Hilfe gesucht

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birgit2507
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Hilfe gesucht

Beitragvon birgit2507 » Mo 7. Jul 2014, 19:12

Hallo,
ich kann einfach nicht mehr. Ich leide seit jahren an einer schizodepressiven Störung, und an einer Borderline persoenlichkeitsstoerung. Ich war schon in verschiedenen Kliniken und immer kommt man auf den Punkt das man mir nicht mehr helfen kann. Bei den Medikamenten bin ich so gut wie alles durch, aber kaum was hilft. Jetzt wurde bei mir schon zweimal eine Serie von ekt gemacht. Ausser das ich fast alles vergessen habe-kurzfristig-ist nichts passiert. Meine Eltern bzw.meine gesamte Familie versteht und akzeptiert meine Erkrankung. Ihre Meinung ist, ich brauche nur weniger zu rauchen, weniger Kaffee trinken und mich mehr bewegen dann wird auch alles gut. Ich schaffe es immer eine gewisse Zeit ihnen eine heile Welt vorzuspielen. Dann mag man mich auch. Aber wenn es nicht mehr geht dann ist der ärger den ich kriege groß. So wie jetzt gerade. Ich fühle mich draußen beobachtet und höre auch wieder diese stimmen. Nichts macht mir mehr Freude. Ich sitze die meiste Zeit nur noch rum und rauche. Wenn ich wüsste wie ich es machen kann das das alles aufhört ich würde es sofort tun.. Bleibt nur noch die eine Möglichkeit das ich sterben muss um das alles zu beenden? Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben was ich noch tun kann. Bitte bitte helft mir.

babsie3
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Re: Hilfe gesucht

Beitragvon babsie3 » Mo 7. Jul 2014, 19:45

Hallo!
Hast Du denn eine Arbeit? Freunde? Hobbies? Ich denke Du solltest ganz viel unter Menschen gehen, oder Dingen nachgehen die Dir Freude bereiten (oder früher mal Freude bereitet haben), um wieder andere Facetten des Lebens kennenzulernen.
würde ich Dir mal als ersten Schritt raten.
lg
Babsie

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Dornröschen2013
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Re: Hilfe gesucht

Beitragvon Dornröschen2013 » Mo 7. Jul 2014, 22:28

Hallo,
ja würde auch dazu raten, Dinge zu tun, die dir sonst Freude bereiten. Aber auf jeden Fall irgendwie ablenken und nicht reinsteigern.
Sonst würde in einer akuten Situation sicher auch ein Klinikaufenthalt stabilisieren.
Mir hilft sehr gut mein ambulant betreutes Wohnen, vielleicht wäre das ja auch eine Stütze für dich.

birgit2507
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Re: Hilfe gesucht

Beitragvon birgit2507 » Di 8. Jul 2014, 07:39

Danke für eure antworten. Ich kann nicht unter Menschen gehen, weil ich Angst habe vor diesen. Warum und weshalb weiß ich auch nicht, aber ich schiebe immer panik wenn ich raus muss.
Nein, ich habe keine Arbeit. Bin schon seit 12 Jahren berentet, wegen der Psyche. Und Freunde habe ich auch keine. Das ambulant betreute wohnen habe ich auch, das hilft immer für eine stunde am tag aber dann bin ich wieder ganz alleine. Ich kann auch nicht sagen, was mir freude bereitet oder mir mal freude bereitet hat. Ich weiß es einfach nicht mehr. Es ist einfach dunkel um mich herum und ich komm da nicht raus.

lg birgit

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fluuu
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Re: Hilfe gesucht

Beitragvon fluuu » Di 8. Jul 2014, 11:03

Hallo,
Du hast nicht gelernt wie man Licht anmacht wenn es dunkel ist, vor allem das Licht in der Seele.
Das lässt sich dann nicht auf die Schnelle vermitteln und Dir ist dringend eine Gemeinschaft geraten
bei der Du das nachholend lernen kannst. Es gibt in jeder Stadt eine Gemeinschaft von psychisch
Betroffenen wie z.B. Tagesstätte, SpDi oder psychosozialer Hilfsverein bei denen chronisch
psychisch kranke Menschen Kontakt und Miteinander finden auf dem Krankheitsbild entsprechendem
Niveau. Einer mit sozialer Phobie hat weniger Kontakt und ein Einsamer oder Depressiver wird mehr
eingebunden. Suche den therapeutisch begleiteten Kontakt mit anderen chronisch psychisch
kranken Menschen, überwinde Dich und gehe auf sie zu. Wenn selbst betreutes Wohnen Dir kein
Licht ins Dunkel bringt dann lerne wie eine Katze zu sein, sie können auch im Dunkeln gut gucken.

Falls Du Mitleid suchst für Deine Lage in der Betroffenheit und Streicheleinheiten bis Du auf dem
Holzweg denn das hilft nicht, im Gegenteil, es schwächt noch mehr und macht noch unfähiger
den Alltag zu bewältigen. Halte Dich fern von Menschen die Dich nur tätscheln wollen und
reagiere auf diejenigen positiv, die Dir etwas abverlangen und Du Dich überwinden kannst.
Leben bedeutet innerlich per Energie Licht erzeugen, man kann von außen dabei helfen aber
entfachen muss es sich innerlich selbstständig aus eigenen freien Stücken.
Am besten helfen kann dabei nicht die Einzelbetreuung sondern die Gemeinschaft der Gleichgesinnten.
gruß fluuu

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lordi
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Re: Hilfe gesucht

Beitragvon lordi » Di 8. Jul 2014, 20:21

Ich habe seit 15 Jahren eine schizo-affektive Störung und kann dich gut verstehen. Ob gleichfalls Kranke im akuten Stadium dir weiterhelfen können, bezweifele ich. Da braucht man viel Geduld und Einfühlungsvermögen für.
Ich hatte damals das Glück an eine junge Ärztin zu geraten, die Psychiatrie dazulernte und sich sehr engagierte. Auch eine Ergotherapeutin, die Heilpraktikerin für Psychotherapie (was fluu macht) gelernt hat, hat mir sehr geholfen.
Das Zurückziehen ins Zimmer habe ich auch gemacht, bringt nichts. Ich bin also raus in die Natur und gelaufen, die Stimmen waren immer noch in meinem Kopf, aber die Natur war irgendwie auch da. Lauf um einen See oder Park, geh - auch wenn du unglücklich bist - ins Helle oder in die Sonne, gib dir einen Ruck.
Was sagte die Hauptdarstellerin im verrückten Labyrinth zu dem König der Trolle: "You have no power over me." Das habe ich auch versucht, es ist halt ein innerer Kampf.

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Remedias
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Re: Hilfe gesucht

Beitragvon Remedias » Mi 9. Jul 2014, 20:07

hallo Birgit,

wollte nur etwas anmerken.
birgit2507 hat geschrieben: Meine Eltern bzw.meine gesamte Familie versteht und akzeptiert meine Erkrankung.
birgit2507 hat geschrieben: Ihre Meinung ist, ich brauche nur weniger zu rauchen, weniger Kaffee trinken und mich mehr bewegen dann wird auch alles gut
birgit2507 hat geschrieben:Ich schaffe es immer eine gewisse Zeit ihnen eine heile Welt vorzuspielen. Dann mag man mich auch. Aber wenn es nicht mehr geht dann ist der ärger den ich kriege groß
Lies bitte diese drei Sätze untereinander.
Deine Familie meint, deine Krankheit kommt von deinem Lebenswandel - du wirst nur geliebt, wenn du tust, als wäre nix -
und TROTZDEM schreibst du "Man versteht und akzeptiert meine Erkrankung".
Wie kommst du darauf, dass man dich versteht und akzeptiert?
Wenn du hier die Wahrheit schreibst, stimmt das nämlich ÜBERHAUPT NICHT . Wer glaubt , eine schizoaffektive Störung kommt vom Kaffeetrinken - HAT KEINEN PLAN, IST IGNORANT und interessiert sich einen Dreck für deine Erkrankung!!!!!
worauf ich hinaus will.
Macht mir ganz den Eindruck, als hättest du keinen Kontakt zu deinen Lebensumständen.
Kennst du dich selbst?
Weißt du, was in deiner Psyche vorgeht?
- Weshalb hast du eine Borderline- Störung?
birgit2507 hat geschrieben: Bei den Medikamenten bin ich so gut wie alles durch, aber kaum was hilft.
das kommt jetzt darauf an:
WAS genau verstehst du unter der Hilfe, die dir das Medikament bringen soll?
Medikamente können: dich dämpfen, müde machen, ruhiger werden lassen, Angst lösen , Halluzinationen verschwinden lassen
birgit2507 hat geschrieben: Nichts macht mir mehr Freude. Ich sitze die meiste Zeit nur noch rum und rauche
Ahedonie kann auch eine nebenwirkung von Neuroleptika sein. Vorsicht!
sie können NICHT: dich dazu bringen, dein Leben auf die Reihe zu bringen.

ich bin an dieser Stelle mit @babsi und @dornrösschen nicht konform. Finde nämlich, dass du dich nicht zu wenig ablenkst, sondern zu viel.
Ablenkung ist nicht das, was du brauchst - im Gegenteil: Du musst einen klaren Kopf haben und dich genau auf dich konzentrieren.
Medikamente lenken leider auch oft ab, spätestens dann, wenn der Patient mehr mit den Nebenwirkungen kämpft als mit der Erkrankung selbst.
fluuu hat geschrieben:Es gibt in jeder Stadt eine Gemeinschaft von psychisch
Betroffenen wie z.B. Tagesstätte, SpDi oder psychosozialer Hilfsverein bei denen chronisch
psychisch kranke Menschen Kontakt und Miteinander finden auf dem Krankheitsbild entsprechendem
Niveau.
lordi hat geschrieben:Ob gleichfalls Kranke im akuten Stadium dir weiterhelfen können, bezweifele ich. Da braucht man viel Geduld und Einfühlungsvermögen für.
ja. Obwohl die Solidarität unter Kranken wunderschön ist, kann die Gemeinschaft einen auch sehr runterziehen. Gerade Schizo- affektive haben meiner Erfahrung nach große Abgrenzungsprobleme und neigen dazu, sich die Probleme anderer Leute zu eigen zu machen.


Was ich machen würde, wenn ich Du wäre:
- mit meinem Psychiater die Medikation besprechen.
( ich persönlich kenne keinem, dem das EKT geholfen hat. )
- ihn nach einem Rezept für Soziotherapie fragen. Gute Soziotherapeuten koordinieren mit dir zusammen die möglichen Hilfsangebote.
Falls du keine bekommst, weil du schon das betreute Wohnen hast - schreibe auf, was du dir genau wünschst und setze deinen Betreuer darauf an. Die meisten Betreuer sind hilfsbereit - aber DU musst ihnen sagen, wo es lang geht. Eine Stunde Käffchen trinken mit dem Betreuer in der Woche ist KEINE qualifizierte Betreuung!
- suche dir einen Psychotherapeuten und beginne eine Psychotherapie.
fluuu hat geschrieben:Falls Du Mitleid suchst für Deine Lage in der Betroffenheit und Streicheleinheiten bis Du auf dem
Holzweg denn das hilft nicht, im Gegenteil, es schwächt noch mehr und macht noch unfähiger
den Alltag zu bewältigen.
Du brauchst kein Mitleid von außen , aber was du meiner Ansicht nach brauchst, ist Selbst - Mit - Leid, einen verstärkten Kontakt zu deiner eigenen Seele - und ihrem Schatten. Was tut dir gut? Was willst du? Was will deine Schizo- Depression sagen? Wer tut mir gut oder überhaupt nicht gut?
Denk daran, psychische Erkrankung ist kein Versagen, aber ist ein untauglicher Lösungsversuch in einer verfahrenen Situation.
Es geht darum, einen anderen Lösungsweg zu suchen.
( die stressigen Situationen kann man nicht vermeiden)
und dann natürlich die Lebensfragen:
Welche Talente habe ich? Was will ich erreichen?
Wer soll mein Begleiter sein?

Wie alt bist du eigentlich?

Greenfinch
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Re: Hilfe gesucht

Beitragvon Greenfinch » Di 23. Sep 2014, 15:06

Hallo

Dein Beitrag ist zwar schon ein paar Wochen alt, aber ev. suchst du immer noch Hilfe?

Magst du Tiere?
Das klingt jetzt vielleicht banal, aber für mich war in den schlimmsten Lebenslagen immer nur eine Person en meiner Seite- und das war meine Katze. Sie hat mich auch beruhigt als ich unter einer Angststörung litt. Bei Depressionen half es mir, mit meinen Hunden spazieren zu gehen.

Gerade wenn du alleine bist, kommen diese negativen Gedanken und Stimmen hört man am ehesten, wenn es still ist.
Allein sein ist Gift für deine Situation, unter Menschen kannst du nicht. Mit einer Katze wärst du nicht alleine und es wäre nicht so still. Du hättest jemanden zum Schmusen.
Ein Hund würde bedeuten, dass du dreimal täglich raus an die frische Luft musst. Allgemein müsstest du Verantwortung übernehmen und dürftest dir nicht erlauben, zu verwahrlosen.
Auch würdest du eine gute Tat vollbringen, wenn du ein Tier adoptieren würdest.

Ich habe einmal auf einem Therapiehof für Menschen mit psychischen Störungen gearbeitet. Auf dem Hof hatten wir Pferde, Hunde und Katzen. Die Klienten blühten sofort auf wenn sie sich mit den Tieren beschäftigten.

Überlege doch mal, ob das etwas für dich wäre? Rauchen in der Wohnung wäre dann natürlich tabu- ein weiterer positiver Faktor...

LG Greenfinch

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Remedias
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Re: Hilfe gesucht

Beitragvon Remedias » Di 23. Sep 2014, 19:00

Hi, Greenfinch,

ich bin mit dir 100% konform: Tiere sind die besten Freunde.

Aber leider kenne ich ein paar Fälle, wo sich derjenige ein Tier geholt hat , um mit einer psychischen Störung fertig zu werden. Leider haben es sie alle nicht auf die Reihe gekriegt, sich um das Tier richtig zu kümmern.
das Ende vom Lied:
- Verwahrlosung
- zurück ins Tierheim ( immer noch eine bessere Lösung als Verwahrlosen.)
Ich würde tiere also nur empfehlen, wenn derjenige eine Hilfe hat.
Gerade auch bei wochenlangen Klinikaufenthalten ist zu bedenken: Wohin mit einem Tier?
Tierpensionen oder ähnliches kommen aus finanziellen Gründen nicht in Frage.

Mit freundlichen Grüßen Remedias

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Re: Hilfe gesucht

Beitragvon fluuu » Mi 24. Sep 2014, 09:54

Richtig, ein Tier kann das seelische Empfinden eines Menschen positiv beeinflussen, Pflanzen auch wenn man sie als Lebewesen begreift.
Jedoch ist um für ein Tier oder Pflanze die Verantwortung zu übernehmen eine psychische Grundstabilität notwendig.
Diese Lebewesen schützen nicht vor Halluzinationen, Wahn oder Psychose, diese Symptome kann der Mensch nur bei sich lösen.
Sind diese schweren psychischen Symptome geklärt und gelöst können Tiere und Pflanzen wunderbare Freunde des Menschen sein,
jedoch sie sind eine Ergänzung aber kein Ersatz für zwischenmenschliche Kontakte, das A und O für ein gesundes soziales Leben
bleibt die zwischenmenschliche Beziehung. Der Satz: "Seit ich die Menschen kenne liebe ich die Tiere." ist Ausdruck einer seelischen Störung.
Wie gesagt, die Tierliebe ergänzt die Menschenliebe, kann sie aber nicht ersetzen. Ich würde sogar behaupten, nur wer die Menschenliebe
praktiziert kann als Mensch wirklich tierlieb sein und die Verantwortung im Sinne der Tiere für sie übernehmen ohne die Verantwortung
für sich selbst als Mensch zu vernachlässigen.
Interessant, das Thema beschäftigt mich aktuell gerade, wollte mir für die Katze als Spielgefährten einen kleinen Hund zulegen und bin
auf Grund aktueller Erfahrungen und Erlebnisse wieder davon abgekommen, ein Hund ist mir zu hörig und zu unselbstständig,
er würde meine weitestgehend autonome Lebensführung negativ beeinflussen und in Richtung Abhängigkeit verzerren.
gruß fluuu

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Re: Hilfe gesucht

Beitragvon Greenfinch » Mi 24. Sep 2014, 10:14

Es ist natürlich wahr, dass das Tier in keinster Weise gefährdet werden darf und es sollte auch keine Abhängigkeit entstehen, da sonst ev. der Tod des Tieres zu noch schlimmeren psychischen Problemen führt.
Ich denke, da muss die betroffene Person ehrlich zu sich sein. Kann sie sich um ein Tier kümmern und will sie das überhaupt?

Ich habe Erfahrungen gemacht mit Klienten, welche sich besser um die Tiere kümemrten, als Mitarbeiter. Doch das ist natürlich nicht immer so...

Mit dem Hund habe ich das selbe Problem... Ich liebe Hunde, doch sie sind mir zu unterwürfig. Für die Katze würde ich einfach eine zweite Katze als Spielgefährten anschaffen. Die sprechen dann auch die selbe Sprache und verstehen sich besser.

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Re: Hilfe gesucht

Beitragvon Remedias » Mi 24. Sep 2014, 16:54

fluuu hat geschrieben: wollte mir für die Katze als Spielgefährten einen kleinen Hund zulegen und bin
auf Grund aktueller Erfahrungen und Erlebnisse wieder davon abgekommen
Greenfinch hat geschrieben:Für die Katze würde ich einfach eine zweite Katze als Spielgefährten anschaffen. Die sprechen dann auch die selbe Sprache und verstehen sich besser.
stimme @Greenfinch zu. Es ist nicht einfach, Hund und Katze zu vergesellschaften, zumindest wenn die Tiere älter sind. Was eventuell geht, ist Katze und Hundewelpe ( aber vermutlich wird die Katze das Hündchen gnadenlos knechten.)
Würde daher wie Greenfinch für eine zweite Katze plädieren. Am besten geht es bei Wurfgeschwistern. Ansonsten würde ich mir das Rückgaberecht bei der zweiten Katze vorbehalten. Wenn du Pech hast, fetzen sich beide total und markieren in der ganzen Wohnung ihr Revier. Es gibt echt Katzen, die sind lieber Einzelkatzen.
Dennoch - wenn du viel unterwegs bist, ist es einen Versuch wert,
fluuu hat geschrieben:ein Hund ist mir zu hörig und zu unselbstständig,
ja, geht mir ähnlich, obwohl ich Hunde mag und gut mit ihnen klarkomme . Aber ich will kein Tier, dass ich erziehen muss ....
Katzen erziehen sich im großen und ganzen alleine.
fluuu hat geschrieben:Jedoch ist um für ein Tier oder Pflanze die Verantwortung zu übernehmen eine psychische Grundstabilität notwendig.
Ja, auf jeden Fall.

Mit freundlichen Grüßen Remedias

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Re: Hilfe gesucht

Beitragvon fluuu » Do 25. Sep 2014, 10:25

Danke für die interessanten Beiträge zum Thema Haustiere und seelischer Gewinn.
Das Thema Hund ist durch, bleibt die Frage nach einem Spielgefährten für die Katze.
Will keine zweite Katze, weiß nicht warum, vielleicht ist meine Katze doch gerne der
Einzelgänger für den die Katzen bekannt sind. Sie sind keine Rudeltiere und wenn
Menschen viele Katzen halten haben es die Menschen gewollt, nicht die Tiere.
Es gibt so genannte Katzenmessies, das sind psychisch gestörte Menschen die viele
Tiere, oft krank und verwahrlost, auf engem Raum sammeln und einsperren.
Ein eindeutiger Missbrauch den Tieren gegenüber, vielleicht will ich deshalb nicht
mit Katzen sammeln anfangen, wer weiß wo das endet. Bin generell kein Sammler
von Dingen, außer von guten Ideen, Gedanken und positiven Gefühlen.
Halte das Sammeln von Gegenständen (auch von Tieren oder Lebensmitteln) für ein Ventil
von unbewussten seelischen Defiziten, ein Mangel an positiven Eindrücken im Leben.
Sammeln ist der Versuch eine Liebe in Form von Dingen festhalten zu wollen,
es kehrt sich meist ins Gegenteil um, die gesammelten Dinge werden zur Belastung
und drücken aufs Gemüt, sie behindern das freie Empfinden von Liebesgefühlen.
Mit einer zweiten Katze, obwohl Katzen Einzelgänger sind, fängt das Sammeln an
und der Versuch sie in eine soziale Gemeinschaft zu integrieren wie es der Mensch braucht.
Vielleicht ist die Katze zufrieden so wie es ist, sie verhält sich gesund und ausgeglichen
und nur wir Menschen denken es muss immer für Unterhaltung und sozialen Kontakt gesorgt werden...
gruß fluuu

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Re: Hilfe gesucht

Beitragvon Remedias » Do 25. Sep 2014, 12:56

hallo Fluuu,
fluuu hat geschrieben:Vielleicht ist die Katze zufrieden so wie es ist, sie verhält sich gesund und ausgeglichen
und nur wir Menschen denken es muss immer für Unterhaltung und sozialen Kontakt gesorgt werden...
da kannst du durchaus Recht haben.
Mein Kater mochte auch keine anderen Katzen.
Freilich wollte er beschäftigt werden. Wenn er gelangweilt war, hat er mich gebissen :wink:

Tiermessies kenne ich auch - ganz furchtbar.

liebe Grüße Remedias

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Re: Hilfe gesucht

Beitragvon fluuu » Di 30. Sep 2014, 10:33

In der Natur verbringen Katzen viel Zeit mit dem Mausen, sie können wohl lange Zeit vor einem Versteck von Mäusen verharren
und warten ohne Langeweile, eine beeindruckende Fähigkeit und der Erfolg der ganzen Übung ist ungewiss.
Kann man so ein Szenario irgendwie künstlich in einer Wohnung nachstellen ohne echte Mäuse zu verwenden?
Alle 'Mäuse' als Attrappen zum Spielen sind nicht mehr interessant und bleiben in der Ecke liegen.
Die Ausdauer, Beharrlichkeit und Geduld von Katzen finde ich beeindruckend und nachahmenswert, auch in kleinen Dingen.
gruß fluuu

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