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Re: Das Rosenhan-Experiment, Fehldiagnosen in der Psychiatrie

Beitragvon cake » Mi 26. Jan 2011, 19:49

:silly: :silly: :silly: #-o
Bin hier schon angemeldet- geht das auch jetzt noch?
WOOOOOO SIND DIE ZAHLEN????? HIIILLLFE :lol: :lol: :lol:
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Re: Das Rosenhan-Experiment, Fehldiagnosen in der Psychiatrie

Beitragvon Remedias » Mi 26. Jan 2011, 20:11

Hallo, cake,
nein, ich habe mich missverständlich ausgedrückt - entschuldigung -
- ich meine, bei der Registrierung tauchen in manchen Foren diese Felder auf, und dann kann sich kein BOT anmelden. Aber hier scheint es diesen schutz nicht zu geben, also kommt er rein. Wir User können da leider nix machen, nur die Administratoren oder Herrn Engels kann ihn wieder rauswerfen. In einem anderen Forum hat ein BOT jeden thread zugemüllt - echt nervig.
liebe Grüße Remedias

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Re: Das Rosenhan-Experiment, Fehldiagnosen in der Psychiatrie

Beitragvon cake » Mi 26. Jan 2011, 21:17

Dann sollten wir an Herrn Engels einen Aufruf starten.
Was meinst Remedias? :cool: :cool:
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