Depressionenen,Angst & Panikattaken - Psychatrie?

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Hurt
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Depressionenen,Angst & Panikattaken - Psychatrie?

Beitragvon Hurt » Do 23. Sep 2010, 22:17

Hallo,

Ich stöbere hier schon seid ein paar Tagen in dem Forum und habe vieles gelesen was mich ein wenig , sagen wir mal mit hoffnung durchströmt das doch irgendwann mal wieder alles normal werden wird - anderes wiederum hat mich auch erschreckt.

Ach ja ich hab mich gar nicht vorgestellt : Ich bin weiblich 23Jahre alt und habe einen 5Jahre alten Sohn mit dem ich zurzeit in einem Frauenhaus lebe.

Gemerkt das irgendws mit mir nicht stimmt hab ich schon vor ca. 2Jahren, ich hatte immer wieder Phasen wo ich so nichts auf die Reihe bekommen habe-antriebslos und irgendwie Dauermüde war. Aber das verging dann auch wieder. Von mal zu mal wurden diese Phasen aber schlimmer und auch länger und irgendwann hab ich z.b. keine Anträge mehr gestellt , wodurch noch mehr Probleme entstanden.

Ich habe im laufe dieser Zeit Ängste vor allem möglichen Entwickelt z.b. kann ich keinen Bafög-Antrag stellen ohne Panikattaken zu bekommen.

Dazu kommen Depressionen in denen ich zeitweise Suizidgedanken habe.

In einem Gespräch mit dem Erzieher von meinem Sohn, bin ich dann einfach komplett zusammengeklappt und hab das erste mal jemanden erzählt wie es um mich steht und er hat mich dann in die Notfallsprechstunde der Psychatrie gefahren.

Dort bin ich mit Cipralex und Truxal wieder nach Hause geschickt worden, aber mir ging es viel viel schlechter und auch meine Suizidgedanken nahmen ein Ausmaß an - das mir selber angst macht.

Am Montag bin ich dann wieder in die Amblanz und am liebsten hätten sie mich gleich dabehalten - aber ich hatte niemanden der auf meinen Sohn aufpasst. Also haben sie mir Tavor aufgeschrieben und mich wieder nach Hause gelassen.
Mit Tavor geht es mir wirklich gut, die wirken auf mich fast ein wenig aufputschend und meine Stimmung hellt sich auch sehr auf. Aber ich weis ja das , dass keine Dauerlösung ist...

Inzwischen hab ich jemanden der auf meinen Sohn betreut und anfang/mitte nächster Woche werden ich stationär -erstmal für 2Wochen- aufgenommen...

Ich hab so Angst davor , ich hab Angst vor dem was mich erwartet(was erwartet mich überhapt?)
Ich hab Angst meinen Sohn so lange wegzugeben...
Ich hab Angst was danach kommt...

Ich hab Angst das es nie wieder in Ordnung kommt...

Danke für? Lesen (auf jeden Fall tat es gut sich mal ein wenig was von der Seele zu schreiben...)
und vielleicht bekomme ich ja auch die ein oder andere aufmunternde Antwort...

LG Hurt

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Feuerchen
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Re: Depressionenen,Angst & Panikattaken - Psychatrie?

Beitragvon Feuerchen » Fr 24. Sep 2010, 00:15

Liebe Hurt,

Ich weiß nicht woher Deine Probleme kommen, aber ich wollte Dir sagen, dass ich es für eine gute Idee halte, sich Hilfe zu holen.
Du hast vielleicht schon gelesen, daß die Medis nicht bei jedem gleich wirken... Vielleicht hast Du einfach die falschen derwischt gehabt , und diesmal hast Du die Chance daß es besser wird!
Jeden Falls wünsche ich Dir das von Herzen!!!

Alles Gute Dir!
Liebe Grüße
Feuerchen

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Angelita
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Re: Depressionenen,Angst & Panikattaken - Psychatrie?

Beitragvon Angelita » Fr 24. Sep 2010, 14:36

Guten Tag Hurt

Ich finde das sehr mutig und stark, dass Sie sich nun Hilfe geholt haben und auch annehmen.

Ihre Ängste sind begreiflich, denn Sie kommen in eine völlig neue Situation und Lebensumstand. Sie machen sich Sorgen um Ihren Sohn, das kann ich gut befreifen. Doch auch für ihn wird es hilfreich sein, nach dem Psychiatrieaufenthalt eine stabile(re) Mama zu haben, eine Mama, die auch wieder stärker sein wird und sicherer im Leben stehen wird.

Sie werden sehen, der Austausch und der Kontakt mit Menschen, die ähnliche Probleme und Lebenswege haben, unter ähnlichen Ängsten und Depressionen leiden u. auch Suizidgedanken haben, kann sehr entlastend wirken u. auch hilfreich. Oft ist die Unterstützung unter den Patienten sehr gross. Und ich hoffe für Sie, dass Sie eine solche unterstützende Situation in der Klinik antreffen, gute Therapeuten antreffen u. Sie sich zum Leben hin entwickeln können.

Alles Gute wünscht Ihnen
Angelita
Gruss Angelita

“Man muss im Ganzen an jemanden glauben, um ihm im Einzelnen wahrhaft Zutrauen zu schenken.” H. v. Hofmannsthal

sky
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Re: Depressionenen,Angst & Panikattaken - Psychatrie?

Beitragvon sky » So 26. Sep 2010, 14:31

hallo hurt,

was du für dich gutes tust, kommt auch deinem sohn zugute.
wenn du dir das mal klar machst und die auswirkungen davon, dann fällt es dir vielleicht leichter, etwas zu unternehmen, mal kurz deinen sohn in andere hände zu geben, dich um dich zu kümmern, gesund werden zu wollen :)

viele erfolg, sky
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cake
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Re: Depressionenen,Angst & Panikattaken - Psychatrie?

Beitragvon cake » So 26. Sep 2010, 14:54

Hallo Hurt!
nun finde ich, dass Du zuerst mal nach Dir schauen solltest.
Weißt, wenn Du Deine unbehandelt weiter-"toben" lässt, ist gar niemand geholfen.
Ich verstehe Deine Angst davor, Deinen Sohn eine zeitlang nicht zu sehen, doch Er wird sich umso mehr auf eine ausgeglichene Mutter freuen. Und das wird das Ziel von Dir sein- nicht wahr.
Ich habe im laufe dieser Zeit Ängste vor allem möglichen Entwickelt z.b. kann ich keinen Bafög-Antrag stellen ohne Panikattaken zu bekommen.
Das verstehe ich auch, denn es kommt noch zum " normalen" Leben dazu, und irgendwie fühlt man sich dadurch auch total überfordert.
Alles scheint Kampf zu sein.
In der Kur lernst Du über Deine Ängste zu reden, merkst Du bist nicht alleine und kannst Dich auch wieder mal fallen lassen.
Viel Glück dabei. :wink:
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

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Hurt
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Re: Depressionenen,Angst & Panikattaken - Psychatrie?

Beitragvon Hurt » Mo 27. Sep 2010, 14:19

Danke für eure Reaktionen, es tut ganz gut , zu wissen das sich jemand Gedanken um einen Macht.

Gerade kam der anruf aus der Universi9tätsklinik, das ich morgen früh um 9uhr aufgenommen werde.

Kann gerade kaum klar denken...alles scheint sich zu drehen...


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