Infektanfälligkeit durch Therapie?

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lotta24
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Infektanfälligkeit durch Therapie?

Beitragvon lotta24 » Do 27. Okt 2011, 14:40

Ich hab gleich noch mal eine Frage (keine Angst, das geht nicht in dem Tempo weiter :mrgreen: ): Kann es sein, dass man durch die Therapie infektanfälliger wird?

Grundsätzlich neige ich dazu, bei Schlafmangel krank zu werden oder wenn mich etwas sehr belastet. Die Therapie macht mir viel Spaß, wobei Spaß sicher nicht das richtige Wort ist. Aber es tut gut, mal ernst genommen zu werden und jemanden zu haben, der sich nur um mich kümmert. Ich freue mich auf die Stunden, und ich bin so happy darüber, dass ich schon nach ein paar Stunden merke, dass die Richtung stimmt. Vielmehr ist noch nicht passiert. Das ist so ein wunderbares Gefühl, weil ich eigentlich ohne große Erwartungen an die Therapie herangegangen bin.

Ich merke, wie ich alles loswerden kann und er zuhört und die richtigen Fragen stellt, die mich weiterbringen. Trotzdem wühlt das natürlich viel auf. Man fühlt sich wieder wie ein kleines Kind, man zeigt sich anderen Leuten so, wie man sich noch nie jemandem gezeigt hat. Und, Zufall oder nicht, seitdem ich zu diesem Therapeuten gehe, bin ich eigentlich pausenlos krank: Erkältungen, Herpes, Fußpilz, dann wieder Erkältung usw. So anfällig war ich noch nie. Ich lasse das gerade beim Hausarzt abklären, aber mich würde interessieren, ob andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Klaus W
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Re: Infektanfälligkeit durch Therapie?

Beitragvon Klaus W » Do 27. Okt 2011, 14:58

Ja, es ist absolut denkbar, naheliegend und gar nicht verwunderlich, daß durch das Besprechen Deiner Problematiken auch bekannte Krankheiten mit auftreten. Es ist nun nicht zu 100% gesagt daß das zwangsläufig durch die Therapie jetzt kommt, das restliche Leben geht ja trotzdem weiter, aber untypisch wäre es nicht.

LG

Klaus
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fluuu
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Re: Infektanfälligkeit durch Therapie?

Beitragvon fluuu » Fr 28. Okt 2011, 13:31

Hallo,
eine Schwächung des Immunsystems kann durch viele Faktoren hervorgerufen werden
und das Ausbrechen aller möglicher kleinen Krankheiten ist die Folge.

Eine Möglichkeit ist wenn das innere Kind dominiert als Erwachsener, es stellt sich
Schwächung und Bedürftigkeit der Persönlichkeit ein, wird dem nicht bewusst entsprochen
holt sich der Organismus die Aufmerksamkeit durch Immunschwäche und Erkrankung.

Wenn in der Therapie gegenüber dem Therapeuten das Gefühl des Kindes aufkommt,
was nicht unbedingt förderlich ist, dann ist es besser diesen kindlichen Zustand nicht
versuchen mit Gegenmaßnahmen weg zu bekommen sondern ausleben und sich nach
der Therapie eine heiße Schokolade gönnen oder einen Lolli, einen Früchtetee trinken
und den Teddy drücken oder etwas ähnliches was das innere Kind mit Aufmerksamkeit versieht.
Das befriedigt dem inneren Kind die Bedürfnisse und stärkt so das Immunsystem und die kleinen
Krankheiten sind nicht notwendig.
Also wenn in der therapeutischen Beziehung kindliche Gefühle aufkommen dem Therapeuten
gegenüber, was ich nicht förderlich halte, appelliere an meine Klientinnen von Anfang an,
dass sie die Verantwortung in der Beziehung behalten und mit Regie führen,
dann ist es gut diese kindlichen Gefühle auch nach der Therapie weiter auszuleben und
einmal geweckt den angemessenen Raum zu geben.
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Re: Infektanfälligkeit durch Therapie?

Beitragvon felix » Fr 28. Okt 2011, 15:57

@fluu
was sind denn kindliche Gefühle und was sind erwachsenen Gefühle?

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fluuu
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Re: Infektanfälligkeit durch Therapie?

Beitragvon fluuu » Fr 28. Okt 2011, 19:05

Das kindliche Gemüt braucht von außen, von anderen Menschen Betreuung und Fürsorge denn es kann alleine kaum überleben.
Das Gemüt des Erwachsenen dagegen kann anderen Menschen Betreuung und Fürsorge geben auf Grund der Selbstständigkeit und inneren Reife.
In jedem Gemüt steckt beides, es kommt auf die Prioritäten an.
Derjenige der am besten sein inneres Kind betreuen und versorgen kann hat die größte Selbstständigkeit und Reife als Erwachsener.
gruß fluuu

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Re: Infektanfälligkeit durch Therapie?

Beitragvon felix » Fr 28. Okt 2011, 21:44

danke, interessanter Aspekt!

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Angelita
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Re: Infektanfälligkeit durch Therapie?

Beitragvon Angelita » Sa 29. Okt 2011, 02:22

Hallo fluuu

fluuu hat geschrieben:Das kindliche Gemüt braucht von außen, von anderen Menschen Betreuung und Fürsorge denn es kann alleine kaum überleben.
Das Gemüt des Erwachsenen dagegen kann anderen Menschen Betreuung und Fürsorge geben auf Grund der Selbstständigkeit und inneren Reife.
In jedem Gemüt steckt beides, es kommt auf die Prioritäten an.
Derjenige der am besten sein inneres Kind betreuen und versorgen kann hat die größte Selbstständigkeit und Reife als Erwachsener.
Es geht Ihnen hier aber nicht um Kompetition, oder? Der Grösste, die Beste usw.
Das Gemüt des Erwachsenen dagegen kann anderen Menschen Betreuung und Fürsorge geben auf Grund der Selbstständigkeit und inneren Reife
Das ist schön gesagt u. theoretisch sicherlich auch richtig; nur wenige Menschen sind in der Lage Betreuung u. Fürsorge für seine Mitmenschen, Tiere u. Natur zu geben. Selbstständigkeit u. innere Reife sind nicht selbstverständliche Gründe für Betreuung u. Fürsorge.

Die "Hingabe zur Betreuung" o. Fürsorge-Leistungen können oft aus sehr konfliktbeladenen Konstellationen entstehen. Kinder die ihre betagten Eltern betreuen u. für sie sorgen, nicht weil es ihnen (den Kindern - meist die Tochter) so ein grosses Bedürfnis ist, sondern aus schlechtem Gewissen, Gewissenhaftigkeit, weil sie sonst Vorwürfe befürchten o. auch real erhalten.

Für sich selbst sorgen, heisst auch mal wieder Kind sein, kindliche Gefühle hoch kommen lassen u. ich meine wirklich kindlich (nicht kindisch), sich freuen, trauern, Wut spüren, sich erinnern usw.

Lotta, das freut mich ungemein, dass Sie für sich einen guten Therapeuten gefunden hast. Es ist toll, wenn Sie ihm Ihr Seelenleben ausbreiten können ohne dafür kritisiert o. getadelt zu werden. Scheinbar ist er ein empathischer Mensch u. ich finde es überhaupt nicht verkehrt, wenn Sie gerade in der Anfangsphase so viel Vertrauen geben können u. auch erhalten. Denn wirkliche Vertrauensbasis entsteht nur, wenns von beiden Seiten klappt.

Und das mit dem Imunsysthem ist gut möglich, dass es so auf die Gespräche reagiert. Haben Sies Ihrem Therapeut schon mal erzählt? Auch wenn Ihnen die Gespräche gut tun, ist es für die Seele u. den Geist Höchstleistung.

Gute Nacht wünsche ich Ihnen u. fluuu
Gruss Angelita

“Man muss im Ganzen an jemanden glauben, um ihm im Einzelnen wahrhaft Zutrauen zu schenken.” H. v. Hofmannsthal

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Re: Infektanfälligkeit durch Therapie?

Beitragvon Klaus W » Sa 29. Okt 2011, 15:59

Um noch einen Aspekt hinzuzufügen,

sich gegen Krankheiten im Vorfeld mit Schokolade wappnen oder so in der Therapie sein Gleichgewicht bewahren wäre für mich nicht Sinn der Sache. Klar, manchmal braucht man so etwas damit es nicht zu unerträglich wird, aber letztlich läuft das gleichzeitig in Gefahr daß es einen wegführt von sich selbst - es bleibt weniger zum Therapieren über. Wer zufrieden ist kommt schwerer an seine Probleme heran.

Effektive Therapie wäre (nicht ausschließlich, aber auch mit), ganz bewußt einmal auf die eigenen Gewohnheiten, Medikamente und kulinarischen Bewältigungsstrategien zu verzichten, die Dinge geltenzulassen und nicht wegzudrücken, und zu schauen, was das mit einem macht - vorausgesetzt natürlich man hat die Kraft dazu. Dazu braucht es dann Raum und einen Therapeuten der das so mitträgt und entsprechend deuten kann. Man bekommt so die Chance, über die Zeit die Zusammenhänge zwischen seinen psychischen Problemen und seinen Krankheiten und Bewältigungsstrategien kennenzulernen und Stück für Stück zu verstehen.

Für eine Therapie muß man stabil genug sein, ist sich selbst gegenüber in der Pflicht gut für sich zu sorgen. Wenn das aber grundsätzlich gegeben ist, warum dann die körperlichen Krankheiten künstlich im Vorfeld vor der Therapie aussparen, warum es dann nicht aushalten, warum nicht den gesamten Menschen betrachten.
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Re: Infektanfälligkeit durch Therapie?

Beitragvon lotta24 » Sa 29. Okt 2011, 22:36

Hallo und danke für die Antworten.

Das mit dem Inneren Kind kann tatsächlich ein Aspekt sein, wobei ich mich wundere, dass das so schnell, nach nur wenigen Wochen Therapie, auftritt. Ich habe davon erst jetzt gehört, aber es leuchtet mir ein. Tatsächlich ist im Moment das Hauptthema das Gefühl, als Kind nicht respektiert und wirklich geliebt worden zu sein. Vielleicht ist es so, dass mir das jetzt erst auffällt (so was verdrängt man ja gerne mal), wie schutzlos man sich eigentlich als Kind gefühlt hat. Und da könnte es natürlich sein, dass durch meine derzeitige Anfälligkeit genau diese Schutzlosigkeit sichtbar wird.

Na gut, das könnte natürlich auch rein organische Ursachen (Vitaminmangel?) haben. Ich bin nicht sicher, ob das jetzt Zufall ist, aber an dem Tag, an dem ich die 2. (glaube ich) Sitzung hatte, bekam ich am Nachmittag Fieber, und seitdem begleitet mich das. Es ist alles nicht so schlimm, dass ich ernsthaft krank bin, aber ich bin eben auch seitdem nicht mehr richtig gesund.

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Re: Infektanfälligkeit durch Therapie?

Beitragvon Klaus W » So 30. Okt 2011, 00:00

Hallo Lotta,

das Fieber würde ich unbedingt normal behandeln, ständiges Fieber ist schlecht.

Ich finde es aber eine sehr wichtige Erkenntnis, als Kind nicht richtig angenommen und geliebt worden zu sein. Kann man gar nicht hoch genug schätzen. Und da lieferst Du ja schon eine entsprechende Deutung mit, wie Deine Anfälligkeit zu verstehen sein könnte. Man denkt wieder an damals, das aktiviert die alten Emotionen, durchlebt manches vielleicht noch einmal, und das hat natürlich auch Einfluß auf den Körper. Man kann so direkte Parallelen ziehen von der eigenen Kindheit zum aktuellen Verhalten und zu Symptomen. Und die organischen Sachverhalte gehen damit Hand in Hand, das ist kein Widerspruch, das ist eine zusätzliche Beeinflussungsmöglichkeit. Indem man sich Vitamine, oder gutes Essen, oder, oder, oder zuführt, bekundet, untermauert, man damit auch vor sich selbst den Willen es sich gut gehen zu lassen. Umgekehrt kann man sich sagen, Vitaminmangel, ok, aber warum führe ich mir zu wenig Vitamine zu. Oder was läßt mich wachliegen, und so weiter.

Auch manche Krankheit organisiert man sich indem man (Beispiel) vielleicht schlechte Laune hat, und dann ausversehen das Fenster nachts offen läßt und sich so erkältet. Auch auf die Weise kann der Geist den Körper beeinflussen, das sind oft ganz einfache Zusammenhänge. Das als Gedanke zum Thema organische Ursachen.

Liebe Grüße,

Klaus
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Re: Infektanfälligkeit durch Therapie?

Beitragvon lotta24 » So 30. Okt 2011, 00:30

Sorry, Klaus, ich hab mich missverständlich ausgedrückt: Das Fieber hatte ich nur an diesem Tag, aber ich hab halt ständig irgendwelche Wehwehchen im Moment. Und das letzte Mal Fieber hatte ich davor vor 9 Jahren. Deswegen fand ich es so seltsam, dass mich das genau dann erwischt, wenn ich mein Innerstes ausbreite - und dabei auch ständig Tränen kommen. Ich hätte nie gedacht, dass ich das so an mich ranlassen würde. Es ist ja eigentlich nichts Schlimmes passiert in meiner Kindheit, es ist mehr so eine Summe von Kleinigkeiten (dachte ich bisher jedenfalls). Der Therapeut war derjenige, der mir die Augen geöffnet hat, dass wohl doch alles nicht so toll war. Ich dachte also, ich geh einfach ein paar mal zum Psychologen und gucke, was passiert. Dass mich das so packen könnte, hätte ich nie vermutet. Es bleibt also spannend.

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Re: Infektanfälligkeit durch Therapie?

Beitragvon Klaus W » So 30. Okt 2011, 02:19

Hallo Lotta,

achsoooo, ja nee. Hatte schon überlegt ob ich zu dem Fieber was sag, wahrscheinlich sollte man sich nicht zu allem Gedaken machen :)

Ich denk aber schon, genau wie Du sagst, diese Zusammenhänge die man so über sich wahrnimmt, man redet über seine Dinge und bekommt bestimmte Symptome, das macht alles Sinn.

Und, ich will ein paar Beispiele von mir dazu anführen, wie sie mir gerade einfallen. Ich habe z.B. manchmal bei bestimmten Gedanken für Sekunden einen temporären Hörsturz, also daß das Gehör kurz weggeht und wiederkommt. Ich habe das seit der Kindkeit, das ist nichts ungewöhnliches für mich. Daß es mit Dingen die mir plötzlich klar werden zusammenhängt habe ich allerdings erst so vor 4 Jahren mitbekommen. "Es nicht hören wollen", fällt mir dazu ein. Oder, ich werde leicht zum Anfang einer neuen Arbeit krank, und das ist ein Fremdeln vor dem neuen Team, wie ein anfängliches nicht wollen, ein Scheuen, genau wie ich es auch als Kind vor neuen Situationen kannte. Oder, ich habe gespürt wie bei einem Treffen diesen Sommer als es mir sehr gut ging plötzlich beim Gedanken "Du mußt es einfach fließen lassen" urplötzlich die Nackenschmerzen weg waren, um dann eine Stunde später wiederzukommen.

Es trifft zwar alles nicht exakt Deine Situation, ich finde es aber trotzdem nicht ungewöhnlich, daß Du genau in dem Moment, wo Du Dein Innerstes ausbreitest, dieses Fieber bekommst, und es wäre vielleicht für Dich interessant, wenn Du genau auf die Gedanken kommst um die es ging, als dieses Fieber begann, das könnte aufschlussreich sein (so man dem weiter nachgehen will).

Es ist für mich eine Sichtweise die sich über die Zeit aus meiner Therapie heraus entwickelt hat, und ich kenns nicht nur nur von mir sondern auch von vielen Freunden und Mitpatienten. (Komisches Wort, Mitpatient, aber ich gehöre lose einer größeren Gruppe von Therapieerfahrenen an, und solche Dinge sind unter uns Selbstverständlichkeiten, deswegen sehe ich das auch recht selbstverständlich, und ich könnt noch von ganz anderen Sachen berichten.)

Und ja, man sieht seine Vergangenheit ganz zwangsläufig immer positiver als sie war, und die Dinge die man sieht die können weh tun, aber der Schmerz, der entlastet dann auf Dauer. Schön, daß Dir die Therapie etwas bringt.
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Re: Infektanfälligkeit durch Therapie?

Beitragvon lotta24 » So 30. Okt 2011, 09:17

Das mit dem Mini-Hörsturz habe ich auch schon seit der Kindheit. Ich habe aber noch nie darüber nachgedacht, in welchen Situationen das auftritt. Es piepst für ein paar Sekunden und man hört alles nur sehr schwach.

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Re: Infektanfälligkeit durch Therapie?

Beitragvon fluuu » Fr 25. Nov 2011, 09:18

Hallo lotta24,

wie gesagt, es ist durchaus normal, wenn in einer Psychotherapie in der es um Aufarbeitung der Kindheit geht,
Körperreaktionen auftauchen die sich als Abwehr deuten lassen wie Fieber, Kopfschmerzen, Erkältung usw.
Wenn Du es schaffst diese körperlichen Reaktionen zu überwinden und die Therapie weiter machst hast Du
gute Chancen eventuelle Traumatisierungen der Kindheit zu überwinden für Dein Leben als Erwachsener.
Es gibt psychisch Betroffene die zu so einer Therapie nicht in der Lage sind denn so bald etwas aus dem
Leben angesprochen wird reagieren sie mit starken psychischen und körperlichen Symptomen und die Gefahr
einer erneuten Psychose droht. Diese Menschen werden viel Betreuung brauchen für den Alltag.
Mache Dir Mut die kleinen körperlichen Reaktionen zu überstehen damit die Aufarbeitung in der Therapie
Erfolg hat. Alles Gute.
gruß fluuu

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