Das gibt es ja wohl nicht!!!!!

Isabelle
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Das gibt es ja wohl nicht!!!!!

Beitragvon Isabelle » Mo 18. Nov 2002, 15:40

Hallo!
Ich muss mal was loswerden. Ich war in Therapie wegen einer Depression und habe während den 13 Wochen in der Klinik viele Medis erhalten. Richtig gut hat nichts geholfen. Jetzt habe ich Zyprexa verschrieben bekommen und zum ersten mal das Gefühl, dass es mir besser geht. Nach der Entlassung vergangene Woche bin ich zu meinem Hausarzt gegangen und wollte ein Rezept holen. Da sagt der mir, das Zyprexa zu teuer ist. Er hätte ein anderes Antidepressiva, das auch gut wäre und das er mir verschreiben würde. Was soll ich jetzt machen. Ich habe Angst, wieder ein neues Medikament auszuprobieren. Vor allem deshalb, weil bei mir Medikamente so schlecht angesprochen haben. Hat jemand auch schon so eine Erfahrung gemacht. Was kann ich da machen?

Danke für Eure Hilfe!

Isabelle
Mit freundlichen Grüssen
Isabelle

Ronja
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Beitragvon Ronja » Fr 22. Nov 2002, 13:46

Hast du dir schon mal überlegt, den Hausarzt zu wechseln?

Isabelle
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Beitragvon Isabelle » Fr 22. Nov 2002, 17:07

Hallo Ronja,

danke für den Tip. Ich habe inzwischen wirklich den Arzt gewechselt und kann jetzt beim Zyprexa bleiben. Der neue Doc hat nicht so ein Theater gemacht, sondern die Verordnung einfach übernommen. Von daher ist jetzt alles gut herausgekommen. Aber krass finde ich das immer noch.

Isabelle
Mit freundlichen Grüssen
Isabelle

Isabelle
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Beitragvon Isabelle » Mo 25. Nov 2002, 19:54

Hallo B.V.,

danke für deinen Hinweis. Ja, ich bin aufgeklärt worden, dass Zyprexa ein Neuroleptika ist und normalerweise bei Schizophrenie und Psychose eingesetzt wird. Angeblich kann man es aber auch bei Depressionen verschreiben, wenn andere Medikamente nicht helfen, weil es auch dagegen wirkt. In der Klinik hatten noch drei andere Patienten Zysprexa und einer hat auch fast 10Kg zugenommen. Ich hatte auch Angst davor und war deshalb skeptisch. Aber bisher hält es sich echt in Grenzen :roll: . Zwei Kilo sind noch vertretbar, finde ich!!! Was soll ich machen. Es hilft immerhin und ich bin wieder raus aus der Klinik.

Liebe Grüsse
Isabelle
Mit freundlichen Grüssen
Isabelle

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Tele Pat
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Das gibts ja nun echt nicht...

Beitragvon Tele Pat » Mo 10. Dez 2007, 13:41

Hier posten wohl einige Pharmaka-Unternehmen, gell Lilly?! Zyprexa ist ja wohl der Fett-Macher ohnes gleichen, was auf Dauer die Lebenserwartung einschränkt (siehe auch Diabetis). Und schweineteuer...
Keiner ist gemeiner als der Friedrichshainer!

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Remedias
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Beitragvon Remedias » Mo 10. Dez 2007, 18:32

Ich kenne aber auch Leute, die wunderbar mit Zyprexa klar kommen, und die nicht von der Pharmaindustrie bezahlt werden. Nebenwirkungen können, müssen aber nicht bei jedem auftauchen.
@Isabelle, das Verhalten deines Arztes war völlig undiskutabel. Gerade bei Psychopharmaka kann man doch schon froh sein, wenn man überhaupt eines findet, das wirkt und "scho passt".
ich wünsche dir, dass es dir weiterhin gut geht.
Liebe Grüße Remedias

SuMu
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Beitragvon SuMu » Di 11. Dez 2007, 00:29

@Isabelle, das Verhalten deines Arztes war völlig undiskutabel.
Nicht wirklich, der Arzt in Deutschland wird durch sein Budget stark eingeschränkt! Er wird, wenn er dieses überschreitet, unter Umständen regresspflichtig gemacht, d.h. er muss das, was über sein Budget geht, selber zahlen.
viele Grüße
SuMu / http://psychomuell.de - http://blogzicke.de - http://su-mu.de/

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fluuu
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Beitragvon fluuu » Di 11. Dez 2007, 11:17

Hallo,
das ist eine Vertrauensfrage, eine Frage der Beziehung und natürlich der Einstellung zum Arzt was er verschreibt. Hat man die Einstellung Ärzte sind alle bornierte, reiche, machtgeile Möchtegerngötter kann man kaum eine zuvorkommende Beratung oder Behandlung erwarten.
Es hat sich eine langjährige Zusammenarbeit bewährt, da lässt sich mit dem Arzt vertrauensvoll Reden und auch das Eine und Andere aushandeln. Es ist ein bisschen wie das Feilschen auf dem Basar um die eigene Sache. Für die eigene Gesundheit Streiten, auch beim Arzt.
Nun ist auch ein allgemeiner Hausarzt nicht der optimale Arzt zum Verschreiben von Neuroleptika, da ist ein Nervenarzt wesentlich besser.

gruß fluuu
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Sucamedica
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Beitragvon Sucamedica » Di 11. Dez 2007, 13:02

... und normalerweise bei Schizophrenie und Psychose eingesetzt wird...
Eine Depression ist auch eine Psychose: eine affektive Psychose. Und man kann ein Antidepressivum oder auch Neuroleptika dageben eiinsetzen, je nach Fall. ;-)

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Remedias
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Beitragvon Remedias » Di 11. Dez 2007, 17:07

Stimmt, was Susamedica schreibt. Ich leide auch an einer Depression, und noch nie ist es den Ärzten eingefallen, mir Antidepressiva zu verordnen, ich bekomme immer nur atypische Neuroleptika.
Liebe Grüße Remedias


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