Citalopram Nebenwirkungen und EEG???

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JimmyWins
Beiträge: 1
Registriert: Fr 14. Apr 2017, 10:27

Citalopram Nebenwirkungen und EEG???

Beitragvon JimmyWins » Fr 14. Apr 2017, 11:27

Hallo liebes Forum

Ich nahm mal einige Jahre Citalopram mit guten Erfolg. Dann entschied sich der Arzt cipralex mir zu geben. Was ich ich auch ne zeit gut vertragen habe aber immer wieder Panik bekam darunter. In der Klinik wurde ich auf sertralin eingestellt was garnichts meins war. Zuhause ging der blanke Horror los damit. Mein Arzt drosselte es schnell runter auf 25 mg vom 100...aber es wurde nicht besser. Ich wollte ohne AD bleiben aus angst. Ich hielt es zwei Wochen durch dann verschrieb mir meine Ärztin Citalopram. Mit 5mg einschleichen dann auf 10mg die nehme ich jetzt 3 Tage. Sertralin nahm ich 7 Wochen ca. Nun ist das Problem vorgestern Nachmittag ging es mir aufeinmal besser konnte machen und tun und gestern ging es wieder los. Die bekannten Gedächtnis Probleme einer depression wurden stärker. Kopf durcheinander und neben sich stehen. Mal sanfter mal härter. Das einzige ist das ich nach der einnahme keine starken Panik Attacken wie vom sertralin bekomme. Aber aber die Anspannung Nacken härter usw bleibt. Kann ich damit rechnen das es in paar Wochen besser wird??Hat jemand die Erfahrung gemacht?Andere Frage wäre wie zuverlässig ist ein EEG?? Als ich das erste mal 2007 das bekam für drei Monate da fühlte sich an als wenn mein Gehirn sich auflöst und was im kopf wächst. Das verschwand mit der Depression dann über Jahre Ruhe. Diesmal fühle ich fast wieder so. Wieder EEG. Aufgrund meiner Vorgeschichte folgten nur Blutabnahme noch und Schilddrüse und herz echo. Kann ich darauf bauen das es diesmal auch nur wieder die psyche ist??? Ja ich habe mein Arzt gefragt. Suche nur jemanden die oder der auch erfahrung hat.
Danke sehr

mamschgerl
Beiträge: 1105
Registriert: Mi 27. Apr 2016, 06:53

Re: Citalopram Nebenwirkungen und EEG???

Beitragvon mamschgerl » So 16. Apr 2017, 03:27

hallo'
ich hatte vor vielen jahren etwas ähnliches durchgemacht, ein gefühl, daß das gehirn angegriffen wird. der körper wurde immer schwächer, das bewegen des kopfes löste das empfinden aus, als ob die gehirnmasse hin und her schwappen und sich auflösen würde.
die ärzte haben nichts gefunden, das eeg zeigte auch nichts, aber kein mensch kam auf den gedanken, daß es sich um die psyche handeln könnte. dieser zustand verschwand nach einer zeit wieder, heute weiß ich, daß das mit meinen immer wiederkehrenden depressionen zu tun hatte, zu der zeit beschäftigten sich aber andere ärzte nicht mit dieser möglichkeit. ich war sicher, daß etwas übersehen wurde und die angst vor einem hirntumor war riesengroß, weil die sehfähigkeit schlechter wurde, mein gleichgewicht geriet aus den fugen und ich hatte mitunter artikulationsschwierigkeiten, wortfindungsprobleme, gedächtnislücken...es war heftig.
ich bin vor wenigen jahren zum ersten mal mit psychiatern und meinen diagnosen konfrontiert worden, da erhielt ich anfangs ebenfalls citalopram. heute bezeichne ich dieses medikament als einsteigerdroge, da es allgemein gut verträglich scheint und einem die angstgefühle nimmt, vor allem die bedenken, stärker psychisch beeinflussende medis zu nehmen. danach kam venlafaxin, was bei mir vor allem extrem dämpfend wirkte und die derealisation verstärkte sowie das gefühl, nicht mehr ich selbst zu sein. auf meinen wunsch hin wurde erneut gewechselt, diesmal auf biprupion. darauf reagierte ich nach einer weile sehr aggressiv auf mein umfeld, meine albträume wurden stärker und meine schlafprobleme noch schlimmer. dann sollte ich dagegen mit mirtazapin und irgendwann mit seroquel angehen, beides habe ich nach einmaliger einnahme sofort wieder abgelehnt, ich lag statt friedlich schlafend wie paralysiert und mit heftigen, sehr realistischen wahnvorstellungen im bett, unfähig, mich aus diesem wach-schlafzustand zu befreien, einfach horror pur.
dann entschloss ich mich, überhaupt nichts mehr einzunehmen. ich lebe lieber mit meinem desolaten psychischen zustand als unter den nebenwirkungen der medikamente, die wiederum mit medikamenten bekämpft werden müssen.
escitalopram, citalopram, cipralex ist alles ziemlich dasselbe.
sertralin wirkt stärker, wie du selbst erfahren hast.
ich denke, daß dein zustand sich wieder bessern wird und hoffe, daß du ihn ohne weitere experimente bezüglich anderer medis durchstehen kannst. diese schübe kommen wohl immer wieder, mal mehr, mal weniger heftig und mit genau diesen symptomen, da liegst du mit deiner annahme völlig richtig. sogesehen hast du also guten grund, daran glauben zu können, daß es wie beim letzten mal wieder verschwinden wird.
du musst dir nur immer selbst vor augen führen, daß es kein dauerzustand bleibt, es ist ein schub, schlimm zwar in dem moment, aber eben nicht von dauer.
und wenn es sein muss, nimm das citalopram, aber lass dich nicht auf weitere experimente ein, letztendlich verschlimmert das deinen zustand.
grüße
mamschgerl


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