Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Hier gehört all das hinein, was sonst keinen Platz hat.
mamschgerl
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Di 17. Dez 2019, 18:28

Hallo bipolar,
da gebe ich dir recht, mit einem desinteressierten Depressiven lebt es sich nicht leicht, besonders dann nicht, wenn man selbst gerade dabei ist, wieder Lebensmut zu spüren und netterweise etwas davon abgeben will.
Mein Sohn hat sich bei mir auch mal darüber beschwert, daß ich auf alles erstmal negativ und abwertend reagiere und das war gut so, denn mir selbst fiel das gar nicht auf.
Also, lass dir bloß nicht die Stimmung verderben und für das House- und Dogsitting wünsche ich dir schönes Wetter und viel Vergnügen.
LG
mamschgerl

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Sa 4. Jan 2020, 20:41

Hallo ihr alle!
Ich hoffe, ihr seid einigermaßen gut ins Neue Jahr gerutscht, habt euch nicht zu viel vorgenommen und daher gute Chancen, nicht zu enttäuscht zu sein, wenn die Vorsätze mal wieder nicht eingehalten werden :mrgreen:
Mein Sohn hat mit mir gemeinsam ganz fest den Wunsch verinnerlicht, noch heuer einen Hund aus dem Tierheim zu adoptieren, weil er der Meinung ist, wenn man nur fest an etwas glaubt, geht es auch in Erfüllung.
Ich teile seinen Optimismus nicht, wollte aber dennoch nicht dagegen sprechen ( Träumen darf erlaubt sein ).
Ansonsten bin ich an Sylvester leider Punkt Mitternacht von höllisch lauten Böllern geweckt worden und musste meine Katzen beruhigen, die aber zum Glück für Zusprache empfänglich waren, auch hat's insgesamt dieses Jahr nicht so lange gedauert mit der Knallerei und gegen eins in der Früh war's schon wieder ruhig, bis auf ein paar entfernt abgeschossene Raketen, die nicht mehr gestört haben.
Also insgesamt geht's mit guten Aussichten weiter ( Rentenerhöhung, Sozialhilfesatzerhöhung...), die Nachzahlung für Strom und Gas fällt auch nicht so heftig aus wie letztes Jahr...es lässt sich also alles erst mal gut an und ich will auch nicht unken und nicht immer das Schlechteste erwarten.
Wenn überhaupt, so habe ich mir vorgenommen, daß ich an der blöden worst case Erwartungshaltung arbeiten will und mich nicht alleine dadurch schon ständig in meiner Lebensqualität beeinflussen lassen möchte.
Vielleicht fällt dann das Lachen über das Leben und seine Ereignisse wieder etwas leichter :razz:
L.G.
mamschgerl

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Laura
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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Laura » Fr 14. Feb 2020, 11:24

In einem Haushaltswarengeschäft (speziell für Küchensachen) habe ich mir neulich für 3 Euro ein so genanntes Crêpes-T besorgt. Das ist ein T-förmiges (also wie der Buchstabe t) Utensil aus Holz, mit dem man in der Pfanne den Teig rasch mittels Drehung verstreichen kann. Hab's noch nicht ausprobiert, aber vielleicht tue ich das jetzt am Wochenende. Crêpes-Teig ist aufgrund des hohen Eigehalts ja schon recht dünnflüssig, aber nur durch Schwenken in der Pfanne verteilt sich der Teig auch nicht sooo dolle, da er schon rasch stockt und nicht mehr weiterfließt. Die Crêpes sollen ja hauchdünn ausfallen und bei so wenig Teig, stockt dieser natürlich schneller. Hach, Crêpes-T...klingt das nicht schick! Als ich das Teil bezahlte, fragte ich extra nach, wie sich dieses Utensil genau nennt und erhielt eben dieses zur Antwort. Und dann verlieh ich meiner Verdutzung Ausdruck ("Crêpes-Teeee????") und bekam prompt erklärt, die Bezeichnung ergäbe sich aus der Form des Utensils, halt wie der Buchstabe T.

Ich liiiieeebe Crêpes. Das ist so ein Stück Glück aus Kindertagen. Crêpes fallen auch nicht so fettig aus wie normale Pfannkuchen. Es sind so ziemlich dieselben Teigzutaten, nur mit mehr Ei und evtl. auch etwas mehr Milch drin, also anteilig. Ich muss irgendwann noch austüfteln, wie ich Apfelstücke im Topf möglichst sauber karamellisieren kann, mit Butter und Puderzucker. Das habe ich schon mal ausprobiert und es gelang zwar ganz okay, aber es könnte noch besser gelingen (mit weniger Butter und dass die Apfelstücke knackiger bleiben, mit weniger Garzeit, evtl. muss ich darauf verzichten, dass der Puderzucker tatsächlich karamellisiert). Aus solchen "gebratenen" Apfelstücken ergibt sich nämlich eine prima Füllung für Crêpes oder auch normale Pfannkuchen. Erfrischender und säuerlicher als z. B. frittierte Bananen.
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Remedias » Fr 14. Feb 2020, 13:27

Crepes sind voll lecker :)

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » So 9. Mai 2021, 15:33

Hallo Laura.
bin vom Thema „Mein Sohn“ hierher geswicht, ich fand das irgendwie passender...
Also, zuerst mal das „pfüati“ oder auch „pfiat di“ heißt: Es behüte dich Gott, Gott behüte dich, pass auf dich auf...
Übrigens witzig, daß du mich das fragst, wo ich doch eine „ Zugeroaste“ bin aus dem Saarland :mrgreen:
So, wie du das Kaffeekochen beschrieben hast, hat mich das an meine alte Bodum erinnert, da habe ich mich tatsächlich beim ersten Mal vollgesaut, weil ich natürlich das Gefühl zum Runterdrücken des Siebs noch nicht draufhatte...naja, mittlerweile bin ich einfach zu faul und bei meinem immensen Kaffeekonsum lob ich mir meine Padsmaschine von senseo, die macht einfach schön schaumigen Kaffee...
Aber vielen Dank, du kannst jederzeit eine Tasse auf mich trinken :lol:
Heute, am Sonntag, ist´s mal wieder richtig warm, mir schon wieder zu warm...am besten geht‘s mir bei maximal 25 Grad, da spielt der Kreislauf nicht verrückt und das Schwitzen hält sich in Grenzen...
Sorry, sonst fällt mir im Moment nicht so viel ein, muß mich erst mal wieder ans „smalltalken“ gewöhnen, zu wenig Kontakte gehabt in letzter Zeit...
L.G.
mamschgerl

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Remedias » So 9. Mai 2021, 17:36

Hi ihr Beiden, ihr lebt ja noch :)
Ganz liebe Grüße Remi

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » So 9. Mai 2021, 22:24

Hallo remedias,
ja, scheint so :) ...und du auch, wie geht es dir denn?
Es hat sich lange nicht so wirklich was getan hier und zu viel ist inzwischen geschehen...da blieb mir kein Gedanke an dieses Forum bzw fehlte mir auch die Kraft...
Irgendwie habe ich aber das Gefühl, daß es mal wieder Zeit wird, sich auszutauschen...
In den letzten Wochen und Tagen hatte ich wieder viel in meiner Wohnung zu tun, ich habe umgeräumt, einen schönen Platz für meinen Crosstrainer ( hat mir mein Bruder überlassen ) gefunden, auf dem ich auch fast jeden Tag trainiere...ganz schön anstrengend, besonders am ersten Tag, da habe ich nur 3 x je 2 Minuten geschafft, mittlerweile sind es 20 Minuten am Stück und ich bin schon a bisserl stolz auf mich...
Einige schöne Bilder meines Sohnes in seinen letzten Tagen habe ich gerahmt und alte Kratzbäume entsorgt und günstige neue angeschafft...meine Katzen waren richtig happy...naja, so verbringe ich meine Zeit also hauptsächlich mit Tätigkeiten, die mich ablenken und zudem auch irgendwas bringen, also nicht „nur“ eine Beschäftigungstherapie ausmachen...
Ich bin nur froh, daß sich meine Kontakte zu anderen schon vor den Verboten rein aufs Einkaufen ( meistens lasse ich mir eh die Wocheneinkäufe liefern ) und auf meine einzige Freundin beschränkten, so daß mir dahingehend wenigstens nichts fehlt, es ist sogesehen wie immer...
Jetzt muß ich es nur noch schaffen, mal wieder zu rollern, aber da fehlt mir noch die wirkliche Lust drauf...
L.G. mamschgerl

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Laura » Di 11. Mai 2021, 18:46

Hallo Remedias und mamschgerl!

Jo, ich leb auch noch, man muss sich ja schließlich zu helfen wissen, wenn man beispielsweise anfängt, unter der FFP2-Maske kaum noch Luft zu kriegen. Notfalls steig ich aus der U-Bahn aus, unterbreche die Fahrt, um an der Zwischenhaltestelle mal nach Luft zu schnappen und steig dann in die nächste Bahn ein.

Seit vorletztem Sonntag ging es bei mir recht turbulent zu, da habe ich mich in den ersten Tagen auf etwas Neues voll und ganz eingelassen und konzentriert, kam dann aber aus diesen hochnervösen drei, vier Tagen runter auf unter Normalnullniveau, um mich auszuruhen und einiges zu überdenken. Und das nicht ohne wohlgemeinte Impulse zweier Menschen, die es gut mit mir meinen. Ich hätte es selber wissen sollen, dass ich nicht so einfach eine edle Ritterin sein kann. Da sehe ich einen alten Freund (guten Bekannten)in all seiner Hilflosigkeit, denke, dass wenn "das sonst keiner" macht, ich doch zumindest dies und jenes für ihn erledigen kann und ja, wieder wäre es fast darauf hinausgelaufen, dass ich mich vor lauter Sorge zu sehr in Aktivitäten und Kosten gestürzt hätte. Er hat vor Jahren (und dazwischen war so gut wie null Kontakt zwischen uns) schon einmal oder mehr als einmal sehr manipulativ und sehr undankbar reagiert. Um die Situation in wenigen Worten zu umreißen: Wenn nichts dazwischenkommt, werde ich bald auf Laienniveau mehr Ahnung von Pflegestufe 4 bekommen als ich bisher hatte (nämlich so gut wie null) und was man als Laie einem älteren Herrn, der in einer Seniorenwohnung wohnt, Gutes tun kann. Da ist die Versorgung weniger engmaschig als in einem Pflegeheim. Nach meinen ersten drei Besuchen bei ihm musste ich erstmal wieder von einer Art Übereifer runterkommen. Es kommt noch erschwerend hinzu, dass er jetzt außerhalb Frankfurts wohnt und ich schon mal mindestens eine Stunde für die Fahrt hin zu ihm in Kauf nehmen muss.

Eigentlich fing schon dieses Jahr mit Pleiten, Pech und Pannen an. Von Anfang Januar bis Mitte März war bei mir immer wieder etwas am Dampfen. Dann beruhigte sich alles wieder für mich und jetzt, im Mai ist wieder ständig irgendwo was am Dampfen. Hoffentlich ist dies bald ausgestanden.

Also mal eben so locker nach der Devise "Was hat man schon zu verlieren???" kann ich nicht leben. Es ist ja auch nur eine rhetorische Frage. Ich habe immer noch diese lebensbegleitende und bei mir sehr intensive Angst, dass ich aua-aua abkriegen könnte, auf die ein oder andere Weise. Tja, die Corona-Krise mahnt einen ja auch nur so dran, wie schnell es gehen kann, dass man aua-aua abkriegt.

Eins meiner letzten Abenteuer am Herd war, dass ich zum ersten mal Éclairs gebacken habe. Sie sind auf Anhieb auch ziemlich gut geworden. Und dann übte ich immer wieder die Kunst des Churros-Frittieren (das ist eine spanische/hispanische süße Spezialität, Brandteig in Öl frittiert, statt im Ofen an der heißen Luft gebacken, echt kompliziert, das!), bekam das aber nicht so richtig hin.

Muss hier mal Stopp machen und vor die Tür des Internetcafés gehen, nach frischer Luft schnappen...

Bleibt gesund und hoffen wir mal auf besseres Wetter!

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Fr 21. Mai 2021, 20:08

Hallo ihr...
ich habe mir mal wieder Gedanken darüber gemacht, ob ich mich nicht doch irgendwie irgendwo als nützlich erweisen sollte, also im Sinne von ehrenamtlicher Tätigkeit...aber eigentlich war das noch nie mein Ding, weil ich die nötige Distanz nicht wahren kann und ich am Ende selbst dabei psychisch drauf gehe...ich dachte an Alte und Gebrechliche, denen ich zur Hand gehen könnte oder auch an Tierheime, um mich dort ein bisschen einzubringen mit allem, was man als Laie so tun kann, aber ich packˋ das nicht...ich bekomme ja schon fast Herzrasen, wenn ich mich mit meiner Nachbarin, die im Erdgeschoss wohnt, einige Minuten unterhalte.
Sie hat erheblichen Redebedarf und kommt von A nach F zu Y und dann wieder sonstwohin...ich kann ihr geistig nicht folgen und eine passende Antwort zu geben, wäre müßig, da sie mich aufgrund ihres nicht eingesetzten Hörgeräts eh nicht verstehen würde, also müsste ich sehr, sehr laut sprechen und das mag ich so gar nicht...
Aber das spielt momentan sowieso noch keine wirkliche Rolle, ich bin noch nicht soweit, um wirklich wieder an etwas um mich herum interessiert zu sein...
Heute habe ich mal etwas gegessen, das ich als Kind geliebt habe: Bratwürstl mit Sauerkraut und Katoffelpürree...war mir danach schlecht...und Sauerkraut ist verdauungstechnisch wirklich übel :mrgreen:
Aber trotzdem, ich werde mir mal überlegen, was ich sonst noch gerne gegessen habe, denn mein Speiseplan ist derzeit ziemlich eintönig: Fleisch und Salat bzw Gemüse, täglich einen Apfel.
Daher ist es vielleicht ganz gut, mal wieder etwas Vielfalt reinzubringen, denn Essen sollte nicht nur als notwendiges Übel gesehen werden, sondern zusätzlich schmecken und gute Laune bringen.
Es ist halt nur nicht so einfach, wenn man alles außer Fleisch als zierende Beilage wahrnimmt...zudem braucht man auch noch mehr Töpfe und Pfannen und dadurch wird der Abwasch größer und das alles ist schon ziemlich viel Aufwand für mich allein...aber wie heißtˋs so schön bei LˋOreal? „Wir sind es uns wert!“

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Laura » Fr 11. Jun 2021, 12:02

Huhu!

Hier ein kleiner Sicherheitstipp, was das Müll raustragen angeht:

Leute, wenn Ihr Eure Mülltüten verknotet und sie ohne Eimer in Richtung Container tragt, achtet unbedingt darauf, dass Ihr den Knoten ganz weit unten in der vollen Mülltüte macht, so dass möglichst kein Leerraum entsteht. Im Februar ist mir ein Unfall passiert, als ich gleich zwei Mülltüten auf einmal wegbringen wollte, wie immer nur die Tüte anfassend und ohne Zuhilfenahme eines Eimers. Beide Tüten hatte ich nur ganz weit oben an den Bändeln verknotet und nun entstand ein Hin- und Hergeschwenke vom Feinsten. Denn die Müllbeutel waren unten schwer, oben durch den Leerraum aber ganz leicht. Der leichtere Müllbeutel mit dem Verpackungsmüll stieß dabei gegen den schweren Beutel mit dem Restmüll, dieser wiederum stieß gegen mein rechtes Bein, ich verlor etwas das Gleichgewicht und knickte dabei mit dem Fuß des linken Beins voll ein. Mitten auf der Treppe und nur wenige Stufen bevor ich das Erdgeschoss erreicht hatte, passierte das. Ich konnte mich gerade noch mit der einen Hand am Treppengeländer festhalten, mich langsam auf meinen Hosenboden niedersenken, musste erstmal warten, um wieder aufstehen zu können und konnte dann noch mit Müh und Not den Müll zu den Containern bringen und wieder zurück in die Wohnung humpeln. Ich dachte zuerst, das wäre nur eine etwas heftigere Form des Einknickens gewesen, von der ich mich nach wenigen Stunden wieder erholen würde. Aber es wurde nicht besser, der Fuß schwoll innerhalb von zwei Stunden bedenklich an und nahm eine leichte bläuliche Verfärbung an und ich konnte immer schlechter in der Wohnung herumhumpeln. Tscha, da es schon abends war und ich ohnehin kaum vom Fleck kam, konnte ich weder in die nächste Notaufnahme eines Krankenhauses oder zum Hausarzt oder Orthopäden humpeln. Für solche Fälle ist dann die Rufbereitschaft 116 117 zuständig (für Deutschland gesprochen, Erklärungen zu den verschiedenen Notrufnummern findet man in den Gelben Seiten). Also nicht für Notfälle gedacht, bei denen es um Leben und Tod geht, sondern für kleinere akute Beschwerden, für die man aber dennoch am besten sofort einen Arzt aufsucht, was aber nicht geht, wenn die Arztpraxen schon geschlossen haben oder/und man sich ohnehin nicht dorthin bewegen kann.

Es kam dann kurz vor Mitternacht der örtlich zuständige Bereitschaftsarzt zum Hausbesuch vorbei und konnte schon mal einen Bänderriss ausschließen. Da ich mir vor vielen, vielen Jahren mal einen solchen zugezogen hatte, wusste ich, dass ich dieses Einknicken und diese starke Schwellung nicht auf die leichte Schulter nehmen durfte. Die Sache ist dann ganz allmählich abgeheilt. In den ersten Tagen vermied ich es, aus der Wohnung zu gehen, stand auch in der Wohnung so wenig wie möglich auf, legte Kühlbeutel auf die Schwellung und baute mir aus Kissen und benutzten Klamotten einen kleinen Hügel auf dem Bett fürs Hochlagern. Zweimal musste ich meinen Betreuer damit beauftragen, die Lebensmitteleinkäufe für mich zu tätigen, so wie den Müll für mich rauszubringen (letzteres öfter als nur zweimal, versteht sich). In den ersten drei Wochen wollte ich so wenig wie möglich auf die Straße, da, wenn ich da z. B. durch eine Delle im Bürgersteig leicht aus dem Gleichgewicht geraten wäre, ich mit dem lädierten Fuß nicht so gut das Gleichgewicht hätte halten können und nochmals hätte einknicken können. Die schwierigste Situaton draußen war für mich, als ich an einer Straßenbahnhaltestelle warten musste und von hinten leicht von einem Blinden angerempelt wurde, dessen Blindenstock mich nicht ertastet hatte. Da hatte ich mit dem Rücken zu ihm gestanden und nicht bemerkt, dass er im Anmarsch gewesen war. Da passierte aber nichts weiter. Ich merkte nur, dass es schwieriger als sonst war, das Gleichgewicht zu halten und dass ich ein leichtes Ziehen im lädierten Fuß zu spüren bekam.

So viel zum Thema "Die meisten Unfälle passieren im Haushalt"! Dem Angriff durch volle Killer-Müllbeutel kann man vorsorglich etwas entgegensetzen. Entweder im Eimer transportieren, oder die Knoten möglichst weit unten machen und immer nur einen vollen Müllbeutel auf einmal wegbringen, wenn man keinen Sport gewohnt ist und nicht mehr ganz jung ist! Auch Leute, die im Haus einen Aufzug haben, können immer noch auf flachem Boden vom eigenen Müll erschlagen werden, wenn sie nicht aufpassen!

Ich engagiere mich gerne dafür, die Anzahl der Bänderrisse oder anderer Lädierungen innerhalb der Bevölkerung möglichst gering zu halten! Also passt gut auf, wie Ihr Euren Müll raustragt, denn so ein unfreiwilliges stay-at-home ist ja ohnehin keine lustige Angelegenheit!
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon mamschgerl » Sa 12. Jun 2021, 09:15

Hallo,
vielen, vielen Dank für deine Initiative. :lol:
Ja, das erzwungene Zuhausebleibenmüssen ist echt eins der übleren Geschichten.
Hatte bis gestern eine Magen Darm Grippe ( vielleicht warˋs ja auch eine Lebensmittelvergiftung oder sonst was, nix Genaues weiß man nicht ), aber da ich eine ausgesprochene Ärztephobie habe, litt ich still und heimlich im Kämmerlein und das für über 8 Tage...
Ich musste so grinsen bei diesem Beitrag...habe ich doch heute morgen Müll und Papier zur Tonne gebracht und mich tatsächlich beim Gehen in der Tüte verheddert, was fast ein Stolpern mit ungewissem Ausgang nach sich rief, aber eben zum Glück nur fast...diese großen Tüten binde ich genauso so weit unten wie möglich, vorher wird die Tüte gedrückt, damit alle Luft entweicht ( mein Sohn meinte immer, jetzt wär wieder Müllknuddeln angesagt ), aber es ist mir immer noch lieber, alle 3 Tage zu den Containern zu gehen als jeden Tag mit einer kleinen Tüte...
Morgen werde ich mal wieder meine Freundin besuchen, die ich die letzten beiden Wochenenden nicht gesehen habe und mir auf ihrem Balkon die Sonne aufs Hirn scheinen lassen, vielleicht schaffe ichˋs ja auch mal wieder, eine kleine Rollertour zu unternehmen, das Wetter bietet sich ja geradezu an...
Ansonsten versuche ich mal wieder, meine Nahrung etwas zu verbessern...zur Zeit habe ich seltsamerweise zwar keinen rechten Appetit ( das gibt es bei mir so gut wie gar nicht ) und denke, wenn ich eh kaum was esse, sollte das Wenige wenigstens gut sein, also mehr Ballaststoffe und so was in der Richtung...
Seit vier Wochen habe ich mich nicht mehr auf die Waage gestellt, weil es mich nicht interessierte und gestern feststellen müssen, als ich mich doch mal wiegen wollte, daß die Batterie alle war...jetzt muß ich auf die Dinger warten, die ich mir für ein paar Euro über Internet bestellt habe, weil ich nicht unnötig unter die Leute will.
Erschreckend immer wieder, wie schnell sich Muskeln abbauen. Nach der überstandenen Magen Darm Geschichte wollte ich wieder mit dem Crosstrainer beginnen und prompt habe ich mit Müh und Not nur die Hälfte meiner bisher erreichten Trainingszeit geschafft, nassgeschwitzt und fix und fertig.

Liebe Laura, ich hoffe, deinem Fuß geht es wieder viel besser und dein Gang ist wieder sicherer.

Bis bald
L.G. mamschgerl

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Re: Kochen, Putzen, Haarewaschen und andere Hobbies

Beitragvon Laura » Mi 16. Jun 2021, 12:14

Hallo mamschgerl!

Im Grunde genommen hat dieser Unfall auch etwas damit zu tun, dass ich mir einen neuen Mülleimer zugelegt hatte, der etwas mehr Müll in sich bergen kann, so dass ich weniger häufig zum Müllcontainer traben muss. Dadurch wird die Tüte an Restmüll halt schwerer. Mehr über mein Verhalten bezüglich Müllentsorgung und Mülltrennung möchte ich an dieser Stelle nicht preisgeben. Nur so viel: Ich trenne meinen Müll immerhin, mit Ausnahme des Bio-Mülls (wer braucht schon Lebensmittelreste, die zuerst im Hausmüll vor sich hinschimmeln und dann in der Bio-Abfalltonne vor sich hinschimmeln, die nur alle zwei Wochen geleert wird? Zum Kompostieren jedenfalls ist das nicht mehr verwendbar) Nachdem es mir so oft passiert ist, dass mir Leute einfach aus allem einen Strick drehen möchten (notfalls bin dann weder nachlässig noch sonstwas, sondern schlicht und ergreifend sehr, sehr "eingebildet"), brauchen sich in dieser Hinsicht schon mal keine Leute bei mir zu beschweren, die es genau umgekehrt machen, nämlich Dinge, die tatsächlich NUR in den Restmüll gehören, zum recyclebaren Müll zu werfen. Hab ich auch schon in der Tagesstätte beobachten können. Das liegt zumindest bei einer Person weniger daran, dass jeder mal einen vergesslichen oder erschöpften Moment hat, sondern daran, dass dieser Mitbesucher noch als Tattergreis seine "Positiion" markieren will. Der will eigentlich immer, dass für ihn eine Ausnahme gemacht wird, auch dann wenn er beim Klauen erwischt wird oder wenn er immer wieder Frauen anpatschen "muss" oder sich Pornobilder in der Tagesstätte hochlädt oder noch andere Dinge. Vielleicht hat der auch noch nicht so ganz begriffen, dass in dem Maße, wie er seine Altersnarrenfreiheit überstrapaziert, es immer schwieriger für ihn wird, Leute zu finden, die sich gerne und freiwillig mit ihm abgeben. Zumindest bin ich in dieser Corona-Krise davor geschützt, direkt mit ihm zu tun zu haben. Was sein Schandmaul angeht, so ist eigentlich niemand vor ihm geschützt, hauptsächlich stänkert er hinter dem Rücken der Leute. Dem habe ich schon ein paar Mal energisch was gesagt, aber er gibt sich ja allzu gerne der falschen Illusion hin, dass er in der Tagesstätte unser aller V. I. P. sei und als solcher nicht nur Sonderrechte genießen würde, sondern auch von jedem gemocht würde, und wenn er sich noch so verleumderisch verhält. Für die Basics seiner Versorgung sind seine ambulanten Pflegekräfte zuständig und wenn er sich einfach nicht benehmen kann, dann kann man schon mal von mir nicht verlangen, dass ich auch noch so tun soll, als würde ich mich ausgesprochen gerne mit ihm abgeben. So tumb ist der noch nicht, als dass er verlernt hätte, wie er geschickt Leute manipulieren kann, zumindest zeitweise. Und natürlich setzt er dafür auch gerne seinen "Altersbonus" ein, gerade wie es ihm opportun erscheint.
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.


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