Psychische Erkrankungen und Schule

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Achtsamkeit
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Re: Psychische Erkrankungen und Schule

Beitragvon Achtsamkeit » Mo 5. Jul 2010, 12:26

Schade, dass du deine Interpretation zu meinen Beitrag nicht darlegst, somit kann ich auch nicht mit dir darüber einen Austausch führen.
Gruß Achtsamkeit
Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen der einem das Gesicht leckt!

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Feuerchen
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Re: Psychische Erkrankungen und Schule

Beitragvon Feuerchen » Fr 9. Jul 2010, 00:43

Liebe Smilla,

Ich habe Deine Antwort auch nicht verstanden, und fand es ein Angebot von Achtsamkeit , darüber zu sprechen.

In dem einen Satz, "na, kein Problem mit Ausländern?" kann man irgendwie einen vorwurfsvollen Unterton heraushören.

Mich hätte auch interessiert, wie du das meinst, und das hat nichts mit wagen Interpretationen zu tun.


Gruß Feuerchen

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Achtsamkeit
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Re: Psychische Erkrankungen und Schule

Beitragvon Achtsamkeit » Fr 9. Jul 2010, 09:42

Hallo Smilla,
deine Antworten sind leider keine Basis für einen Meinungsaustausch.
Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen der einem das Gesicht leckt!

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Laura
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Re: Psychische Erkrankungen und Schule

Beitragvon Laura » Fr 9. Jul 2010, 14:51

Hallo Smilla!

Das sind nichts als Andeutungen und Unterstellungen, die von Deiner Seite kommen. Was "man" aus Achtsamkeits Beiträgen herauslesen kann, kannst Du nicht wissen. Und dass Du Achtsamkeit anscheinend Ausländerfeindlichkeit vorwerfen willst, ist, da Du Dich nicht klipp und klar ausdrückst, auch nur eine Sache der Interpretation Deiner Beiträge. Werd konkret oder hör auf zu sticheln. Herrn Engels wirfst Du in einem anderen thread vor, keine Basis für einen "gesunden" Austausch zu liefern und selber bist Du nicht dazu in der Lage, Deine Meinung so zu formulieren, dass man sich darüber dann auch tatsächlich austauschen könnte. Da schließe ich mich Achtsamkeit also an.

Und bedenke, dass ich ebenfalls Migrantenkind bin.

Viele Grüße

Laura
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Re: Psychische Erkrankungen und Schule

Beitragvon sky » Fr 20. Aug 2010, 10:18

hallo,
werden auch "seelische Wunden" als Entschuldigung, oder auch als Mittel zur Aufmerksamkeit genutzt?
ua ist sicher beides der fall - weshalb man mmn aber nicht davon ausgehen sollte, daß es nur so ist.
idr ist vermutlich jeder kranke mensch etwas sensibler, dünnhäutiger, bringt eine krankheit, erst recht psychischer art, wohl meist mit sich. zunächst finde ich es auch noch nicht schlimm, wenn jemand krankes nach etwas mehr aufmerksamkeit verlangt - er braucht sie vermutlich auch. aber maßlos ergibt für mich auch keinen sinn oder wenn eine krankheit nur als entschuldigung genutzt wird um dann trotzdem weiterzumachen wie bisher.
War das früher auch so und hat man das nur nicht wahrgenommen?
glaube durchaus, daß es früher die meisten der probleme, krankheiten und störungen auch schon gab - sie wurden nur nicht als solche erkannt. zb radioaktivität entstand schließlich auch nicht erst dadurch, daß man sie plötzlich erkannt hat.
aber auch für mich gibt es modediagnosen bzw pathologisierungen, von denen ich (noch) nicht so ganz überzeugt bin.
Warum suchen gerade sehr empfindsame Menschen soziale Berufe auf. Um sich selbst in der Ausbildung zu therapieren ? (also die eigene Kindheit aufzuarbeiten ?)
möglich, natürlich. könnte mir vorstellen, daß gerade für sensible menschen der kontakt zu menschen sehr wichtig ist und sie auch deshalb in diese sozialen richtungen streben.

viele grüße, sky
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Rank
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Re: Psychische Erkrankungen und Schule

Beitragvon Rank » Fr 29. Okt 2010, 12:42

War das früher auch so und hat man das nur nicht wahrgenommen?


Ich glaube das das etwas in mode gekommen ist und das viele darauf achten auch nen Psychologen zu haben...

Meine Meinung,
kann das gar nicht erläutern,
aber vielleciht macht man sich Probleme um von der Psychologen ernst genommen zu werden, so in der Art...

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Achtsamkeit
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Re: Psychische Erkrankungen und Schule

Beitragvon Achtsamkeit » Fr 29. Okt 2010, 14:14

Da kann was dran sein. Es ist ja auch so, dass zum Beispiel wenn ein Kind in einer Klasse verstorben ist (ist jetzt ein konstruiertes Beispiel) dann werden direkt Psychologen bereit gestellt für die anderen Kinder.
Wenn man dagegen bedenkt, wie viele Kinder im zweiten Weltkrieg traumatisierende Erlebnisse hatten und bis heute ohne Psychologe auskommen mussten...?
So hart sich das anhört, aber wenn schlimme Vorfälle an einer Schule passieren, dann sind viele Schüler, die nicht mehr in der Lage sind in die Normalität zurück zu kehren, sie wollen jeden Tag über das Ereignis sprechen und meinem Eindruck nach ist ein Großteil nur daran interessiert, dass kein normaler Unterricht stattfindet, oder Unterricht ausfällt. Und danach geht es dann abends problemlos in die Disco oder vor den PC mit Horrorspielen.
Kenne selber den Fall wo eine Schülerin aufgrund von (aus ihrer Sicht) Mobbing psychisch nicht mehr in der Lage war in die Schule zu kommen. Aber eine Mitschülerin erzählte mir, dass sie mit besagter Schülerin in die Nachvorstellung eines Kinos gegangen ist, wo für einen Sonderpreis mehrere Horrorfilme gezeigt wurden hintereinander.
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struppi
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Re: Psychische Erkrankungen und Schule

Beitragvon struppi » Mo 1. Nov 2010, 15:35

Zurück zur Ausgangsfrage:

Also, ich war jahrelang gern in der Erlebnispädagogik, mit durchschnittlichen Schülern aus durchschnittlichen Familien mit ihren Höhen und Tiefen. Ich glaube nicht, dass es irgendwelche Defizite von mir waren, die ich kompensieren wollte. Im Gegenteil, es waren die positiven Momente meiner eigenen Sozialisation, die Begeisterung, die ich weitergeben wollte.
Überfordert hat mich die Unternehmensphilosophie meines Arbeitgebers der letzten Jahre: Man darf denen keine Grenzen setzten, denn die haben ja sonst im Leben keine Erfolge gehabt. Wenn X sagt, "Ich kann das nicht und die ist Schuld", dann bin ich Schuld, in der Kommunikation ist der, der Nein sagt, immer der Stärkere. Dazu die Sparzwänge, man kann keinen Theaterworkshop machen mit 20 ADHS-Kindern, die nicht die Ruhe aufbringen, sich gegenseitig zuzuhören. Ja, es gibt Spiele, die das fördern, aber in Kleingruppen. Wenn es für Kinder von Alki-Eltern keine Ganztagsbetreuung gibt und die in ihren Gruppen für Kinder psych. Kranker auch nur lernen, wie sie der armen Mama helfen, ist das zwar gut für die Gesundheitsreform, aber nicht für deren Gesundheit. Es tut mir weh, wenn Eltern ihren Kindern ins Gesicht treten und ich darf nichts sagen, denn die armen Eltern haben ja sonst nichts...
Mein Hang zur Co-Abhängigkeit wirkt sich da nat. kontraproduktiv aus, aber der war nicht ausschlaggebend für die Berufswahl.

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Remedias
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Re: Psychische Erkrankungen und Schule

Beitragvon Remedias » Di 2. Nov 2010, 19:22

Hallo, an alle,
sehr interessante Diskussion.
Ich war ja vor meiner Erkrankung auch Lehrerin....ich habe den Druck nicht ausgehalten, wurde dann psychisch krank und das mit 42 Jahren (eigentlich zu alt für eine erste Psychose, oder?)
Meine Beweggründe waren schon Idealismus, besonders im Studium, mit Begeisterung diskutierten wir pädagogische Modelle und Alternativen...der erste Schock kam dann im Referendiat, wo erwartet wurde, dass man sich reibungslos in den bestehenden Unterricht und die Schule anpasst, kaum Raum für neue Ideen....doch, ich erinnere mich daran, wie ich am Elternabend darüber sprach, dass Schüler während eines Diktats ein Wörterbuch benutzen dürfen, denn eigentlich ist Diktateschreiben mit Zensuren doof, was zählt, beispielsweise in einer Bewerbung, ist das Endergebnis, und ich konnte die Eltern überzeugen und die Schüler, die bei mir keine Angst vor Diktaten hatten.....
Dann mag ich das Wort "Migrant" schon gar nicht, denn es impliziert, dass man auch wieder gehen kann, nicht Zuwanderer sondern Einwanderer ist doch das richtige Wort; ein Einwanderer hat natürlich den Drang, sich anzupassen, aber die Gesellschaft muss es ihm auch leicht machen.
Ich erinnere mich an eine Klasse mit 24 Schülern; 2 waren Deutsche - aus Russland. Eine starke Gemeinschaft, in der sich alle untereinander halfen .
Dass es jetzt mehr verhaltensauffällige Schüler gibt, ist richtig, die Schüler sind auch anders als in den 80er Jahren und 90er, in denen ich meine Ausbildung gemacht habe. Man wurde auf Schüler, die sich eher wie Patienten verhalten, nicht vorbereitet. Um Geld zu sparen werden behinderte Schüler in die Regelklassen integriert - und man wird beiden nicht mehr gerecht!Sogar mehr, während die Gymnasien ihre Vorrangstellung behalten durften, sollen gereade die Schwächsten, die Hauptschüler, die ganze Integrationsarbeit leisten. Irgendwie ist es nicht fair. Auch für die Lehrer nicht ( ich bin Grund- und Hauptschullehrerin)
liebe Grüße Remedias

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Re: Psychische Erkrankungen und Schule

Beitragvon cake » Mi 3. Nov 2010, 09:04

während die Gymnasien ihre Vorrangstellung behalten durften, sollen gereade die Schwächsten, die Hauptschüler, die ganze Integrationsarbeit leisten. Irgendwie ist es nicht fair.
Seh ich auch so, denn ich bin der Meinung, dass schon in der Vorschule gezielte "Talentförderung" erkannt und gefördert werden sollte.
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

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