was habe ich nun wirklich?

laila
Beiträge: 11
Registriert: Sa 23. Jul 2005, 16:38

was habe ich nun wirklich?

Beitragvon laila » Sa 23. Jul 2005, 20:28

hallo!!!
ich bin neu hier und ziemlich verunsichert, was meine krankheit anbetrifft.meine ärzte sprechen von einer undifferenzierten psychose.eigentlich gelte ich inzwischen als mehr oder weniger remittiert, aber überzeugt bin ich nicht von meiner remission...ich glaube nicht, dass ich so bin wie früher, ich habe z. b. den eindruck von mir, dass ich nicht mehr tief empfinden kann, was mich ungeheuer stört...ich bin für nichts mehr zu begeistern und alles kostet mich große überwindung...ich frage mich echt, warum ich soviel an leistungsfähigkeit, geduld, hingabebereitschaft und realitätssinn verloren habe!!!vielleicht habe ich auch eine hebephrene psychose, so wie es die erste klinik bei mir diagnostiziert hat...aber diese diagnose wurde von einer anderen klinik als falsch begutachtet....ich selbst bin verunsichert.was glaubt ihr spielen diagnosen bei euch eine rolle, stellen sie für euch eher eine abwertung der person dar, oder sind sie eher eine orientierungshilfe?geht es jemandem so wie mir?bitte schreibt mir!!!!

laila
Beiträge: 11
Registriert: Sa 23. Jul 2005, 16:38

Beitragvon laila » So 14. Aug 2005, 23:49

hallo dussel,
habe mich sehr darüber gefreut, deine kompetente antwort zu lesen nachdem ich gestern aus dem urlaub zurückgekehrt bin...es stimmt, zunächst beobachtet man sich sehr, nach dem man beeinträchtigungen bei sich festgestellt hat...viel zu sehr...
vor allem die angst, ich könnte nochmal so "austicken" wie es mir zu beginn der psychose passiert ist...
ich nehme noch medikamente und muss sie vorerst auch eine ganze zeit noch nehmen...trevilor, 15mg abilify, 4 mg risperdal und dociton...
ich möchte die medis noch nicht absetzen, weil ich damit schon schlechte erfahrungen gemacht habe, wie du auch nach deinem bericht...
ich merke bei mir, dass es mir viel besser geht, wenn ich mehr mit freunden mache...dann denke ich nicht so viel über mogliche symptome bei mir nach, die ich mir immer noch einbilde zu haben...
bei mir beginnt am montag die schule wieder
ich hol das abi endlich nach) und ich hoffe, dass alles gut geht..
noch eine letzte frage...wie hast du bei dir festgestellt, dass du psychotisch (wieder ) bist...ich finde es schwierig, genau zu sagen bei mir...der übergang ist sehr fließend finde ich von gesund zu krank.manche probleme sind ja auch normal, die man hat.ich ertappe mich dabei, schnell etwas als krankhaft zu sehen oder es auf krankheit zu schieben, was nicht zwangsläufig krank sein muss.. naja, ist vielleicht noch eine leichte verunsicherung bei mir...
lg, laila

laila
Beiträge: 11
Registriert: Sa 23. Jul 2005, 16:38

Beitragvon laila » Sa 20. Aug 2005, 17:00

Hallo dussel,
danke, dass du so offen über deine symptome gesprochen hast, vieles, was du beschrieben hast, kenne ich auch von mir...
mir geht es auch schon viel besser, auch wenn ich öfters mich noch dabei ertappe, psychotische (trotz medis) anwandlungen zu bekommen, die mir manchmal zunächst nicht so bewusst sind, aber die ich durch starke, kritische betrachtung meiner selbst aufdecke....bei mir tauchen diese anwandlungen auch auf, wenn ich mich in stressige situationen begebe, wenn ich zum beispiel unter viele menschen gehe oder in discotheken gehe...ich mein, ich versuche es trotzdem immer wieder, weil das letztlich doch die realität ist, unter menschen und nicht einsam zu sein, aber wenn ich merke, dass es mir noch zu viel ist, zieh ich mich auch zurück, und ich habe auch freunde, die mich bei solchen episoden unterstützen und mich beruhigen...
ich wünsche dir auch alles gute, viel erfolg und beständige genesung,
laila

phil
Beiträge: 2
Registriert: Mi 31. Aug 2005, 14:19
Kontaktdaten:

Beitragvon phil » Mi 31. Aug 2005, 15:20

liebe laila,

das mit der Gefühlsverlfachung kann gut sein, dass das von den Medikamenten kommt. Die dämpfen ja bekanntlich das Dopamin, das "Fühl -und Denkbotenstoff", auch übrigens für Kreativität zuständig.... deswegen sollte man nur so viel wie nötig, so wenig wie möglich nehmen - und auch verdammt vorsichtig mit den Medikamenten sein... denn sie sind schon in einem gewissen Maße Gesundheitschädlich (regelmässige Zuckerspiegelkontrolle wäre z.B. wichtig, und EKG).

Kenne das von mir auch, dass die Gefühle nicht mehr so sind, wie sie mal waren, und auch die Wahrnehmung so gedämpft ist... und in welchem Maße was jetzt was ist, also Medikamentenwirkung und eigentliche "Störung"... das ist ganz schwer rauszufinden, und meist sind die Grenzen auch fliessend.

Die Diagnose Hebephrenie ist sehr umstritten, weil man sie auch nicht festmachen kann, ist eigentlich ein anderes Wort für eine Depression... halt in der Jugendzeit. Und heiter-läppisch, oder verblödet bist du ja auf keinen Fall!!! Auf Diagnosen würde ich weniger achten, mehr auf das Leben, und wie man mit der Krankheit umgehen lernt, und wie man sie letztendlich dann doch überwindet. Einen Sinn sehen, warum man das bekommen hat, und auch positive Schlüsse ziehen... Ich glaube, bei dir ist das eher eine Entwicklungskrise, wenn sie so in der Pubertät begonnen hat, und das heisst, wenn man richtig erwachsen geworden ist, dann ist sie auch überwunden...

Liebe Grüße

Phil (ja, der aus Wiesbaden ;o)

phil
Beiträge: 2
Registriert: Mi 31. Aug 2005, 14:19
Kontaktdaten:

Beitragvon phil » Mi 31. Aug 2005, 15:21

liebe laila,

das mit der Gefühlsverlfachung kann gut sein, dass das von den Medikamenten kommt. Die dämpfen ja bekanntlich das Dopamin, das "Fühl -und Denkbotenstoff", auch übrigens für Kreativität zuständig.... deswegen sollte man nur so viel wie nötig, so wenig wie möglich nehmen - und auch verdammt vorsichtig mit den Medikamenten sein... denn sie sind schon in einem gewissen Maße Gesundheitschädlich (regelmässige Zuckerspiegelkontrolle wäre z.B. wichtig, und EKG).

Kenne das von mir auch, dass die Gefühle nicht mehr so sind, wie sie mal waren, und auch die Wahrnehmung so gedämpft ist... und in welchem Maße was jetzt was ist, also Medikamentenwirkung und eigentliche "Störung"... das ist ganz schwer rauszufinden, und meist sind die Grenzen auch fliessend.

Die Diagnose Hebephrenie ist sehr umstritten, weil man sie auch nicht festmachen kann, ist eigentlich ein anderes Wort für eine Depression... halt in der Jugendzeit. Und heiter-läppisch, oder verblödet bist du ja auf keinen Fall!!! Auf Diagnosen würde ich weniger achten, mehr auf das Leben, und wie man mit der Krankheit umgehen lernt, und wie man sie letztendlich dann doch überwindet. Einen Sinn sehen, warum man das bekommen hat, und auch positive Schlüsse ziehen... Ich glaube, bei dir ist das eher eine Entwicklungskrise, wenn sie so in der Pubertät begonnen hat, und das heisst, wenn man richtig erwachsen geworden ist, dann ist sie auch überwunden...

Liebe Grüße

Phil (ja, der aus Wiesbaden ;o)

Benutzeravatar
moni
Beiträge: 3629
Registriert: Di 30. Nov 2004, 00:35

Beitragvon moni » Do 13. Okt 2005, 10:18

@ Herrn Engels: Könnten Sie bitte diesen Werbemüll für was weiss ich was aus dem Forum entfernen? Hier
http://www.psychiatriegespraech.de/phpB ... highlight=
hat übrigens ein(e) vendetta für was Ähnliches geworben - ist das vielleicht die gleiche Person wie sow?
Vielen Dank und ebensolche Grüsse
moni
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Hermann Hesse


Zurück zu „Qualitätsmanagement in der Psychiatrie - Wie sind Ihre Erfahrungen?“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste