Hilfe für Angehörige

Bditscher
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Hilfe für Angehörige

Beitragvon Bditscher » Di 3. Mär 2020, 10:57

Hallo,

ich bin neu hier und hoffe auf etwas Erfahurungsaustausch oder auch gerne Tipps im Umgang mit einem psychsisch kranken Menschen in der Familie

Lieblingsuli
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Re: Hilfe für Angehörige

Beitragvon Lieblingsuli » Di 3. Mär 2020, 15:40

Da müsstest du schon etwas mehr schreiben. Was ist deine Vermutung?
„Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern“

Antje1205
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Re: Hilfe für Angehörige

Beitragvon Antje1205 » Do 5. Nov 2020, 10:57

Hallo ich bin auch neu hier, ich würde auch gern erfahren wie man dem eigenen Kind helfen kann, oder wie man am besten mit Menschen umgehen sollte die an Schizophrenie leiden. Meine Geschichte:
Mein Sohn ist 29jahre geworden und ich bin froh das er wieder Kontakt aufgenommen hat, wie man sich vorstellen kann ist man immer in Sorge wenn das Kind sich nicht mehr meldet, man nicht weiß wie geht es ihm, ist alles in Ordnung.
Angefangen hat alles als er 16 war, seine Freunde haben mir erzählt das er kiffen würde, ich selber hab darauf hin natürlich sein Zimmer durchstöbert um zu schauen ob da nicht Drogen versteckt sind, auch aus Angst das sein kleiner bruder(war damals 4)nicht an irgendwas kommt. Natürlich habe ich Drogen gefunden, ich habe mit vielen Gesprächen versucht ihn davon abzubringen, aber zu diesem Zeitpunkt viel mir schon eine Wesens änderung auf, er würde aggressiv, launisch, wendete sich von seinen bis dahin guten Freundeskreis ab, seine Einstellung auf die Zukunft änderte sich fatal, er hatte keine Lust mehr auf Schule, berufliche Interessen wurden immer kleiner. Ich als allein erziehende Mutter war mit diesen Verhalten total überfordert, hab das Verhalten als Rebellion verstanden, als er aber anfing auf seine Geschwister los zu gehen, das seine schwester(damals 17)zum Schutz die Polizei rufen musste, war bei mir der Ofen aus, muss dazu erwähnen das ich damals auch versucht haben Hilfe zu suchen, drogenberatungsstellen, Psychologische Hilfe usw. Mir wurde gesagt wenn er nicht will dann ist das so. Jedenfalls bin ich mit seinem Vater in Kontakt getreten und haben entschieden, daß mein Sohn erstmal bei ihm lebt(fatale Entscheidung wie ich Jahre später erfuhr) also kurz und knapp, der Abstieg meines Sohnes wurde immer schlimmer, als er dann mit 18 auszog, hatte er seine erste Wohnung, er hat sich mit zwielichtigen Leuten rum getrieben und sein Verhalten wurde immer schlimmer, er fing an mir Nachrichten zu schreiben die ich überhaupt nicht verstanden hab, er würde verfolgt werden, der Staat hat es nur auf ihn abgesehen und ich bin sowieso keine Mutter, es es war eine für mich als mutter sehr verletzende Phase, zwischen zeitlich hätte er seine wohnung verloren, um Behörden wege hatte er sich nicht gekümmert und von arbeiten war nicht mehr die Rede, weile das wohl seine persönlich Freiheit einschränken würde und leute die arbeiten sind halt blöd, diese Einstellung hat sich bis heute nicht geändert. Jedenfalls ist er weg gezogen und wollte einen Neuanfang, die damit endete das er obdachlos wurde. Um es jetzt etwas kürzer zu halten, vor 3wochen wurde er an der Hand op, er ist wohl auf Leute los gegangen und irgendwer hat ihm mit einen Messer die Hand durchstochen, natürlich sind wir zu ihm gefahren, er sagte mir das es die Polizei war, die es eh auf ihn abgesehen hat und schon drauf gewartet hatte dies zu tun. Ich habe mir das nur angehört und versucht Verständnis zu zeigen, was soll ich auch sonst machen??? Letzte Woche hat mich die Polizei angerufen das er einfach Flaschen auf Leute geworfen hat, sie ihn fest genommen haben und er dann völlig weg getreten in der Zelle war, sie haben ihn dann ins Krankenhaus gefahren, ich habe dann mit dem Psychologen geredet er hat mir dann bestätigt das es sich um die Krankheit handelt, aber niemand kann wohl was tun wenn der Patient es selbst nicht will. Also das sind nur einige Auszüge aus den Erlebnissen, wie kann ich mein Kind stützen und wie verhält man sich "richtig" was können wir als Familie tun.
Kann mir jemand "Ratschläge" geben? Wo kann man sich hinwenden um ihm helfen zu können?
Ich danke euch

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Laura
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Re: Hilfe für Angehörige

Beitragvon Laura » Do 10. Dez 2020, 14:03

Hallo Antje!

Ich habe Deinen Beitrag leider erst heute gelesen und antworte somit nur mit Verspätung. (Dein Beitrag wäre mir eher ins Auge gesprungen, wenn Du für Dein eigenes Anliegen einen eigenen thread eröffnet hättest.)

An die Frage, in welcher Institution Dein Sohn die beste Hilfe bekommen würde, schließt sich die Frage an, welche Fachleute so gestrickt sind, dass sie das Vertrauen Deines Sohnes für sich gewinnen können. Und dann würde es so klappen, wie Fachleute es sagen, nämlich dass Dein Sohn sich auch helfen lassen will. Nun ist Dein Sohn aber ein paar Mal gewalttätig geworden, also steht da auch die Frage im Raum, wer Deinem Sohn helfen will und auch helfen könnte. Dieser hilfeleistende Mensch oder diese hilfeleistenden Menschen müssten zumindest seine Angriffe abwehren können, die er anscheinend auch mit einer frisch operierten Hand noch hinkriegt. (Du hast erwähnt, dass er erst kürzlich mit Flaschen nach Leuten geworfen hat).

Eine erste Anlaufstelle, um einem uneinsichtigen Betroffenen psychiatrische Hilfe ins Haus zu schicken, ist in größeren Städten der Sozialpsychiatrische Dienst (SpDi), der dann eigentlich auch das Umland als Einsatzgebiet abdecken müsste.

Und wenn es einfach keiner schaffen sollte, auf der Grundlage des beidseitigen Vertrauens, Deinen Sohn zu einem vernünftigen Verhalten zurückzubewegen, kann man ihm erstmal mit glaubwürdigen Konsequenzen drohen (man kann es auch "warnen" nennen, aber Dein Sohn würde es vermutlich als Drohung auffassen). Bereits mehrmals als gewalttätig auffällig geworden? Da gibt es solche Konsequenzen wie Gefängnis oder auch Forensik.

Viele Grüße

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.


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