trauma oder verrückt?

margitaloisia
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trauma oder verrückt?

Beitragvon margitaloisia » Di 5. Okt 2010, 18:05

das erste missgeschick meines lebens passierte bei der geburt, denn ich war weiblich. nach 4 jahren ngeburt meins bruders, gott sei dank männlich. ich höre noch heute meine mutter sagen, dass er so arm ist, weil ständig krank.
volksschule gekommen, dividieren nicht verstanden. vom vater geschlagen worden und haare ausgerissen. habe dann mit ihm länger nicht geredet. in der schule keine vorzugsschülerin. Ganz gut im sport, deshalb mußte ich bei wettkämpfen antreten. was mich sehr genervt hat. ich hatte angst davor. mit 14 jahren handelsschule . freund kennengelernt. vergewaltigung. bürolehre angefangen, vom bauleiter sexuell belastigt. lehre abgeschlossen. meinen mann kennengelernt, geheiratet, kinder gekriegt. zweite tochter von nachbarsohn erschossen, da nachbar sein gewehr nicht entladen hatte.das leben war ein chaos. haß auf nachbarfamilie riesengroß. mauer ums herz gebaut. nach ein paar jahren hat sich mein mann eine freundin zugelegt und ist ausgezogen. scheidung. alles ein chaos. nächste mauer ums herz gebaut. brauchte dringend arbeit. fand arbeit. mußte jeden tag 40 km mit dem auto zur arbeit fahren, meine landwirtschaft betreuen, die kinder betreuen. aufs haus schauen. überbelastung. burnout, wirbelsäule kaputt. A U S.
momentan schmerzen besonders groß, schlittere wieder in eine depression. seit 3 jahren in psychologischer therapie. kann bis heute nicht richtig über das unglück meiner tochter sprechen. hasse meine nachbarn. oft würde ich mir wünschen nicht mehr zu leben. oft wünsche ich mir aber auch meine nachbarn würden nicht mehr leben. wenn er so arogant mit seinem gewehr vorbeigeht, als ob nie etwas passiert wäre. ich hasse meine nachbarn.

cake
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Re: trauma oder verrückt?

Beitragvon cake » Di 5. Okt 2010, 18:11

Hallo hier im Forum margitaloisia!
Oh je, da hast Du ganz schön was zu schultern. :???: Das tut mir leid. :???:
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft dafür.
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

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Laura
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Re: trauma oder verrückt?

Beitragvon Laura » Di 5. Okt 2010, 21:33

Hallo margitaloisia!

*schluck*, schlimmer kann es für Dich eigentlich nicht mehr kommen. Ich wünsche Dir, dass Dir schon bald bessere Zeiten bevorstehen und Du irgendwann das Vergangene hinter Dir lassen kannst. Warum ist dieser Nachbar noch im Besitz seines Waffenscheins und darf sein Gewehr so mir nichts dir nichts durch die Gegend führen?

Dass Du seit drei Jahren in psychotherapeutischer Behandlung bist, spricht dafür, dass Du in Deinem Therapeuten oder Deiner Therapeutin eine gute Stütze hast.

Willkommen im Forum!

LG

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

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Feuerchen
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Re: trauma oder verrückt?

Beitragvon Feuerchen » Di 5. Okt 2010, 21:53

Ja, liebe Margitaloisia...

Ich schließe mich meinen Vorrednern an... Du hast wirklich schlimmes erlebt!... Hoffe dass es jetzt nur noch besser wird!

Das hab ich mich übrigens auch , wie Laura gefragt, wieso der noch sein Gewehr hat?

Herzlich Willkommen in diesem Forum auch von mir!

Liebe Grüße
Feuerchen

silbo
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Re: trauma oder verrückt?

Beitragvon silbo » Di 5. Okt 2010, 22:10

heftig. Du mustest einige Schicksalsschläge hinnehmen, aber du scheinst große Kraft zu haben, andere wären tiefer gefallen.

margitaloisia
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Re: trauma oder verrückt?

Beitragvon margitaloisia » Mi 6. Okt 2010, 16:08

es hat eine verhandlung gegeben. er hat bewehrung gekriegt. außerdem hat er gute beziehungen. was ja schon alles sagt. lg

margitaloisia
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Re: trauma oder verrückt?

Beitragvon margitaloisia » Do 15. Dez 2011, 19:45

hallo, war lange nicht mehr da. habe zwei spitalaufenthalte dieses jahr hinter mich gebracht. habe immer noch große schmerzen, die von den bandscheiben kommen. bin immer noch in psychologischer behandlung. Leider ist die beziehung mit den nachbarn nicht besser geworden, sondern schlechter. mag mich selber nicht mehr. und ich glaube, daß mich andere menschen auch nicht mögen. habe keine freunde mehr. ab und zu kann ich bei meiner therapeutin aus mir rauskommen, sie hat sehr viel verständnis. manchmal hilft mir auch schreiben. vielleicht gehts mir dann etwas besser. ich weiß nicht, was ich sinst tun soll? lg

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Remedias
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Re: trauma oder verrückt?

Beitragvon Remedias » Do 15. Dez 2011, 20:11

Hallo,
ich habe gerade deine geschichte gelesen-
der Schmerz um ein verlorenes Kind hört wahrscheinlich nie auf -
aber ich lese auch, du wohnst noch dort; ist es dein eigenes Haus oder eine Mietwohnung?
weil ich würde umziehen, um den Nachbarn nicht mehr sehen zu müssen-
war nur so ein gedanke.

Alles Liebe Remedias


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