Schüchternheit und psychische Erkrankung

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Triangel
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Schüchternheit und psychische Erkrankung

Beitragvon Triangel » Do 25. Feb 2010, 21:56

Hi,

ich wollt mal wissen, wer von Euch vor der Erkrankung (welche auch immer) schüchtern war oder ob ihr im Laufe der Erkrankung dahingehend Veränderungen bemerkt habt? Welche Persönlichkeitsstörungen "beinhalten" Schüchternheit?

Ich hatte (und habe) übrigens Probleme damit. Aber ich sehe Schüchternheit nicht nur negativ. Man kann ihr auch positives abgewinnen.
Zuletzt geändert von Triangel am Fr 26. Feb 2010, 14:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Triangel
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Re: Schüchternheit und psychische Erkrankung

Beitragvon Triangel » Fr 26. Feb 2010, 14:27

Doch so irgendetwas in der Richtung schon. Schüchternheit und niedriges Selbstwertgefühl würde ich noch unterscheiden. Letzteres kann man auch, wenn man es kann, überspielen. Beides überscheidet sich z.T. mit sozialer Phobie, wobei diese wiederum manchmal extrem ist in ihrer Ausprägung. Ich war vor meiner Ersterkrankung noch in der Pubertät und da ist Schüchternheit ein häufiges Problem, das sich halt langsam auswächst. Werten Psychiater Schüchternheit bei einem an Schizophrenie (und anderweitig) erkrankten Menschen als Minussymptomatik. Hat die schizoide Persönlichkeitsstörung Gemeinsamkeiten mit Schüchternheit? Wie kam es das Du krank wurdest? Einfach so oder äußere Auslöser?
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löwenzahn
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Re: Schüchternheit und psychische Erkrankung

Beitragvon löwenzahn » Di 16. Mär 2010, 15:09

hallo,
ich war meines wissens schon immer ein schüchterner mensch.allerdings hat es sich phasenweise durch psychische erkrankung "verschlimmert".überings glaube ich das schüchternheit sehr wohl mit dem selbstwertgefühl zusammen hängt.
Menschen dir schüchtern sind,trauen sich einfach nicht so viel zu...haben ein nicht allzu hohes slebstwertgefühl.
andereseits gibt es natürlicha uch das phänomen, dass leute die klappe immer wer weiß wie aufreißen(besonders im pubertärem alter)um ihr niedriges selbstwertgefühl sozusagen zu übertönen.

Triangel
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Re: Schüchternheit und psychische Erkrankung

Beitragvon Triangel » Do 18. Mär 2010, 13:24

Ja, mir ist nur nicht ganz klar, ob es mehr einzelgängerische, schüchterne oder sensible sind, die später eine Psychose bekommen oder ob es z.T. ganz normale Leute sind, die dann später schizo, depressiv etc. werden. Auch begleitende Persönlichkeitsstörungen sind nicht das gleiche wie olle Schüchternheit. Später, wenn man dann krank wird und Mißerfolgserlebnisse hat, dann ist es was anderes.
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Molly
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Re: Schüchternheit und psychische Erkrankung

Beitragvon Molly » So 21. Mär 2010, 11:28

Meine schlimmen Erfahrungen (traumatisierenden Charakters) mit anderen Kindern und das autoritäre, oft abweisende Verhalten meiner Mutter, haben mich schon früh sehr schüchtern gemacht und mir das Sebstbewusstsein und Vertrauen in andere genommen. Ich konnte als Kind niemandem mein Herz ausschütten und musste alles mit mir selbst ausmachen. Deshalb lebe ich heute auch sehr zurückgezogen und habe fast keine Freunde außer vielleicht meine Schwester. In Foren kann ich mich heute anonym öffenen und die Meinungen anderer zu meinen Problemen reflektieren. Ich versuche zwar gegen mein Einsiedlertum anzugehen aber ich denke halt immer, es ist sicherer Abstand zu anderen zu wahren, um nicht wieder verletzt zu werden. Damit fahre ich eigentlich recht gut so lange ich keine Hilfe benötige. Wenn ich die aber brauche, stehe ich ziemlich allein da und bekomme Panik und Angstzustände. Dann schlagen die Stimmen auch jedes Mal voll zu. Meine Stimmen haben sich in solch einer Phase erst schleichend entwickelt. Zuerst hielt ich sie immer für Leute die in dem Augenblick wirklich da waren, von denen ich dachte sie würden gemeine Dinge über mich sagen. Ich denke halt jetzt, weil ich keinen hatte, der für mich da war, kamen die Stimmen, was immer sie auch sind.

LG,

Molly
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Triangel
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Re: Schüchternheit und psychische Erkrankung

Beitragvon Triangel » So 21. Mär 2010, 12:37

Was meinst Du mit "traumatisierenden Erfahrungen als Kind mit anderen Kindern"? In welchem Verhältnis stehen diese zur Erwachsenenwelt? Und wieso sprichst Du von einem grundsätzlichen Vertrauen in andere? Blindlings jemandem zu vertrauen ist nicht ratsam. Vertrauen erwirbt man sich, Vertrauen ist nicht zwingend von Anfang an da sondern man gewinnt erst nach und nach Vertrauen.
lg Triangel


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