das erste gespräch mit psychotherapeutin

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weißnich
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das erste gespräch mit psychotherapeutin

Beitragvon weißnich » Sa 23. Feb 2013, 22:52

hallo an alle leser
vor 3tagen war ich das erste mal bei einer psychotherapeutin,
das habe ich mir auch nie träumen lassen, dass ich da mal hingehe.
ok
seit wochen leide ich unter schwindel, war beim hno arzt , und neurologen alles soweit ok da , ohne befund
so meinte meine hausärztin, das wäre wohl die seele
und dass ich man zum psychotherapeuten solle mit einer überweisung auf der depression draufstand
hm
ok
ich habe dann eben diesen termin gemacht , und fing schon im warteraum an zu heulen , da dieses und jenes was mir alles so auf der seele lastet eben hoch kam
so nervenzusammensbruchsnah sich fühlend
die dame bat mich dann ins sprechzimmer und irgendwie kam es mir einfach die ganze zeit nur so vor als wenn sie immer nur fragte ,`, was macht sie denn so traurig `? was macht sie denn so traurig
dass konnte ich innerhalb einer stunde eh nicht alles auflisten und einer fremden erzählt man auch nicht gleich alles
so kam sie dann am ende der stunde zu dem schluß ich bräuchte ebend keine psychotherapie bei ihr, sondern nen psychiater und pillen
solle mich entscheiden, was ich beruflich wirklich will und fertig (in kurzform, aber es kam mir auch kurz vor)
die meiste zeit der stunde kamen mir die tränen , lol,......
hinterher war ich nicht wirklich klüger und noch dreprimierter als vorher ,.......
ja
kann es sein , dass ich bei der falscheln dame war oder habe ich falsche vorstellungen davon? und ich habe keine lust mir pillen reinzuschmeißen zum happy sein, und zu hoffen dass der schwindel dann weggeht , aber vll bin ich dann fröhlich , wenn mir schwindelig ist ? und mag auch wieder einkaufen und auto fahren und in die stadt usw ?
erstmal vielen dank fürs lesen
und wie gesagt, bin einfach neu in diesen forum und kenne mich mit sowas einfach nicht aus
schönes wochenden
lg
claudia

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Lilith
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Re: das erste gespräch mit psychotherapeutin

Beitragvon Lilith » So 24. Feb 2013, 11:03

Guten Tag Claudia, weißnich,
Ich finde es erst einmal sehr gut,
dass du den Schritt gemacht hast und
auf deine Hausärztin gehört hast.

Deine Hausärztin ist der Meinung das du Depressionen hast?
Bist du selbst auch der Meinung?
Welche Symptome hast du, die du einer Depression zuordnen würdest?
Wie z.B.:
seelische Symptome:
- Verlust der Fähigkeit zur Freude oder auch Trauer
- deine Stimmung ist bedrückt, verzweifelt (andauernd)
- du empfindest es nicht positiv wenn dir jemand Zuspruch zuteil werden lässt, also deine Stimmung hält sich dadurch nicht auf
- du hast das Gefühl, Gefühllos zu sein?
- du bist ängstlich, hast auch vielleicht Angst vorm Leben
- bist du hoffnungslos
- willst du dich verkriechen
- siehst du die Dinge eher negativ als positiv?
- hast du an Dingen die dir sonst Spaß machten kein Interesse mehr?
- bist du unruhig?
- bist du irgendwie antriebsloser als sonst, kannst dich zu nichts aufraffen?
körperliche Symptome
- Appetitlosigkeit oder das Gegenteil
- hast du manchmal das Gefühl dein Brustkorb würde sich einengen, ein Druck auf der Brust
- hast du Schlafstörungen die du früher so nicht hattest?
- Einschlafschwierigkeiten, Durchschlafschwierigkeiten
- Startschwierigkeiten am Morgen
- Herzrasen
- Druck in den Ohren, Ohrengeräusche, Schmerzen
- Schwindelanfälle
(dass hattest du ja beschrieben,
dass dies der Auslöser war,
warum du zum Arzt gegangen bist.)
- hast du öfter weiche Knie? Das Gefühl auf Gummibeinen zu stehen?
- Hitzewallungen/ Kälteschauer
- schnell ist es zu kalt oder zu warm?
- kannst du Dinge die du sonst einfach entscheiden konntest,
jetzt weniger entscheiden?
- Hast du das Gefühl das du die Zeit nicht mehr einschätzen kannst?
- Hast du das Gefühl keine Kraft mehr zu haben?

Es gibt so unendlich viele Symptome einer Depression,
aber wie bei vielen Krankheiten gibt es auch Überschneidungen,
sicher kann nur dein Arzt entscheiden.

Ich hab dir das nur ein wenig aufgereiht
weil ich Wissen wollte
oder dir aufzeigen wollte das eine Therapie durchaus Sinn machen kann.
Denn Medikamente helfen und unterstützen vielleicht aber
sie können nicht zaubern,
leider.
Ich denke das die Entscheidung das du direkt
nur Medikamente nehmen solltest
nicht ganz zu gut ist.

Wieso kam denn die Therapeutin darauf
dass das der besser Weg für dich ist?

Ich verstehe sehr gut
dass man sich beim ersten Termin nicht gleich
zu 100% öffnen kann.
Das ist ja auch alles ungewohnt
vor allem wenn man noch nie bei einem Therapeuten war,
dann kennt man ja auch den Ablauf nicht und
die Arten wie Therapeuten vorgehen könnten,
da ist man dann ja auch sehr angespannt
denk ich einfach mal so.

Was hattest du denn für ein Gefühl bei der Thera?
Also mal unabhängig von der Aussage ihrerseits
dass eine Therapie keinen Sinn machen würde?
Meinst du sie wäre jemand dem du trauen könntest?
Hast du dich von der Therapeutin angenommen gefühlt?
Sind Fachbegriffe gefallen und hat die Therapeutin dir diese erklärt?
Hat sie etwas zum möglichen Behandlungsablauf gesagt?
Was für ein Therapie macht sie, also welche Richtung?
Welche Verfahren und Methoden wendet sie an?
Hat sie und du, habt ihr Ideen entwickelt für die Therapieziele?
Wie hat sie auf Fragen von dir reagiert?
Wenn du welche gestellt hast?
Hat sie ggf. auch Risiken genannt die während der Therapie auftreten könnten?
Weil oft ist es so, dass sich manche Symptome erst mal verschlechtern
und man das Gefühl hat
dass ganze bringe gar nichts-
aber da heißt es dann weiter am Ball bleiben.

Wenn du dich da nicht gut aufgehoben gefühlt hast
und sie gleich dir das Gefühl gab,
dass sie alles von dir weiß und
da nichts bei ihr zu machen sei,
dann ist sie vielleicht einfach auch nicht die richtige für dich.
Es ist auch eher selten das man gleich
bei der ersten Therapeutin
Glück hat.
oft hat man mehrere Probesitzungen bei
verschiedenen Therapeuten eh es sich stimmig und
für dich richtig anfühlt.
Was ich damit sagen will.
Nur weil diese eine der Meinung ist das
dir nur Medikamente helfen
ist das sicher nicht die Meinung der anderen.

Vielleicht kannst du dir selbst einmal überlegen
wo du hin willst in deinem Leben.
Was du ändern müsstest,
damit deine Lebensqualität besser wird.
Was dich belastet usw.
Das könntest du ja alles mal aufschreiben
vielleicht auch nach Wertigkeit oder Wichtigkeit sortieren,
dann hättest du etwas in der Hand bei
der nächsten Sitzung bei der
oder einemR anderen TherapeutIn.

Wenn du das Gefühl hattest das die
bei der du warst,
eigentlich gehen könnte,
dann versuch es doch noch mal bei ihr,
vielleicht erklärst du ihr bei einem Gespräch
was dich da verunsichert hat?
Was du gerne erreichen würdest?
Wie sie dir helfen kann?
Vielleicht kann sie dir auch erst einmal erklären
was es bedeutet eine Therapie zu machen,
welche Ziele da verfolgt werden und
wie die ggf. umgesetzt werden können.

Denn ich finde es ist sehr wichtig erst einmal
auch für sich selbst zu erkennen,
dass eine Therapie keine Zauberstunde ist
zu der man hingeht und dann ist alles besser,
leider nein, so ist es nicht.
Therapie hat viel mit der Arbeit an und mit sich selbst zu tun.
Aber auch das muss man ja erst einmal erfassen,
gerade dann wenn man noch nie zu einer Therapiestunde war.
Wie soll man das dann Wissen.

Ich schließe hier erst einmal,
hoffe ich habe nicht komplett an deinem Thema vorbeigeschrieben.
Ich wollte dir eigentlich nur sagen
dass es eben sein kann das die Thera nicht die richtige für dich ist,
dass du vielleicht noch weiter suchen kannst/ solltest.
Das Medikamente durchaus unterstützend sein können,
aber meist nicht die gewünschte "Heilung" bringen.
Da muss man eben anfangen an sich selbst zu arbeiten
und Dinge zu ändern.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die Suche
nach einem oder einer neuen Therapeutin oder einem Therapeuten.
Gib nicht gleich auf
weil es einmal nicht gepasst hat.

Ich hatte irgendwie noch einen wichtigen Gedanken
aber der will mir partout nicht mehr einfallen.
Daher komme ich erst einmal zum Ende.

Grüße
Bin nur sporadisch hier, schau aber etwa zwei mal im Monat rein- geht aus Zeitgründen leider nicht anders.

"Coming back to where you started is not the same as never leaving."
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weißnich
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Re: das erste gespräch mit psychotherapeutin

Beitragvon weißnich » So 24. Feb 2013, 18:46

hallo lilith und hallo an alle ,
vielen dank für deine ausgibige antwort ,

ich versuche mal zu antworten,
meine hausärztin fragte halt nach meinen lebensumständen, was persönlich, familiär und beruflich los ist , und da ich wohl alles recht negativ beantworten konnte und wieder am weinen war und sie sonst keine antwort auf den schwindel hatte , bekam ich eben dieses überweisung
das es mir seelisch nicht besonders gut ging,, wußte ich wohl

seelische symptome habe ich wohl denke ich.
ich bin eigentlich eine fröhliche type dachte ich, aber in letzter zeit ,....
lache ich kaum noch
und ziehe mich zurück , von anderen menschen , zumindest von denen die mir nicht sehr wichtig sind.
zu ängstlich wäre da das ding, dass ich inzwischen ungern raus gehe, nicht mehr die alte lange strecke mit meinem hund , nicht gern einkaufen, gar nicht in die stadt, und autofahren ist mir auch schon suspect, hängt aber auch mit dem schwindel zusammen
morgens aufzuwachen, und der erste gedanke , keine lust zu leben zu haben fand ich schon erschreckend einerseits, aber auch nicht überraschend andererseits
verrkriechen ja, nichts hören, sehen und riechen wie die 3affen, aber eben am besten auch nichts fühlen
positiv sehe ich kaum noch etwas ,.....über meinen enkel(4monate alt) freu ich mich, wenn ich ihn sehe, aber irgendwie fehlt mir der bezug dazu
was mir noch spaß machte war eben mit dem hund zu gehen
halte das ebend nur noch kurz aus und ich empfinde dabei auch nichts aufbauendes mehr
antrieb , ..........hm,........kaum
habe keine lust zu freundinnen zu fahren , haushalt fällt mir schwer und zur arbeit mich hingeschleppt

körperliche symptome sind eben der schwindel, seit nem jahr magen probleme , erschöpft trotz viel schlaf, oder eben mitten in der nacht nicht wieder einschlafen , da knallwach
letzens auch nen engegefühl in der brust ,
meine öfter als sonst piepen in den ohren und
nen komisches schwabbeliges gefühl im kopf irgendwie ,.....
keine gummibeine , aber ein gefühl , als ob ich keinen festen boden unter den füßen habe
kraft habe ich nicht mehr , zu gar nichts
sage in letzter zeit meist, bin nichts , hab nichts, werde nichts mehr .

und dass du sagst dass eine therapie sinn machen würde, dachte ich ja ebend auch , nur dass die therapeutin ebend mit psychiater und pillen kam
und das fand ich nicht gut , da die ursache denke ich dadurch nicht behoben wird.
ich weiß nicht wie die dame darauf kam, ich war nur einfach perplex
und verwundert ,dass man so leicht abgetan wird ,............


ich wußte ja überhaupt nicht was da auf mich zu kam

die therapeutin hat mich auch dummerweise leicht an meine mutter erinnert ,....

dadurch, dass sie das so sagte, dass sie für mich nichts wäre , würde es mir wohl schwer fallen ihr wieder zu vertrauen , habe mir aber einen termin mitgeben lassen , aber werde den wohl absagen denke ich

sie hat mich kaum über trerapien aufgeklärt , nichts weiter über ziele oder warum weshalb wieso
andauernd nur die frage , weswegen ich so traurig wäre ,....und ich kam mir vor wie das karnickel vor der schlange , mein lebensgefährte , merkte hinterher sofort , dass es mir durch die stunde bei ihr nur schlechter ging irgendwie


im moment habe ich keine lebensziel, ....., außer am leben zu bleiben vll, einfach weiter ,.......

ich dachte ja auch, dass therapeut und patient sich erstmal beschnuppern müßte
aber das hat sie ja irgendwie zerlegt
und bin irgendwie nicht weiter dadurch , nur irgendwie noch mehr alle

deine antwort war auf jeden fall nicht am thema vorbei und ich bedanke mich dafür
allen noch einen schönen restsonntag und nochmals vielen dank
claudia

cake
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Re: das erste gespräch mit psychotherapeutin

Beitragvon cake » So 24. Feb 2013, 19:02

Hallo Claudia!


Nun ich war zuerst beim Hausarzt und habe mich zu einem Psychiater überweisen lassen.
Der stellt die Diagnose.

Ich war wirklich sooo froh, dass ich dann zur Therapie noch Medikamente nahm.


Beides zusammen hat mir gut geholfen.

Liebe Grüße cake
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

http://angstfrei.plusbb.org/forum.php
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weißnich
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Re: das erste gespräch mit psychotherapeutin

Beitragvon weißnich » So 24. Feb 2013, 21:22

hallo cake ,
ok
nur bin ich damit nicht wirklich weiter , da ich ja noch nichts von irgendeiner therapie
oder sonst irgendwie weiter weiß
dachte immer , dass psychiater nicht therapieren , sondern eben pillen aufschreiben

bin eben neu mit dem ganzen thema , wohl auch weil ich das seelische immer so weggesteckt habe und an sowas nie dachte

hm
und weil die psychotherapeutin mich eben irgendwie als einfach traurig einstufte , ....
hmhmhm,............kopfschüddel und nicht wissen wo hinten und wo vorne und wo aufzäumen
werde wohl morgen meine hausärztin anrufen , das die psychtherapeutin mit ihr sprechen wollte

danke , für deine info
claudia

Silent Pain
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Re: das erste gespräch mit psychotherapeutin

Beitragvon Silent Pain » Mo 25. Feb 2013, 15:55

Hallo Claudia!

Bei mir war es so dass auch meine Hausärztin die Diagnose stellte. Dann war ich bei einer Psychologin, mit der ich aber überhaupt nicht klar kam. Sie hatte mir Medikamente verschrieben und mich dann quasi rausgeschmissen. Die Medikamente habe ich genommen, aber irgendwie ging es mir damit nicht besser und Nebenwirkungen traten auch auf. Daher verstehe ich sehr gut, dass du keine Tabletten möchtest. Ich nehme auch schon seid 2011 keine mehr.

Weitere Psychologen konnten mir auch nicht helfen. Einer war mir richtig unsymphatisch und ich habe mich gefühlt als würde er sich über mich lächerlich machen. Nun bin ich bei einer Psychotherapeutin und fühle mich dort wohl. Aber auch für mich ist es nicht einfach über Dinge zu sprechen. Im Gegensatz zu dem was du beschrieben hast stellt sie nicht immer die selben Fragen und erklärt mir auch einiges.

Was ich damit sagen will ist folgendes:
Ich denke es kommt sehr darauf an ob man sich bei der Person (egal ob Psychologe oder Therapeut) wohl fühlen denn immerhin zieht man sich ja quasi nackt aus, nur eben seelisch. Was, meiner Meinung nach, allerdings noch schwieriger ist.
Vielleicht solltest du dir eine/n andere Therapeut/in suchen und dich dann gleich am Telefon oder in der ersten Stunde aufklären lassen.
Oder aber du nimmst den nächsten Termin wahr und sagst der Dame wie du dich mit ihrer Aussage gefühlt hast und das sie dich bitte über Therapiemöglichkeiten aufklären soll. Vielleicht hast du ihre Worte auch nur härter aufgenommen als sie gemeint waren?! Das ist mir nämlich durch die Anspannung und Nervosität durch die ganze Situation auch schon mal passiert. Vielleicht meinte sie ja auch, dass es angebracht ist Medikamente zur Unterstützung der Therapie zu nehmen?!
Das sind natürlich alles nur Vermutungen und ich weiß nicht ob ich dir helfen konnte. Wollte es aber mal versuchen..

Liebe Grüße und ich drück dir die Daumen

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Re: das erste gespräch mit psychotherapeutin

Beitragvon weißnich » Mo 25. Feb 2013, 21:09

hallo an alle
und vielen dank für deinen denkanstoß , silent pain

leider war meine hausärztin heute nich inner praxis(gemeinschaftspraxis), morgen hol ich mir nochmal ihre meinung ein, denke ich
und klar kann sein , dass man denn moment in seiner wahrnehmung sehr subjektiv ist und da was in den falschen hals bekommt
, den termin habe ich auch noch nicht abgesagt vielleicht bin ich ja nächstes mal nicht so nahe am wasser gebaut , befürchte aber nicht

ich weiß nur nun auch immer nicht worin , der unterschied , zwischen psychiatern und psychotherapeuten ist , außer das erstere tabletten aufschreiben dürfen

immer noch grübelnd

mit grüßen an alle
claudia

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Laura
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Re: das erste gespräch mit psychotherapeutin

Beitragvon Laura » Mo 25. Feb 2013, 22:32

Hallo weißnich!

Ich denke, Du bist dieses erste Mal bei einer Psychotherapeutin gelandet, mit der Du nicht gut hättest zusammenarbeiten können. Nur dass sie das früher erkannt hat als Du. Du bist zurückgewiesen worden und sowas tut halt weh und erzeugt den Reflex, dass man sauer auf die Person ist, die einen abgelehnt hat. Soweit so gut. Diese Dame hätte andere Gründe anbringen können, um Dir zu erklären, dass sie die Falsche für Dich ist, aber entweder hätte sie sich dann selbst eine Blöße geben müssen oder sie wäre noch persönlicher Dir gegenüber geworden. Im Grunde genommen kannst Du aber froh sein, dass sie Dir das so frühzeitig gesagt hat, denn so läufst Du nicht Gefahr, Dein Vertrauen jemandem in den Rachen zu werfen, der es gar nicht wert ist. Es gibt auch Therapeuten, die Klienten auch dann bei sich aufnehmen, wenn sie spüren, dass sie denen gar nicht so wohlgesinnt sind und wenig Bedürfnis verspüren, sich für diese ins Zeug zu legen, um zu helfen. Die wissen aber halt, dass ihre Praxis nicht so gut läuft und versuchen, sich jeden Klienten zu krallen, der nicht bei drei auf den Bäumen ist. Sei froh, dass Dir das erspart blieb und diese Therapeutin ihre finanziellen Interessen zurückgestellt hat.

Dass Du mit Kurzterminen bei einem pillenverschreibenden Feld-Wald-und-Wiesenpsychiater besser aufgehoben wärst, halte ich für Quatsch und das war vielleicht nur eine Schutzbehauptung dieser Therapeutin. Eher bekommen die mit den ganz schlimmen Depressionen, die nicht mehr einfach nur psychotherapeutisch abgefangen werden können, die Pillen verschrieben und letztere sind dann immer noch keine flächendeckende Garantie für eine Verbesserung.

Vielleicht ist es einfach so, dass es Therapeuten gibt, die etwas "geboten" bekommen wollen, also eine dramatische Lebensgeschichte, die "konkret" klingt. Heutzutage hat alle Welt irgend ein Trauma aufzuarbeiten. Da sind Leute mit "Allerweltsdepressionen" für manche Therapeuten vielleicht keine "Herausforderung". Dennoch drücke ich Dir die Daumen, dass Du bei erneuter Suche doch noch eine Therapeutin/einen Therapeuten findest, der Dir einfach nur helfen möchte und nicht nach der "Schillernheit" der Probleme geht.

Übrigens hätte ich wahrscheinlich auch das Problem, dass das, worüber ich würde sprechen wollen, von einem professionellen Therapeuten als "Pippifax" abgetan werden würde, mit dem ich selber klar kommen müsste. Ich habe meine Hilfe in einem anderen Sektor und hier ist klar, dass ich einfach nur jemanden zum Reden brauche und nicht an mir herumgedoktert haben möchte. Ich finde das ist das A und O bei aller Psychohilfe, dass man einfach mal reden darf, dass man Dinge ansprechen darf, die einem sonst peinlich oder sonstwas wären, dass man Dinge erzählen darf, die einen eventuell in ein schlechtes Licht rücken, ohne dass das Gegenüber die Zähne fletscht und sich über Beute zum Zerfleischen freut. Ich weiß nicht, was daran hilfreich sein soll, wenn man einen Therapeuten aufsucht und nur vom Regen in die Traufe kommt, sprich, schon wieder an jemanden gerät, der einen nur fertig machen will. Aber ich habe halt eine sehr spezielle und negative Einstellung in diesem Bereich, aufgrund von meinen Erfahrungen. Ich höre von anderen, dass sie von ihren Therapeuten echte Hilfe erfahren und deswegen möchte ich Therapeuten nicht so pauschal verteufeln. Andere haben vor Dir auch verschiedene Therapeuten in den probatorischen Sitzungen "durchprobieren" müssen, bis sie jemanden fanden, wo die Chemie stimmte.

Liebe Grüße

Laura
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Lilith
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Re: das erste gespräch mit psychotherapeutin

Beitragvon Lilith » Mi 27. Feb 2013, 11:26

Guten Tag Claudia, weißnich
ich denke die anderen haben das auch schon gut erklärt,
ich bin auch der Meinung das die Therapeutin
bei der du warst
einfach nicht die richtige für dich ist,
vor allem wenn sie dich an deine Mutter erinnert-
habe das Gefühl das dies eher eine negative als positive Erinnerung ist.
Dann kommt ja vielleicht auch noch vieles zusätzlich hoch,
was das Vertrauen erschwert.

Ich kann dir jetzt nicht sagen ob du den Termin absagen solltest oder nicht,
sicher kannst du noch mal hin gehen und
vielleicht ihr erklären wie du dich fühlst,
was du erwartest von einer Therapeutin und
vielleicht könntet ihr dann gemeinsam abklären
wo deine Erwartungen stimmig sind und was
vielleicht nicht so eintreten wird.

Tabletten können helfend und unterstützend wirken,
die sind quasi nicht direkt falsch,
aber nur Tabletten werden dir nicht helfen,
denke das hast du selbst schon gut erkannt.

Das was du alles beschreibst denke ich,
bedarf schon irgendwie einer Therapie.
Was mir besonders Sorgen macht
wenn ich dich so lese ist eben das dir
der allgemeine Antrieb fehlt,
also dass du die Lebenslust verloren hast und
auch so nenn ich es jetzt mal
die Verbindungen die dir sonst Freude machten,
nicht mehr nachfühlen kannst.
(Wie z.B. dem kleinen Baby)
Ich habe das Gefühl das du gerade
wie geteilt bist,
zum einen willst du etwas ändern und
zum anderen weißt du nicht wie
oder wie du da raus kommen kannst
wie du vielleicht wieder zu deinem
fröhlichen sein zurück finden kannst.
Und da denke ich brauchst du Unterstützung.

Es kann ja nicht ungesund sein wenn man sich mal zurückzieht
oder mal nicht teil haben will am eigenen oder
dem leben von Freunden und Familie
aber was ich bei dir herauslese ist
dass du das schon willst,
dass du teil haben willst
aber irgendwie ist das Gefühl dafür verloren gegangen,
kann das irgendwie sein?

Mein Rat an dich wäre,
versuch dich nicht zu etwas zu zwingen
was im Moment unmöglich erscheint,
versuch zu schauen wie du kleine Brücken in deinen Alltag einbauen kannst,
wie du dir kleine Freunden machen kannst
auch vielleicht wie du dich ablenken kannst.
Weißt du manchmal sollte man nicht mit den größten und
schwierigsten Zielen anfangen
es zählen auch die kleinen Schritte,
wie z.B. wenn du aufstehst
und dich auf einen Kaffee freust.
Oder wenn du dich auf eine Dusche oder ein Bad freust,
versuch die kleinen Dinge anzunehmen und zu erkennen.
Denn ich denke schon das es sie noch gibt.

Was die Therapeutin angeht,
du kannst es noch mal versuchen mit ihr,
aber such wenn es nicht klappt dann nicht
so was wie eine Schuld bei dir.
Es kann halt einfach mal nicht passen,
ich kenne fast niemanden der gleich bei der ersten
oder dem ersten Therapeuten denn er oder sie
aufgesucht hat erfolg hatte.
Viele Menschen haben eine lange Zeit der suche hinter sich,
bis sie den oder die richtige gefunden haben.
Das ist eine sehr anstrengende Zeit und
auch da verliert man schnell die Mut und Hoffnung,
ich wünsche dir das du die Kraft hast
dran zu bleiben.

Grüße
Bin nur sporadisch hier, schau aber etwa zwei mal im Monat rein- geht aus Zeitgründen leider nicht anders.

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fluuu
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Re: das erste gespräch mit psychotherapeutin

Beitragvon fluuu » Do 7. Mär 2013, 15:45

Um eine Psychotherapie bei einem Therapeuten der die seelischen Konflikte der Persönlichkeit aus der Biografie bespricht
ist eine allgemeine und alltägliche seelische Stabilität notwendig und um die in einer psychischen Krise (Verschiedene
psychische und physische Symptome) entstandenen Störungen zu behandeln ist zunächst ein Arzt (Psychiater)
notwendig der das gestörte Organ Seele/Gehirn wieder in Funktion bringt, auch mit Medikamenten, erst wenn das
Erfolg hat schließt sich die Psychotherapie an als Aufarbeitung der persönlichen Konfliktes im Gespräch.

Jemand der auf Grund seelischer Störung ständig weint ist zu einem Gespräch nicht in der Lage und es ist zunächst
die gestörte Gefühlswelt auf organischer Ebene zu stabilisieren.
gruß fluuu

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www.seelegut.de

weißnich
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Re: das erste gespräch mit psychotherapeutin

Beitragvon weißnich » Do 7. Mär 2013, 22:30

danke fluu
hallo an alle leser
hab mich die tage nicht gemeldet , da ich dauernd müde war und meine tochter vorher krank
da ich heute wieder bei der therapeutin war und habe ich mir das auch nochmal genau erklären lassen, aber du hast das noch besser erklärt ,
ich nehme jetzt seit samstag, erstmal eine halbe citalopram auf anraten meiner hausärzte und habe mitte april einen termin beim psychiater.
da ich die tabletten bis jetzt morgens nahm, war ich tagsüber ausgeknockt erstmal , werde sie jetzt abends nehmen.
es war heute schon besser bei der Psychotherapeutin und soweit ok, aber ich weiß einfach noch nicht ob ich mit ihr warm werden werde, aber zumindest hat sie jetzt bei meiner hausärztin gesagt, dass ich , wenn ich beim psychiater war, weitere termins bei ihr machen könne, wenn auch wohl eher nach bedarf oder so , der nächste termin ist auch erst wieder am 11.4, also in einem monat . sie meinte ich würde ja schon etwas besser aus . naja,........fühle mich eher wie betäubt , aber das ist wohl am anfang so .
hm, alles immer noch neuland , und eigentlich dacht ich immer sowas passiert mir nie ,.........
aber kannste machen nichts
erstmal danke fürs anteilnehmen
claudia

Mirjam
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Re: das erste gespräch mit psychotherapeutin

Beitragvon Mirjam » Mo 11. Mär 2013, 17:22

..... zumindest hat sie jetzt bei meiner hausärztin gesagt, dass ich , wenn ich beim psychiater war, weitere termins bei ihr machen könne.....
Hallo Claudia !

Hat die Psychoterapeutin direkten Kontakt zu deiner Hausärztin?
LG
Mirjam

weißnich
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Re: das erste gespräch mit psychotherapeutin

Beitragvon weißnich » Mo 11. Mär 2013, 18:53

hallo an alle
danke mirjam
donnerstag war ich da und das gespräch war soweit naja, ok
aber werde mit der dame wohl nicht warm werden, weiß aber auch noch nicht , ob das sein muß,....ist eine andere wellenlänge
der kontakt zwischen meiner hasuärztin und ihr war jetzt wohl nur wegen dem ersten gespräch, wo ich ja die ganze zeit am heulen war und sie meinte , dass ich ebend auch zu psychiatemüsse .
am donnerstag meinte sie , dass ich mir nen neuen job suchen soll , bzw da ich in einer umschulung stecke , den ausbildungsbetrieb wechseln solle , mich darum kümmern müsse und eben das problem habe erst zu spät den mund aufzumachen ....aber eben nicht nur im beruflichen bereich, da hat sie wohl recht , prima .......
aber sie sagt das einfach so , machen sie das mal eben so , und das ist eben nicht mal eben so
nicht sehr empathisch irgendwie , .... auch soll ich einfach eben eine liste machen mit sachen die ich noch aus dem haushalt meines nochehemannes haben wolle, .......das ist auch nicht so einfach,............sowas geht nicht eben so bei mir ,.......
aber in dem moment wo ich da bin ,.....sage ich da eben wieder nix , ..........lol,.......dabei bin ich nicht dumm oder auf den mund gefallen denke ich mal

so langsam wirken die tabletten und ich merke , dass ich nun etwas entspannter werde ,
am freitag kam ein unlustiger brief vom anwalt
und zack kam auch der schwindel wieder heftiger und einkaufen war auch wieder fürchterlichst
nach ner zeit empfinde ich ein mehr als unangenehmes gefühl und muß irgendwie fluchtaritg ausm laden raus , ab nach hause , geht gar nicht , ganz prima , da ich eine umschulung zur verkäuferin mache,.......
erstmal lieben dank für die antwort l
lg
claudia

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Lilith
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Re: das erste gespräch mit psychotherapeutin

Beitragvon Lilith » Di 12. Mär 2013, 08:49

Hallo Claudia,
das hört sich aber irgendwie nicht gut an,
weiß auch nicht vielleicht kommt es auch nur so rüber.

Du schreibst das du mit der Therapeutin nicht warm wirst
und das du dir unsicher bist
ob das überhaupt sein müsse,
naja ich denke irgendwie schon ein wenig,
denn du solltest ihr ja auch Vertrauen können und
das stelle ich mir schwer vor wenn
es Zwischenmenschlich nicht passt.

Sie verlangt Dinge von dir?
Oder schlägt sie diese vor?
Im Sinne von:
wenn sie dies machen wäre das gut für sie weil...

Denke die Liste mit den Dingen die du von deinem Ex Mann
(aus der Küche) noch haben möchtest
ist gar nicht so falsch
denn sie ist etwas konkretes was dir dann auch hilft
wenn du dort bist,
das du dann da auch nichts vergisst.

Du schreibst das die Thera von dir verlang die Firma zu wechseln,
ist es denn dann so dass du in der jetzigen Firma Probleme hast?
Das habe ich irgendwie überlesen
falls du es schon mal geschrieben hast.

Das eigentliche Anliegen deiner Thera ist
(wenn ich das jetzt richtig verstehe)
ist doch quasi dass du für das einstehst
was du willst,
dass du das auch "verlangst" und aussprichst.
(Oder auch wenn du eben etwas nicht willst)
Vielleicht will sie dich (nur) dazu bekommen
dass du eben mehr aus dir herauskommst und
weniger schweigst wenn eine (deine) Stimme angebracht wäre?

Vielleicht hilft es dir wenn du mal schaust
was wie am wichtigsten ist,
dir so was wie eine Wichtigkeitsliste machst,
wonach du dann auch vorgehen kannst.
Wann du was machen kannst.
Vielleicht auch wie du bestimmte Wünsche/ Ziele erreichen kannst.

Ich habe das Gefühl das deine Thera
dir eher Vorschreibst als Vorschlägt,
und ich kann nicht einschätzen in wie weit das gut ist.
Kommt ja auch auf jeden selbst an,
aber wenn du eigenständiger Entscheidungsfreudiger werden solltest/ möchtest,
dann fänd ich das Vorschreiben nicht so gut.
Denn so wie ich das sehe ist es ja schon so das Theras
einen aufzeigen sollen/ können
verschiedene Möglichkeite und Denkansetzte
oder auch Umdenkansetzte,
dass man eben lernt einen anderen Gesichtspunkt zu sehen
oder die Dinge anders anzugehen
aber das "tun" liegt dennoch in deiner eigenen Hand.

Schließe hier mal
vielleicht hilft es auch wenn du das
wie du dich bei der Thera fühlst auch
bei ihr ansprichst
denn das hat ja auch etwas mit "Mund aufmachen zu tun"-
und auch ein klein wenig mutig sein :wink:

Grüße
Bin nur sporadisch hier, schau aber etwa zwei mal im Monat rein- geht aus Zeitgründen leider nicht anders.

"Coming back to where you started is not the same as never leaving."
A Hat Full of Sky- Terry Pratchett

windy
Beiträge: 3
Registriert: Fr 8. Mär 2013, 23:29

Re: das erste gespräch mit psychotherapeutin

Beitragvon windy » Mi 13. Mär 2013, 00:01

Hallo ...
In meinen langjährigen Erfahrungen hat mir ein wichtiges Kriterium trotz des empfundenen Unverstaendnisses bemerkenswert weitergeholfen...naemlich sich mit solchen Menschen arrangieren zu lernen die einem subjektiv am wenigsten liegen ...oft kristallisieren sich gerade aus solchen Beziehungsebenen die persönlich besten Erfahrungen
und schliesslich auch der Erfolg...Konsequenz ist dabei DRAN BLEIBEN. UND AUF KEINEN FALL AUFGEBEN...
:-" :icecream: :agrue:


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