Verrücke Bücher

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Gurkensalat
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Verrücke Bücher

Beitragvon Gurkensalat » Mo 24. Dez 2007, 15:37

Hallo,

ich lese sehr gerne und bin als Betroffener jetzt auf der Suche nach lustigen, spannenden, traurigen usw. Büchern, die irgendwie mit Verrücktsein zu tun haben.

Dürrenmatts Physiker ist ja ein Klassiker, Schattenseite des Mondes habe ich auch schon gelesen.

Was gibt es sonst noch für Bücher, in denen Menschen irgednwie verrückt sind, sei es Schizophrenie oder sonstiges haben, oder Bücher, die in psychiatrischen Krankhäusern ("Anstalten") spielen?

Bin über jegliche Art von Lesetipps dankbar.

Frohes Fest,
Gurkensalat

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Laura
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Beitragvon Laura » Di 25. Dez 2007, 17:08

Hi Gurkensalat!

"Auf der Suche nach dem Morgenstern", Sophie Zerchin

"Der Klappsmühlentripp", Kate Millett

"Ein Engel an meiner Tafel", Janet Frame

"Einer flog übers Kuckucksnest", Ken Kesey

"Die Glasglocke", Silvia Plath

"Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen", Hannah Green

"Veronika beschließt zu sterben", Paulo Coelho

"Seelenfinsternis", Piet C. Kuiper

"Die rote Couch", Irvin A. Yalom (beim Vornamen bin ich mir jetzt nicht so sicher)

und wenn es auch eine körperliche Behinderung sein darf: "Mein linker Fuß", Christy Brown, auch sehr introspektiv

Viele Grüße

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

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Remedias
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Beitragvon Remedias » Di 25. Dez 2007, 19:22

Philippe Djian: Betty Blue - 37,2° am Morgen, 1986 ( ist allerdings ein Buch mit sehr negativem Ausgang)
LG Remedias

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Oblomow
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Beitragvon Oblomow » Mi 26. Dez 2007, 12:34

Huhu,

bin mir nicht sicher wie du das mit dem Verrücktsein meinst. Im Sinne von Leuten die psychisch erkrankt sind und bei denen sich das Buch um die Krankheit, eventuell um die Behandlung dreht oder um Leute die sich so sonderbar verhalten, das die Allgemeinheit sie als verrückt bezeichnen würde. Bei denen eine dennoch mögliche psychische Erkrankung (und die Behandlung) aber nicht unbedingt im Mittelpunkt steht. Was ich hier aufzähle gehört eher zur letzteren Gruppe, wenn du also erstere meintest, vergiss es einfach. :-k

„Der Steppenwolf“ von Hermann Hesse

„Murphy“ von Samuel Beckett

„Der Baron auf den Bäumen“ von Italo Calvino

„Don Quixote“ von Miguel de Cervantes

„Bartleby der Schreiber“ von Hermann Melville

„Oblomow“ von Ivan Gontscharow

„Der Fremde“ von Albert Camus

„Der Ekel“ von Jean Paul Sartre

„Nachtzug nach Lissabon“ von Pascal Mercier

Und vielleicht noch „Stiller“ von Max Frisch (Das hab ich aber gerade erst angefangen zu lesen, kann ich also noch nicht so beurteilen)
Am Ende ist alles ein Witz
(Charles Chaplin)

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Ellenor
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Beitragvon Ellenor » Do 27. Dez 2007, 23:46

Was ich auf jedenfall empfehlen könnte: "Seelensprung- leben in zwei Welten", oder kurz gesagt man findet es auch unter "Duurchgeknallt" von Susanna Kaysen. Viele mögen es als Hollywood-Klische-Sache darstellen, da es verfilmt wurde(Girl Interrupted) von Angelina Jolie und Winona Ryder. Aber ich habe bei keinem anderen Buch soviel gelacht und geweint, gleichzeitig. Jedenfalls ist das mein Tip. Und ich muss noch dazu sagen, eigentlich lese ich sonst keine Romane, oder Geschichten, oder sonst was.
Achso und dann wäre da noch "Wahnsinn im Kopf" von Lori schiller. Dieses ist aber auf jedenfall, um einiges schwerer zu verdauen. Also ein zweitesmal würde ich es nicht lesen können...
Ok, das wars schon.
mfg Ellenor
Trink das Leben aus der Schnabeltasse=)

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Remedias
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Beitragvon Remedias » Mi 2. Apr 2008, 19:57

Das Singspiel "Lila" von Wolfgang-Johann Goethe
"Lenz" von Georg Büchner
lG Remedias

flori
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Beitragvon flori » Fr 18. Apr 2008, 08:51

Jurek Becker, Bronsteins Kinder (Schwester des Protagonisten sitzt in der Psychiatrie)

Rene Appel, Ein Opfer der Umstände (feiner Krimi, in dem der Bruder des Protagonisten wegen einer Psychose in der Klinik ist und öfter von seinem Bruder besucht wird)

flori
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Re: noch eins

Beitragvon flori » Mi 23. Apr 2008, 18:24

Trulla hat geschrieben:- halt, hatte ich schon -

so heißt das Buch?

Geiler Titel! LOL :razz: :wink:

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Beitragvon Remedias » Di 24. Jun 2008, 14:06

Flora Rheta Schreiber: Sybill - Persönlichkeitsspaltung einer Frau

Das Buch über Sybil liest sich wie ein Roman, ist aber der authentische Bericht über die erste Psychoanalyse einer mehrfach gespaltenen Persönlichkeit.....

lieber Gruß Remedias

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Re: Verrücke Bücher

Beitragvon Remedias » Di 24. Jun 2008, 14:08

Gurkensalat hat geschrieben:
Dürrenmatts Physiker ist ja ein Klassiker, Schattenseite des Mondes habe ich auch schon gelesen.
Von wem ist "Schattenseite des Mondes" und um was geht es genau?
lieber Gruß Remedias

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Beitragvon Remedias » Mi 2. Jul 2008, 10:18

Ich habe mir "Schattenseite des Mondes" mittlerweile ausleihen können und fand es sehr gut, wirklich empfehlenswert. ... =D>

Dann lese ich noch ein anderes Buch, eine Biographie des jüdischen Dichters Jakob van Hoddis, der als Wegbereiter des Expressionismus gilt. Es geht aber auch um die "Psychiatrisierung eines Außenseiters".

Titel:
Fritz Bremer: In allen Lüften hallt es wie Geschrei, Paranus 2001

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Buch über bipolare Erkrankung für kleine Kinder

Beitragvon Remedias » Fr 4. Jul 2008, 16:24

Jana Grüttmüller und Doro Linke: Katminka - Katzenglück und Katzenjammer

Wie sage ich meinem Kind Bescheid? Die Autoren des Buches zeigen Symptome einer bipolaren Erkrankung auf und zeigen, was in einer Klinik passiert.

Das Buch ist gratis zu beziehen von AstraZeneca

Kritik: Es gibt nicht viel auf dem Markt, daher dennoch empfehlenswert, auch wenn das ganze darauf hinausläuft, dass die Katze nur ausgeglichen leben kann wenn sie ihre Medikamente nimmt. Aber als Anregung und Diskussionsstoff interessant und kindgerecht.

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Beitragvon Remedias » Fr 11. Jul 2008, 10:25

Waltraud Lewin: Moana

In dem Buch geht es um die junge Samoanerin Moana, die 1905 mit ihrem Mann nach Berlin kommt. Er lässt sie alleine, und sie wird depressiv.... ein spannender Liebes; Spionageroman für Jugendliche.....ab 14

lieber Gruß Remedias

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Re: Verrücke Bücher

Beitragvon Remedias » So 6. Nov 2011, 20:24

Ein cooles witztiges Buch über eine junge Frau, die in eine psychosomatische Klinik kommt:

http://www.buecher.de/shop/psychiatrie/ ... /32637658/

Acht Wochen verrückt von Eva Lohmann

Meine Erfahrungen sind ein wenig anders; auch dass man mit Medikamenten abgeschossen wird; aber im Buch geht es ja um eine Psychosomatik, die arbeiten mehr mit Psychotherapie als in einer Akutpsychiatrie. Es ist ein lohnenswertes Thema für einen Roman, kann auch die Angst und Scham vor einer "Klapse" nehmen.

liebe Grüße Remedias

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Re: Verrücke Bücher

Beitragvon seelera » Mo 7. Nov 2011, 03:07

Hallo, Gurkensalat,

genau das richtige für mich Leseratte!

Fachbücher zum Thema habe ich irgendwann alle hergegeben, weil sie mich traurig gemacht haben,
Übriggeblieben ist
Maria Erlenberger, Der Hunger nach Wahnsinn (Eine Frau/Journalistin, die sich fast zu Tode gehungert hat,kommt in die Psych
und beobachtet ganz genau sich, die anderen Patienten und das Personal...)

Terry Pratchett - Unterhaltung vom Feinsten, zum Lachen, zum Nachdenken - er hat eine ganz neue Welt erfunden -die Scheibenwelt -
damit hält er unserer Welt den Spiegel vor und bevölkert ist das mit fantasievollen Figuren und Typen zwischen skuril und
märchenhaft, immer mal wieder erstaunliche Wahrheitskörnchen und wirkliche Tatsachen, nie langweilig und ohne ver-
rückte (also Leute, die den Blickwinkel ändern können :) undenkbar.

LG :)
Liebe Grüße, seelera
  • ? ???????? ???,


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