Wolfang Schmidtbauer

Maulbeere
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Wolfang Schmidtbauer

Beitragvon Maulbeere » Sa 26. Jan 2008, 13:44

Kennt ihr Bücher von Wolfgang Schmidtbauer?

Sehr gut ist "Der hilflose Helfer" über das Helfersyndrom und über die seelische Problematik helfender Berufe.
Dieses Buch gibt Anworten auf die Frage warum so viele Therapeuten/Ärzte so unterm Arsch sind.

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Kratz
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Beitragvon Kratz » Sa 2. Feb 2008, 19:08

Und Maulbeere gibt dieses Buch auch darüber Aufschluss, warum dein Auftreten so unterm Arsch ist
Des deutschen Bürgers ehrliches Sicherheitshirn vermag nicht den scheinbaren Sinn einer ausschließlich von der Nützlichkeit der Dinge bestimmten Wertung als Unsinn zu begreifen.

Maulbeere
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Beitragvon Maulbeere » Di 5. Feb 2008, 10:19

Ließ das Buch dann weißt du es :D

Jedenfalls ist das Buch sehr gut um zu wissen , ob man den richtigen Therapeuten hat.
Ein Therapeut mit Helfersyndrom richtet mehr Schaden als Nutzen an.
Auch manchen Psychaiter leiden darunter. Das ist besonders fatal, denn so wird die Abhängigkeit geschürt, Missbrauch gerechtfertigt, und der Patient wird noch verwirrter. Und das schlimme, der Patient mekrt das erst lange Zeit später

SuMu
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Beitragvon SuMu » Di 5. Feb 2008, 11:12

um den richtige therapeuten zu haben, muss ich kein buch lesen.
viele Grüße
SuMu / http://psychomuell.de - http://blogzicke.de - http://su-mu.de/

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fluuu
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Beitragvon fluuu » Mi 6. Feb 2008, 12:20

... für einen Betroffenen, für einen psychisch Kranken, wahrscheinlich für jeden kranken und beeinträchtigten Menschen ist Hilfe Annehmen können eine wichtige Form der Selbsthilfe...

„Die hilflosen Helfer“ von 1977, da sind 30 Jahre Entwicklung dazwischen. Das Problem hatten wir in einem anderen Thread schon, die Antipsychiatrie geistig noch in der Zeit der Entstehung der 50er-70er Jahre.

Die Entwicklung in der Psychiatrie und in der Psychologie ging in den letzten Jahrzehnten ähnlich rasant von statten wie die Entwicklung in der Mikroelektronik. Wer ließt heute ein Buch über Computer der 70er Jahre, der Commodore 64 kam erst Mitte der 80er Jahre raus.
So funktioniert zwar die Psyche seit Menschengedenken vom Prinzip her gleich aber Anforderungen, Umgang, Störungen und Behandlung haben sich enorm verändert.

Der Begriff 'Helfersyndrom' ist wichtig und jeder muss darauf acht geben und skeptisch sein aber das heißt nicht jede professionelle Hilfe verweigern.

Ein Buch aus dem Jahr 2007 von ihm heißt "Warum der Mensch sich Gott erschuf. Die Macht der Religion"
Ein sehr interessantes und nach wie vor absolut zeitnahes Thema.

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Maulbeere
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Beitragvon Maulbeere » Fr 8. Feb 2008, 18:20

Ja klar Hilfeannehmen ist wichtig! Ich will nicht sagen, man soll keine Hilfe annehmen. Aber ich möchte darum warnen , den "falschen" Therapeuten zu bekommen.
Ein therapeut kann sehr viel falsch machen und sehr viel vermasseln. es gibt mehr Psychotherapie geschädigte als Leute denne sie geholfen hätte!!

Man muß acht geben bei der Therapeutenwahl!!

Das Buch über das "Helfersyndrom" von Wolfgang Schmitbauer ist zeitlos. Das Helfersyndrom existiert und wird immer existieren.
Es hat keinen Sinn dem nicht in die Augen zu schauen!!

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fluuu
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Beitragvon fluuu » So 10. Feb 2008, 14:21

... das stimmt, es gibt mehr psychisch geschädigte die in ihrem Problem verharren als von Therapeuten erfolgreich behandelt. Das liegt nicht am Therapeuten sondern am Klienten, der lieber Betreuung, Krankenhausaufenthalt und akute Krise in kauf nimmt, als etwas im Leben zu verändern. Therapie bedeutet die eigenen Probleme, Defizite, Traumatisierungen und Unfähigkeiten genau unter die Lupe zu nehmen. Da spielt es keine Rolle welche Schwächen der Therapeut hat, es geht darum sich mittels Therapeut selbst zu helfen.
Wer das nicht möchte, nicht kann, oder ablehnt bleibt im Zustand stecken oder schafft es ohne Therapeut sich mit der Nase in die Wunden zu stucken. Das erfordert sehr viel Überwindung, Selbstbeherrschung und Mut aber ist nicht unmöglich.

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moni
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Beitragvon moni » So 10. Feb 2008, 14:38

Hallo zusammen

@fluuu:
Da spielt es keine Rolle welche Schwächen der Therapeut hat
Das sehe ich allerdings gar nicht so. Sowohl Stärken wie eben auch Schwächen eines Therapeuten sind in meinen Augen sehr wohl wichtig für denjenigen, der Therapie macht. Therapie ist ja nicht so eine Art Weiterbildungskurs, in dem man sich "mittels Kursleitung" neues Wissen aneignet, sondern man steht in einem ungleichgewichtigen, um nicht zu sagen Abhängigkeitsverhältnis zum Therapeuten und ist zudem naturgemäss meist in einer ungefestigten und sehr verletzlichen Position. "Mittels Therapeut" kann man sich nur helfen, wenn dieser seine Stärken für den Klienten gewinnbringend zur Verfügung stellen kann und seine Schwächen so weit im Griff hat, dass sie dem Klienten nicht schaden ... kurz: wenn eben die berühmte Chemie stimmt.

@Maulbeere: Du schriebst:
Das Buch über das "Helfersyndrom" von Wolfgang Schmitbauer ist zeitlos. Das Helfersyndrom existiert und wird immer existieren.
Es hat keinen Sinn dem nicht in die Augen zu schauen!!
Dieser Aspekt mag für manche Leute bei der Therapeutenwahl wichtig sein, vielleicht aber einfach nicht für alle in einem solchen Masse (wie SuMu auch schon schrieb) - und warum sollten Letztere dann etwas "in die Augen schauen", was für sie gar kein Thema und schon gar kein Problem ist?

LG moni
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Hermann Hesse

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Beitragvon deepnight » So 10. Feb 2008, 19:21

"Es gibt mehr Psychotherapiegeschädigte als Leute, denen sie geholfen hat"... Aus welcher Statistik stammt denn das?

Gruß, Helene
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Beitragvon Maulbeere » Di 12. Feb 2008, 15:05

Klar der Therapeut ist ja eine authoritätsperson und es herscht ein Machtverhältnis gegenüber Patinet und Therapeut.
Das ist ansich nicht schlecht, das muß ja auch so sein, denn der Therapeut soll ja den Patienten anleiten ihm Orintierung geben usw.
Natürlcih ist es eine Gratwanderung wie der Therapeut damit umgeht.
Viel Macht zu besitzen kann sehr verlockend sein für den Therapeuten und die Wahrscheinlichkeit ist hoch dass der Therapeut zum Schaden der Patineten die Macht mißbrauchen wird wenn er selber Defizite hat, z.B. unter dem sog. Helfersyndrom leidet.
Der Therapeut muß zwar bei seiner Ausbildung selber in Therapie gehen, das reicht aber bei vielen nicht um eine gute Behandlung dem Patienten zu gewährleisten!


Man muß nicht das ganze Buch von Schmitbauer lesen,
Es ist aber einen sehr gut gedient auf der Hut zu sein, sich damit auszukennen damit man auch kritisch sein kann

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fluuu
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Beitragvon fluuu » Di 12. Feb 2008, 15:49

Hallo Maulbeere, dann bleib bei Deiner Ansicht, dass die Therapeuten unfähige Monster sind die kleine Patienten fressen, hoffentlich stirbst Du nicht daran und wenn ist es auch egal, dann kann kein Therapeut Dir mehr böses...Therapeut nicht brauchen ist das Eine aber ihn schuldig zu erklären für alles Leid auf der Erde ist kindisch.

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Beitragvon Maulbeere » Mi 13. Feb 2008, 16:13

Ich habe Therapeutin nicht für schuldig erklärt, ich warne nur un dfordere zum kritischen Überlegung auf!!!

Laut Schmidbauer (Das Helfersyndrom) gibt es 3 Kategorien warum Menschen helfen.

1. Ein Mensch hilft spontan, ohne zu Überlegen, aus reinem Mitgefühl heraus. Wie z.B. bei dem Gleichnis in der Bibel vom barmherzigem Samariter.
Dahinter steckt keine Theorie, kein Beruf(Jesus betont auch, was ganz wichtig ist, dass die beiden Judäa die vorübergegangen waren ein religiöses Amt innehatten)

2. Ein Mensch hilft aus stategischer Überlegung heraus. Ich helfe dir hiermit , du hilfst mir hiermit.

3. Ein Mensch hilft aus einem narzistischen Bedürnis heraus. Er möchte sein Bedürfnis nach Anerkennung, Geltung, Macht, emotionaler Nähe bei gleichzeitiger Kontrolle befriedigen.

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Beitragvon fluuu » Fr 15. Feb 2008, 11:26

...das es ganz viele unfähige Patienten gibt liegt ja auf der Hand, da wird gejammert, geweint, gewinselt,um Hilfe angefleht, mit Selbstmord gedroht, das Nichtkönnen demonstriert und angesagt: kann nicht mehr, weiß nicht mehr weiter...
Ein gefundenes Fressen für alle mit Helfersyndrom. Dieses Syndrom ist nicht schlimmer wie die Symptome des Patienten, es ist das Selbe von der anderen Seite.

Es bleibt dem Patienten nur eine Chance, nämlich ein mündiger Patient zu werden der selbstbewusst und selbstbestimmt mit Arzt/Therapeuten die eigene Gesundheit in die Hand nimmt. Dann ist der Weg zum gesunden Patienten möglich und der Patient ist kein Patient mehr, sondern ein gesunder, freier Mensch und kein Arzt/Therapeut oder einer mit Helfersyndrom kann ihm was anhaben.

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Beitragvon mohnblume » So 17. Feb 2008, 19:02

@fluuu

wenn alle Patienten ihr Leben selbstbewusst und selbstbestimmt in die Hand nehmen könnten, weder weinen, noch jammern, noch Todessehnsucht haben, sprich selbstbewusst und fröhlich durch die Welt laufen, warum brauchen sie dann noch einen Therapeuten?

Das sind doch gerade die Probleme/Schwächen warum ein Mensch ein Psychiater aufsucht.

Auch Psychiater sind Menschen und wenn die Konstellation nicht stimmt, dh. die Schwächen von Psychiater/Klient sich auf eine negative Art optimal ergänzen, es zu einem Machtmissbrauch durch den Therapeuten kommen kann.


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