Beschwerde Psychotherapeutenkammer

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Carola222
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Beschwerde Psychotherapeutenkammer

Beitragvon Carola222 » Mi 2. Nov 2016, 13:00

Hallo,

ich bin neu hier.
Ich habe eine allgemeine Frage: Weiß einer von Euch, wie lange es ungefähr dauert, bis eine Psychotherapeutenkammer über eine Beschwerde entscheidet?
Ich habe vor fast einem Jahr eine Beschwerde bei der PTK NRW gestellt, und offensichtlich läuft das Verfahren immer noch (das wurde mir zumindest auf Nachfrage gesagt).
Über das Ergebnis werde ich ohnehin nicht informiert. Ich wüsste aber gern, ob eine so lange Laufzeit bedeutet, dass die PTK wirklich etwas gegen den entsprechenden Therapeuten unternimmt? Wenn man die Beschwerde für nicht gerechtfertigt halten würde, hätte man das doch vermutlich schneller herausgefunden, oder?
Vielen lieben Dank für Eure Hilfe!

Carola222

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Laura
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Re: Beschwerde Psychotherapeutenkammer

Beitragvon Laura » Mi 2. Nov 2016, 14:12

Hallo Carola!

Aus eigener Erfahrung kann ich Dir da nichts zu sagen. Das Ganze geht schon stark in den juristischen Bereich hinein (allein schon wegen der Frage, inwieweit die Psychotherapeutenkammer auskunftspflichtig gegenüber den Leuten ist, die Beschwerden einreichen). Für mich tun sich da aus theoretischer Sicht auf Anhieb drei Möglichkeiten auf:

a) Die Psychotherapeutenkammer hat Deine Beschwerde ernst genommen und etwas gegen den oder die Therapeutin eingeleitet, was aber noch kein "Ergebnis" hat. In diesem Fall würde es mich aber wundern, dass Du im Laufe von fast einem Jahr zu nicht noch zu mehr Informationen oder auch Zeugenaussagen herangezogen wurdest.

b) Die Psychotherapeutenkammer hat die Sache unter den Tisch fallen lassen oder auch auf die lange Bank geschoben, unabhängig davon, ob sie die Beschwerde für berechtigt hält (könnte zu heikel werden) oder für zu geringfügig. Aber um den Schein der Seriosität zu wahren, wirst Du mit Vorwänden abgespeist, damit Du Dich nicht noch über die Psychotherapeutenkammer selbst beschwerst.

c) Die Psychotherapeutenkammer arbeitet so gemächlich wie ein Amt und da wird alles, was die Kammer Geld kosten könnte, auf die lange Bank geschoben. Oder es wird sich einfach tatsächlich besonders viel Zeit für die Recherche genommen, um sich nicht etwa zu blamieren oder auch auf (Gerichts-)kosten sitzen zu bleiben, weil die Sache nicht sorgfältig genug geprüft wurde.

Was ich übrigens nicht weiß, ist, ob die Psychotherapeutenkammer ein Gremium ist, in dem vor allem hauptberuflich gearbeitet wird oder ob da viele Fachmitarbeiter dort nicht vielmehr einen Nebenjob ausüben und deswegen so wenig Zeit haben, um z. B. auf Beschwerden einzugehen.

Viele Grüße

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

mamschgerl
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Re: Beschwerde Psychotherapeutenkammer

Beitragvon mamschgerl » Do 3. Nov 2016, 07:18

Hallo Carola,
die PTK ist schon die richtige stelle, wenn du dich über psychotherapeuten oder psychologen, die als therapeuten arbeiten, beschweren möchtest.
beschwerden über psychologen richtet man an die ärztekammer.
bei heilpraktikern, die als therapeut arbeiten, richtet man sich an das gesundheitsamt.
wie auch immer, die kammer untersucht die schwere der beschwerde und kann dementsprechend rügen mit oder ohne bußgeld verhängen, sollte sie aber zu dem entschluss kommen, daß die beschwerde so massiv ist, daß gar ein berufsverbot ausgesprochen werden könnte, gibt sie diese beschwerde als klägerin an das berufsgericht weiter.
während des verfahrens wird natürlich auch der therapeut zur stellungnahme gebeten, es werden protokolle verlangt, er muss natürlich auch der schweigepflicht dir gegenüber entbunden sein, damit er sich überhaupt erst dazu äußern kann.
ein verfahren kann sich zwischen einigen wochen bis zu jahren hinziehen, je nach art der beschwerde und der dazugehörigen untersuchungen.
vielleicht fragst du einfach mal gezielt bei der kammer nach, ob dahingehend eine klage bei dem berufsgericht in vorbereitung ist oder ob es in den händen der psychotherapeutenkammer bleibt?
insgesamt gesehen glaube ich allerdings, daß es schwierig sein wird, je nach art des vergehens, einem therapeuten etwas nachzuweisen, es sei denn, dritte waren zugegen und könnten dich zur bestärkung deiner vorwürfe unterstützen.
grüße mamschgerl

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Re: Beschwerde Psychotherapeutenkammer

Beitragvon mamschgerl » Do 3. Nov 2016, 09:37

p.s.
in der regel ist bei dieser dauer ( ca. 1 jahr ) der vorgang entweder schon bei dem berufsgericht eingereicht worden oder aber das verfahren wurde aufgrund geringfügigkeit oder sonstwas eingestellt.
zu einer auskunft dir gegenüber ist weder die kammer noch das gericht verpflichtet und kommt schon gar nicht von alleine.
also, ich hoffe, du kannst trotzdem etwas herausfinden.
l.g. mamschgerl

Carola222
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Re: Beschwerde Psychotherapeutenkammer

Beitragvon Carola222 » Do 3. Nov 2016, 11:16

Liebe Laura, liebe Manschgerl,

vielen lieben Dank für Eure hilfreichen Antworten.

Mein "Fall" ist sehr kompliziert, aber ich werde mal versuchen, ihn möglichst kurz darzustellen.

Ich bin Asperger-Autistin, ebenso wie meine Tochter. Wir bekamen unsere Diagnosen vor drei Jahren und meine Tochter begann eine autismusspezifische Therapie, die als Wiedereingliederungshilfe vom Jugendamt finanziert wurde. Die Situation in der Familie war damals sehr schwierig (starke Konflikte mit meinem Mann) und auch in der Schule lief es nicht gut. Meine Tochter war damals 13.
Wir waren total begeistert von ihrem Therapeuten, ein Psychologe, der der Therapeutische Leiter der Praxis war. Wir durften alle unsere Probleme mit ihm besprechen, ich durfte auch über meine eigene Behinderung sprechen. Meiner Tochter sagte er, er sei ihr Freund, schenkte ihr Bilder, die er von ihr malte und machte Fotos von ihr. Ich verliebte mich in ihn, und er sich auch in mich. Wir begannen eine heimliche Beziehung, die direkt in die Katastrophe führte. Ich sah den einzigartigen Retter in ihm, den besten Menschen der Welt, hatte unendliches Vertrauen und konnte es nicht fassen, dass sich dieser Mensch ausgerechnet in mich verliebt hatte. Er sagte, er werde sich von seiner Frau trennen und mit meiner Tochter und mir eine neue Familie gründen. Er schrieb mit hunderte von Mails. Ich trennte mich von meinem Mann, sagte ihm aber nicht, warum.
Natürlich kam alles anders. Mein Mann kam dahinter und war entsetzlich wütend, wollte den Psychologen anzeigen. Dieser "beichtete" seiner Frau und seiner Chefin die Sache. Allerdings nicht wahrheitsgemäß - er sagte, es sei alles von mir ausgegangen, ich hätte mich an ihn herangemacht und er habe nicht gewusst, wie er mich abwehren sollte.
Ich brach zusammen, die Familie ging kaputt, meine Tochter war fix und fertig. Es ist eine ganz entsetzliche und lange Geschichte, die ich hier nicht ganz wiedergeben kann. Es kam zum Gerichtsverfahren gegen den Mann wegen Missbrauchs mir gegenüber und Geheimnisverrat meinem Mann gegenüber (mein Mann hatte den Psychologen in seiner Verzweiflung um ein Gespräch gebeten, nicht wissend, dass der selbst hinter meiner neuen Beziehung steckte; der Psychologe verriet mir das). Obwohl inzwischen alle Berufsverbände und der Ethikverein hinter mir standen (für sie alle war es klarer Missbrauch), wurde der Mann freigesprochen. Ich sei nicht in einem Beratungsverhältnis gewesen. Die Gespräche über meine eigene Behinderung seien ein "Freundschaftsdienst" gewesen. Für den Geheimnisverrat bekam er eine Verwarnung.
Berufsrechtlich konnte man nichts machen. Er ist keine Psychotherapeut und deshalb nicht Mitglied der Kammer. Auch der Ärztekammer gehört er nicht an und ebenso keinem Berufsverband. Er darf also einfach weiter praktizieren.
Die Beschwerde bei der Psychotherapeutenkammer richtet sich gegen seine damalige Chefin. Sie ist Psychologische Psychotherapeutin und somit Mitglied der Kammer. Und als Vorgesetzte war sie für sein Handeln verantwortlich.
Sie hat damals versucht, alles zu vertuschen, hat beim Jugendamt die Unwahrheit gesagt. Sie wusste auch schon vorher, dass der Mann häufiger grenzüberschreitend gegenüber Patienten ist, hat ihn aber nicht entsprechend beaufsichtigt. Sie wollte damals bei der Therapie meiner Tochter hospitieren, hat dies aber unterlassen, als der Psychologe mit Kündigung gedroht hat (er hatte Angst, bei einer Hospitation meine Tochter als Patientin zu verlieren). Sie unterschrieb einen gefälschten Bericht an das Jugendamt, in dem stand, wie gut man meiner Tochter geholfen habe und wie toll ihr Verhältnis zu ihrem Vater geworden sei (sie spricht kein Wort mehr mit ihm). Das Jugendamt erfuhr von mir, wie es wirklich gelaufen war und weigerte sich, weiter mit dem Mann zusammenzuarbeiten. Sie sagte der Chefin, dass sie sich von ihm trennen müsse. Zu der Zeit lief bereits das Verfahren gegen ihn. Die Chefin entließ ihn aber nicht, sondern gab ihm die Gelegenheit, selbst zu kündigen. Trotz der Gerichtsverfahrens stellte sie ihm ein gutes Zeugnis aus, sodass er sofort wieder mit autistischen Kindern und Jugendlichen arbeiten konnte. Meinem Mann drohte sie, man würde ihm im Fall einer Scheidung sicher das Sorgerecht entziehen, denn er habe nach dem Vorfall die Therapie meiner Tochter ja aus eigenen Stücken beendet und damit das Kindeswohl gefährdet. Mit mir oder meiner Tochter hat sie niemals persönlich gesprochen. Es interessierte sie offensichtlich nicht, was wirklich passiert war.
Das sind die Vorwürfe, die im Raum stehen. Ich konnte der PTK gegenüber alles beweisen (anhand von Mails und Briefen). Zusätzlich haben die Berufsverbände vom Verbändetreffen gegen sexuellen Missbrauch in der Therapie eine Stellungnahme geschrieben, in der sie klar gesagt haben, dass es Missbrauch war.
Diese Informationen liegen nun also seit fast einem Jahr bei der PTK. Vor einigen Wochen habe ich nachgefragt, da sagte man mir, das berufsrechtliche Verfahren laufe noch. Man werde mir Bescheid sagen, wenn es beendet sei.

Für mich war es alles sehr schwer. Ich hab ganz lange gebraucht, bis ich gegen ihn aussagen konnte. Hatte und habe schwere Schuldgefühle, war in einer Klinik, nehme starke Medikamente. Ich habe es nicht kapiert, wie eiskalt er uns am Ende allein gelassen hat. Und als ich endlich so weit war, mich gegen ihn zu richten, wurde er freigesprochen. Und er hat keine Gelegenheit ausgelassen, mich als rachsüchtige Frau hinzustellen (unterstützt von seiner neuen Chefin, die alles für eine "Hetzkampagne" hält).

Ich fände es irgendwie gut, wenn wenigstens die Chefin gesagt bekäme, dass man so etwas nicht machen darf.

Vielen Dank, dass Ihr da seid - das tut echt gut!!!

Liebe Grüße
Carola

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Re: Beschwerde Psychotherapeutenkammer

Beitragvon mamschgerl » Do 3. Nov 2016, 14:30

hallo carola,
das ist mal echt heftig!
und selbst wenn es von dir ausgegangen wäre, wäre es ebenso mißbrauch, denn die verantwortung für die distanzwahrung liegt einzig und allein beim therapeuten.
das wäre das gleiche, als wenn man mir sagte, ich sei an meinem mißbrauch durch meinen vater selbst schuld, weil ich ihn so liebhatte und er sich dagegen nicht wehren konnte.
es ist immer wieder erschreckend, daß menschen ihre macht in solchen positionen derart schamlos für ihre eigene sexuellen notstände ausnützen, meistens auch noch davonkommen, weil irgendein anderer schützend die hand darüber hält und sich sogar für lügen nicht zu schade ist.
dein empfinden gegenüber solcher ungerechtigkeit und allem, was danach folgte, muß furchtbar sein.
mein bruder hat die selbe diagnose wie du und deine tochter, asperger alleine ist schon wenig hilfreich im leben, aber dazu noch autistisch zu sein, macht es noch einen tick heftiger, je nach schweregrad.
aber jetzt zurück zu dem sogenannten psychologen.
wie ich schon erwähnte, muß er, sobald er praktiziert, eine zulassung dafür haben, und die bekommt er durch die ärztekammer. daher verstehe ich nicht, wieso er ihr als psychologe nicht angehört. sollte er zudem als therpeut tätig sein, muß er der psychotherapeutischen kammer angehören, sonst dürfte er ebenso weder privat noch sonstwie praktizieren.
alles in allem etwas seltsam, das ganze. wieso darf er weiter als therapeut praktizieren, wenn er keinem verband angehört? wie verhält sich das ganze rein rechtlich gesehen? diese berufsbezeichnung ist als solche geschützt und kann nicht von irgendwelchen menschen mal eben so getragen werden, um therapien bei patienten durchzuführen und dann wieder abzulegen, sowie es schwierigkeiten gibt, d.h. seine berechtigung zur ausübung muß bestätigt sein eben durch die entsprechenden kammern.
von wem also erhielt er seine zulassung?
und schämen musst du dich überhaupt nicht! wer das tun sollte, liegt wohl klar auf der hand.
ich hoffe, du überstehst diesen verrat und diese lügen und alles, was diese geschichte noch nach sich zieht. auch deiner tochter wünsche ich das, denn solche lebenserfahrungen in diesem alter ( oder egal in welchem ) braucht niemand.
alles, alles gute.
l.g. mamschgerl

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Re: Beschwerde Psychotherapeutenkammer

Beitragvon Carola222 » Fr 4. Nov 2016, 19:24

Liebe Mamschgerl,

vielen lieben Dank für Deine mitfühlenden Worte und dein Interesse.
Der Mann ist Diplom-Psychologe. Die Therapie, die er mit meiner Tochter gemacht hat, ist KEINE Psychotherapie. Die sogenannte autismusspezifische Therapie darf auch von entsprechend ausgebildeten Heilpädagogen und ähnlichen Berufsfeldern ausgeübt werden. Der zweite Therapeut, den meine Tochter damals parallel hatte, war zu der Zeit sogar nur Student.
Deshalb gibt es keine berufsrechtliche Aufsicht für den Mann. Wäre er Heilpädagoge, wäre das Gesundheitsamt für ihn zuständig. So aber ist niemand dafür zuständig. Ich habe das in alle Richtungen recherchiert. Es ist eine Art Gesetzeslücke.
Es ist traurig, aber es ist so. Er durfte das alles tun, zumindest aus juristischer Sicht. Als der Richter ihn damals freigesprochen hat, war das so, als hätte er gleichzeitig mich schuldig gesprochen.

Liebe Grüße
Carola

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Re: Beschwerde Psychotherapeutenkammer

Beitragvon mamschgerl » Sa 5. Nov 2016, 07:02

hallo carola,
ich verstehe halt nun mal nicht, wieso ein dipl.psychologe überhaupt eine, egal welche, therapie durchführen darf, ohne die entsprechende weiterbildung dafür absolviert zu haben.
sicher dürfen auch heilpraktiker mit entsprechender weiterbildung diese spezifische therapie durchführen und natürlich erst recht ein dipl.psychologe, aber dennoch bedürfen beide einer zulassung, damit sie das überhaupt ausüben dürfen.
daß hier ein rechtsfreier raum, in dem sich weder patienten noch angehörige gegen unangemessenes oder wie hier, gegen mißbräuchliches verhalten wehren können, weil es keine institution dafür geben soll, ist schwer vorstellbar.
dieser mensch hat eine approbation und ginge es nach meinem rechtsempfinden, ist es hier völlig unerheblich, welche therapie er anwandte, sondern es zählt einfach und allein, daß er seine zulassung mißbräuchlich eingesetzt hat und dementsprechend diese approbation ihm entzogen werden müsste.
soll er in der welt herumtingeln und seine lebensweisheiten entsprechenden zuhören vorbeten, aber von patienten sollte er sich von gesetz wegen meilenweit entfernt halten müssen.
sowie ein diplom psychologe einen patienten behandelt, übt er seinen beruf aus und in dem moment ist er haftbar zu machen, da spielt es keine rolle, welche behandlung er anbietet und durchführt.
und hier scheint wieder einmal juristisch gesehen einiges schief zu laufen, denn auch er dürfte eigentlich keine heilpraktikertätigkeiten ohne entsprechende weiterbildung hierbei und dementsprechende zulassung ausüben.
Also wäre er auf dieser schiene meines erachtens sehr wohl straffällig geworden zusätzlich zu seinem generellen fehlverhalten.
aber ich kenne das leider auch aus eigenen erfahrungen, daß gerechtigkeit nicht gleich gerechtigkeit ist und man mit seiner hilflosigkeit alleine klar kommen muß, während diese menschen sich entspannt zurücklehnen und so weitermachen können wie bisher.
deine geschichte berührt mich sehr und ich wünsche dir die kraft, die es braucht, das irgendwie hinter dir zu lassen.
l.g. mamschgerl

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Re: Beschwerde Psychotherapeutenkammer

Beitragvon Carola222 » Sa 5. Nov 2016, 13:13

Liebe Mamschgerl,

er hat keine Approbation. Ein Diplom-Psychologe braucht keine Approbation, er ist ja kein klinischer Psychologe.
Ich habe nun durch meine Anwältin in der Praxis, in der er damals gearbeitet hat, die Behandlungsunterlagen meiner Tochter anfordern lassen. Gleichzeitig hat die Anwältin gefordert, dass man ihr die genaue berufliche Qualifikation des Therapeuten nennen soll.
Vielleicht kommt dabei ja etwas heraus. Glaube ich aber nicht.
Bei seiner neuen Stelle wird er im Internet angepriesen als "hervorragender und sehr erfahrener Psychologe", der "sehr leicht Kontakt zu Autisten herstellen kann". Bitter.

Liebe Grüße
Carola

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Re: Beschwerde Psychotherapeutenkammer

Beitragvon Carola222 » Sa 5. Nov 2016, 13:36

Liebe Mamschgerl,

ich habe dir eine PN geschickt.

LG
Carola

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Re: Beschwerde Psychotherapeutenkammer

Beitragvon mamschgerl » Sa 5. Nov 2016, 19:26

hallo carola,
die beurteilung dieses mannes ist ja wohl der blanke hohn, bedient er sich gar noch eurer geschichte als beweis dafür?
sorry, aber da könnte man den glauben verlieren, wenn man einen hat.
habe deine nachricht erhalten und zurückgeschrieben. ( hoffentlich hat's funktioniert...)
es mag sich jetzt verbittert oder sehr nach alice schwarzer anhören, aber leider ist meine erfahrung mit männern, daß nun mal 99% schw...gesteuert sind und die wenigen, die übrigbleiben, nun mal diejenigen sind, die meistens farb- und gesichtslos in der menschenmasse untertauchen und sich nicht zu zeigen wagen, weil sie sich selbst als unmännlich empfinden, eben weil sie nicht so sind.
leider reiten diese sogenannten männer auch noch auf diesem klischee herum, bei weiblichen reizen als mann nicht widerstehen zu können, um die verantwortung ihrer ach so männlichen schwäche auch noch auf das schuldenkonto der frau zu schreiben.
aber diese geschichte ist nicht neu, genausowenig wie die wut darüber.
hoffentlich findet deine anwältin eine möglichkeit, ihn wenigstens aus dem verkehr ziehen zu können ( ungewollt doppelsinnig, blöde redewendung ), so daß er keinen weiteren schaden anrichten kann.
aber du hast recht, wunder werden selten in der heutigen zeit.
ganz liebe grüße
mamschgerl

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Re: Beschwerde Psychotherapeutenkammer

Beitragvon Carola222 » Sa 5. Nov 2016, 20:55

Liebe Mamschgerl,

ich habe leider keine PN bekommen. Da ist wohl was schiefgelaufen?

LG
Carola

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Re: Beschwerde Psychotherapeutenkammer

Beitragvon mamschgerl » Sa 5. Nov 2016, 21:38

ähm, ja, scheint so, und blöderweise komme ich hier nicht so ganz klar, außerdem habe ich wohl vergessen, die zahlen an deinen namen zu hängen und so findet dieses teil dich nicht als empfänger und die nachricht hängt noch immer im postausgang.
ich könnte alles abschreiben und neu schicken, aber ich versuch's nochmal, vielleicht finde ich ja heraus, wie man den empfänger ändern und die nachricht neu senden kann. :silly:
ich bin nur gerade etwas durch den wind, mir geht's nicht so und ich würde mich gerade gerne irgendwo verkriechen ( dabei regnet es doch gerade so schön...)
spaß beiseite, ich melde mich morgen wieder, nicht böse sein
l.g. mamschgerl

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Re: Beschwerde Psychotherapeutenkammer

Beitragvon Carola222 » Sa 5. Nov 2016, 21:43

Pass gut auf Dich auf!!! :sad:

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Re: Beschwerde Psychotherapeutenkammer

Beitragvon Carola222 » So 6. Nov 2016, 13:27

PN ist angekommen!
Danke Dir!!!

LG
Carola


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