Sexuelle Orientierung in der Öffentlichkeit

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mamschgerl
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Sexuelle Orientierung in der Öffentlichkeit

Beitragvon mamschgerl » Do 23. Jan 2020, 09:14

Ganz ehrlich, ich finde es unmöglich, wenn in Berichterstattungen von allen möglichen Leuten die Rede ist, aber nur bei einem darauf hingewiesen wird, daß er schwul ( oder lesbisch oder bi oder was auch immer ) sei, als ob es darauf ankäme oder es besonders herauszuheben wäre.
Wird bei der Erwähnung der anderen vorab das Adjektiv heterosexuell gesetzt?
Was ist heutzutage wichtig?
Was kümmert es, ob das Ampelmännchen ein Männchen und kein Weibchen ist? Die Lösung wäre einfach: wie bei allen Verkehrsampeln könnte man auf körperliche Darstellungen verzichten und die Farben sprechen lassen.
Ach ja, es fehlen noch die Fahrradampeln, da müsste man noch überlegen, wie man das sexistische Männerfahrrad ersetzen könnte...
Der ernstzunehmende Hintergrund der Gleichstellung in Gesellschaft und im Beruf gerät angesichts dieser hirnverbrannten Anliegen mancher zu einer Farce und von der Wichtigkeit der Bewegung entfernt man sich durch solche Kindereien immer mehr.
Wenn man sich vor Augen hält, daß Homosexualität, Zwitter, Transgender etc sehr wohl in der Natur vorkommen ebenso wie Monogamie, Bigamie und sexuelle Freiheit etc, sollte man sich als Oberaffe mit Hirn eigentlich darauf einstellen und sich und anderen gegenüber intelligent und tolerant mit der Maxime "leben und leben lassen" gegenübertreten können.
Ich brauche keinen Hinweis auf die Sexualität des anderen, genauso wenig brauche ich als Frau ein Ampelweibchen oder in jedem Stellenangebot den Hinweis auf alle möglichen sexuellen Formen, nur damit der politischen Korrektheit Genüge getan wird und die Feministenseele ( oder die der Transgender, Homosexuellen etc ) Frieden findet.
Ich renne nicht mit einem Zeichen auf der Stirn herum und oute mich als Hetero, wen interessiert das denn?
Doch scheinbar ist es, egal zu welcher Gruppe man zählt, immer noch immens wichtig, das öffentlich bekanntzugeben bzw sich dafür zu interessieren.
Herr, laß Hirn regnen!
...als ob die Menschheit nicht andere Probleme hätte...

mamschgerl
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Re: Sexuelle Orientierung in der Öffentlichkeit

Beitragvon mamschgerl » Di 28. Jan 2020, 13:36

...nun hat das nur sehr entfernt mit sexueller Orientierung zu tun, aber nach dem neuesten Verkleidungsverbot zu Karneval eines Kindergartens muß ich doch die Frage stellen, wie lange es wohl noch dauert, daß sich Transsexuelle nicht mehr in andersgeschlechtliche Garderobe werfen dürfen, weil vielleicht durch das Outfit übersensible Mitbütger völlig traumatisiert werden oder durch das Nichterkennen des Gegenübers zu Tode erschrecken?
Ach ja, vielleicht fühlen sich die jeweilig Verkleideten auch noch gar nicht so wohl darin und man muß sie daraus befreien?
Da ruf sogar ich als Atheistin laut "Du lieber Himmel!", wenn ich solch einen Schmarrn wieder in der Tagespresse lesen muß, auch wenn ich keine Traditionalistin bin, doch was hat politische Korrektheit mit dem Karneval zu tun?
Ich befürchte, daß alle, die nun offene Türen für Ihre hanebüchenen Bedenken finden, diese einrennen und die Umwelt überschütten mit Beklopptheiten en masse, um sich in ihrer pseudopsychologischen Besorgtheit um die Seelen ihrer Kinder aufzuspielen...Grüße an alle Helikoptereltern und sonstige in dieser Richtung agierenden Aufsichtspersonen, die mit aller Macht das Kindsein verbieten und verhindern wollen.
Politische Korrektheit schön und gut, doch bitte mit Verstand und Sinnhaftigkeit.
Und wieder wird durch solchen Blödsinn ein guter Ansatz der Lächerlichkeit preisgegeben.
Ich habe mich als Kind gerne als Indianerhäuptling verkleidet, aber auch als Cowboy. Squaw spielen wollte ich nicht, weil es mir zu langweilig war und den Ausdruck Cowgirl kannte ich da noch nicht.
Doch bei allen, die sich verkleideten und die sich vielleicht vor gruseligen Kostümen erschreckt haben, so fanden wir Kinder das vor allem eins: megalustig und zum Lachen.
Mein Trauma kam keineswegs durch Verkleidungen zu Karneval und wenn es um das Erschrecken geht, so dürfte es neben dem Nikolaus keinen Knecht Ruprecht mehr geben ( vor dem ich einen Heidenrespekt hatte, was die Erwachsenen immer ziemlich lustig gefunden haben ) und die Teufelsgestalten ( Perchten ), die den Winter austreiben wollen, müssten alle ab ins Gehege.
Außerdem, sich als Indianer zu verkleiden und das Gesicht rot einzufärben, hat nichts mit Verunglimpfung zu tun. Kriegsbemalung oder Sonnenschutz ( denn auch Indianer bekommen Sonnenbrand ), das zu verbieten, ist einfach nur noch bescheuert.
Ist die Resignation darüber, daß sich am globalen Weltgeschehen durch den Einzelnen nicht wirklich was ändern lässt und man sich dagegen nicht wehren kann, so groß, daß man sich über an den Haaren herbeigezogenem Unbill mokieren muss, um seinen persönlichen Frust auszuleben?
Tobt euch doch lieber an Sandsäcken aus oder geht joggen, aber lasst doch bitte den Kindern den Spaß, der Ernst des Lebens beginnt früh genug...


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