Vom Helfersyndrom zur Hybris

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deepnight
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Beitragvon deepnight » Mi 6. Sep 2006, 09:28

Hallo Laura,

ich denke, du meinst, als Mensch auf gleicher Augenhöhe zu sein, also nicht nur der Kranke zu sein. Die Beziehung darf nie nur assymmetrisch sein, es sind immer auch andere Bänder da. Vom Kaninchenzüchten versteht evtl. der Patient mehr als der Arzt und dies sollte auch erhalten bleiben.

Ich finde moni gibt sehr wertvolle Hinweise. Ich kann nur bei mir selber anfangen, d.h. ich kann aufhören, mich selber nur in der Krankenrolle zu sehen und mich darauf besinnen, was ich sonst noch alles bin.

Grüßle, Helene
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Laura
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Beitragvon Laura » Mi 6. Sep 2006, 15:54

Hallo Schneewittchen!

Mein letzter Beitrag an Dich war versöhnlich gemeint. Darum finde ich es unfair, dass Du Leos Beitrag benutzt, um mir eine reinzuwürgen. Wenn mein Denkvermögen durch meine Erkrankung angeblich beeinträchtig ist, dann möchte ich Dich daran erinnern, dass Du mir in einem anderen thread mal Intelligenz attestiert hast. Wie passt denn das zusammen? Solange Du Deine eigene Diagnose hier nicht outest, kannst Du Dich natürlich mit Leichtigkeit aufs hohe Ross setzen und meine oder die Argumente Anderer als "von der Krankheit geprägt" diskreditieren. Aber eigentlich ist das nur ein Zeichen dafür, dass Dir mal wieder die Argumente ausgegangen sind. Jedenfalls bist Du auch schon mal von Herrn Engels und einer gesunden Angehörigen kritisiert worden, und da zieht das Krankheitsargument ja nicht, oder?

Und was Du "auf dem Kasten hast", weißt nur Du alleine, denn wenn man Dich nach den von Dir immer wieder beschworenen Behandlungsalternativen fragt, schweigst Du Dich beharrlich aus.

Gruß

Laura
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Laura
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Beitragvon Laura » Mi 6. Sep 2006, 16:10

Hallo Helene und moni!

Vielen Dank für Eure intensiven Antworten. Ich kann im Moment nicht so recht darauf eingehen, muss sie mir noch in Ruhe durch den Kopf gehen lassen. Im Moment bin ich auf dem Stand, dass ich es für besser halte, seinen Unmut beizeiten rauszulassen, als ihn im Untergrund gären zu lassen bis er sich umso gefährlichere Bahnen für den Ausbruch sucht. Distanzierung ist nicht im Handumdrehen zu erlangen und wenn man sich ärgert, dann kann man ja auch einen guten Grund haben.

lg

Laura
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deepnight
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Beitragvon deepnight » Mi 6. Sep 2006, 18:34

Hallo Schneewittchen,

der Grund, warum sich ähnlich Betroffene zusammenfinden kann durchaus sein, erstmal sich gegenseitig zu bedauern. Das schafft Erleichterung und damit wieder Potential zum Nachdenken:-)). Wenn man dann gemeinsam schaut, wie man denn in die schlimme Lage gekommen ist und das Denken vernetzt um zu besseren Lösungen da wieder herauszufinden zu kommen, ists sicher auch in deinem Sinne. Übrigens auf die Beiträge von dir für Lösungsmöglichkeiten warten wir alle noch. Macht aber nix, wenn da nichts kommt, eine gute Provokation kann auch hilfreich sein. Wenn sie denn gut ist und nicht nur verletzt.

Gruß, Helene
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Austerlitz
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Beitragvon Austerlitz » Mi 6. Sep 2006, 18:49

Hallo "Schneewittchen"!

Ich denke du solltest damit aufhören dich hier hier im Forum in provokanter Manier und mit offensichtlich ungenügender Kenntnis über Psychosen und psychotische Phänomene - deren Ursache und Behandlungsmöglichkeiten du anscheinend auch falsch deutest - über psychische Erkrankungen auszulassen!

Beschäftige dich bitte erstmal mit grundlegender Literatur (z.B. Artikel aus entsprechenden wissenschaftlichen Fachzeitschriften) und äußere dich dann!

Grüße

Christian G.

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deepnight
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Beitragvon deepnight » Do 7. Sep 2006, 22:03

Und wenn dann Denkansätze von mir kommen, erklärt ihr mir, warum das nicht geht.
Dazu redet man ja miteinander. Wenn an unseren Erklärungen, warum es nicht geht was falsch ist, du also die besseren Argumente hast, dann setz sie doch ein. Einfach so glauben tu ich nix, auch dem Pfarrer nicht:-).

Gruß, helene
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Dada
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Beitragvon Dada » Do 7. Sep 2006, 22:12

Hallo Leo,

das würde voraussetzen, dass Laura's Einschätzung richtig ist. Man könnte aber auch argumentieren, dass eine Beeinträchtigung des Denkens und/oder Fühlen das Wesen einer psychischen Erkrankung ist und derartige Aussagen unter diesem Gesichtspunkt unter die Lupe nehmen. Ich halte gar nichts von dieser allgemeinen Psychoforumskultur:
"Ich bin in der gleichen beschissenen Lage wie du, bla, bla".
"Da fühl ich mich gleich besser, wenn es anderen genauso schlecht geht."
Wenn ich damit Anfeindungen ernte, kann ich damit leben. Schließlich verdiene ich mein Geld mit genau dieser Fähigkeit, einen komplexen Sachverhalt auf das Wesentliche zu reduzieren.

Wenn der Eindruck entsteht, dass ich alles besser weiß, könnte es ja auch daran liegen, dass ich mich nur zu Dingen äußere, von denen ich Ahnung habe, und ansonsten schwerpunktmäßig meine Klappe halte.

S.
Hallo Schneewittchen,

Ich finde es befürwortenswert, wie Du mit Kritik umgehst, nämlich strategisch. Es ist gerade ganz allgemein meine Beobachtung, dass die Menschen dazu neigen, allzu schnell ihre Gefühle zu zeigen. Das macht sie praktisch alle kontrollierbar / manipulierbar und auch wenn man das wie ich mag, wirds ab einem gewissen Punkt langweilig.

Naja, also so von sich in der dritten Person zu sprechen wie Du's vorhin gemacht hast geht "scho ziemli ab", ... wenn auch man dem einen gewissen literarischen Touch keinesfalls absprechen kann. :razz: :lol:

Beste Grüsse, in Hoffnung auf Verständnis,


Dada


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