Seite 4 von 4

Verfasst: Mo 3. Sep 2007, 19:51
von sei
Leider ist die Qualität nicht immer umsetzbar,sei es aus Kostengründen,Unfähigkeit,was auch immer da ist oft alles was bleibt die Quantität.
Gruss Sei

Verfasst: Mi 19. Aug 2009, 21:30
von Todwart
was ich nicht ganz verstehen kann, dass in psychiatrischen Krankenhäusern nach meinen eigenen Erfahrungen fast nur auf medikamentöse Therapie gesetzt wird.

Bei meinem letzten Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik wurden lediglich die Medikamente eingestellt, jedoch wurde auf die Ursachen der Erkrankung und eine mögliche Vorbeugung nicht eingegangen.
Hallo an Alle, leider muss ich mich da meinem "Vorredener" mal anschließen. Als Ehemann einer Frau mit "schizomanischer Störung" :?: frage ich mich, warum Ärzte zwar Unmengen von Büchern schreiben bzw. wie in meinem Fall einem sogar eines empfohlen wird (schon weil wir gar keine Erfahrungen zu diesem Thema haben) sich selbst und das gesamte Krankanhaus, außer der medikamentösen Behandlung, aber nichts davon umsetzt. Das geht bei eventuellen organischen Ursachen los (die versuchen wir jetzt bei den einzelnen Spezialärzten zu finden) und hört bei der Einbeziehung des sozialen Umfeldes noch lange nicht auf. Höhepunkt ist die Bestimmung des Prolaktinspiegels, ohne Blut- oder Urinuntersuchung (wie haben die den bestimmt???).
Und um beim Thema Qualität oder Quantität zu bleiben, in Ermangelung eines bisher selbst gefundenen Facharztes (ich weiß bisher nicht einmal, ob wir nun einen Psychologen, Psychiater oder Psychotherapeuten brauchen) behandelt die PIA des Krankenhauses. 2. Termin war letzte Woche, dort gab es zumindest mal ein Rezept, nachdem eine Hausärztin erst einmal eine Überweisung zur Pia schreiben musste. Nächster Termin in der Pia ist im Oktober, die Medis reichen aber nur bis Mitte September, was natürlich schon einmal 2 Besuche beim Hausarzt nach sich ziehen wird. 1. Besuch für die Überweisung zur PIA für ein neues Rezept, 2. Besuch, weil ja das neue Quartal angefangen hat, für die Überweisung zur Nachbehandlung. Dazu kommt, dass eine geforderte Allgemeinärztin erst einmal in ihrem Rechner nach dem richtigen Diagnoseschlüssel für eine Überweisung in die PIA suchen muss. Da kam dann "schizophrener Schock" raus.
Qualität oder Quantität??? Zumindest weiß ich jetzt was schizophren ist. :evil:
In diesem Sinne noch einen schönen Rest der Woche und Grüße aus Dreckmoor.
Todwart

Re: Qualitätsmanagement

Verfasst: Mi 17. Feb 2010, 09:04
von jade
Hallo zusammen,
eines vorweg, ich habe die Beiträge hierzu noch nicht gelesen, antworte hier also nur auf die Überschrift.
Auch wir haben natürlich QM. sind auch zertifiziert, hab da so meine Probleme mit, wenn die Prüfer kommen, wird aufgeräumt, repariert, einiges neu angeschafft , es werden Zettel und Fragebögen ausgefüllt, von Patienten und Personal.
Nur mehr Personal wird nicht eingestellt.
Wir springen ein, auf der eigenen und auf fremden Stationen, kommen aus dem Frei usw. , ist das Qualität ? Für mich nicht .
Anstatt mit Menschen zu arbeiten verbringe ich den Großteil meiner Arbeitszeit am Computer. Das Ding braucht ewig lange um hochzufahren, dann muß ich mich mehrmals einloggen, dann stürzt die Kiste ab, oder das Programm wird gewartet, usw und sofort. Das nervt gewaltig. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, stimmt, aber die Systeme dazu sind irgendwie unausgereift. Kommt mir so vor, als hätt sich das jemand am grünen Tisch ausgedacht, der von der Praxis allerdings keine Ahnung hat.
Die schriftliche Dokumentation , auch Pflegeanamnese - Planung und Durchführungsnachweise gingen jedenfalls schneller .

Liebe Grüße, jade