Bindung

Wolfskind
Beiträge: 27
Registriert: Sa 18. Mär 2006, 14:08

Beitragvon Wolfskind » Mo 6. Nov 2006, 18:00

Danke cyber-grrrrl !

ich möchte zu dem thema hier öffentlich eigentlich nichts mehr schreiben, weil es mir eben zu öffentlich ist. dachte am anfang nicht, das es auch ausenstehende ohne eingeloggt zu sein lesen können.

wir hatten zwischenzeitlich ein gepräch - zu dritt - mit seiner kollegin, die mir bestätigte, das wir alles andere als ein thera-patient-verhältnis haben und es offizell nur noch den therapieabbruch als resultat geben dürfe, sie das aber nicht - für mich - gut heißt, weil ich dann ja nicht mehr hingehen dürfte, obwohl es für mich wichtig ist (u.a. einfach mal rauszukommen udn der leute wegen).

naja, ich hab auch noch gesagt, der er im augenblick mit seinem verhalten mir gegenüber die abhängigkeit, vor der er so große angst hat (wie er immer betont), herauf provoziert.
weil ich langsam aber sicher - was ich zugegeben auch von früher kenne - mir vor komme wie ein kind das immer wieder um ein bißchen zuneigung (hier: beachtung, zeit) von seinen eltern (richtiger wäre bezugsperson) bettelt und alles tut, damit es der person gut geht, damit diese dann eben zuneigung etc. gibt oder es zumindest keinen ärger mit der person gibt.
Seine Kollegin hat mir in diesem punkt (besonder was die provokation der abhängigkeit an betrifft) zugestimmt. fand ich sehr beruhigend, auch mal was richtiges gesagt zu haben.

es wurde ein "konzept" für die nächsten 4 wochen besprochen. ich bin nur mal gespannt, wie lange er sich daran hält.

was die frage mit dem verliebt sein an sich an betrifft, so ist es mir im augenblick egal. klar würd ich mich geschmeichelt fühlen, aber mehr auch nicht. ich fänd es nur von seiner seite her ehrlich, wenn es so wäre und er es dann zugeben würde.
im augenblick würde das denke ich mal alles nur noch komplizierter machen, wenn ich das fragen würde.

viele grüße
wolfi

Benutzeravatar
fluuu
Beiträge: 2544
Registriert: Di 13. Sep 2005, 13:32
Kontaktdaten:

Beitragvon fluuu » Di 7. Nov 2006, 23:08

Hallo,

durch mein dazwischengerutschtes Posting bekomme ich ne
e-Mail wenn hier etwas neues geschrieben wird und habe
gerade die letzten Texte gelesen.
Nun ist mir Wolfskind aus einem anderen Forum virtuell
bekannt, wenn es die Selbe ist und wundere mich etwas
über dieses Thema hier. Der Therapeut verliebt sich in
die Klientin und kann dann nicht damit umgehen.
Was muss das für ein grottenschlechter Therapeut sein
oder was für eine blühende Phantasie der Klientin, wir
wissen es nicht? Aber eins von beidem ist es auf jeden
Fall und das heißt, die Therapie hat keine Chance real
etwas gutes zu bewirken. Solche Konstrukte machen jeden
therapeutischen Ansatz zu nichte...

eine gute Zeit Euch noch
gruß fluuu
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de

Wolfskind
Beiträge: 27
Registriert: Sa 18. Mär 2006, 14:08

Beitragvon Wolfskind » Mi 8. Nov 2006, 19:17

Hallo Fluuu,

wir kennen uns ? aus welchem forum ? dein nick sagt mir nämlich leider nichts, aber ich glaub es gibt auch noch ein paar andere "wolfskinder".
Der Therapeut verliebt sich in
die Klientin und kann dann nicht damit umgehen.
da hast du glaube ich was falsch verstanden. Er hat mir gegenüber NIE GESAGT, DAS er sich in mich verliebt hat.
es war eben nur eine VERMUTUNG, das es so sein könnte.
genaues wissen tue ich absolut nicht ! und behaupte dahingehend auch nichts.

was jedoch sein verhalten mir gegenüber betrifft, liegt es NICHT an der blühenden Phantasie einer klientin, denn es wurde mir von zwei (fach-)personen bestätigt, das ich mir das nicht einbilde.

Wolfskind
Beiträge: 27
Registriert: Sa 18. Mär 2006, 14:08

Beitragvon Wolfskind » Mi 8. Nov 2006, 19:25

mir ist noch was eingefallen, was ich vergessen habe zu schreiben und zwar nochmal hierrauf bezogen:
Der Therapeut verliebt sich in
die Klientin und kann dann nicht damit umgehen.
Was muss das für ein grottenschlechter Therapeut sein
ich denke du hast recht, mit der aussage des grottenschlechten therapeuten, wenn es sich um einen pychotherapeuten, psychiater oder eben jemand ähnliches handelt, der überwiegend gesprächstherapie macht.

deine aussage, denke ich, ist jedoch für menschen die zwar das wort therapeut in der endung (kunst, ergo, musik-therapeut) ihres berufes haben, jedoch überwiegend nicht gesprächsorientiert arbeiten, nicht zutreffend. sicher haben diese personen auch mit therapie etwas zu tun und haben auch psychologie "gelernt", jedoch ist es für mich ein unterschied, im verleich zu eben psychotherapeuten.

letztendlich sind therapeuten ja auch nur menschen ! vielleicht hat ein therapeut so etwas ja noch nie erlebt und muß selber erst auch lernen wie man damit umgeht. ich denke solche situationen werden einem im studium nicht beigebracht.

was ich schreibe ist MEINE meinung, die nicht richtig sein muß, aber so denke ich zur zeit darüber.

viele grüße
wolfi

Benutzeravatar
fluuu
Beiträge: 2544
Registriert: Di 13. Sep 2005, 13:32
Kontaktdaten:

Beitragvon fluuu » Mo 13. Nov 2006, 20:33

Hallo,

dann bist Du wohl ein anderes Wolfskind als ich meine,
es hätte mich auch sehr gewundert.
Ich bleibe bei der Meinung, dass wenn sich ein
Therapeut, egal was für einer, in einen Klienten
verliebt und dann nicht damit umgehen kann, den
Sinn seiner Aufgabe verfehlt. Natürlich ist er ein
Mensch aber ein Mensch der in seinem Beruf versucht
Probleme zu lösen mit dem Klienten und nicht welche
schafft. Ein Therapeut in seiner Arbeit erzeugt keine
zwischenmenschlichen Probleme zwischen ihm und dem
Klienten, außer er ist unfähig.
Da fällt mir der Film "Komm wir träumen" ein von Leo
Hiemer. Ein Liebesfilm zwischen einer Betroffenen in
einer Behindertenwerkstatt und einem Praktikanten.
Ein sehr spannendes und feinfühliges Werk.
Nun habe ich noch was vor...

gruß fluuu
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de


Zurück zu „Schulenstreit - Gibt es die richtige therapeutische Haltung?“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast