probatorische Sitzungen psychotherapie

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Blutsschwester
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probatorische Sitzungen psychotherapie

Beitragvon Blutsschwester » Di 9. Aug 2016, 13:14

Hallo, ich habe eine Frage zu den probatorischen Sitzungen. Wenn ich mir zum Beispiel erst mal 3 Therapeuten rausgesucht habe ... mache ich dann, wenn möglich, Termine parallel oder arbeite ich einen nach dem anderen ab, um auf diese Weise Vergleichsmöglichkeiten zu haben?
Ich finde es voll schwierig da zu einer Entscheidung zu kommen. Bin gerade bei meiner kommenden 4 Sitzung und ziemlich verunsichert, ob´s das ist, weil ich ja noch niemand anderen kennen gelernt habe. Ich frage mich ganz generell wie das in der Praxis funktioniert in bezug auf wer zu einem passt. Jetzt bin erst mal froh, dass ich überhaupt anfangen konnte wegen den langen Wartezeiten (trotz Privatpatient) ... aber das kann es ja auch nicht sein. Wie seid ihr vorgegangen? Wie habt ihr gemerkt, dass es wirklich passt? Ich bin grundsätzlich jemand, der ständig alles bewertet ... da ist nicht viel mit Bauchgefühl ... gehe immer an die Dinge erst mal logisch dran. Über eine Rückmeldung freue ich mich.

Passiflora
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Re: probatorische Sitzungen psychotherapie

Beitragvon Passiflora » Mo 31. Okt 2016, 13:27

Hallo,
ich denke wenn es einem gelingt in Fluss zu kommen und die Chemie stimmt, braucht man nicht weiter zu suchen.
Denn jeder neue Therapeut oder jede Therapeutin hat sicher stärken und schwächen auf der menschlichen Ebene.
Aber dein Körper und dein Geist sind gute Ratgeber, also wenn du Worte findest und wie gesagt in Fluss kommst bist du sicher richtig.
Alles Gute
Passivlora

mamschgerl
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Re: probatorische Sitzungen psychotherapie

Beitragvon mamschgerl » Mo 31. Okt 2016, 14:52

hallo,
ich bin vor drei jahren im psychologischen notdienst bei einer therapeutin gelandet, die mir gleich einen termin gegeben hat und bin auch bei ihr geblieben, als ich meinen empfindungen wieder einigermaßen trauen konnte.
ich habe zusätzlich noch eine begleitende psychiaterin, die für meine medikamentation zuständig ist, sich aber natürlich auch mit meinem seelenleben beschäftigt, so gesehen bin ich also bei beiden in therapie.
es lief nicht immer glatt und es gab zwischenzeitlich mehrere male situationen, die mich beinahe dazu gebracht hätten, entweder die therapie abzubrechen oder den arzt zu wechseln.
letztendlich gab den ausschlag, daß ich bei beiden geblieben bin, die tatsache, daß man mich trotzdem immer angenommen hat und ernsthaft, sachlich und flexibel hinsichtlich meiner erkrankungen mit mir umgegangen wurde.
hauptsache war, daß die chemie passte, aber das allein genügt nicht, wenn man erkennen muß, daß die behandlung an einem vorbei zielt.
wenn man dahingehend eher dem qualitätsstandard folgen möchte, sollte man für sich entscheiden, wie mit fragen, unsicherheiten und problemlösungen vorgegangen wird.
werden pauschalbehandlungen vorgenommen oder wird versucht, auf den patienten einzugehen?
wird man ernstgenommen oder eher so behandelt, daß man nur gesunden kann, wenn man alle vorgaben des therapeuten erfüllt ohne nachzuprüfen, ob es für einen sinnvoll ist?
wird man ernst genommen? wird man nach der diagnose in eine schublade gesteckt?
all diese fragen sollten positiv in deinem sinne beantwortet werden, sonst kannst du nicht annähernd das nötige quantum an vertrauen schließen, um eine erfolgversprechende behandlung zu beginnen.
du würdest schließlich auch mit niemandem eine engere bekanntschaft schließen wollen, bei dem du dich nicht wohlfühlst oder gar dein innenleben vor diesem menschen ausbreiten, oder?
und es macht dabei keinen unterschied, ob man privat- oder kassenpatient ist, entweder der arzt taugt oder nicht, d.h. es gibt auch bei den therapeuten, die sich ausschließlich um private kümmern, viele arrogante schwarze schafe.
also, viel glück.
l.g. mamschgerl

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fluuu
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Re: probatorische Sitzungen psychotherapie

Beitragvon fluuu » Mo 31. Okt 2016, 14:55

Hallo,
gut, dass Du nun dran bist und die Arbeit an den seelischen Empfindungen beginnen kann.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass für eine gute Psychotherapie, Umwälzen von Konflikten und Störungen,
weniger die Anfängliche Nettigkeit und Liebenswürdigkeit von Bedeutung sind, sondern eher eine gewisse Skepsis auf beiden Seiten.
Es geht in der Psychotherapie um die Heilung der Psyche, dafür ist natürlich Vertrauen nötig aber es ist auch eine Arbeit
die Anstrengung erfordert auf beiden Seiten und um diese gut zu machen ist weniger Nettigkeit im Vordergrund sondern
die Fähigkeit die Konflikte anzugehen, aufzudecken und umzuwandeln. Das geht mit einer gewissen kühlen Distanz besser
als mit einer besonders starken, herzlichen, warmen und weichen Fürsorge. Deshalb mein Tipp, arbeite selbst therapeutisch,
natürlich Chemie und Vertrauen müssen passen aber eine gewisse Skepsis im Blick ist am Anfang eher förderlich.
Es entwickelt sich im Laufe der Therapie eine therapeutische Beziehung, sie ist von Freundlichkeit und Achtsamkeit bestimmt
aber auch von Distanz und somit einer gewissen Kühle. Das Erhitzen des Gemüts vom Klienten passiert ganz automatisch
wenn es um die Konflikte seiner Gefühlswelt geht, da ist es gut wenn der Therapeut gelassen und distanziert bleibt.
Die Auswahl des Therapeuten ist schwierig, ganz ohne Frage und nicht jeder anfangs Nette ist dann auch der Beste.
Probatorische Sitzungen sind die erste therapeutische Maßnahme für das Gelingen der Therapie.
gruß fluuu

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Küstenkind
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Re: probatorische Sitzungen psychotherapie

Beitragvon Küstenkind » Mi 2. Aug 2017, 10:07

Hallo,

ich hatte bei der ersten Psychotherapeutin zwei Sitzungen wo gekllärt wurde, ob man mir helfen kann oder nicht. Es ging um den Umgang mit diversen gesundheitlichen Tiefschlägen, die hatte es bestäitigt, dass man mit einer verhaltenstherapie da was machen kann, hat aber keinen Platz. Dann ging die Suche erneut los und ich hatte glück und habe nach dem dritten Anrufe eine gehabt wo ich zwei wochen Später soofort hin konnte.
Und das witzige ist, ich kannte die Frau schon wusste aber nicht das sie eine Seelenklepnterin ist.
wir kennen uns von laufen mit den Hunden, am Anfang fand ich das ganze sehr suspekt und komisch. Aber nach der ersten Sitzung, hatte aber auch erst eine, aber nach vielen Nächten und Gedanken,glaub ich sie ist die richitge. Sie hat einen Hund und ist tierlieb und somit, denk ich passt das. Und sie ist auch keine Einheimische sondern auch fremd in der Stadt, sprich man kann auch über diese Probleme reden.
Also ich hate glück und musste nicht soviele durch machen.
Und die erste fand ich im nachhinein nicht gut. Sie hat den Satz fallen lassen: Sie sind Tumorpatient und noch in Behandlung, die TUmore können wieder kommen. Sie müssen ihr leben, nach der krankheit richten, sie können nicht mehr so wie normale Menschen, sie müssen ihr leben anders leben wie andere.

naja, ich war froh, im nachhinein dass es nur zwei sitzungen gab

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fluuu
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Re: probatorische Sitzungen psychotherapie

Beitragvon fluuu » Do 3. Aug 2017, 10:59

Das ist doch eine gute Haltung für einen therapeutischen Ansatz, jemand der tiefgreifende Störungen hat sollte
diese Tatsache zunächst bewusst betrachten und akzeptieren, dass heißt das eigene Leben so einrichten,
dass diese Störung ein unabänderlicher Bestandteil ist, diese Tatsache der Krankheit integrieren und erst dann
sich damit beschäftigen wie der Weg der Linderung oder Heilung aussieht.
Ein Patient der in die Praxis kommt und sagt aua, aua es tut so weh, machen Sie das mal weg, ich will, dass es aufhört
und dafür sind sie zuständig, schnell, wird ganz sanft hinausbewegt denn jegliche Therapie ist in diesem Zustand
unmöglich.
Mann kann ja nur etwas heil machen wenn der Zustand des Kaputten unmissverständlich bewusst ist.
Bei einem Tumor würde ich sogar so weit gehen und empfehlen sich mit ihm anzufreunden und wenn die
Liebe richtig groß ist ihn ziehen lassen und voller Liebe sagen, Du bist frei und kannst gehen wohin Du willst.
Die Chance, dass er sich verkrümelt ist sehr groß, denn die negativen Gefühle um die Zellen in etwas Böses
umzuwandeln haben keine Kraft mehr und sind besiegt.
Etwas aus Liebe gehen lassen ist sehr heilsam für die Seele.
So würde ich bestätigen, dass sich mit dem Lebenswandel auf die Störung einzulassen ganz wichtig ist denn jede
Form von Ignoranz schafft neue Symptome. Wer eine Krankheit hat, ein Hinweis von der Seele, dass am
Organismus etwas zu verändern ist und diese verdrängt der heilen Welt zu Liebe und alles super ist,
verstärkt die Symptome am ehesten und die Krankheit wird womöglich chronisch.
Ein Therapeut der am Anfang der Therapie auf klare Benennung und Akzeptanz der Störung wert legt,
ein dazugehöriger Lebenswandel ergibt sich daraus und erst dann auf Umgang und Heilung schaut,
ist ein guter Therapeut im Vergleich zu Vielen die netten und lieben Kontakt suchen.
Eine Therapie mit einem Therapeuten ist eine Form der zwischenmenschlichen Beziehung zu ihm
aber keine Liebesbeziehung und auch keine Beziehung der Streicheleinheiten für den Klienten sondern
am ehesten eine partnerschaftliche Beziehung bei der gemeinsam eine Arbeit verrichtet wird und zwar
eine Arbeit die negativen Aspekte des Klienten in Positives zu wandeln und dem Klienten das Werkzeug
an die Hand zu geben wie er es an sich selbstständig verrichten kann.
gruß fluuu

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mamschgerl
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Re: probatorische Sitzungen psychotherapie

Beitragvon mamschgerl » Do 3. Aug 2017, 21:52

Fluu,
...und wieder einmal ganz klassisch, was da vorgegeben wird.
Zuerst mal provoziert man den sowieso schon stark angeschlagenen Hilfesuchenden solange, bis er außer sich ist, um ihm dann beizubringen, daß er jetzt, nun schon vollkommen durchgedreht, bereit ist, wahre Heilung zu erfahren.
Mit anderen Worten, dem Hilfesuchenden wird zuerst mal eine verbale Watschn verabreicht, daß er bloß nicht jammern oder gar Nettigkeit und Freundlichkeit erwarten sollte, zuerst mal wird ihm seine Diagnose um die Ohren geschlagen, bis er endlich begreift, was er hat, dann erst, wenn er gefügig ist, wird ihm gesagt, was ihm helfen wird. Das Helfende wiederum ist ein Mix aus Schwachsinnigkeiten und muß trotzdem so geschluckt werden, wenn nicht, hat man es noch nicht kapiert und wird weiter in Grund und Boden getreten, solange, bis man alles glaubt, was einem erzählt wird.
Einen solchen Blödsinn über den Umgang mit Tumoren habe ich zuletzt von einer selbsternannten Raiki Anhängerin gehört, die meinem Mann Steine mit besonderer Energie andrehen wollte, die seinen Hirntumor heilen würden.
Sicherlich ist es psychisch nicht förderlich, mit seinem Schicksal zu hadern, aber ein "gesunder" Umgang damit schon, dazu gehört jedoch nicht der Vorschlag, seinen Krebs zu lieben, um somit seinen Wachstum zu hindern oder ihn gar Kraft der Gedanken aus seinem Körper zu verbannen.
Gespräche mit einem qualifizierten Therapeuten können helfen, damit leben zu lernen, also mit jemandem, der einem in dieser schwierigen Situation annimmt und zuhören kann.
An jemanden zu geraten, der einem immer wieder um die Ohren haut, wie krank man sei und daß man das endlich kapieren soll, gibt einem den Rest, wenn man gerade darüber reden möchte, wie es innerlich in einem ausschaut.
Das aber interessiert dich nicht, denn für dich sind alle jammernde Elendshaufen, die keiner helfenden Hand würdig sind.
Es ist diese bodenlose und verabscheuungswürdige Gedankenlosigkeit, mit der du diese Selbstheilungsphrasen verbreitest, mit der schon soviele andere vor dir und nach dir die Hoffnungen schüren und am Ende, wenn es doch nicht funktioniert hat, noch die Dreistigkeit besitzen, daß der Betroffene es wohl falsch gemacht habe.
Aber im Ausreden und Gründe finden, wenn deine Methoden nutzlos sind, bist du ja findig.

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Re: probatorische Sitzungen psychotherapie

Beitragvon Küstenkind » Sa 5. Aug 2017, 16:36

Hallo ihr zwei,

also sagen wir es so meine Tumore und ich haben eine Hassliebe entwickelt. Ich habe dadruch viel über mich gelernt, aber wohl auch in die Richtung mich so weit entwickelt, dass ich nun hilfe brauche um damit klar zu kommen.

Aber das wichtigste und auch das schlimmste an der ganzen Thematik ist, zu lernen wie Menschen in so einer Situation mit einem umgehen und wie sich freundschaften entwickelt und hier muss ich sagen, dass es sehr negativ ist.

Und das man selten mal das richtige gehör findet, wenn man reden möchte, dass ist das schlimmste. Und ich denke in den probesitzungen ist es wichtige für beide Seiten zu schauen ob es passt. Da man ja doch recht privat redet.

lg

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Re: probatorische Sitzungen psychotherapie

Beitragvon mamschgerl » Sa 5. Aug 2017, 21:45

Hallo Küstenkind,
jemanden zu finden, der einem in der Situation zuhören kann, wird schwierig sein, da ein jeder, der persönlich noch nicht davon betroffen war, weder weiß, welche die richtigen Worte wären oder gar sich das irgendwie vorstellen könnte.
Es gibt sehr, sehr wenige, die sich nicht unangenehm berührt fühlen und dem ganzen hilf- und natürlich ratlos gegenüberstehen, sie sind schlichtweg überfordert und halten sich daher lieber fern.
Eine ähnliche Reaktion zeigt sich bei vielen, die zum ersten Mal einem körperlich und/oder geistig schwer behinderten Menschen gegenüberstehen. Sie wissen einfach nicht, was sie tun oder sagen sollten, wie reagieren, ohne den anderen nicht ungewollt zu verletzen?
Ich fühlte mich, als bei meinem Mann der unheilbare und sehr schnell wachsende, bösartige Hirntumor diagnostiziert wurde, abgeschnitten von der normalen Welt, denn alles, was vorher vielleicht wichtig war, wurde zur Banalität. Als bei mir Gebärmutterhalskrebs festgestellt wurde und ich nach der Totaloperation auf den Befund wartete, ob wirklich alles entfernt werden konnte, schwebte ich irgendwo zwischen allen Welten und war unfähig, an Gesprächen teilzunehmen.
Meinem Mann und mir ging es nur noch darum, die verbleibende Zeit auszufüllen, ohne an sein Ende zu denken, doch das war nicht möglich, wir trauerten gemeinsam und waren froh, uns zu haben.
Wir sagten es niemandem, denn er wollte nicht, daß ihn jemand bedauerte oder er ständig betretene Minen um sich herum haben würde, so konnte er noch einigermaßen normal zwischen seinen Bestrahlungen und Operationen leben.
Wie mein Mann hätte auch ich nicht gewollt, daß andere davon wissen, wir hätten in unserem direkten Umkreis nie etwas davon gesagt.
Jeder geht damit anders um, sowohl die Betroffenen wie auch diejenigen, die davon erfahren.
Meine Therapeutin erzählte mir von einem Mann, der zuhause weder seiner Frau noch seinen Kindern von seiner tödlichen Diagnose erzählte. Er wollte nicht, daß sich seine Familie deswegen grämte oder sorgte. Er wollte einfach normal leben bis zum Schluss.
Aber er erzählte es der Therapeutin, denn er musste darüber reden, musste erzählen können, wie er sich wirklich fühlte, welche Gedanken ihm durch den Kopf gingen, eben so, wie er es mit seiner Familie nicht hätte tun können, weil sie ihm viel zu nahe stand.
Wie gesagt, jeder geht anders damit um und das ist die Entscheidung jedes einzelnen.
L.G. mamschgerl

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Re: probatorische Sitzungen psychotherapie

Beitragvon fluuu » Mo 14. Aug 2017, 11:07

Diese Kontaktangst bei Menschen mit Störungen oder Behinderungen trifft auf eine große Zahl der Bevölkerung zu,
das ist jedoch verständlich, sie haben einfach Angst vor so einer Lebenseinschränkung. Es gibt natürlich auch
Menschen und dazu zählen besonders diejenigen, die sich mit psychosozialen Themen auseinandersetzen,
die keine Berührungsprobleme haben und sich offen den seelischen Konflikten stellen können. Dabei wird nicht
gefördert sich in seinem Elend zu baden und die negativen Gefühle lang und breit auszuwalzen um die
Bedürftigkeit zu bestärken sondern sich der Störung widmen heißt die Gefühle wahrzunehmen die bei diesem
Konflikt eine wesentliche Rolle spielen. Der Ausdruck dieser negativen Gefühle leistet einen großen Beitrag zur
Linderung der Schmerzen und jedes geschulte Gegenüber wird dem konzentriert lauschen können.
Wichtig ist dabei die eigenen inneren Störfaktoren zu beschreiben und weniger zu schildern was alles Schuld
sein könnte oder andere Formen der Ausflucht. Zuhören heißt aus fachlicher Sicht nicht alles Gesülze und
Geschwafel reinziehen was da kommt sondern zuhören beim Ausdruck der Gefühle als das A und O der Linderung.
So ist eine Therapie ein Arbeitsprozess zur Umwälzung von Gefühlen und somit eine anstrengende Tätigkeit
und weniger ein zwischenmenschlicher Austausch von höflichen Floskeln oder Nettigkeiten mit dem Ziel
gutes Gefühl. Die therapeutische Beziehung ist keine Beziehung der Nettigkeit wie bei zwei Damen im Cafe,
sondern die emotionale Bindung wird gebraucht um vertrauensvoll die Gefühle zu behandeln und zu wandeln.
Es muss natürlich die Chemie stimmen und die Sympatie sonst ist Vertrauen nicht möglich aber der Prozess,
der dann in der Therapie passiert ist anstrengend, kostet Überwindung und hat mit netter Floskel nicht mehr
viel zu tun. Es gilt für den Klienten den Schritt von A nach B zu wagen mit Unterstützung des Therapeuten.
Das geht vom Anspruch und von der emotionalen Fähigkeit weit über einen Smalltalk im Cafe hinaus.
Bei alle dem nicht vergessen, der Klient möchte sein Problem lösen für einen besseren Lebenswandel,
der Therapeut hat es für sich längst gelöst und das Problem des Klienten ist für Ihn etwas von außen,
da besteht kein Zwang für das Innere. Genau mit dieser gelösten Haltung geht der Therapeut auf den Klienten
zu und vermittelt gute Heilungschancen. Wenn jedoch der psychisch Kranke glaubt nicht seine inneren
negativen Gefühle sind der Feind sondern in Verkörperung der Therapeut, dann geht es nicht.
gruß fluuu

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Re: probatorische Sitzungen psychotherapie

Beitragvon mamschgerl » Mo 14. Aug 2017, 19:49

@fluu...
Es ging hier um ganz konkrete Themen, niemand hat irgendwelche Ausflüchte gesucht oder nach Möglichkeiten einer Schuldzuweisung, warum jetzt Tumore oder psychische Störungen aufgetreten sind.
Es geht hier um die Möglichkeit, das, was einem in solchen Momenten im Kopf herumgeht, aussprechen zu können, ohne damit jemanden zu belasten.
Es geht nicht darum, Heilung zu finden, sondern Entlastung.
Deine Art, solche Gespräche zu führen, würden den Betroffenen noch weiter zerstören und verzweifeln lassen.
Ein Zuhören seitens des Therapeuten mit einem Kaffeeklatsch zu vergleichen, bezeugt wieder einmal deine Unfähigkeit, mit Betroffenen einen echten Dialog zu führen, denn du hörst nur auf dein eigenes Gefasel und hast keine Ahnung von Gedankenaustausch, denn für dich zählen nur deine eigenen, konfusen Geistesverwirrungen.
Ein Glück für jeden, daß du nicht wirklich praktizierst und ein Pech für alle, die bei dir Rat suchen.

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Re: probatorische Sitzungen psychotherapie

Beitragvon fluuu » Di 15. Aug 2017, 10:51

Die Realität zeigt viel von der Wahrheit und das ist gut so aber das spielt hier im Virtuellen keine Rolle.
Ich diskutiere mit Betroffenen nicht über die fachliche Methodik, es ist stets Perlen vor die Säue.
Wenn der Betroffene eine gute Methodik anwenden könnte wäre er kein Betroffener mehr.
gruß fluuu

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Re: probatorische Sitzungen psychotherapie

Beitragvon mamschgerl » Di 15. Aug 2017, 14:40

Tja, da muß ich mich dann schon fragen, mit welcher Begründung du hier immer wieder "Perlen vor die Säue" wirfst?
An wen richten sich dann deine sogenannten, guten Ratschläge, wenn nicht an diejenigen, die hier schreiben?
Und für wen sonst ist dieses Forum gedacht, wenn nicht für Betroffene?
Also, wenn du dich hier so gänzlich fehl am Platz vorkommst und weiterhin auf verkanntes Heilungsgenie machst, warum schreibst du dann immer wieder, da doch alle sowieso nicht verstehen, von was du redest?
Und komm jetzt bloß nicht damit, daß du aus lauter Menschenliebe dich dazu bemüßigt fühlst, deine Weisheiten so vollkommen unter Wert zu verkaufen...das ist wirklich nur noch zum Lachen...

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Re: probatorische Sitzungen psychotherapie

Beitragvon fluuu » Mi 16. Aug 2017, 13:10

... ha, ha, ich weiß genau, dass Du gegen das Gift das Du hier versprühst immun bist, ich auch in weiten Teilen.
Ich schreibe hier im Forum noch aus einer Zeit als der Betreiber, ein Psychiater, persönlich moderierte und es
eine Vielzahl an Usern gab zusammengesetzt aus Betroffenen, Angehörigen und Profis.
Die dinge haben sich geändert, schreiben tue ich hier immer noch sehr gerne aber inzwischen hauptsächlich
meine Gedanken zum Thema Psychiatrie und Psychotherapie ins Netz und weniger als virtuellen Dialog.
Neben meiner Arbeit bei der ich es persönlich mit Klienten zu tun habe ist diese virtuelle Form hier im Netz
eine Entspannung und Erholung und trotzdem am mir so vertrauten und lieb gewonnen Thema nahe dran.
Jede persönliche Berührung in der virtuellen Welt ist angenehm oder auch nicht aber vor allem nicht
notwendig um sich auszudrücken und für innere Reinigung zu sorgen. Das ist das Netz, was an einer Stelle
nicht geht, geht an einer Anderen, das kann der Einzelne nie ausschöpfen. Mir persönlich sind die dezenten
und ruhigeren Orte im Netz lieber als die völlig überlaufenen Massenphänomene und da ist dieses Forum
gerade richtig. Ob Du hier schreibst oder nicht ist für mich völlig ohne Belang.
gruß fluuu

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Re: probatorische Sitzungen psychotherapie

Beitragvon mamschgerl » Mi 16. Aug 2017, 13:59

...es geht auch nicht um die Frage, ob ich hier schreibe oder nicht. Daß dich alles außer dir selbst laut deinen eigenen Worten ohnehin nicht interessiert, ist auch bekannt.
Deine Beiträge waren von Angang an genau so wie jetzt, im Kern nichtssagend. Es spielt wirklich keine Rolle, wie lange du schon in diesem Forum herumgeisterst, es ändert sich nichts, aber was unrichtig an deinen Ausführungen ist: du schreibst hier nicht lediglich deine Gedanken auf, dafür könntest du ( wie du mir schon angeraten hast ) einen Blog eröffnen.
Deine Beiträge sind Reaktionen auf andere mit Versuchen, deine Erfahrung kundzutun gepaart mit einem Wissen, das du dir angeeignet hast, wobei deine Erfahrungen dich nichts gelehrt haben und ein therapeutisches Wissen auch nicht zu erkennen ist. Diese Sucht nach Aufmerksamkeit steckt nun mal tief in dir und da du aufgrund deines Wesens niemals positive bekommen kannst, bleibt dir nichts anderes übrig, als neiderfüllt jene, die sich miteinander austauschen können, zu provozieren.
Gift versprühen ist nicht meins, das kannst du viel besser als ich, diese Fähigkeit hast du nahezu zur Vollendung gebracht, dazu gehört eben, daß man kein Menschenfreund sein darf, was du ( ebenfalls deine Worte ) ja auch nicht bist.
Und wie schon gesagt, nur hier kannst du dich so auslassen, ohne Angst haben zu müssen, daß du eventuelle Konsequenzen tragen müsstest. In der wirklichen Welt sieht das anders aus, ich schätze mal, daß es nicht viele geben dürfte, die deine Nähe ertragen können...
Natürlich liegt das nicht an dir, denn du bist ja derjenige, der sich keiner Schuld bewusst ist, du verbreitest ja nur dein Gedankengut, angeblich einfach nur so, ohne jeden Hintergedanken.
Andererseits beschwerst du dich darüber, daß du Perlen vor die Säue wirfst. Ich als einer der Säue kann dir dazu nur sagen, daß deine Perlen aus Glas bestehen und so absolut ohne jeglichen Wert sind, von daher im übertragenen Sinne nahrungstechnisch weder für Magen noch fürs Hirn geeignet.
Das bezeichnet dein Wesen, mehr Schein als Sein.


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