Druck auf Patienten oder der neue Weg zur Drehtürpsychatrie?

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fluuu
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Beitragvon fluuu » Mo 31. Mär 2008, 13:25

...ja, das Krankenkassenargument gibt es immer wieder um den Aufenthalt zu Verkürzen.
Vor neun Jahren ging ich mit generalisierter Angsterkrankung in die Psychiatrie, habe kein Bett bekommen, wurde nur als Tagespatient aufgenommen und nach zwei Wochen hieß es, die Krisenintervention ist vorbei ab nun muss die Kasse zustimmen, mir wurde noch eine Woche gewehrt dann musste ich raus.

Im Nachhinein betrachtet war es für meine Selbstständigkeit und Eigenständigkeit das Beste, sowohl das zuhause Übernachten als auch der kurze Aufenthalt. Es war große Überwindung nötig und viel Zähne zusammen beißen auf Grund der Ängste aber letztendlich ist es mir gut bekommen und bekam den Alltag wieder in den Griff.

Hatte es als Schikane, Ablehnung und persönliche Niederlage empfunden, stellte sich dann jedoch als Gewinn und Erfolg für das Selbst heraus.

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Remlock
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Beitragvon Remlock » Do 3. Apr 2008, 14:36

@ladydarkness

nein das ist nicht zu lang geworden, es spiegelt genau das wieder was ich bei meinem Partner erlebe nach der Entlassung kam 6 Wochen später ein freier Platz in der Tagesklinik von dort nach 4 Wochen die Einweisung in die Klinik zurück weil er durch sein Starkes Trauma auch Suezid gefährdet war inzwischen ist er wieder in der Tagesklinik... Dort haben sie es zumindest fertig gebracht die Medikamente umzustellen und zum Teil zu Reduzieren..aber auch hier hat die Krankenkasse inzwischen wieder druck ausgeübt in dem sie bei mir Anrief versucht hat an der Tagesklinik vobei ihn zum MDK zu schicken etc.
Nach knapp 10 Monaten steh ich mit dem Rücken zur Wand die Psychische Belastung kann ich kaum noch ertragen hilfe für mich gibt es nicht ausser ich würde Freiwillig in die Psychatrie gehen....

@Fluu

Wann lernst du eigentlich mal das es unterschiedlich Menschen gibt und Krankheitsbilder? und nicht jeder per se in Schubladen aufbewahrt wird?

gruß Remlock

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fluuu
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Beitragvon fluuu » So 6. Apr 2008, 18:12

@Fluu

Wann lernst du eigentlich mal das es unterschiedlich Menschen gibt und Krankheitsbilder? und nicht jeder per se in Schubladen aufbewahrt wird?

gruß Remlock
..och, das ist aber süß, das Remlockchen ist bockig und wird persönlich.
Meine feste Überzeugung ist, dass für alle Homo sapiens auf der Erde es nur eine Psyche gibt, nämlich die menschliche Psyche und die funktioniert bei allen Menschen gleich. Die Individualität liegt im Selbst und im Ego, in der westlichen Welt fast nur im Ego, das macht die vielen Probleme.
Alle Menschen sind im Besitz der menschlichen Psyche, ausnahmslos und sie steuert alle notwendigen Lebensfunktionen und schafft die Fülle im Dasein.
Das Ego dagegen ist chronisch ausgehungert und schreit fortwährend nach mehr und schafft die Gier, die Sucht und das unermessliche Verlangen. Der Versuch dieses zu stillen macht psychisch Krank, nicht bei allen, einige werden Serienkiller, streben die Weltherrschaft an oder Zocken um Millionen an der Börse aber allen anderen gelingt das Stillen fast nie, das Einzige was hilft ist sich zunächst mit dem abzufinden was man hat und erst wenn das erfolgreich geschehen ist, ist es möglich mehr zu wollen.
Das hat weder etwas mit Krankheitsbild, noch mit unterschiedliche Menschen und auch nicht mit Schubkasten zu tun, es hat ganz schlicht etwas mit Mensch sein zu tun... der hat Schwächen, Eigenarten und ist nie perfekt.

gruß fluuu
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Beitragvon Remlock » Mo 7. Apr 2008, 06:33

@Fluu

falls DU es nicht bemerkt haben solltest Ich habe keinen Bedarf mit dir zu Diskutieren
Deine schon mehr als Unverschämte Art anderen etwas unterzuschieben und etwas Abzusprechen in so ziemlich jedem Thema das hier eröffnet wird zeigen wieviel du von deinen Mitmenschen hälst

ohne gruß Remlock


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