Psychiatrie in Dortmund-Aplerbeck

Kleene
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Psychiatrie in Dortmund-Aplerbeck

Beitragvon Kleene » So 21. Dez 2003, 13:05

Hallo!!
Es geht um Folgendes:
Und zwar ist mein Cousin (34 Jahre) vor mehr als 2 Wochen in die Psychiatrie in Aplerbeck eingewisen worden, weil er Depressionen hat und suizidgefaehredet ist. Soweit ich weiß zumindest.
Jetzt ist es so, dass er dort mit 3 anderen Menschen in einem Zimmer ist, die alle andere Störungen haben als er, einer zum Beispiel laeuft die ganze Zeit von einer Ecke zur anderen. Mein Cousin bekommt dort einfach keine Ruhe.
Und es ist so, dass in innerhalb von mehr als 2 Wochen nur 2 mal mit einem Arzt sprechen konnte, weil 2 der Aerzte krank waren. So lange ist er mit Medikamenten vollgestopft worden (Seit dem fühlt er sich auch besser,ist ja klar). Die aerzte sind zwar seit 1 Woche wieder da, aber passiert ist nichts. Er lebt da vor sich hin, darf Kegeln gehen und kriegt seine Tabletten, aber das war's dann auch.
Innerhalb eines der beiden Gespraeche wurde dann gesagt" Er habe eine Psychose". Toll...WAS FÜR EINE DIAGNOSE. Man kann doch nach einem Gespraech keine Diagnose stellen und dann nicht so eine...
Es wird da halt einfach nichts für ihn getan, und es ist wohl so, dass er eigentlich auf eine andere Station gehört, da wo er jetzt ist, soll es nur so eine Art "Aufnahme" sein, wo erst einmal alle hinkommen...
Jetzt wollte ich mal wissen, ob das das normale Prozedere ist, dass man da erst mal volgestopft wird und dass sich niemand richtig kümmert.
Könnt ihr mir mal vielleicht von euren Erfahrungen berichten, falls ihr welche gemacht habt?
Vielleicht war ja schon mal jemand von euch dort in Dortmund-Aplerbeck?
Ich kann mir naemlich nicht wirklich vorstellen, dass das so richtig ist, wie das da "gehandhabt" wird.
Liebe Grüße.
Kleene

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deepnight
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Beitragvon deepnight » Mo 22. Dez 2003, 20:19

Hallo Kleene,
das Arztgespräch ist sicherlich nicht das einzige, was dort an diagnostischen Beobachtungen gemacht wird. Schließlich gibt es ja noch das Pflegepersonal... Die Medikamente werden gegen die Störung gegeben und es ist doch gut, wenn es deinem Cousin damit schon besser geht. Es ist auch nicht so, daß Gespräche die Medikamente ersetzen könnten. Gespräche ergänzen und es wäre in der Tat gut, wenn sie häufiger stattfinden könnten. Hat er vielleicht Gespräche mit einem Psychologen, oder eine Bezugsschwester? Erkundige dich doch mal, warum jetzt von einer Psychose gesprochen wird. Leichtfertig wird so eine Diagnose nämlich in der Regel nicht gemacht, es müssen also schon Gründe dafür vorliegen. Übrigens sagt man bei einem Diabetiker auch nicht, daß er mit Insulin vollgestopft wird. Warum müssen psychisch Kranke immer als Vollgestopfte dastehen? Wir bekommen halt Medikamente, die wir brauchen, damit es uns wieder besser geht. Zusätzlich sollte es noch Gespräche geben und eine möglichst reizarme Umgebung. Das findet man in den Kliniken meist nicht, da ist Aplerbeck keine Ausnahme.


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