Qualitätsmanagement

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Grobser
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...die Öffentlichkeit schläft nicht; sie ist geblendet!

Beitragvon Grobser » Sa 2. Apr 2005, 11:23

Hallo,

wann immer Vertragsverhandlungen geführt werden, wird deutlich, dass augenscheinliche Zugeständnisse, die an unsere Innung herangetragen werden, immer nur einen ganz kleinen Bereich beleuchten. Es hat sich aber gezeigt, dass eben diese kleinen Zugeständnisse nur einen ganz bestimmten Weg ebnen sollen. Sie sind Lockmittel, Bausteine, die eine Basis bilden, auf die weitere Bausteine gesetzt werden, und zwar solange, bis das erreicht ist, was – zumindest für die Vertreter der Kassenverbänden – schon von Anfang an als Ziel definiert wurde. Und dann steckt man mitten drin! Natürlich zwingt einen niemand, solchen Verträgen zuzustimmen oder sich ihnen bis ans Lebensende zu unterwerfen; man kann sich natürlich auch ausklinken; nur steht man dann außerhalb des Systemes da... ohne Patienten zumindest dann, wenn man nicht über aussreichend „finanziell sicherer Patienten“ verfügt. Und diese Vertragsangebote werden solange immer wieder anders verpackt, bis sich ggfs. einzelne Unternehmen aus dem Dachverband lösen und zu schwarzen Schafen in den eigenen Reihen werden. Schwarze Schafe insofern, als das der Schulterschluss im Hintergrund nicht mehr gegeben ist. Sie sägen praktisch an ihrer eigenen Sicherheit und schaffen so überhaupt erst die Voraussetzungen dafür, dass mit einzelnen Leistungserbringern Verträge abgeschlossen werden können, die sich natürlich auf das Preisniveau auswirken.

Das lässt sich sehr gut übertragen:In meinen Augen ist nämlich das, was zur Zeit mit den Hausarztmodellen passiert, nichts anderes, nur, dass die „Invasion“ großflächiger (Ärzteschaft, Patienten und Apotheken gleichzeitig) angegangen wurde.Offensichtlich haben Kassen und Politik es geschafft, das, was in der Vergangenheit wirklich von niemanden gewünscht und befürtwortet war, nämlich die Einschränkung der freien Arztwahl, so zu verpacken, dass es keiner mehr merkt.Die Hausärzte laufen den Kassen die Türen ein, um an diesen Modellen beteiligt zu werden. Klar; denn es locken noch finanzielle Anreize bzw. Vorteile und gleichzeitig wurden die Patienten an ihrer verwundbarsten Stelle, nämlich dem finanziellen Bereich, gepackt. Da ist man schnell mal blind. Wir müssen uns an dieser Stelle übrigens nichts vormachen! Für viele sind diese vierteljährlichen 10 Euro eine Menge Geld! Und wenn einem dann noch bestätigt wird, dass man natürlich zu einem Facharzt überwiesen wird, wenn das dann als notwendig(!) erachtet wird, dann geht man ja schließlich kein Risiko ein und spart noch kräftig dabei. Und außerdem ist die Tatsache, dass „der Hausarzt“ ja in das Hausarztmodell aufgenommen wurde, ein Beweis dafür, dass man sich Fachkompetenz gegenübersieht; denn er muss sich ja fortbilden und das nachweisen... Das klingt ironisch? War auch meine Absicht!

Insofern bin ich schon der Meinung, dass die Einführung der Praxisgebühr (der erste Baustein sozusagen s.o.) nicht zuletzt dem Zweck diente, sie heute im Rahmen von DMPs oder Hausarztmodellen sozusagen wieder abzuschaffen. Der Spieß wurde einfach umgedreht und der Patient ist ggfs. auch noch glücklich darüber, dass ihm die Wahlmöglichkeit zur Teilnahme gegeben wird und seine KK ihm eine Gebühr erstattet, die es vorher nicht gab. Ich glaube, dass man die Hände hier ruhig über den Kopf zusammenschlagen kann...

Was die Ärzte angeht, die sich berufen fühlen und ihren Beruf einfach nur frei und zum Wohle der Menschen ausüben wollen, so mag es sie geben. Es ist das, was wir uns alle wünschen und gutheißen würden. Es gibt sie ja auch auch; sie sind nur sehr rar gesät. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass diese Ärzte sehr schnell zu Unternehmern werden müssen, sonst nämlich gehen sie unter in einer Welt der Standardisierung. Und in DRGs, DMPs sowie im EBM-Katalog ist irgendwie genau der Punkt nicht bedacht worden, da haben die vertrauensvollen Arzt-Patienten-Beziehungen und die Zeit, die dafür investiert werden muss, keinen Platz...

Es ist wohl so, dass Qualität im Gesundheitswesen von allen Beteiligten anders definiert wird.

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Franz Engels
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Beitragvon Franz Engels » Sa 2. Apr 2005, 15:08

Hallo Sanne

Ich finde Ihre Auführungen zu den "Lockmitteln" sehr interessant. So ist es wohl tatsächlich. Das Dilemma der Ärzte, die "außerhalb" dieses "Systems" ihre Dienste unabhängig anbieten wollen, ist aber glaube ich komplizierter. Denn es gibt für die "gängigen" Behandlungen im Rahmen einer schulmedizinischen Orientierung definitv keinen "Markt" an der Kassenmedizin vorbei. D. h. Ärzte, die ihre Kassenzulassung zurückgeben und fei praktizieren, müssen das praktisch ausschließlich im Bereich der Komplementärmedizin (Akupunktur, traditionelle chinesische Medizin, Homöopathie etc..) tun, müssen also die Heilpraktiker konkurrenzieren und bewegen sich dabei natürlich auf einem Gebiet, das ihnen von ihrer Herkunft und Ausrichtung her überhaupt nicht vertraut ist. Außerdem gibt es dabei ein Glaubwürdigkeitsproblem, wenn schulmedizinisch ausgebildete Ärzte zu Komplementärmedizinern werden müssen, um wirklich frei nach ihrem ärztlichen Gewissen und Wissen praktizieren zu können...

Ich glaube, derzeit sind die wenigsten Patienten informiert genug, um sich zu einer "freien, unabhängigen schulmedizinischen Therapie zu ihren eigenen finanziellen Lasten" durchringen oder dies überhaupt bezahlen zu können. Das ist das immerwährende und ganz entscheidende Druck- und Erpressungsmittel der Kassenmedizin, um Ärzte, die weiterhin nach ihren erlernten schulmedizinischen Kriterien behandeln wollen, im "System" zu halten: Ein Patient, der sozusagen gesetzlich gezwungen ist, erhebliche monatliche Beiträge an eine Krankenkasse abzuführen ist, hat kaum eine Wahl, als der dadurch versicherten Medizin auch zu vertrauen. Wer kann sich schon leisten bei diesen exorbitant hohen Pflichtbeiträgen die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen, die eigentlich damit versichert wären, selber zu bezahlen. Oder auch nur darüber nachzudenken, was wäre, wenn das, was wir hier besprechen, wirklich wahr wäre...;-)
Was die Ärzte angeht, die sich berufen fühlen und ihren Beruf einfach nur frei und zum Wohle der Menschen ausüben wollen, so mag es sie geben. Es ist das, was wir uns alle wünschen und gutheißen würden. Es gibt sie ja auch auch; sie sind nur sehr rar gesät.
Ich bin überzeugt, dass vor noch nicht so langer Zeit die klare Mehrzahl der Ärzte sich zu ihrem Beruf "berufen" fühlten und ich weiß, dass sehr sehr viele meiner deutschen Kollegen sehr darunter leider, von der derzeitigen Gesundheitspolitik über die genannten Druck- und Erpressungsmethoden gezwungen und ja auch öffentlich aufgefordert zu sein, zu "Unternehmern" zu mutieren und ihre Praxen so zu führen, dass sie am Ende eines jeden Jahres vor allem jeweils vergrößerte Spareffekte nachweisen können. Eine neue Generation von Kollegen, die zunehmend auf Weiterbildungen anzutreffen sind, beginnen inzwischen gehorsam, ihre fachliche Qualifikation selber über ihre ökonomische und quantitative Effizienz (Anzahl Patienten pro Zeiteinheit) zu definieren und sich "richtig" zu fühlen, wenn es ihnen gelingt, virtuos mit den zahlreichen vorgegebenen Schikanen zu jonglieren und das "System" zu ihrem Vorteil auszutricksen. Oft habe ich z. B. Dozenten (Ärzte) auf Fortbildungen über Komplementärmedizin für Ärzte erlebt, die sich fast mitleidig gegenüber den staunenden (und erstaunlich wenig verärgerten) Zuhörern äußerten, weil diese noch nicht begriffen hätten, wie man eine Selbstzahlermedizin mit alternativen Mittelchen etablieren und effiziente kleine Medizinunternehmen an der Kassenmedizin vorbei führen könne... Es war offensichtlich, dass kiner dieser selbstgefälligen Dozenten überhaupt auch nur auf die Idee kam, dass es andere Gründe als Naivität oder Unfähigkeit für Ärzte geben könnte, nicht auf den Komplementärmedizin-Zug aufzuspringen.

Meines Erachtens ist diese Gesinnung aber die Folge einer jahrzehntelangen verfehlten Gesundheitspolitik, die nicht wirklich die medizinische Qualität, sondern die finanzielle Melkung von Leistungserbringern zum Füllen der eigenen leeren Kassen zum Ziel hatte und hat. Ärzte vom "alten Schlag" wurden damit tendenziell verdrängt und stattdessen viele neue Unternehmer-Ärzte "gezüchtet", die jetzt natürlich nur noch darauf warten, in die wirkliche marktwirtschaftliche Freiheit entlassen zu werden... Denn das leuchtet ja jedem ein, dass man nicht einerseits Ärzte wie Geschäftemacher behandeln und gleichzeitig planwirtschaftlich manipulieren und regulieren kann. Irgendwann wird sich das rächen, und seit jahrzehnten warnen verantwortliche Ärzte deshalb vor der Entstehung einer Zweiklassen- oder Mehrklassenmedizin, die natürlich die schwächsten Patienten am stärksten treffen wird und die sich in dieser Zeit tatsächlich bereits unübersehbar zu etablieren beginnt.

Vielleicht gibt's ja später mal eine Pisa-Studie für Medizin. Und dann bin ich sehr gespannt, wer dann wen für die Schäden verantwortlich machen wird. Vermutlich gibt's dann wieder einige vertraute Gesichter in der Debatte und einige interessante Überraschungen für die, die die Entwicklung miterlebt und iihr Gedächtnis nicht verloren haben...;-)

Freundliche Grüße

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Beitragvon Grobser » Sa 2. Apr 2005, 19:47

Hallo noch einmal,
Ich glaube, derzeit sind die wenigsten Patienten informiert genug, um sich zu einer "freien, unabhängigen schulmedizinischen Therapie zu ihren eigenen finanziellen Lasten" durchringen oder dies überhaupt bezahlen zu können.
Das halte ich übrigens für einen der Punkte, bei denen Bedürfnisse der Versicherten und Patienten zum Selbstzweck utilisiert werden; und weshalb ich hier noch einmal „my two cents“ dazu einbringe. Ich spreche davon, dass dem gesetzlich Krankenversicherten sowohl vonseiten der Krankenkassen als auch vonseiten der Ärzteschaft immer mal wieder die Teilnahme am Kostenerstattungsverfahren schmackhaft gemacht wird. Der Versicherte erhält so das Gefühl, dem Arzt gegenüber als Privatpatient auftreten zu können, was offensichtlich immer noch als Privileg angesehen und deshalb – nicht zuletzt wegen der oben zitierten mangelnden Information – vermehrt in Anspruch genommen wird.

Möglicherweise kann einem dieser Versichertenstatus bei der Abwicklung innerhalb einer Praxis oder in einer Klinik zum Vorteil gereichen. In unserem Bereich ist es eher so, dass unterschieden werden muss zwischen „Mein Name ist XY, ich kaufe hier ein“ oder „Mein Name ist XY, ich bin privatversichert“, wobei Letzterer definitiv die schlechteren Karten hätte... Alleshat eben seine zwei Seiten.

Da Ärzte über den einfachen Satz der GOÄ hinaus liquidieren, wenn sie Privatpatienten behandeln, freut sich der Arzt natürlich darüber, dass er in einem solchen Fall eine Privatrechnung ausstellen kann, vor allem aber auch deshalb, weil das ganz ohne etwaig vorgeschaltete Diskussionen und Rechtfertigungen den Krankenkassen gegenüber geschehen kann. Die Krankenkasse freut sich ihrerseits, weil sie dem Versicherten (so, wie irgendwo kleingedruckt angemerkt) ja nur den gültigen Satz oder – wie es bei uns z.B. ist: teilweise schlicht nach freiem Ermessen (!) - erstatten muss; und der Leidtragende ist der Patient, der schlußendlich auf den Restkosten hängenbleibt. Hier also wird der Patient auf ganz elegante Art und Weise an den sonst für beide Seiten geltenden Verträgen und Richtlinien vorbei zum Spielball zwischen den Fronten; denn im Kostenerstattungsverfahren ist immer er es, der die – oft nicht unerhebliche - Differenz zu tragen hat. Irgendwie wird im Vorfeld wohl versäumt , explizit darauf hinzuweisen!

In diesem Punkt hier, haben wir uns ggfs. missverstanden: Außerhalb des Systemes meint, außerhalb der Kassenvertragsbindung, und das bedeutet nicht zwingend die Aufgabe der gängigen Behandlungen im Rahmen einer schulmedizinischen Orientierung, wenn ich das jetzt mal auf die Ärzte abbilde. Das bedeutet aber, dass der Kampf oder das Gezerre um die Privatpatienten zunehmen wird. Und das System trägt seinen Teil dazu bei. Es hebelt sich ja praktisch selbst aus; denn – wenn wir heute noch von der freien Arztwahl sprechen, so werden es morgen die Ärzte und Kliniken sein, die entscheiden,ob sie diesen oder jenen Patienten überhaupt an- bzw. aufnehmen. Da steuern wir nämlich hin und im Bereich der Kliniken die sich schwerpunktmäßig bereits auf DRGs spezialisieren sind wir längst dort angekommen, weil wirtschaftlich und im Sinne einer angeblichen Qualitätssicherung gedacht werden muss.

Ich bin übrigens hinsichtlich der Gesundheitspolitik, die ihren Auftrag verfehlt hat, absolut Ihrer Meinung und teile Ihren Unmut auch darüber, dass – nennen wir sie ruhig so – „die neue Generation Ärzte“ zu Unternehmern mutiert (wird); Unternehmer im wirtschaftlichen Sinne sind sie übrigens schon in dem Moment, in dem IGeLeistungen angeboten werden, ohne die es offensichtlich gar nicht mehr geht. :wink:

Was Ihren letzten Absatz angeht, so musste ich direkt ein bisschen schmunzeln, weil mir erst kürzlich ein Berufskollege erzählte, dass Freund Seehofer, an den wir uns hinsichtlich der Gesundheitsreform 2000 sicher alle gern erinnern, wohl nach einem Krankenhausaufenthalt, bei dem er die Arbeit an der Basis mal am eigenen Leib erfahren konnte, gesagt haben soll, dass er sich aus der derzeiten Diskussion über das GMG lieber raushalten möchte, weil er seine damalige Meinung jetzt ethisch nicht mehr vertreten könne. Irgendwie toll, wie sich Politiker so aus der Affäre schlawenzeln können, oder? :cool:

Sanne

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Beitragvon Franz Engels » Sa 2. Apr 2005, 20:12

Hallo Sanne

Ja, die Anekdote über Herrn Seehofer kannte ich bereits aus anderer Quelle, da ist also wohl was dran...;-)

Ansonsten haben Sie natürlich vollkommen recht, dass ich die "Privatpatienten" vergessen hatte. Das liegt daran, dass ich ín der Schweiz praktiziere, wo es diese Unterscheidung im ambulanten Bereich (noch?) nicht gibt. Übrigens auch keine IGELeistungen. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht ganz genau, was das eigentlich ist. Ich weiß nur, dass deutsche Kollegen bestätigen, ohne diese Leistungen gar nicht mehr wirtschaftlich existieren zu können.

Freundliche Grüße

Franz Engels (Webmaster)
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Beitragvon Franz Engels » Sa 2. Apr 2005, 21:05

PS:
Und was ich auch immer wieder feststelle bei den Diskussionen über dieses Thema: um zu verstehen, wer da an wem zerrt und weshalb das deutsche Gesundheitssystem sich auf dem gegenwärtigen Kurs befindet, hilft medizinischer Sachverstand nicht weiter...;-)
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Beitragvon Grobser » So 3. Apr 2005, 11:09

Hi again,

da es vielleicht auch andere interessiert, eine kurze Definition:

IGeL = individuelle Gesundheits-Leistungen

Es handelt sich dabei um Leistungen, die entweder nicht im EBM gelistet oder aber im Einzelfall nicht kurativ indiziert sind; deshalb als Wunschleistung des Patienten deklariert werden und somit von ihm zu bezahlen sind. Vorsorge-Diagnose-Untersuchungen, wie sie bei Gynäkologen, Augenärzten etc. angeboten werden, gehören z.B. dazu.

Gruß
Sanne

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Beitragvon Franz Engels » So 3. Apr 2005, 11:46

Kurze Nachfrage: Wer entscheidet in Deutschland, dass die ärztliche Tätigkeit nur noch "kurative" Handlungen umfaßt? Meines Wissens sind auch die Indikationsstellung und die Prävention ärztliche Basisaufgaben. Und wer entscheidet übrigens im Einzelfall, wann eine ärztliche Leistung "kurativ indiziert " ist und wann nicht? Wissen Sie das? Vorsorgeuntersuchungen als "Wunschleistung" des Patienten klingt irgendwie bedenklich...
Ich bin übrigens hinsichtlich der Gesundheitspolitik, die ihren Auftrag verfehlt hat, absolut Ihrer Meinung und teile Ihren Unmut auch darüber, dass – nennen wir sie ruhig so – „die neue Generation Ärzte“ zu Unternehmern mutiert (wird); Unternehmer im wirtschaftlichen Sinne sind sie übrigens schon in dem Moment, in dem IGeLeistungen angeboten werden, ohne die es offensichtlich gar nicht mehr geht.
Was soll man dazu sagen, wenn Ärzte feststellen, dass sie in wesentlichen inhaltlichen Bereichen ihrer Berufsausübung bevormundet werden und dass der Teil ihrer ärztlichen Tätigkeit, der ihnen politisch noch als erstattungsberechtigt "zugestanden" wird, so geschrumpft ist, dass er zum wirtschaftlichen Führen ihrer Praxis nicht mehr ausreicht. Dass sie stattdessen ihren Patienten "Wunschleistungen" erbringen müssen, um überleben zu können.
Hätten Sie Vertrauen zu so einem Arzt? Irgendwie hat sich da wohl stillschweigend die Auffassung über die Aufgabe und Zuständigkeit eines Arztes verändert und damit auch die Arzt-Patienten-Beziehung. Spräche nach dieser neuen Auffassung etwas dagegen, wenn der deutsche Arzt der Zukunft in seiner Praxis einen Nebenerwerbs-Schnell-Imbis betreibt, als Wunschleistung für hungrige Patienten (wegen der langen Wartezeiten im Sprechzimmer...), der die eigentlichen Praxiskosten deckt. Natürlich im Selbstzahlerbereich...;-)

Freundliche Grüße

Franz Engels
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Beitragvon Grobser » So 3. Apr 2005, 19:41

Moin!

Selbstverständlich gehören Indikationsstellung und auch Prävention zu den ärztlichen Aufgaben, aus diesem Grund vertraut man sich diesen Fachleuten ja an, und es obliegt dem Arzt, auf Risiken hinzuweisen und die geeigneten Vorsorgeuntersuchungen durchzuführen. Allerdings nicht alles für jeden; denn in den Genuss einer Mammasonographie im Rahmen einer Präventionsmaßnahme innerhalb des Mammographieintervalls kämen beispielsweise nur die bereits an einem Tumor erkrankten Patienten und solche, die aufgrund ihrer familiären Veranlagung einer Risikogruppe angehören.

Nun ist es aber so, dass mit den Möglichkeiten, die im Leistungskatalog aufgeführt sind, nicht immer auch bestmögliche Vollständigkeit und damit Sicherheit erreicht wird. Und hier zeigt sich dann, ob der Arzt Unternehmer ist oder nicht; denn er ist es, der dann auf weitere – jedoch kostenpflichtige – Untersuchungsmöglichkeiten hinweist. Natürlich kommt es auch darauf an, wen der Arzt vor sich sitzen hat und wie er das Ganze verpackt. Fakt ist, dass viele Patienten diese IgeLeistungen in Anspruch nehmen. Einfach nur so? Aus purer Angst, vielleicht? Auch, wenn sie es sich eigentlich gar nicht leisten könnten? Oder, weil ihnen ihre Gesundheit schlicht weg was wert ist? Denn schließlich schaffen sie ja auch ihren Wagen zu jedem Inspektionstermin in die Werkstatt... Wie auch immer – es wird sicher deutlich, dass es diesen und jenen Patienten gibt und der, der es sich nicht leisten kann, kann eben auch nur die offensichtlich „nicht ausreichende“ Grund(Basis)versorgung erhalten, oder wie sie weiter oben so schön zutreffend erwähnten Ein Patient, der sozusagen gesetzlich gezwungen ist, erhebliche monatliche Beiträge an eine Krankenkasse abzuführen ist, hat kaum eine Wahl, als der dadurch versicherten Medizin auch zu vertrauen Beißt sich son bisschen, oder?
Und wer entscheidet übrigens im Einzelfall, wann eine ärztliche Leistung "kurativ indiziert " ist und wann nicht?
Das tut der Arzt und er allein verfügt auch über Informationen und das Hintergrundwissen. Jedoch bleibt dem Patienten in dem Moment nur, das zu glauben, was der Arzt ihm erzählt; denn natürlich ist er der Letzte der ermessen kann, ob diese Untersuchung bei jener Diagnose nicht auch im Rahmen des EBM über die GKV abrechnungsfähig gewesen wäre.

Ganz großes Manko bei dieser Sache ist eigentlich, dass die GKV für ein und dieselbe Leistung des Arztes weniger Geld zahlt, als er erhält, wenn er sie als IGeL abrechnet. Hier – so finde ich – müsste was verändert werden; denn wenn das Überleben einer Arztpraxis von diesem Wirtschaftzweig abhängt, dann – vielleicht lehne ich mich gerade etwas zu weit aus dem Fenster, aber dies ist ja sowas wie ein Brainstorming und da ist sowas erlaubt – möchte ich nicht wissen, wie weit ein Arzt eben auch nur Mensch ist und in Grenzfällen vielleicht lieber zur IgeLeistung tendiert. Interessant dabei finde ich, dass die Berufsverbände ihre Mitglieder aufrufen, nur seriöse IGeLeistungen anzubieten. Komisch, dass dazu aufgerufen werden muss, oder? Offensichtlich gibt es sie also, die schwarzen Schafe unter den Ärzten, die sich von der Berufung weg zu kühlen Rechnern und Finanziers entwickeln.
Vorsorgeuntersuchungen als "Wunschleistung" des Patienten klingt irgendwie bedenklich
Schön, dass Sie das sagen; ich empfinde das genauso; wie so oft muss das Kind aber einen Namen bekommen und in dem Moment, in dem der Patient einer solchen Leistung zustimmt, geschieht das eben auf seinen Wunsch hin. Der Begriff „Wunschleistung“ ist übrigens nicht meiner Kreativität erwachsen, sondern es handelt sich um einen gängigen Begriff, der sich auch in fachspezifischen Veröffentlichungen wiederfindet und aus dem schlussendlich IGeL wurde, weil es sich irgendwie besser anhört. :wink:

Sie sagen selbst, dass Ihnen deutsche Kollegen bestätigten, dass sie ohne diese Leistungen gar nicht mehr wirtschaftlich existieren könnten. Das spricht dann wohl dafür, dass fleißig auf solche Zusatzangebote aufmerksam gemacht wird; denn ich gehe davon aus, dass man als medizinischer Laie nur bedingt eine Vorstellung davon hat, welche Möglichkeiten zur Diagnose-Abklärung einem noch so zur Verfügung stehen. Der Begriff „Wunschleistung“ hat also in der Tat einen pelzigen Beigeschmack.

Wohl aber hat dieser Begriff in einem anderen Bereich längst seine Akzeptanz erfahren. Die Kunststoff-Füllung anstelle von Amalgam ist selbst zu zahlen, wenn es sich nicht um die Frontzähne und dort im sichtbaren Bereich handelt. Und hier kann man (welche Beweggründe auch damit einhergehen mögen) sicher von einer ausdrücklichen Wunschleistung sprechen. Die professionelle Zahnreinigung fällt ebenfalls darunter, wobei man sich hier natürlich fragen darf, warum ausgerechnet diese sinnvolle Prophylaxe keine Kassenleistung darstellt.

Wo also fängt der Präventionsgedanken beim Arzt an und wo hört er auf bzw. wo muss er aufhören? Denn natürlich kann auch ein sich berufen fühlender Arzt nicht selbstlos und auf eigene Rechnung tätig werden. Das, so glaube ich, wird jeder verstehen. Und so bleibt ihm zum Wohle des Patienten ggfs. nur der Hinweis auf weitere Präventionsmöglichkeiten, die eben einfach noch nicht im Leistungskatalog aufgenommen wurden. Ich denke, dass es nicht mehr lange dauern wird und dann hat die breite Öffentlichkeit akzeptiert, dass sie auch beim Arzt noch etwas oder etwas mehr dazuzahlen muss. Der Mensch ist nämlich ein Gewohnheitstier...
Hätten Sie Vertrauen zu so einem Arzt?
Ich maße mir an, zu behaupten, dass jeder, der bereits einmal und unvorbereitet damit konfrontiert wurde, spätestens beim nächsten Besuch schon mit einer gewissen Abwehrhaltung in die Praxis kommt. Inwieweit sich das auf das Vertrauen in den Arzt, seine Kompetenz und die Behandlung an sich ausweitet, wird wohl sehr subjektiv empfunden werden.
Irgendwie hat sich da wohl stillschweigend die Auffassung über die Aufgabe und Zuständigkeit eines Arztes verändert und damit auch die Arzt-Patienten-Beziehung
Ganz so stillschweigend vollzieht sich diese Wandlung nicht, aber mit jedem neuen EBM wird indirekt ein bisschen weiter genau daran gefeilt.
Spräche nach dieser neuen Auffassung etwas dagegen, wenn der deutsche Arzt der Zukunft in seiner Praxis einen Nebenerwerbs-Schnell-Imbis betreibt, als Wunschleistung für hungrige Patienten (wegen der langen Wartezeiten im Sprechzimmer...), der die eigentlichen Praxiskosten deckt. Natürlich im Selbstzahlerbereich
*grinsel* Na also – geht doch! Eine ganz ausgezeichnete Idee! Allerdings verträgt sie sich (noch!) nicht mit der Berufsordnung. Aber da muss dann ja nur ne Kleinigkeit umdefiniert werden und schwupps stände der Sache nichts mehr im Wege... Sie sind ja ein ganz gerissener Unternehmertyp! :wink:

Irgendwie ist die Antwort mal wieder länger geworden :roll:

Gruß
Sanne

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Beitragvon Franz Engels » So 3. Apr 2005, 20:50

Hallo Sanne
Das spricht dann wohl dafür, dass fleißig auf solche Zusatzangebote aufmerksam gemacht wird; denn ich gehe davon aus, dass man als medizinischer Laie nur bedingt eine Vorstellung davon hat, welche Möglichkeiten zur Diagnose-Abklärung einem noch so zur Verfügung stehen. Der Begriff „Wunschleistung“ hat also in der Tat einen pelzigen Beigeschmack.
Da fällt mir ein, dass gerade auf meiner letzten Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren ein Dozent erklärte, wie er Patienten zunächst erklärt, was im Rahmen der Kassenmedizin möglich wäre, um sie dann in einen abgetrennten Bereich der Praxis zu führen, den "Selbstzahlerbereich": "Wer gerne schneller gesund werden wolle und bereit sei, dafür selber ein wenig in die Tasche zu greifen, hat natürlich noch ganz andere Möglichkeiten... " Ich glaube, das waren seine Worte, während ich überlegte, ob ich wirklich in der richtigen Fortbildung sitze und gerade den richtigen Dozenten ein wenig reicher mache....
Irgendwie ist die Antwort mal wieder länger geworden
Ist ja auch ein Brainstorming und kein Brainwinding Ich finde es spannend und bin froh um ein paar Infos!
Sie sind ja ein ganz gerissener Unternehmertyp!
Ich muß sagen, ich komme gerade auf den Geschmack. Je mehr ich mich damit befasse und mich mal ein bißchen von meinem Berufsethos entferne...;-)

Freundliche Grüße

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Na, wer sagt's denn...

Beitragvon Franz Engels » Mo 4. Apr 2005, 15:31

da kommt ja der richtige Artikel zur richtigen Zeit! Ein Kardiologe äußert Bedenken...
Zur Lektüre empfohlen!

Freundliche Grüße

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Beitragvon Scheckfrieda » Mi 1. Feb 2006, 14:59

:D Hallo,
ich bin neu in diesem Forum und möchte sagen, dass die Qualität der psychiatrischen Kliniken m. E. auch subjektiv ist. Als ich 40 Jahre alt war, erkrankte ich stressbedingt an Schizophrenie. Zuerst war ich in einer recht guten Klinik in meiner Heimatstadt, alle Mitpatienten waren 40 und älter, waren schon häufiger dort. Für mich war es das erste Mal und ein Schock. Ich wollte wieder gesund werden und nicht alle paar Monate wieder hierher zurück müssen! Beim zweiten Mal, nur wenige Wochen nach dem ersten Klinikaufenthalt stand wieder eine Einweisung an, mit der ich auch einverstanden war. Man brachte mich wieder dort hin, da fiel mir alles wieder ein, Angst, mein Leben immer wieder hierher zu müssen überkam mich. Ich urteile über diese Klinik: schlecht! Ich flüchtete in eine 30 km entfernte Uni-Klinik. Nach einigem hin- und her nahm man mich auf. Von dem 1 1/2 wöchigen Aufenthalt auf der geschlossenen Station bekam ich nichts mit. Dann brachte man mich auf eine "offene", ähnlich der Klinik meiner Heimatstadt. Nur: dort waren junge Menschen, zwischen 20 und 30 Jahren, Borderliner, Schizophrene. Nur zwei Mitpatienten waren in meinem Alter. Ich bin Mutter zweier Kinder, damals 12 und 13 Jahre alt. Ich sah die jungen Menschen in dieser Klinik, wollte nicht, dass meine Kinder auch so enden. Ich musste wieder gesund werden - für meine Kinder, um jeden Preis! Das gab mir Kraft! Plötzlich sah ich mich nicht mehr mein Leben lang in einer Psychiatrie. Und tatsächlich, mit Hilfe einer Psychoedukation, meiner Neurologin, meinem Hausarzt und meiner seit dem extremen Willensstärke, werde ich langsam gesund. Den Stress und die mir von anderen zugefügten seelischen Verletzungen habe ich allerdings in den letzten vier Jahren "aufgegessen". 30 Kg habe ich seit damals zugelegt! Seit kurzem ist mir klar, dass ich eine Essstörung habe, mit der ich mich jetzt auseinander setzen muss. Auch das werde ich noch schaffen. Den Mut dazu haben mir diese jungen Menschen gemacht. Es ist also nicht immer die Klinik und das Personal, sondern auch, in welcher Lebenssituation man krank wird, und welche Mitpatienten gut für einen sind. Außerdem kommt es sehr auf die Nachsorge an. Bevor ich aus der zweiten Klinik entlassen wurde, hatte ich ein Gespräch mit Sozialarbeitern, die mir auch die Psychoedukation vermittelten. Außerdem rief die behandelnde Ärztin meine Neurologin an und besprach sich mit ihr über die weitere Behandlung. Das fehlte ganz klar in der ersten Klinik.


Gruß

Scheckfrieda

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Beitragvon Franz Engels » Mi 1. Feb 2006, 17:48

Hallo Scheckfrieda

Danke für Ihren kurzen Erfahrungsbericht. Es ist ermutigend für mich als Therapeuten, neben den vielen negativen Erfahrungen aus Kliniken oder mit Therapeuten und anderen Professionellen immer wieder auch Berichte von Betroffenen zu lesen, wo weniger negative oder sogar positive Erfahrungen gemacht wurden und/oder ein Heilungsprozess ermöglicht wurde.

Viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg!

Franz Engels (Webmaster)
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philia
Beiträge: 3
Registriert: Do 2. Feb 2006, 21:50

Beitragvon philia » Do 2. Feb 2006, 22:43

Sehr geehrter F.E,

ich habe heute dieses Forum entdeckt und zur Eigeninformation einige Beiträge gelesen.
Ich arbeite als Betreuerin mit psychisch kranken Menschen, die an einer Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis leiden. Gleichzeitig studiere ich Psychoanalyse an der Sigmund FreudPrivatuniversität in Wien und mache auch die fachspezifische Ausbildung dazu.
Letztes Jahr konnte ich den Internationalen Psychiatriekongress in Bern besuchen und habe mit großem Interesse die Vorträge verfolgt. Dabei hatte ich den Eindruck, dass die Patienten in D und in der CH in einem Ausmaß und Respekt und Achtung bei Psychiatern und Therapeuten genießen, von welchem unsere Patienten in Ö träumen.
Noch bin ich unsicher ob ich mich hier auch mit Ihnen austauschen kann oder ob dieser Austausch Psychiatrieerfahrenen vorbehalten ist.
Fürs erste wärs das einmal
herzlich
philia

philia
Beiträge: 3
Registriert: Do 2. Feb 2006, 21:50

Beitragvon philia » Do 2. Feb 2006, 22:43

Sehr geehrter F.E,

ich habe heute dieses Forum entdeckt und zur Eigeninformation einige Beiträge gelesen.
Ich arbeite als Betreuerin mit psychisch kranken Menschen, die an einer Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis leiden. Gleichzeitig studiere ich Psychoanalyse an der Sigmund FreudPrivatuniversität in Wien und mache auch die fachspezifische Ausbildung dazu.
Letztes Jahr konnte ich den Internationalen Psychiatriekongress in Bern besuchen und habe mit großem Interesse die Vorträge verfolgt. Dabei hatte ich den Eindruck, dass die Patienten in D und in der CH in einem Ausmaß und Respekt und Achtung bei Psychiatern und Therapeuten genießen, von welchem unsere Patienten in Ö träumen.
Noch bin ich unsicher ob ich mich hier auch mit Ihnen austauschen kann oder ob dieser Austausch Psychiatrieerfahrenen vorbehalten ist.
Fürs erste wärs das einmal
herzlich
philia

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Laura
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Beitragvon Laura » Fr 3. Feb 2006, 09:56

Hallo philia!

Sie haben zwar Herrn Engels angesprochen, aber vielleicht ist der im Moment zu beschäftigt, um Ihnen zu antworten.

In diesem Forum sind natürlich auch Psychoprofis willkommen. Es wird manchmal von einigen Betroffenen gesagt, dass sich zu wenige Profis hier beteiligen. Also, ich als Betroffene fände es schon interessant, die Perspektive der anderen Seite besser kennen zu lernen.

Es gibt hier aber auch ein Unterforum speziell für Profis, für das eine separate Anmeldung erforderlich ist und das für alle Anderen nicht einsehbar ist.

Viele Grüße

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.


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